Rolf Pohl: "Wuff Wuff!!" - Antifeminist: "Aus! Platz! Sitz!"
...
Er kommt mehr aus der zweiten Reihe. Das Kranke an solchen Typen ist, daß
sie ihre eigene Weiblichkeitsunterwerfung und -anbiederung, ihre
Männlichkeitsverleugnung auf unsereins projizieren.
Ich vermute etwas Anderes: Der ewige Opportunist ahnt die ehrlose Erbärmlichkeit, mit der er sich durchs Leben navigiert. Ich sage: er ahnt es. Denn selbstverständlich lässt er diese Einsicht nicht zu, er müsste sich ansonsten täglich die Verachtung seiner Selbst ins Gesicht spucken. Täglich. Das hält kein Mensch auf die Dauer durch.
So lassen sich auch Ursachen der Strategien finden, mit denen diese Leute ihr nach und nach verinnerlichtes Weltbild allen ihren Mitmenschen, vor allem aber ihren Widersachern, als Ausdruck unumstößlicher Realität aufzuzwingen wünschen. Selbstverständlich und gerade denen, deren persönliche Empirie etwas ganz anderes gebietet, soll Dekonstruktion bestimmter erfahrungsgestützter Standpunkte helfen, selbst zu dem zu degenerieren, was Opportunisten ausmacht. Zum Vorteil aller, natürlich. In einem Schwarm Amöben stören die Rückratlosen niemanden. Sie fallen nicht mal mehr auf.
Ihre Unterwürfigkeit gegenüber der eigenen Mutter (introjiziert) läßt
sie ganz schockiert auf Leute wie uns blicken, die Frauen und Feminismus
kritisch betrachten. Unerhört.
Ich weiß nicht, ob die Mutter immer und notwendigerweise das auslösende Moment für die genannte Unterwürfigkeit konstituiert. Ich halte das für freudsche Erklärungswillkür. Vielmehr meine ich, dass der Weg des geringsten Widerstandes viel zu verführerisch wirkt, als dass ihn nicht Herdenvieh als scheinbar einzig gangbaren zahlreich wählte. In der Tat, jene, die aus der Herde ausscheren, verhalten sich unerhört. Das gilt nicht nur für geganderte Zusamenrottungen, es ist ein Problem aller Zeiten und so ziemlich aller Gesellschaften. Vermute ich jedenfalls.
Es gibt ja tatsächlich solche Leute, wie er es beschreibt: Irgendwelche
Machos, Türken und Harte Typen, die ihre Emotionen unterdrücken und
solche gibt es auch bei Antifeministen.
Das ist mir zu einfach. Mag sein, es gibt Menschen, die ihre Emotionen unterdrücken - na und? Es gibt ganz Harte (nicht zu verwechseln mit denen, die die Harten spielen) -na und? Und dann gibt es Leute, auch Männer, die ihre Emotionen kontrollieren,beherrschen wollen. Selbstverständlich gelingt das nicht immer. Was aber ist daran zu bemängeln, das eigene Denken und Handeln nicht in erster Linie an Emotionen auszurichten, sondern an Vernunft? Sind wir schon soweit, das feministische Gefühlsgefasel als Richtschnur für Männlichkeit zu akzeptieren?
Um nicht falsch verstanden zu werden: Gefühle können wundervolles vermitteln; sie agieren aber auch oftmals als schmerzreiches Signalasystem. Dies alles kann und muss Mann annehmen. Die Frage ist, ob Mann sich von Gefühlen beherrschen lässt, sich ihnen unterwirft oder ob er sich mit ihnen auf den Weg macht das zu werden, was er sein will.
Was die Antifeministen betrifft, so gibt es unter ihnen freilich Idioten. Wenn ich mich nicht täusche, machen sie sich dazu, weil sie eben ihre Emotionen nicht im Griff haben.
Woher er weiß, daß wir alle so ticken, ist mir ein Geheimnis. Vermutlich
ist er promoviert - dann kann er das.
Er ist Prof.- das genügt.
Außerdem ist es jedermanns Recht, seine Weiblichkeit abzuwehren.
Ja, es wäre jedermanns Recht. Nur: ich habe bis heute nicht begriffen, aus welchem Grunde irgendetwas in mir weiblich sein soll. Nur weil der "androgyne Feminismus" Theorien in die Welt setzte, jeder Mensch besäße männliche und weibliche Anteile, die freilich noch niemand sezierte, müssen positiv geltende Eigenschaften von Männern nicht weiblich sein. Wer hat sich denn bislang der Mühe unterworfen zu erforschen, ob - nur beispielsweise - Mitgefühl, Großherzigkeit oder Hilfsbereitschaft Eigenschaften mit originäre männlicher Ausprägung existieren könnten? Niemand?
Eben.
Solange keine seriösen, also nachprüfbare Erkenntnisse dazu vorliegen, darf Mann davon ausgehen, er ist ganz Mann. Sowie Frau ganz Frau bleibt, auch wenn sie womöglich Verhalten an den Tag legt, welches die Masse eher Machos zuschreibt. Ein Holz - und ein Elfenbeinwürfel sind beides Würfel, beide erfüllen Funktionen, zu denen sie geschaffen wurden. Beide sind mitunter austauschbar. Doch dürfte es feministischen WissenschaftlerInnen vorbehalten bleiben, den Nachweis zu führen, dass Holz und Stahl aus Teilchen bestehen, die in beiden Stoffen nachweisbar sind.Und natürlich daraus den Schluss ziehen Holz habe Elfenbeinanteile und Elfeinbein Holz in sich.
Pauschal- und Globalurteile, um ja nicht die Sachebene betreten zu
müssen.
Die Sachebene betreten, bedeutete die Argumente gegen feministische Denke Punkt für Punkt und nachweislich zu widerlegen. Das aber scheut der Feminismus wie der Teufel das Weihwasser. Es wäre auch das Ende feministisch indoktrinierter Opportunisten.
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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-
Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.
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- Ein Pudel namens Rolf Pohl ....... -
Kebu,
16.01.2012, 15:22
- Ein Pudel namens Rolf Pohl ....... -
Narrowitsch,
16.01.2012, 18:43
- Rolf Pohl: "Wuff Wuff!!" - Antifeminist: "Aus! Platz! Sitz!" -
James T. Kirk,
16.01.2012, 21:31
- Rolf Pohl: "Wuff Wuff!!" - Antifeminist: "Aus! Platz! Sitz!" - Narrowitsch, 17.01.2012, 11:06
- Rolf Pohl: "Wuff Wuff!!" - Antifeminist: "Aus! Platz! Sitz!" -
James T. Kirk,
16.01.2012, 21:31
- Ein Pudel namens Rolf Pohl ....... -
Narrowitsch,
16.01.2012, 18:43