Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Genau !

Mark100, Tuesday, 23.10.2007, 21:25 (vor 6679 Tagen) @ Perseus

Da ich von Zinsen als Naturwissenschaftler keine Ahnung habe, lasse ich das
Thema einmal aussen vor.

Zur Entwicklung des Forums kann ich nur eines sagen. Ich lese hier schon
seit mehreren Jahren mit und ich muss immer wieder zugeben, wie sehr ich
die Offenheit hier schätze. Auch wenn eine Meinung von zwanzig anderen
niedergemacht wird, so kann sie doch geschrieben werden, ohne dass gleich
diktatorische Zensur (wie bei den Femis) herrscht. Natürlich passen mir
bei weitem nicht alle Meinungen zu einzelnen Themen, aber umgekehrt findet
sicher eine Mehrheit der Leute manche meiner Meinungen nicht so dolle.
Damit kann ich leben, solange es sachbezogene Kritik bleibt. Und auch
wenns mal persönlich wird, wir dürfen nicht vergessen, dass das reale
Leben niemals ideal verläuft und dass wir IMMER Reibungsflächen haben
werden.

Und mal ehrlich: Stirbt jemand von euch schon, wenn euch jemand im
Internet als Arsch bezeichnet? Eben.

Um auf das Zitat zurückzukommen: Natürlich ist das eine schöne Vorlage für
Femis, aber ... haben die Femis uns nicht schon seit 40 Jahren mit
tausenden von solchen Vorlagen versorgt? Sind es nicht die Fratzen hinter
ihren Masken, die uns seit Jahren eine kraftvolle Legitimation zur
Feminismuskritik geben? Und warum sollte das bei uns (in "unserer"
Bewegung) anders sein? Überall gibt es Hardliner, statt diese zu
verschweigen um einen möglichst "korrekten" Eindruck zu hinterlassen,
sollten wir zeigen, dass wir sachlich mit solchen Meinungen umgehen
können, um eben zu zeigen, dass nicht alle hier Hardliner sind.

Und noch was: Wir dürfen auch nicht vergessen, dass dieses allem
übergeordnete Thema völlig neu in der westlichen Gesellschaft ist. Noch
nie ist es vorgekommen, dass sich Männer wie wir in so einer
matriarchatsähnlichen Situation wiedergefunden haben. Dass man da einmal
austickt und extreme Meinungen entwickeln kann, ist nur natürlich und
unvermeidlich. Aber das Wichtige daran ist, sich immer kritisch zu
hinterfragen um nicht in einem Radikalitätsloch stecken zu bleiben.

Denn vergesst nicht: Die ersten demokratischen Bewegungen im 19.
Jahrhundert wurden auch als "radikal" bezeichnet. Dies soll keine
Berechtigung für extreme, sexistische Meinungen sein, aber es soll zeigen,
dass ursprünglich radikale Ideen im Wandel der Zeit und nach ihrer
Weiterentwicklung durchaus legitim werden können.

Gruss,
Perseus

P.S.: Dies ist einer der wenigen Räume in meinem Leben, in denen man noch
ohne grosse Drohungen seine Meinungen schreiben kann. Das musste noch
einmal gesagt werden :)

Prima Meinung. Ich für meinen Teil finde es auch wichtig, das männliche, unweibliche mit einzubringen, was ja mir gar nicht zuwiderläuft muß ich zugeben. Rumprollen und Scheiße schreien KANN eben beim männlichen durchaus dazugehören, auch wenns nicht jeder für sich toll findet aber ich leb das gerne aus, befreit so schön. Und wer mich deshalb Proll nennt hat vielleicht recht. Nur nicht weibisch hingezüchtet sein, wies manche Männer halt schon sind. Grausich.

--
Für jeden traditionellen Wert, den man demontiert, winkt einem die Schwarzer Alice freundlich zu. Viele sind sich in ihrem gelangweilten feisten Spott nicht bewußt, das sie den Feministen dienen. Denen, die sie so sehr kritisieren.


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