Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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@Horst

Ugo, Monday, 04.05.2009, 21:53 (vor 6211 Tagen) @ Horst


Sorry wenn ich noch einen thread aufmache. Ich war zunächst der Meinung,
niemand hat mich so wirklich verstanden. Die meisten Antworten auf meine
Frage, warum denn Männer sich nicht wehren, gingen kaum über eine hehre
Deskription der gegenwärtigen Zustände hinaus. Einige wenigen brachten
Rollenerwartungen vor. Da ist sicher was dran. Die Frage war jedoch: warum
ist das so?

Hallo Horst,

eigentlich schade, dass Dich die vielen Antworten auf Deine Frage nicht zufrieden stellen konnten. Ich finde, da waren doch ein paar gute Erklärungsansätze dabei.

Aus meiner Sicht ergibt sich eine recht schlüssige Antwort aus dem Zusammenspiel folgender Faktoren:

- Die Angst der Männer sich als Opfer zu bezeichnen und damit (verfehlte Rollenerwartung!) lächerlich und schwach zu wirken.

- Die nun schon jahrzehntelang anhaltende Gehirnwäsche durch Medien, Politik und auch Schulunterricht, nach der die Frauen vom "Männersystem" ständig benachteiligt würden, obwohl sie doch alle so toll sind. Das hat in den Männerköpfen und -Seelen mittlerweile deutliche Spuren hinterlassen. Ziemlich viele glauben den Unsinn längst schon selber, der große Rest resigniert unter dem feministisch-medialen Dauerfeuer.

- Viele Männer sind einfach nur Opportunisten und nehmen eine Pudel-Haltung ein, sobald ihnen das für ihr berufliches oder sexuelles Fortkommen nützlich erscheint.

- In immer mehr Berufszweigen kann sich ein Mann heutzutage kein abfälliges Wort mehr über Frauen erlauben. Dieses vorsichtige Verhalten am Arbeitsplatz wird so verinnerlicht, bis es sich auch auf das Privatleben überträgt. Und einige glauben nach einiger Zeit sogar wirklich, dass dies so richtig ist.

- Die Möglichkeit, dass einen die Frau samt Kindern von heute auf morgen einfach so verlassen kann und anschließend zum bloßen Zahlesel degradiert, hängt wie ein Damoklesschwert über jedem Ehemann. Die Männer wissen es - und auch das tut ihrer Selbstsicherheit und ihrem Mut zum Widerspruch alles andere als gut.

- Das Fehlen von Vorbildern, wie ich in meinem Beitrag "Das Schweigen der Alpha-Männer" bereits dargelegt habe, ist auch nicht zu unterschätzen. Die Frauen- und Pudelübermacht in den Medien achtet natürlich auch wie die Luchse darauf, dass kein solches Männer-Vorbild entstehen kann. Sobald einer den Kopf hebt, wird er rasiert. Es müssten schon mehrere gleichzeitig tun, dann hätten es der lila Mainstream und seine medialen Heckenschützen nicht mehr so leicht. Aber so heißt das Signal, das die Alpha-Männer im Lande aussenden: bei Frauenthemen den Helm auf und den Kopf einziehen! Entweder loben - oder gar nichts sagen!

Auf das Post der "supernetten Feministin" will ich hier nicht eingehen, erscheint mir auch wirklich nicht relevant.

Freundliche Grüße,

Ugo


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