Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mißbrauch von Männlichkeitskultur

Badewannenkapitän mit Patent, Monday, 16.01.2012, 00:20 (vor 5180 Tagen) @ Trillian

Auch eine KapitänIN unterliegt der Pflicht, das sinkende Schiff als Letzte
zu verlassen.

Dass der Kapitän ein sinkendes Schiff als Letzter zu verlassen hat ist ein Mythos, basierend auf romantischer Belletristik! Er hat lediglich die juristische und moralische Pflicht, das Schiff nautisch/ technisch so zu führen, dass eine Evakuierung möglich ist. Und er muss das Personal für die Evakuierung der Passagiere und die technische Umsetzung dieser Maßnahmen anleiten und überwachen - aber nur so lange, wie es möglich und sinnvoll ist; Oder anders ausgedrückt: solange er noch handlungsfähig ist. Hat er seine Handlungsfähigkiet verloren und kann keinen Einfluss mehr auf die Rettungsmaßnahmen nehmen, darf er sich selbstverständlich auch selbst retten. Und das gab es auch früher schon, wenn es hieß: "Rette sich wer kann!".

Der sich selbst opfernde Kapitän (ersatzweise Soldat) basiert lediglich auf einer mißbrauchten Männlichkeits- und "Heldenkultur", zu der auch das Motto "Frauen und Kinder zuerst" gehört. Und diese anerzogenen Kultur (=Selbstbild) ermöglicht (wohl nicht nur zufällig) den Mißbrauch von Männern für veschiedenste Zwecke derjenigen, die über die Definitionshoheit verfügen (= wer ist schwach und/ oder wert gerettet/ verteidigt zu werden... ). Millionen von Männern haben sich oder wurden geopfert, für "Volk und Vaterland", "Frauen und Kinder" oder "Freiheit" (wessen auch immer ...).

Emanzipierte Männer kommen zwar ihrer (moralischen) Pflicht nach, aber opfern sich nicht mehr selbst! Weder auf Schiffen noch im Krieg noch im modernen Arbeits- oder Sozialleben! Denn Männer sind keine Diener oder Sklaven, sondern gleichwertige Menschen mit gleichen Lebensrechten!


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