Noch ein Kachelfall
Mehr als fünf Monate lang war ein 41-Jähriger Wiener unter dem Vorwurf der Vergewaltigung in U-Haft. Am Montag gab das 25-jährige "Opfer" im Zeugenstand zu, die Vorwürfe "aus Wut" erhoben zu haben.
Der 41-Jährige und die 25-jährige Frau hatten einander im Februar 2005 als Patienten im Otto-Wagner-Spital kennen gelernt. Beide haben laut Staatsanwaltschaft mit erheblichen psychischen Problemen zu kämpfen. Als nach ihm auch sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, zog sie bei ihm ein.
In weiterer Folge verschlechterte sich das Verhältnis, die Frau zog aus der Wohnung aus und nahm Kontakt zu einem Frauenhaus auf. Schon zuvor hatte sie Anzeige erstattet. Der Mann habe sie mehrfach zum Beischlaf gezwungen, gab sie zu Protokoll.
Anfangs habe sie freiwillig mit ihm Sex gehabt, seit Mai 2005 habe er jedoch ihren Widerstand mit Gewalt gebrochen. Der vorbestrafte Mann wanderte umgehend in U-Haft.
Die 25-Jährige sagte vor Gericht, im Frauenhaus habe man sie ihre Angaben nicht korrigieren lassen.
Ohne Worte, da bleibt nur Wut und die
FORDERUNG, Frauenhäuser auch als Orte der Volksverhetzung zu schließen