Die deutsch-polnische Staatsaffäre begann in Hamburg
Spannungen Die europäischen Nachbarn tun sich miteinander schwer
Die deutsch-polnische Staatsaffäre begann in Hamburg-Niendorf
Es war nur eine von vielen Scheidungen in Hamburg. Doch die Folgen beschäftigen die Regierungen in Berlin und Warschau. Wojciech Pomorski wollte mit seinen Kindern nur polnisch sprechen, das Jugendamt war dagegen. Polens Medien geißelten deutschen "Assimilierungszwang". Nun muss Kanzlerin Merkel die Wogen glätten.
Von Sandra Pabst
Hamburg - Dieser Aktenberg wiegt mindestens zehn Kilo. So schwer kann ein Leben sein, wenn es fein säuberlich auf Tausenden, eng bedruckten Papierseiten abgeheftet ist. Es ist die Geschichte des Polen Wojciech Pomorski, der mit seinen Kindern polnisch sprechen wollte, was ihm vom deutschen Staat verboten wurde. Es ist eine Geschichte, in der es nicht nur um eine verlorene Liebe und verletzten Nationalstolz geht, sondern vor allem um das schwierige Verhältnis zwischen Polen und Deutschen.
Hamburg-Niendorf, in einer normalen Wohnsiedlung. "Kommen Sie herein", sagt Pomorski. Der 36-Jährige trägt dunklen Anzug und weißes Hemd. Die Haare akkurat geschnitten, der Blick offen und erwartungsvoll. Der Klang seiner Stimme und die Farbe seines Akzents erinnern an den polnischen Boxer Dariusz Michalczewski, der einst für Deutschland kämpfte.
Pomorski kämpft für Polen. Während ihn hierzulande kaum jemand kennt, ist er jenseits der Oder ein Nationalheld. Einer, der es den Deutschen endlich zeigt und sich nichts gefallen lässt. So jedenfalls berichten polnische Medien.
--
7. Familienbericht http://dip.bundestag.de/btd/16/013/1601360.pdf
Seite 234, Familienarbeit: - Väter 70 Std. - Mütter 46 Std.
Siehe auch: http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=12360
--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein