Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Christine ⌂, Monday, 08.01.2007, 21:58 (vor 6407 Tagen)

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de

und zwar aus folgenden Gründen:

§ 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen

(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlose Person, die

1. seiner Fürsorge oder Obhut untersteht,

2. seinem Hausstand angehört,

3. von dem Fürsorgepflichtigen seiner Gewalt überlassen worden oder

4. ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet ist, quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr

1. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder

2. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
--

Ausgangspunkt ist der Artikel von Spiegel-online http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,457053,00.html

Da man Strafanzeigen auch online erledigen kann, hoffe ich auf viele Nachnahmer.
Ich selbst werde das morgen persönlich bei der Polizei machen, um mal wieder einige davon zu überzeugen, sich vielleicht auch für Männeranliegen einzusetzen.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Swen, Monday, 08.01.2007, 22:22 (vor 6407 Tagen) @ Christine

"Einem Teenager die Existenz des Geschlechtsteils abzusprechen ist ein ziemlich verwirrender Anwurf, aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die "Zerstörung von Identitäten", wie sie schreiben. Das Ziel einer "nichtidentitären Jungenarbeit" sei "nicht der andere Junge, sondern gar kein Junge"."


Hier wird der eigene krankhafte Wahn an fremden Kindern ausprobiert.
Perverser geht es wohl kaum noch.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Anwalt, Tuesday, 09.01.2007, 03:24 (vor 6407 Tagen) @ Swen

Hier wird der eigene krankhafte Wahn an fremden Kindern ausprobiert.
Perverser geht es wohl kaum noch.

Wer Identitäten zerstört, der zerstört Menschen. Folter ist der extremste
Weg solche Verwirrungen auszulösen. Warum die Zerstörung von Identität bei
Dissens e. V. als pädagogisches Instrument eingesetzt wird, lässt sich
wissenschaftlich nicht begründen.

Weiter gehts hier:
Anmerkungen zur Identitätszerstörung durch pädagogische Arbeit bei Dissens

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Freddy, Tuesday, 09.01.2007, 21:51 (vor 6406 Tagen) @ Anwalt

Ich kann der Kritik durchaus zustimmen, allerdings mit folgender Einschränkung: Ich erkenne eine Notwendigkeit in der Bewußtseinsveränderung vom Jungen zum Mann, d.h. der Mann sollte nicht auf der Bewußtseinsebene des Jungen bleiben. Insofern befürworte ich das mentale Erwachsenwerden, auch wenn es nicht leicht ist.

Andererseits sind die Methoden des Dissens e.V. hierzu völlig unzureichend und wahrscheinlich von Männern aufgestellt worden, die ihr eigenes Erwachsenwerden nicht ausreichend reflektiert haben. Mangelndes Wissen spielt aber auch eine Rolle.

Gruß,
Freddy

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Conny, NRW, Monday, 08.01.2007, 22:44 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo Christine,

das wird im Sande verlaufen:

Die späte Blüte verdankt der Verein auch dem Umstand, dass Gender-Mainstreaming-Projekte seit einigen Jahren großzügig gefördert werden; Aufträge kamen schon von der Stadt Berlin, der Bundesregierung, der EU-Kommission.

Man müßte eben dazu gleich noch die Stadt Berlin, die Bundesregierung und die U-Kommission mit anzeigen, die diesen Verein großzügig gefördert haben. Dissens e.V. würde es ohne dieser Förderung wohl gar nicht mehr geben.

Freundliche Grüße
Conny

Tu es - und laß dich nicht davon abbringen!

Dampflok, Monday, 08.01.2007, 23:13 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de

und zwar aus folgenden Gründen:

§ 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen

Das ist der richtige Weg!!!

Die Mitarbeiter von Dissenz sind anzuzeigen; alles andere wäre zu hoch gegriffen und verlöre sich in Gerangel um mangelnde Zuständigkeit. Es geht um das Zeichen, das Du setzt, nicht um die Höhe der Strafe. Eventuell sorgst Du für mediale Begleitung? Frag doch mal ein paar Zeitungsredakteure an, ob die Geschichte für sie interessant ist.

Der längste Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt, und du bist gerade dabei, ihn zum machen. Bevor dir weitere "Helfer" und Zauderer die Sache madig machen, schalt das Internet doch einfach mal ab und rühr die Tastatur erst wieder an, wenn dus gemacht hast. Wäre vielleicht sogar besser gewesen, du hättest uns erst im Nachhinein informiert.


.

Tu es - und laß dich nicht davon abbringen!

Salvatore Ventura @, Berlin, Tuesday, 09.01.2007, 12:18 (vor 6407 Tagen) @ Dampflok

Genau richtig! Diese Leute sollen sehen, dass sie nicht mit Allem durchkommen. Ist die Sache erstmal ein wenig anrüchig, ziehen sich die öffentlichen Stellen auch schnell daraus zurück.

Ciao
Salvatore

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Holger, Monday, 08.01.2007, 23:16 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de

und zwar aus folgenden Gründen:

§ 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen

(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit
oder Krankheit wehrlose Person, die

1. seiner Fürsorge oder Obhut untersteht,

2. seinem Hausstand angehört,

3. von dem Fürsorgepflichtigen seiner Gewalt überlassen worden oder

4. ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet
ist, quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung
seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit
Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der
Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr

1. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder

2. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen
Entwicklung bringt.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von
drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3
auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
--

Ausgangspunkt ist der Artikel von Spiegel-online
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,457053,00.html

Da man Strafanzeigen auch online erledigen kann, hoffe ich auf viele
Nachnahmer.
Ich selbst werde das morgen persönlich bei der Polizei machen, um mal
wieder einige davon zu überzeugen, sich vielleicht auch für Männeranliegen
einzusetzen.

Gruß - Christine

Wird natürlich keine Folgen haben.

bei derartigen Kretins hilft nur eins: Eier ab.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Nihilator ⌂, Bayern, Tuesday, 09.01.2007, 02:42 (vor 6407 Tagen) @ Holger

Wird natürlich keine Folgen haben.

Ooch, nicht immer so pessimistisch. Die Mühlen des Rechtsstaats mahlen langsam, aber manchmal gerät auch schonmal so ein genderfachistisches Projekt zwischen die Steine. *ricke racke* mit Geknacke. [image]

bei derartigen Kretins hilft nur eins: Eier ab.

Nee, DAS hilft nix. Die sind doch eh schon der Meinung, keine zu haben - oder haben tatsächlich keine.
Vielleicht sind sie dem Beispiel des Hamburger Grünenpolitikers gefolgt - sakra, dazu finde ich ja gar nix mehr - hat jemand nochmal 'n Link?


Gruß,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


[image]

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Max, Konsenstupfing, Monday, 08.01.2007, 23:22 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Bravo ChrisTine,

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de

... ausgezeichnete Idee! Ich werde dasselbe tun. Wollen doch mal sehen, ob sich in diesem Lande irgend so ein perverser Puchert noch länger erlauben kann, minderjährigen Jungs in "Kursen" ihre Geschlechtlichkeit abzusprechen, eine Scheide anzudichten und als Zielsetzung "das Ziel ist nicht ein anderer Junge, sondern gar kein Junge" anzugeben.

Heute solidarisch - Max

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Holger, Monday, 08.01.2007, 23:28 (vor 6407 Tagen) @ Max

Bravo ChrisTine,

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de


... ausgezeichnete Idee! Ich werde dasselbe tun. Wollen doch mal sehen, ob
sich in diesem Lande irgend so ein perverser Puchert noch länger erlauben
kann, minderjährigen Jungs in "Kursen" ihre Geschlechtlichkeit
abzusprechen, eine Scheide anzudichten und als Zielsetzung "das Ziel ist
nicht ein anderer Junge, sondern gar kein Junge" anzugeben.

Heute solidarisch - Max

Wann bist Du mit mir solidarisch uns schickst mir die Eintrittskarte?

Moros verstimmt

Holger

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Max, Tickettupfing, Monday, 08.01.2007, 23:35 (vor 6407 Tagen) @ Holger

Servus Holger,

Wann bist Du mit mir solidarisch uns schickst mir die Eintrittskarte?

Moros verstimmt

Holger

... wahrscheinlich steh´ich bloß total auf dem Schlauch oder ich wurde von meiner notorischen Vergesslichkeit heimgesucht: Welche Eintrittskarte??

Ganz konfus jetzt - Max

P.S.: Ah, ich hab´ da einen Verdacht. Ich werd´ mich gleich drum kümmern.

at (@)Holger

Max, Monday, 08.01.2007, 23:59 (vor 6407 Tagen) @ Max

... ich bräuchte kurz eine Mail von dir.
Adresse: Max.Erdinger@gmx.net

Gruß - Max

at (@)Holger

Max, Funzttupfing, Tuesday, 09.01.2007, 02:20 (vor 6407 Tagen) @ Max

... funzt jetzt.

Max

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Telefonmann, Tuesday, 09.01.2007, 00:16 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de

und zwar aus folgenden Gründen:

§ 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen

(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit
oder Krankheit wehrlose Person, die

1. seiner Fürsorge oder Obhut untersteht,

2. seinem Hausstand angehört,

3. von dem Fürsorgepflichtigen seiner Gewalt überlassen worden oder

4. ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet
ist, quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung
seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit
Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der
Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr

1. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder

2. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen
Entwicklung bringt.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von
drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3
auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
--

Ausgangspunkt ist der Artikel von Spiegel-online
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,457053,00.html

Ich finde das bemerkenswert, wie Ihr Euch für die Sache einsetzt. Respekt! Ich hoffe, daß Eure Strafanzeige auch ein Echo in der Presse und in den Medien findet, damit die Sache an die breite Öffentlichkeit kommt. Denn es kann nicht angehen, daß so mit den Kindern umgegangen wird.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Provokat, Tuesday, 09.01.2007, 00:18 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Ich habe noch nie eine Strafanzeige erstattet.
Spannende Sache. Ich bin recht neugierig, wie denn so etwas geht.
Vielleicht schaue ich morgen auch einmal bei der Polizei vorbei und informiere mich darüber.
Irgendwann ist immer das erste Mal, vielleicht braucht man es später wieder.
Und wenn ich dann schon einmal dort bin ...

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de

und zwar aus folgenden Gründen:

§ 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen

(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit
oder Krankheit wehrlose Person, die

1. seiner Fürsorge oder Obhut untersteht,

2. seinem Hausstand angehört,

3. von dem Fürsorgepflichtigen seiner Gewalt überlassen worden oder

4. ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet
ist, quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung
seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit
Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der
Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr

1. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder

2. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen
Entwicklung bringt.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von
drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3
auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
--

Ausgangspunkt ist der Artikel von Spiegel-online
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,457053,00.html

Da man Strafanzeigen auch online erledigen kann, hoffe ich auf viele
Nachnahmer.
Ich selbst werde das morgen persönlich bei der Polizei machen, um mal
wieder einige davon zu überzeugen, sich vielleicht auch für Männeranliegen
einzusetzen.

Gruß - Christine

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Nihilator ⌂, Bayern, Tuesday, 09.01.2007, 01:34 (vor 6407 Tagen) @ Provokat

Ich habe noch nie eine Strafanzeige erstattet.
Spannende Sache. Ich bin recht neugierig, wie denn so etwas geht.
Vielleicht schaue ich morgen auch einmal bei der Polizei vorbei und
informiere mich darüber.
Irgendwann ist immer das erste Mal, vielleicht braucht man es später
wieder.
Und wenn ich dann schon einmal dort bin ...

Wer nicht vorbeischauen will, kann das auch online erledigen, das geht bereits in einigen Bundesländern: https://service.polizei.nrw.de/egovernment/service/anzeige.html (in Hintertupfing natürlich wieder mal nicht *g*)
In dem Fall bietet sich wohl die Berliner Polizei an: https://www.berlin.de/polizei/internetwache/
Das ist schnell gemacht, einfach mal ein paar Minuten statt bei playboy.com bei den Bullen surfen. [image]

Großartige Idee übrigens, ChrisTine!


Gruß,
nihi

--
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Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


[image]

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

carlos, Tuesday, 09.01.2007, 00:59 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Adresse:
Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
D - 12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 30
Fax: +49 (0)30 54 98 75 31
dissens@dissens.de
www.dissens.de

und zwar aus folgenden Gründen:

§ 225 Mißhandlung von Schutzbefohlenen

(1) Wer eine Person unter achtzehn Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit
oder Krankheit wehrlose Person, die

1. seiner Fürsorge oder Obhut untersteht,

2. seinem Hausstand angehört,

3. von dem Fürsorgepflichtigen seiner Gewalt überlassen worden oder

4. ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet
ist, quält oder roh mißhandelt, oder wer durch böswillige Vernachlässigung
seiner Pflicht, für sie zu sorgen, sie an der Gesundheit schädigt, wird mit
Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der
Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr

1. des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung oder

2. einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen
Entwicklung bringt.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von
drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3
auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
--

Ausgangspunkt ist der Artikel von Spiegel-online
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,457053,00.html

Da man Strafanzeigen auch online erledigen kann, hoffe ich auf viele
Nachnahmer.
Ich selbst werde das morgen persönlich bei der Polizei machen, um mal
wieder einige davon zu überzeugen, sich vielleicht auch für Männeranliegen
einzusetzen.

Gruß - Christine

Servus, Christine!
Brave Tapfere! Schaumamal... am Ende machen doch noch mehrere mit. Eine Frage an die Rechtskundigen im Raume: Da gibt's doch auch Gesetze und Urteile, welche all diejenigen in die Schranken weisen und auch kräftig bestrafen sollen, die man gemeinhin zu Querulanten abstempeln will; sprich, weil sie den Justizappparat "unnötigerweise" behelligen und blockieren. Weiß da jemand Genaueres?

carlos

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

RA, Tuesday, 09.01.2007, 01:26 (vor 6407 Tagen) @ carlos

Brave Tapfere! Schaumamal... am Ende machen doch noch mehrere mit. Eine
Frage an die Rechtskundigen im Raume: Da gibt's doch auch Gesetze und
Urteile, welche all diejenigen in die Schranken weisen und auch kräftig
bestrafen sollen, die man gemeinhin zu Querulanten abstempeln will;
sprich, weil sie den Justizappparat "unnötigerweise" behelligen und
blockieren. Weiß da jemand Genaueres?

Grundsätzlich, man macht keine "Strafanzeige". Man zeigt einen Sachverhalt an, bei dem man annimmt das er gegen bestehende Gesetze verstossen könnte und bittet die Polizei oder den Staatsanwalt dies in "allen rechtlichen Belangen" zu prüfen.

Dies ist wichtig um sich nicht selbst wegen falscher Verdächtigung strafbar zu machen.

Wenn man eine Anzeige macht, sollte man fordern über den Ablauf der Ermittlungen unterrichtet zu werden. Darauf hat man ein Anrecht. Sonst bekommt man keine Rückmeldungen.

Allen die glauben das eine Anzeige nichts bringt sei gesagt das Anzeigen im tausenderbereich schon ihre Spuren hinterlassen.

Bei einer einzelnen Anzeige fällt es der Staatsanwaltschaft leicht mit krummen Argumenten das Verfahren einzustellen. Beim Einstellen von Verfahren zeigen sich die Staatsanwaltschaften erfindungsreich. Eine Morddrohung gegen mich, deren Tatbestand belegt war, wurde eingestellt weil es sich laut Staatsanwaltschaft um eine "interne Familienangelegeheit" gehandelt hätte. Meine Anfrage ob das Erschlagen meiner Ex-Frau ebenfalls als "interne Familienangelegeheit" straffrei bliebe, beantwortete der Staatsanwalt nicht.

RA

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Christine ⌂, Tuesday, 09.01.2007, 01:45 (vor 6407 Tagen) @ carlos

Lieber Carlos,
hallo auch an alle anderen,

Brave Tapfere!

Ne, ich bin nicht tapfer, ich bin wütend!
Sogar auf mich selber, weil auch ich nicht gemerkt habe, das hier ein Straftatbestand vorliegen kann, vorbehaltlich der rechtlichen Ermittlungen.
Wir sind alle mehr oder weniger wohl so 'gegendert', das wir schon gar nicht mehr richtig merken, wann man etwas unternehmen kann bzw. muß.
Manche Dinge nimmt man ja schon gar nicht mehr ernst, eben weil sie so lächerlich erscheinen, aber gerade das war in den vergangenen Jahren auch unser Fehler.
Erst durch die Email von jemandem, der Strafanzeige erstattet hat, bin ich wach geworden.
Diese Angelegenheit wird voraussichtlich dann im Sande verlaufen, wenn nur 2-3 Leute Anzeige erstatten. Wenn aber aus der ganzen Bundesrepublik Anzeigen eingehen, dann kann man nicht mehr von öffentlichem Desinteresse sprechen und da ja heute Anzeigen auch online getätigt werden können, bitte ich alle, dieses ebenso zu machen.
Wie sagte mir meine Oma immer so schön: von nichts kommt nichts...

Schaumamal... am Ende machen doch noch mehrere mit. Eine
Frage an die Rechtskundigen im Raume: Da gibt's doch auch Gesetze und
Urteile, welche all diejenigen in die Schranken weisen und auch kräftig
bestrafen sollen, die man gemeinhin zu Querulanten abstempeln will;
sprich, weil sie den Justizappparat "unnötigerweise" behelligen und
blockieren. Weiß da jemand Genaueres?


Da kann ich jetzt leider nichts zu sagen.

Liebe Grüße - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Conny, NRW, Tuesday, 09.01.2007, 02:06 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Ne, ich bin nicht tapfer, ich bin wütend!
Sogar auf mich selber, weil auch ich nicht gemerkt habe, das hier ein
Straftatbestand vorliegen kann, vorbehaltlich der rechtlichen
Ermittlungen.

Ich habe mir da von anfang an gedacht, daß das doch nicht war sein kann. Und dafür gibt dieser Staat auch noch Steuergelder aus. Damit kann man ein Kind vermutlich schon nachhaltig in der Entwicklung schaden. Aber Anzeigen, dachte ich, müßten in diesem Fall die Eltern des Kindes.

Wir sind alle mehr oder weniger wohl so 'gegendert', das wir schon gar
nicht mehr richtig merken, wann man etwas unternehmen kann bzw. muß.
Manche Dinge nimmt man ja schon gar nicht mehr ernst, eben weil sie so
lächerlich erscheinen, aber gerade das war in den vergangenen Jahren auch
unser Fehler.

Das ist möglich.

Erst durch die Email von jemandem, der Strafanzeige erstattet hat, bin ich
wach geworden.
Diese Angelegenheit wird voraussichtlich dann im Sande verlaufen, wenn nur
2-3 Leute Anzeige erstatten. Wenn aber aus der ganzen Bundesrepublik
Anzeigen eingehen, dann kann man nicht mehr von öffentlichem Desinteresse
sprechen und da ja heute Anzeigen auch online getätigt werden können,
bitte ich alle, dieses ebenso zu machen.

Und hier wird es jetzt eventuell kritisch. Mit diesem Aufruf könnte es den Charakter einer Sammelklage geben und die gibt es in Deutschland soviel ich weiß nicht. Wenn sowas dennoch keine Sammelklage wird, bin ich dabei.

Freundliche Grüße
Conny

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Nihilator ⌂, Bayern, Tuesday, 09.01.2007, 02:12 (vor 6407 Tagen) @ Conny
bearbeitet von Nihilator, Tuesday, 09.01.2007, 02:16

Hi Conny!

Ich habe mir da von anfang an gedacht, daß das doch nicht war sein kann.
Und dafür gibt dieser Staat auch noch Steuergelder aus. Damit kann man ein
Kind vermutlich schon nachhaltig in der Entwicklung schaden. Aber Anzeigen,
dachte ich, müßten in diesem Fall die Eltern des Kindes.

Nein! Jeder kann das machen, der von einem Sachverhalt Kenntnis erhalten hat, nicht nur der Geschädigte oder dessen Vertreter. Das ist mal was Schönes an unserem Rechtsstaat.

Und hier wird es jetzt eventuell kritisch. Mit diesem Aufruf könnte es den
Charakter einer Sammelklage geben und die gibt es in Deutschland soviel ich
weiß nicht. Wenn sowas dennoch keine Sammelklage wird, bin ich dabei.

Nein, es geht ja nicht um Klage. Klage reichst Du bei Gericht ein, eine Anzeige bei der Polizei. Die ermittelt, ob an dem Vorwurf etwas dran ist und ausreichende Schwere vorliegt, was dann evtl. die Staatsanwaltschaft zur Klage veranlaßt (ohne weiteres Zutun Deinerseits).
Und da Du das jederzeit darfst, auch ohne betroffen zu sein, gibt es natürlich auch keine Begrenzungen der Zahl der Anzeigen. Allerdings dürfte eine Vielzahl der Sache mehr Gewicht verleihen.


Gruß,
nihi

PS: Vielleicht ist es sinnvoll, unterschiedliche Länderpolizeien damit zu behelligen? Ich habe mich direkt für Berlin entschieden.

--
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[image]

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Chato, Tuesday, 09.01.2007, 02:58 (vor 6407 Tagen) @ Nihilator

Vielleicht ist es sinnvoll, unterschiedliche Länderpolizeien damit zu
behelligen? Ich habe mich direkt für Berlin entschieden.

Ich auch. Noch eine Anregung: Könnte es nicht sinnvoll sein, wenn MannDat als Verein Anzeige erstattet, und zwar am besten durch einen versierten Fachanwalt, der die Sache professionell einbringt, verfolgt und vorantreibt? Je genauer der Staatsanwaltschaft professionell auf die Finger geschaut wird, desto weniger ausgeprägt ist ihr Bedürfnis, "mal so eben einzustellen".

Nick

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Chato, Tuesday, 09.01.2007, 03:11 (vor 6407 Tagen) @ Chato

Ach ja - und die Presse kann man dann natürlich auch von der Anzeige unterrichten - nicht sofort, sondern nach einer gewissen Weile, damit sich nicht von vorn herein eine Antihaltung bei den befaßten Stellen aufbaut, sondern sie genügend Zeit hatten zu merken, daß es wohl viele sind, denen das stinkt...

Nick

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Christine ⌂, Tuesday, 09.01.2007, 10:17 (vor 6407 Tagen) @ Conny

Erst durch die Email von jemandem, der Strafanzeige erstattet hat, bin

ich

wach geworden.
Diese Angelegenheit wird voraussichtlich dann im Sande verlaufen, wenn

nur

2-3 Leute Anzeige erstatten. Wenn aber aus der ganzen Bundesrepublik
Anzeigen eingehen, dann kann man nicht mehr von öffentlichem

Desinteresse

sprechen und da ja heute Anzeigen auch online getätigt werden können,
bitte ich alle, dieses ebenso zu machen.

Und hier wird es jetzt eventuell kritisch. Mit diesem Aufruf könnte es den
Charakter einer Sammelklage geben und die gibt es in Deutschland soviel ich
weiß nicht. Wenn sowas dennoch keine Sammelklage wird, bin ich dabei.

Freundliche Grüße
Conny

Hi Conny,

es ist richtig, Sammelklagen sind in Deutschland nicht zugelassen. Wie Nihi schon richtig ausgeführt hat, kann jeder eine Anzeige erstatten, der vermutet, das wer auch immer gegen geltende Gesetze verstößt.
Sollten mehrere Anzeigen eingehen, werden die an einer Stelle gebündelt, in diesem Fall in Berlin, da dort der Verein ansässig ist.
Das einzige, was wichtig bei einer (dieser) Anzeige ist, aber das hat RA hier ja bereits erklärt, das man von Verdacht spricht, da wir selbst bei dieser Aussage ja nicht dabei waren.
Allerdings werde ich jetzt mal auf der Homepage von Dissens e.V. ausgiebig stöbern, mal schauen, was die online von sich geben und ob sich darauf bereits etwas aufbauen läßt. Sollte dieses der Fall sein, geht auch noch eine Anzeige gegen das Bundesfamlienministerium heraus, da diese den genannten Verein finanziell mit unseren Steuergeldern unterstützen.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Max, Richtigtupfing, Tuesday, 09.01.2007, 16:36 (vor 6407 Tagen) @ Christine

HichrisTine,

Allerdings werde ich jetzt mal auf der Homepage von Dissens e.V. ausgiebig
stöbern, mal schauen, was die online von sich geben und ob sich darauf
bereits etwas aufbauen läßt. Sollte dieses der Fall sein, geht auch noch
eine Anzeige gegen das Bundesfamlienministerium heraus, da diese den
genannten Verein finanziell mit unseren Steuergeldern unterstützen.


... genau. Wer hat diesen Kretins überhaupt ein Mandat zu unserer Umerziehung erteilt? Kein Mensch.

Gruß - Max

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Lecithin, Tuesday, 09.01.2007, 11:25 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo Christine,

erstmal viel Glück bei diesem Entschluss, selbstbestimmt zu handeln!
Ich glaube sogar, dass diese Anzeige etwas bringt. Ich denke, bei richtiger Argumentation wird der Beklagte, falls es zum Prozess kommt, viele Federn lassen müssen. Damit es zum Prozess kommt, muss öffentliches Interesse bejaht werden können. Das wird es umso eher, je mehr Anzeigen eingehen. Ausserdem ist der Bereich "Kinder, Minderjährige" ein heisses Eisen und wird nicht so schnell abgebügelt werden können. Nach meiner Meinung wird es eine Verhandlung geben. Man muss es eben nur wirklich wollen und das auch kommunizieren können, schon bei der Aussage.

Leute, die direkt persönlich betroffen sind, weil zB. deren Kind dort verletzt wurde, können gleich direkt klagen (Privatklage) und müssen nicht auf die Entscheidung des Staatanwaltes warten, der ja "nur" die Interessen der großen Gemeinschaft vertritt und deshalb ein öffentliches Interesse vorhanden sehen will.

Ich weiss gar nicht, woher hier diese Justizpessimismus kommt. Richter und Gerichte sind immer noch ein weitgehend neutrales Organ, wo der König soviel gilt, wie der Bauer. Das, was sie täglich alles regeln, sehen wir nur nicht. Nicht umsonst versucht die Politik, permanent, diese Festung für sich einzunehmen. Man darf sich von der Justiz nur keine Schlichtung von persönlichen Unausgegorenheiten und Emotionen erhoffen wie im Kindergarten. Man muss als Erwachsener auftretetn und seinen Willen kundtun. Darauf legt man dort höchsten Wert. Dort ist der Ort, seine Rechte geltend zu machen gegen alle, die diese Rechte, gerade im strafrechtlichen Sinne, verletzen.

Ich drücke erstmal die Daumen! Und wenn Max dabei ist, kann es ja nur gut gehen *g*

Viele Grüße!
Lecithin

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Lecithin, Tuesday, 09.01.2007, 11:34 (vor 6407 Tagen) @ Lecithin

Habe gerade gelesen, dass nochmehr Anzeige erstatten. Nihi und Nick.
Wow!

Lecithin

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Adam, Tuesday, 09.01.2007, 11:56 (vor 6407 Tagen) @ Lecithin


Ich weiss gar nicht, woher hier diese Justizpessimismus kommt. Richter und
Gerichte sind immer noch ein weitgehend neutrales Organ, wo der König
soviel gilt, wie der Bauer.

Aber nicht der Mann soviel wie die Frau. Das dürfte mittlerweile gerade hier jeder wissen. Hinzu kommt, daß einige hier Erfahrungen mit Familiengerichten haben. Daß im Strafrecht ein anderer Wind weht, merkt man auch nur, wenn man hier ebenfalls Erfahrungen gesammelt hat.

Gruß
Adam

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Rainer ⌂, Tuesday, 09.01.2007, 15:16 (vor 6407 Tagen) @ Adam

Hallo

Aber nicht der Mann soviel wie die Frau. Das dürfte mittlerweile gerade
hier jeder wissen. Hinzu kommt, daß einige hier Erfahrungen mit
Familiengerichten haben. Daß im Strafrecht ein anderer Wind weht, merkt
man auch nur, wenn man hier ebenfalls Erfahrungen gesammelt hat.

Meiner Erfahrung nach weht im Strafrecht kein anderer Wind.

Rainer

--
[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Dissens e.V. - Der entsprechende Bericht wurde entfernt

Christine ⌂, Tuesday, 09.01.2007, 12:35 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo zusammen,

ich habe mich, wie angekündigt, auf der Homepage umgesehen und einiges gelesen. Als ich zu dem entsprechenden Artikel kam, stand dort folgender Hinweis:

[8. Januar 2007] Der Text der Respect-Projektwoche wurde nach einer äußerst mißverständlichen Interpretation in einem Spiegelbericht vorübergehend von der Homepage genommen, kann aber bei Dissens über Andrea v. Marschall oder Dr. Ralf Puchert bezogen werden.

Es wundert einen schon, denn es dürfte allgemein bekannt sein, das Geschlechterpolitik per se ein kontrovers diskutiertes Thema ist.
Na ja, die Anzeige geht natürlich trotzdem heraus und sei es auch nur aus dem Grund, das einige Leute wach werden bzw. etliche Leute merken, das sie sich nicht alles mit unseren Kindern erlauben können.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Dissens e.V. - Der entsprechende Bericht wurde entfernt

Gismatis, Basel, Tuesday, 09.01.2007, 14:02 (vor 6407 Tagen) @ Christine

[8. Januar 2007] Der Text der Respect-Projektwoche wurde nach einer
äußerst mißverständlichen Interpretation in einem Spiegelbericht
vorübergehend von der Homepage genommen, kann aber bei Dissens über Andrea
v. Marschall oder Dr. Ralf Puchert bezogen werden.

Oder man kann den Google-Cache bemühen:

http://209.85.129.104/search?q=cache:EBi8b8SpXc8J:www.dissens.de/de/jugendarbeit/projektwoche01.php

Gruß, Gismatis

--
www.subitas.ch

Bitte lest Euch den Link durch - mMn mehr als suspekt

Christine ⌂, Tuesday, 09.01.2007, 15:37 (vor 6407 Tagen) @ Gismatis

[8. Januar 2007] Der Text der Respect-Projektwoche wurde nach einer
äußerst mißverständlichen Interpretation in einem Spiegelbericht
vorübergehend von der Homepage genommen, kann aber bei Dissens über

Andrea

v. Marschall oder Dr. Ralf Puchert bezogen werden.[/b]

Oder man kann den Google-Cache bemühen:

http://209.85.129.104/search?q=cache:EBi8b8SpXc8J:www.dissens.de/de/jugendarbeit/projektwoche01.php

Gruß, Gismatis

Danke für den Link Gismatis.

Folgend zunächst einmal die Passage, um die es bei dem Spiegel Artikel ging:

Wir haben dann einem Jungen (der in der Gruppe eine hegemoniale Stellung hatte und sich daher gut verteidigen konnte) in der Auseinandersetzung über Männlichkeitsvorstellungen nach der Quiz-Show vorgeworfen, uns zu verheimlichen, dass er eine Scheide habe und daher ständig nur so tue, als sei er ein Junge. Die Empörung war wie zu erwarten bei allen groß und eine heftige und kontroverse Diskussion entstand. Ziel unsererseits war die Vermittlung der simplen Tatsache, dass jede Geschlechtsidentität als sich permanent wiederholende Konstituierung begriffen werden muss gewissermaßen als eine Imitation, zu der es kein Original gibt. Kritisiert werden sollte ein Denken, welches von äußerlichkeiten und Verhalten auf biologische Tatsachen schließt, diese aber als ursächlichen Grund für eben diese äußerlichkeiten und ein bestimmtes Verhalten annimmt (sieht aus wie ein Junge, hat also einen Penis, verhält sich also wie ein Junge). Diese (irrationale) gedankliche Konstruktion wurde in der Diskussion aufgegriffen und kritisiert. Mit Erfolg wie wir sagen würden, da von einem der Jungen irgendwann der Satz fiel, dass wir somit eigentlich alle ständig Schauspieler seien. Und ständig zu schauspielern und sich nicht so geben zu können, wie man(n) gerade gerne möchte, ist ohne Zweifel anstrengend.

-> Ich weiß fast nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll, aber mMn stellt allein das Wort "irrational" die Identität zum eigenen Geschlecht nicht nur in Zweifel, es muß mMn zwangsläufig bei Pubertierenden zu der Erkenntnis kommen, anschließend gar nicht mehr zu wissen, wer man eigentlich ist. <-

Wir hatten noch ein Buch über (bewusst lebende) Transgender mit, wo Anfangs immer wieder von den Jungen stereotyp gefragt wurde, ob das jetzt ein Mann oder eine Frau sei. Irgendwann merkten sie, dass diese Frage einfach nicht in der Lage ist, die Menschen, die sie sahen, zu beschreiben. Es kam zu einer Irritation des für sie gewohnten geschlechtsdualistischen Blicks.

Schwierig war hierbei, dass die bewusst als Transgender lebenden Menschen so teilweise als "Freaks", die von einem selbst ganz weit entfernt sind, rüberkamen. Dies wurde zusätzlich dadurch verstärkt, dass in dem Buch überwiegend Frau-zu-Mann-Transgender abgebildet waren, diese für die Jungs noch weiter weg waren und sie sich so ihrer eigenen Männlichkeit versichern konnten. Andererseits diente es uns als Aufhänger für oben beschriebene Diskussion und für eine Ausweitung auf jeden Geschlechtshabitus [5], der immer Travestie ist und ein Geschlecht darstellt. Angegriffen wurde so der bipolare männlich-weiblich-Blick, nach dem alles sortiert, kategorisiert und bewertet wird.

Und von diesem Punkt aus sind wir dann auf den Vorurteilswettbewerb zurückgekommen, der aufzeigte, welche (unnötige) Bedeutung den verschiedentlich übrigbleibenden Unterschieden bleibt. Da nur biologische Unterschiede übrig blieben und das waren mit der Anzahl der ursprünglich aufgeschriebenen Begriffe vergleichsweise wenige , stellt dies einen Bedeutungsverlust der klassischen Symbole zweigeschlechtlicher Ordnungen und das meint soziale Ordnungen dar. Der Vorurteilswettbewerb eignet sich hierfür besonders gut, da die Jungs regelrecht darum konkurrieren, dem anderen Team aufzuzeigen, dass Jungen/Männer bzw. Frauen/Mädchen alles können/sind und die Vorannahmen, Klischees, Bilder und Stereotypen von sich aus widerlegen - was im übrigen sehr nett zum Zusehen und Zuhören ist.

Und hier kommt der nächste Hammer:

4.2 Mein schwules Kaninchen

Der Kurzfilm (17 Min.) Mein schwules Kaninchen handelt von Caroline, ein Mädchen, dessen Kaninchen sich nach einer Operation für das eigene Geschlecht interessiert. Die Eltern sind sauer auf Caroline, machen ihr verschiedenartige Vorwürfe (z.B. "es ist schwul, weil dein Zimmer zu dreckig ist") und es kommt zu einem großen Familienkrach. Die Eltern töten das Kaninchen letztendlich. Caroline wird depressiv, bis sie von ihren Eltern zu einer Psychologin geschickt wird, die ihr hilft. Der Film endet damit, dass es Caroline besser geht, die Psychologin aber gerne mit den Eltern sprechen möchte.
--

Hinzu kommt noch, das in dem Projekt: Liebe - Freundschaft - Sexualität geschrieben steht, das alle Kinder einer 10. Schulklasse, die auserwählt worden war, daran teilnehmen mußten, es durfte sich kein Kind diesem Projekt entziehen.

Ehrlich gesagt, ich weiß immer noch nicht, was ich von all dem halten soll.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

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Lecithin, Tuesday, 09.01.2007, 15:56 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo Christine,

es ist Umprogrammierung und zwar deutlich ideologisch gefärbt. Denn:

1. wenn der Junge sein Geschlecht nicht an Äusserlichkeiten erkennen darf, wie kann ihm erst ein Aussenstehender einen Vorwurf machen, der überhaupt NUR das Äussere des Jungen kennt. Wieso ist dann der Junge gleich ein Mädchen? Er könnte doch trotzdem richtig liegen, und ein Junge sein (falls man sich auf diese paradoxen Ansichten überhaupt einlässt).

2. Ausserdem müsste dann ebenso die Identität von Mädchen in Frage gestellt und ebenso zerstört werden. An Mädchen müsste dann der Vorwurf erfolgen, warum sie ihren Penis nicht erkennen.

Das ist Hexenküche übelster Sorte, Zerbrechen von Identitäten, ich glaube, ich bin im Film. Eure Anzeigen sind mehr als gerechtfertigt, wenn ihr bei den sichtbaren Fakten bleibt. Philosophische Diskussionen bringen dort keinen Zugewinn. Da wird ein Skandal draus werden. Ich überlege auch, eine zu stellen. Dazu will ich mir aber vorerst den ganzen Inhalt antun, was mich anwidert.

Dass die einen Text schon zurückgezogen haben, zeigt einiges.

Gruß!
Lecithin

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Adam, Tuesday, 09.01.2007, 16:11 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Folgend zunächst einmal die Passage, um die es bei dem Spiegel Artikel
ging:

Wir haben dann einem Jungen (der in der Gruppe eine hegemoniale
Stellung hatte und sich daher gut verteidigen konnte) in der
Auseinandersetzung über Männlichkeitsvorstellungen nach der Quiz-Show
vorgeworfen, uns zu verheimlichen, dass er eine Scheide habe und daher
ständig nur so tue, als sei er ein Junge. Die Empörung war wie zu erwarten
bei allen groß und eine heftige und kontroverse Diskussion entstand. Ziel
unsererseits war die Vermittlung der simplen Tatsache, dass jede
Geschlechtsidentität als sich permanent wiederholende Konstituierung
begriffen werden muss gewissermaßen als eine Imitation, zu der es kein
Original gibt. Kritisiert werden sollte ein Denken, welches von
äußerlichkeiten und Verhalten auf biologische Tatsachen schließt, diese
aber als ursächlichen Grund für eben diese äußerlichkeiten und ein
bestimmtes Verhalten annimmt (sieht aus wie ein Junge, hat also einen
Penis, verhält sich also wie ein Junge). Diese (irrationale) gedankliche
Konstruktion wurde in der Diskussion aufgegriffen und kritisiert. Mit
Erfolg wie wir sagen würden, da von einem der Jungen irgendwann der Satz
fiel, dass wir somit eigentlich alle ständig Schauspieler seien. Und
ständig zu schauspielern und sich nicht so geben zu können, wie man(n)
gerade gerne möchte, ist ohne Zweifel anstrengend.

-> Ich weiß fast nicht, wie ich es richtig ausdrücken soll, aber mMn
stellt allein das Wort "irrational" die Identität zum eigenen Geschlecht
nicht nur in Zweifel, es muß mMn zwangsläufig bei Pubertierenden zu der
Erkenntnis kommen, anschließend gar nicht mehr zu wissen, wer man
eigentlich ist. <-

Mach Dir um das Wort "irrational" keine Gedanken. Sie wissen selbst nicht, wie es richtig zu gebrauchen ist:

Eine irrationale gedankliche Konstruktion! Was soll das sein? Irrationales Denken? Ist das Vermögen zu denken nicht der Verstand? Heißt Verstand nicht lateinisch Ratio?

Jedenfalls kann eine Folgerung nach logischen Gesetzen kaum irrational sein und so auch die angegebene (freilich nicht alle Prämissen nennende) nicht. Allenfalls könnten die Prämissen falsch sein. Der Versuch, mit kontrafaktischen Behauptungen zu frappieren scheint mir aber viel eher irrationalen Grundüberzeugungen zu entstammen.

Das Ganze ist mir zutiefst widerwärtig. Und ich mag mich damit eigentlich nicht beschäftigen.


Gruß
Adam

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Max, Ichschontupfing, Tuesday, 09.01.2007, 16:26 (vor 6407 Tagen) @ Christine

Hallo ChrisTine,

Ehrlich gesagt, ich weiß immer noch nicht, was ich von all dem halten
soll.


... ich schon. Es kann nicht angehen, daß ein paar Klugscheisser, die der Meinung sind, sie und sonst niemand hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen,
ihre krausen Ideen in die Köpfe Jugendlicher implantieren, die dieser Gehirnwäsche zwangsweise im Rahmen einer Projektwoche unterzogen werden.
Geschlecht ist primär genetisch bedingt, nicht soziologisch und schon dreimal nicht ideologisch. Das Schicksal und der späte Selbstmord Bruce Reimers, dieses bedauernswerten Opfers von Frankenstein Money, spricht Bände.
Es ist einfach dringend erforderlich, sich gegen die Umerziehungsversuche dieser Totalitaristen zur Wehr zu setzen. Diese Leute haben keinen öffentlichen Bildungsauftrag und deswegen haben sie gefälligst Jugendliche in Ruhe zu lassen.
Basta.

Und nein: Ich begreife es ausdrücklich nicht als persönliches Defizit, nie das Bedürfnis verspürt zu haben, mit anderen Jungs "zu kuscheln". Es ist auch nicht so, daß die kulturellen Errungenschaften des Abendlandes auf dem Boden der perversen Vorstellungen dieser Kretins gewachsen wären.
Nicht nur deswegen gehört denen auch das Handwerk gelegt. Die Anzeige wird gemacht und aus.

Gruß - Max

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Gast von der anderen Seite, Wednesday, 10.01.2007, 07:35 (vor 6406 Tagen) @ Christine

Ideologisch motiviertes Vorgehen, und ich kenne auch die Bücher, aus denen sie es haben. Entlarvend ist, dass sich das Vorgehen gegen den Jungen, der die "hegemoniale Position" inne hat, richtet. Tatsächlich scheint nicht die Geschlechtsidentität für das Vorgehen ausschlaggebend gewesen zu sein, sondern die Machtposition, mit der sich die Pädagogen offenbar unwohl fühlten. Um die Macht des Jungen zu unterminieren, wird seine Geschlechtsidentität angegriffen. Der von einem Schüler fallen gelassene Satz, irgendwo seien alle Schauspieler, wird von den Veranstaltern als Durchbruch gefeiert. Dabei handelt es sich keineswegs um eine revolutionäre Erkenntnis (jeder Schüler hatte solche Gedanken, da bin ich sicher), sondern um einen Punkt des ideologischen Programms, dass hier schon beinahe peinlich korrekt an den entsprechenden Büchern abgearbeitet wird. Das Erreichen der "Erkenntnis" ist das Ziel; Reflektion darüber wird hingegen nicht gefördert. Sonst müsste sich an die Erkenntnis der Konstruiertheit des Geschlechtscharakters unweigerlich die erkenntnis der Konstruiertheit aller anderen Eigenschaften anschließen. Bleibt auf diese Weise gesehen vom Individuum nichts übrig als Konstruktion, müsste die Frage gestellt werden, mit welcher Legitimation Konstruiertes zerschlagen werden soll und darf. Allein der Verweis auf die Konstruiertheit taugt hier nämlich nicht.

Der andere Punkt, der bei mir echte Übelkeit erzeugt, ist der Zwangs-Sexualkunde-Unterricht, dem sich niemand entziehen darf. Ich wüsste, wie ich heute darauf reagieren würde (und die Konsequenzen wären mir in diesem Moment ziemlich egal), aber ich weiß auch, dass man als Schüler diesen Abstand und das nötige Selbstbewusstsein kaum haben dürfte (ein Grund, der für die Anwendung dieser Verfahren im immer früheren Alter sprechen dürfte). Ich befürchte, dass in diesem Punkt vielen die Verletzung nicht einleuchten wird, weil es heute zum breiten gesellschaftlichen Konsens zu gehören scheint, dass Sprechen befreit und die Offenbarung, selbst wenn forciert, letztendlich im besten Interesse des Individuums sei. Tatsächlich aber stellt dieses Vorgehen, auch wenn es schwer fällt, es zu sehen, einen Angriff auf die Schüler dar und eine intime Grenzverletzung, da ihnen nicht erlaubt wird, Geheimnisse zu haben. Wo die Verführung nicht wirkt, muss der Zwang herhalten. Die Teenager müssen in die "Selbstbefriedigungskiste" und öffentlich darüber reflektieren ... Es fällt schwer, sich weitergehendere Eingriffe in die Privatsphäre vorzustellen, als die hier beschriebenen. Samjatins Häuser aus Glas wären eine Möglichkeit.

Alles Glück mit dieser Aktion. Wenn es nur dazu beiträgt, viele Leute darauf aufmerksam zu machen, ist das vielleicht noch wichtiger, als eine erfolgreiche Klage

Dissens e.V. - Seit heute auch im Zwischenspeicher nicht meh

Christine ⌂, Saturday, 13.01.2007, 14:41 (vor 6403 Tagen) @ Gismatis

[8. Januar 2007] Der Text der Respect-Projektwoche wurde nach einer
äußerst mißverständlichen Interpretation in einem Spiegelbericht
vorübergehend von der Homepage genommen, kann aber bei Dissens über

Andrea

v. Marschall oder Dr. Ralf Puchert bezogen werden.[/b]

Oder man kann den Google-Cache bemühen:

http://209.85.129.104/search?q=cache:EBi8b8SpXc8J:www.dissens.de/de/jugendarbeit/projektwoche01.php

Gruß, Gismatis

Hallo zusammen,

gestern war der Link noch abrufbar, da ich diesen diversen Personen nach Überprüfung privat noch zugeschickt habe.
Was ist da vor sich gegangen? Wird so ein Link nach einer gewissen Zeit auftomatisch entfernt oder geht das nur auf speziellen Antrag hin?
Was hat Dissens e.V. zu verbergen, wenn sie so einen Link löschen (lassen)?
Wäre alles rechtens, dann bräuchte man doch keine Befürchtungen haben oder wie seht Ihr das?

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Dissens e.V. - Seit heute auch im Zwischenspeicher nicht meh

Conny, NRW, Saturday, 13.01.2007, 16:57 (vor 6402 Tagen) @ Christine

[8. Januar 2007] Der Text der Respect-Projektwoche wurde nach einer
äußerst mißverständlichen Interpretation in einem Spiegelbericht
vorübergehend von der Homepage genommen, kann aber bei Dissens über

Andrea

v. Marschall oder Dr. Ralf Puchert bezogen werden.[/b]

Oder man kann den Google-Cache bemühen:

http://209.85.129.104/search?q=cache:EBi8b8SpXc8J:www.dissens.de/de/jugendarbeit/projektwoche01.php

Gruß, Gismatis


Hallo zusammen,

gestern war der Link noch abrufbar, da ich diesen diversen Personen nach
Überprüfung privat noch zugeschickt habe.
Was ist da vor sich gegangen? Wird so ein Link nach einer gewissen Zeit
auftomatisch entfernt oder geht das nur auf speziellen Antrag hin?
Was hat Dissens e.V. zu verbergen, wenn sie so einen Link löschen
(lassen)?
Wäre alles rechtens, dann bräuchte man doch keine Befürchtungen haben oder
wie seht Ihr das?

Hallo Christine,

das ist doch nur der Google-Cash. Dort bleibt der Inhalt nur so lange, bis Google die Seite wieder besucht hat.

Ich habe jetzt auch noch auf http://www.archive.org/ gesehen und dort ist sie nicht enthalten. Ich selbst hätte diese Seite aus dem Cache noch als PDF. Ich dachte mir fast, daß die nicht lange dort bleibt.

Freundliche Grüße
Conny

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Saturday, 13.01.2007, 00:22 (vor 6403 Tagen) @ Christine

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Ab und an erreicht die Dämlichkeit einen Zenit und dies dürfte ein solcher Höhepunkt sein. Um mal kurz und bündig zusammenzufassen:
1) Ich sehe nicht wo irgendein Punkt aus dem Paragraphen gegeben ist. Der Spiegel schreibt Teenager und man stellt sich 12-jährige vor, die vieleicht durch so eine Aussage Schaden nehmen könnten. 10 Klasse schreibst du später, also altersmäßig 16-18. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß da in irgendeiner Form Schaden entsteht.
2) Vor allem wenn man bedenkt, daß die Bundeswehr - entgegen den Bestimmungen der UN-Resolution gegen Kindersoldaten - weiterhin schon 17-jährige als Soldaten beschäftigt. Ich glaube das was man in der Grundausbildung so an den Kopf geworfen bekommt eignet sich deutlich eher zur psychischen Schädigung.
3) Dissens ist einer der wenigen Gruppen, die überhaupt etwas für Männerrechte tun. Wir erinnern uns an z.B. die Pilotstudie "Gewalt gegen Männer" (anscheinend haben da einige Gedächtnisverlust). Oder auch den Versuch eine dem Girls-Day gleichwertige Aktion für Jungen durchzusetzen. Wenn du schon dabei bist verklag doch auch noch MANNdat - schließlich gibt es nix wichtigeres als Grabenkämpfe...
4) Du zitierst:
"Wir hatten noch ein Buch über (bewusst lebende) Transgender mit, wo Anfangs immer wieder von den Jungen stereotyp gefragt wurde, ob das jetzt ein Mann oder eine Frau sei. Irgendwann merkten sie, dass diese Frage einfach nicht in der Lage ist, die Menschen, die sie sahen, zu beschreiben. Es kam zu einer Irritation des für sie gewohnten geschlechtsdualistischen Blicks.

Schwierig war hierbei, dass die bewusst als Transgender lebenden Menschen so teilweise als "Freaks", die von einem selbst ganz weit entfernt sind, rüberkamen."

The story of my life... Und da würde ich gern fragen: was ist daran zu kritisieren? 90% der Leute die ich treffe halten mich für einen "freak". Und wenn ein paar Leute kapieren, daß ich ein Mensch bin, dann ist das für mich etwas äußerst positives (meine Erfahrung sagt mir, daß Leute, die tatsächlich erkennen, das ich ein Mensch bin, deutlich weniger Anstalten machen, mir die Fresse zu polieren).

susu

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Nihilator ⌂, Bayern, Saturday, 13.01.2007, 03:01 (vor 6403 Tagen) @ susu

Hallo susu!

Ab und an erreicht die Dämlichkeit einen Zenit und dies dürfte ein solcher
Höhepunkt sein.

Du meinst aber jetzt nicht den Zeitpunkt, ab dem solche Erziehungsmethoden bei uns eingeführt wurden, richtig? Erst wenn man sich dagegen zu wehren beginnt, ist von Dämlichkeit die Rede, oder?

1) Ich sehe nicht wo irgendein Punkt aus dem Paragraphen gegeben ist. Der
Spiegel schreibt Teenager und man stellt sich 12-jährige vor, die
vieleicht durch so eine Aussage Schaden nehmen könnten. 10 Klasse
schreibst du später, also altersmäßig 16-18. Ich halte es für
unwahrscheinlich, daß da in irgendeiner Form Schaden entsteht.

Bist Du ausgebildeter Psychologe? Prof. Amendt hält es offenbar nicht für so unwahrscheinlich wie Du. 16jährige sind keine Erwachsenen; die werden per Gesetz sogar noch vor Pornos und Computerspielen geschützt.
Und letztenendes müssen Eltern bei so einem Höllentrip mitreden können. Das scheint mir in Berlin bei Dissens, qua BMFSFJ-verliehener Herrlichkeit, nicht der Fall gewesen zu sein.

2) Vor allem wenn man bedenkt, daß die Bundeswehr - entgegen den
Bestimmungen der UN-Resolution gegen Kindersoldaten - weiterhin schon
17-jährige als Soldaten beschäftigt. Ich glaube das was man in der
Grundausbildung so an den Kopf geworfen bekommt eignet sich deutlich eher
zur psychischen Schädigung.

Ja, das auch. Leider ist eine solche Grundausbildung bei uns ja immer noch sexistisch diskriminierendes Gesetz. DAGEGEN setzt Dissens und seine lila FreundInnen ganz oben sich komischerweise nicht zur Wehr.

3) Dissens ist einer der wenigen Gruppen, die überhaupt etwas für
Männerrechte tun. Wir erinnern uns an z.B. die Pilotstudie "Gewalt gegen
Männer" (anscheinend haben da einige Gedächtnisverlust). Oder auch den
Versuch eine dem Girls-Day gleichwertige Aktion für Jungen durchzusetzen.
Wenn du schon dabei bist verklag doch auch noch MANNdat - schließlich gibt
es nix wichtigeres als Grabenkämpfe...

Dissens ist eine Art Placebo. Schluckt es und glaubt, für Jungen würde doch auch irgendwie etwas getan. Bei einigen wirkt es halt nicht.
Und wo es wirkt, reift mitunter die Erkenntnis, daß das nicht das Geringste mit "etwas für Jungen tun" zu tun hat. Ihnen etwas antun paßt da schon besser.

4) Du zitierst:
"Wir hatten noch ein Buch über (bewusst lebende) Transgender mit, wo
Anfangs immer wieder von den Jungen stereotyp gefragt wurde, ob das jetzt
ein Mann oder eine Frau sei. Irgendwann merkten sie, dass diese Frage
einfach nicht in der Lage ist, die Menschen, die sie sahen, zu
beschreiben. Es kam zu einer Irritation des für sie gewohnten
geschlechtsdualistischen Blicks.

Schwierig war hierbei, dass die bewusst als Transgender lebenden Menschen
so teilweise als "Freaks", die von einem selbst ganz weit entfernt sind,
rüberkamen."

Ja, es ist übel, wenn einige Menschen solchermaßen als Freaks wahrgenommen werden. Was kann man tun? ALLE zu Freaks machen, damit die Abweichler nicht mehr so auffallen?? Diese Idee könnte in Schilda geboren sein.

Es ist ein harter Weg, sich Akzeptanz zu erwerben für außergewöhnliche Biografien. Wir waren, denke ich, auf einem guten Weg.
Ihr seid dabei, alles Erreichte zu verspielen und einen Haß hervorzurufen, wie er seit Jahrzehnten nicht mehr gekannt wurde. Es tut mir von Herzen leid für die Homo- und Transsexuellen, die tolerant und integrationsbereit waren. Für Euch kommen keine guten Zeiten, wie ich fürchte.
Bedankt euch bei Euren herrschsüchtigen und faschistoiden Schwestern und Brüdern!


Gruß,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


[image]

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Saturday, 13.01.2007, 06:13 (vor 6403 Tagen) @ Nihilator

Hallo Nihi

Du meinst aber jetzt nicht den Zeitpunkt, ab dem solche Erziehungsmethoden
bei uns eingeführt wurden, richtig? Erst wenn man sich dagegen zu wehren
beginnt, ist von Dämlichkeit die Rede, oder?

Eigentlich rede ich seit Zastrow von Dämlichkeit, aber mit dieser Anzeige erreicht sie einen Höhepunkt.

Bist Du ausgebildeter Psychologe? Prof. Amendt hält es offenbar nicht für
so unwahrscheinlich wie Du.

ist der ausgebildeter Psychologe? Prof. Amendt ist Soziologe und da besteht meines Wissens nach immer noch ein Unterschied. Und ja, ich würde mir für diesen spezifischen Teil der Psychologie herausnehmen eine gewisse Ausbildung zu genießen. Denn mein Meter Psychologie beschränkt sich auf Geschlechtsidentität. Und deshalb weiß ich z.B. auch, wer auf die Idee gekommen ist, eine "korrekte" Geschlechtsidentität sei für die psychische Gesundheit absolut unabdingbar. Vieleicht sagt dir der Name was: John Money.
Und es gibt keinerlei Grund für die Annahme, das ein Zweifel an der eigenen Geschlechtsidentität schädlich sind, mit Ausnahme der Lehrmeinung von: John Money. Und weist du wessen Ansichten ich am allerwenigsten traue, wenn es um Kindeswohl und Geschlecht geht? Du ahnst es nicht: John Money.

16jährige sind keine Erwachsenen; die werden
per Gesetz sogar noch vor Pornos und Computerspielen geschützt.
Und letztenendes müssen Eltern bei so einem Höllentrip mitreden können.
Das scheint mir in Berlin bei Dissens, qua BMFSFJ-verliehener
Herrlichkeit, nicht der Fall gewesen zu sein.

So so, scheint es dir. Vieleicht sollte man erst mal über die Sachlage wirklich Klarheit herstellen, bevor man klagt, oder? Vieleicht hätte man z.B. auch mal den betroffenen Jungen fragen können. Nicht das der vor Gericht als Zeuge erscheint und sagt "War eine interessante Erfahrung", oder so? Aber hey, um den Jungen geht es euch doch gar nicht.

Ja, das auch. Leider ist eine solche Grundausbildung bei uns ja immer noch
sexistisch diskriminierendes Gesetz. DAGEGEN setzt Dissens und seine lila
FreundInnen ganz oben sich komischerweise nicht zur Wehr.

Oh, woher nimmst du das jetzt? Die Teile der Arbeit von Dissens, die sich mit der Wehrpflicht befassen stehen ihr negativ gegenüber (so wird bei der Gewaltstudie gezeigt, daß schon im Zivildienst und stärker noch beim Bund die Gewaltbelastung von Männern deutlich höher ist als im zivilen Leben). Aber klar, man kann auch Vorwürfe einfach mal aus der Luft greifen. Über den AKM ist Dissens auch mit http://www.kampagne.de/ verbunden.

Es ist ein harter Weg, sich Akzeptanz zu erwerben für außergewöhnliche
Biografien. Wir waren, denke ich, auf einem guten Weg.

Waren wir? Wann?!

Ihr seid dabei, alles Erreichte zu verspielen und einen Haß hervorzurufen,
wie er seit Jahrzehnten nicht mehr gekannt wurde.

Sag mir bescheid, wenn´s Zeit wird zu emmigrieren. Welches Jahrzehnt meinst du eigentlich genau? Die Vergasungs-40er, die Zwangskastrations-50er, die Elektroschocktherapie-60er? Die Knast gibts immer noch 70er? Die fast schon lagal 80er?

susu

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Nihilator ⌂, Bayern, Sunday, 14.01.2007, 03:26 (vor 6402 Tagen) @ susu

Hallo susu!

Eigentlich rede ich seit Zastrow von Dämlichkeit, aber mit dieser Anzeige
erreicht sie einen Höhepunkt.

Sehe ich natürlich anders. Ein Höhepunkt dürfte erreicht gewesen sein, als sich unser Frauenministerium entschloß, solche Konzepte zu verwirklichen und mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten.

ist der ausgebildeter Psychologe? Prof. Amendt ist Soziologe und da
besteht meines Wissens nach immer noch ein Unterschied. Und ja, ich würde
mir für diesen spezifischen Teil der Psychologie herausnehmen eine gewisse
Ausbildung zu genießen. Denn mein Meter Psychologie beschränkt sich auf
Geschlechtsidentität. Und deshalb weiß ich z.B. auch, wer auf die Idee
gekommen ist, eine "korrekte" Geschlechtsidentität sei für die psychische
Gesundheit absolut unabdingbar. Vieleicht sagt dir der Name was: John
Money.
Und es gibt keinerlei Grund für die Annahme, das ein Zweifel an der
eigenen Geschlechtsidentität schädlich sind, mit Ausnahme der Lehrmeinung
von: John Money. Und weist du wessen Ansichten ich am allerwenigsten
traue, wenn es um Kindeswohl und Geschlecht geht? Du ahnst es nicht: John
Money.

Rührender Versuch, aber den guten Herrn Money kannst Du gern auf Deiner Seite behalten, wo er hingehört. Dieser Mengele für Arme vertrat die Meinung, daß geschlechtliche und sexuelle Identität anerzogen sein und somit auch beliebig anders anerzogen werden können. So wie Alice Schwarzer und ihre Radabfems, Judith Butler und -wenn ich mich nicht sehr täusche- auch Du.

Es gibt übrigens sehr wohl Grund zu der Annahme, daß eine Nichtübereinstimmung zwischen biologischem Geschlecht und geschlechtlicher Identität als quälend empfunden wird. Und zwar sind das die Transsexuellen, die -Dir muß ich es sicher nicht erzählen, Du kennst da mehr Literatur- das Gefangensein im falschen Körper doch sehr oft als ausgesprochen belastend empfinden, bis hin zu einer außerordentlich hohen Selbstmordrate. Sehr viele lassen sich auch umoperieren, und wie hier erst zu lesen stand, sind sie mehrheitlich nach diesem Eingriff wesentlich zufriedener.

Und solche desorientierten armen Schweine wollen wir mit Dissens-Methoden aus ganz normalen Jungs auch noch künstlich züchten? Nein.

So so, scheint es dir. Vieleicht sollte man erst mal über die Sachlage
wirklich Klarheit herstellen, bevor man klagt, oder? Vieleicht hätte man
z.B. auch mal den betroffenen Jungen fragen können. Nicht das der vor
Gericht als Zeuge erscheint und sagt "War eine interessante Erfahrung",
oder so? Aber hey, um den Jungen geht es euch doch gar nicht.

Nein, natürlich nicht. Es geht darum, Wohltätern der Menschheit in böser Absicht Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Es dürfte eine Unmöglichkeit sein, an den Jungen heranzukommen. Zumindest mit enormem Aufwand verbunden. Wozu? Die Schilderung solcher Methoden reicht mir vollkommen als Grundlage für eine Anzeige, so weit traue ich dem SPIEGEL. Es ist ja eben keine Klage. Wird sich zeigen, was da ermittelt wird.

BTW, findest Du es auch seltsam, daß Dissens prompt die Informationen zu ihren fortschrittlichen Methoden vom Netz nahm? Warum, wenn man sich keiner Schuld bewußt ist?

Oh, woher nimmst du das jetzt? Die Teile der Arbeit von Dissens, die sich
mit der Wehrpflicht befassen stehen ihr negativ gegenüber (so wird bei der
Gewaltstudie gezeigt, daß schon im Zivildienst und stärker noch beim Bund
die Gewaltbelastung von Männern deutlich höher ist als im zivilen Leben).
Aber klar, man kann auch Vorwürfe einfach mal aus der Luft greifen. Über
den AKM ist Dissens auch mit http://www.kampagne.de/ verbunden.

Wenn es teilweise Dinge in der Arbeit von Dissens geben sollte, die Männern und Jungen nützlich sind, soll mir das recht sein.
Im übrigen hat dieser Verein aber die feministische Sichtweise voll verinnerlicht: das Übel sind die Männer, ist die Männlichkeit, also weg damit. Das ist nicht weniger faschistisch und rassistisch als zu sagen, die Juden seien unser Unglück, nur wird es nicht ganz so wahrgenommen. Das funktioniert in dieser Gesellschaft nur mit anerkannten Opfergruppen, und dazu zählen Männer nicht.

Ich weise hier auch noch einmal auf die Grundsätze der "kritischen Männerforschung" nach Jeff Hearn hin:
"1. Männer sollten die Autonomie der Frauenforschung respektieren, was nicht heißen soll, umgekehrt eine Autonomie der Männerforschung einzufordern.
2. Männerforschung soll Frauen und Männern offenstehen.
3. Das vorrangige Ziel der Männerforschung ist die Entwicklung einer Kritik an männlicher Praxis, zumindest teilweise aus feministischer Sichtweise.
4. Männerforschung ist interdisziplinär anzulegen.
5. Männer, die Männerforschung betreiben, müssen ihre Praxis des Forschens, Lernens, Lehrens und Theoretisierens hinterfragen, um nicht die patriarchale Form eines desinteressierten Positivismus zu reproduzieren. Ziel sei eine Bewusstseinserweiterung der Männer.
6. (Heterosexuelle) Männer sollen sich nicht um Forschungsgelder und Universitätsposten bewerben, die für Geschlechterforschung ausgeschrieben wurden, feministische Wissenschaft und Frauenforschung in der eigenen Forschung und in den Institutionen sind zu unterstützen."

Das ist Mösenkriechertum par excellence, und Dissens hat jeden dieser Punkte bis ins Mark verinnerlicht! Wenn das Wahrnehmung männlicher Interessen sein soll, dann waren die Gewerkschaften der DDR (FDGB) auch Interessenvertreter der Arbeitnehmer.
Interessante Parallele übrigens, genauso ist es: das Frauenministerium unterstützt ein paar Aktionen, Studien und Vereine und kann dann sagen: seht her, für Männer wird doch einiges getan. All das ist jedoch nicht Arbeit FÜR Männer, sondern AN Männern, im Interesse von (bestimmten) Frauen. So war es mit Organisationen im anderen deutschen Totalitarismus, also dem der DDR, auch.

Sag mir bescheid, wenn´s Zeit wird zu emmigrieren. Welches Jahrzehnt
meinst du eigentlich genau? Die Vergasungs-40er, die
Zwangskastrations-50er, die Elektroschocktherapie-60er? Die Knast gibts
immer noch 70er? Die fast schon lagal 80er?

Na, in der Entwicklung steckt doch Kontinuität, oder nicht? Und die wird jetzt aufs Spiel gesetzt, indem die Dinge zu weit getrieben werden.
Wohlgemerkt: ich habe hier keine Drohung abgelassen mit meiner Formulierung oben. Gewalttaten liegen mir fern. Aber ich möchte gern zu bedenken geben, daß Respekt und Toleranz Grenzen finden werden, wenn ihnen mit totalitärem und genderfaschistischem Gehabe begegnet wird. Actio=Reactio - wenn ihr so weit geht, wird das auch Folgen haben. Die dann leider auch Unschuldige betreffen.

Es ist keineswegs erwiesen, daß die zugrundeliegenden Thesen richtig sind. Im Gegenteil scheinen wissenschaftliche Erkenntnisse solche Theorien zu widerlegen (ich meine jetzt richtige Wissenschaft, keine feministische oder queere, wo vorn das Ergebnis steht und hinten nach Bestätigung gesucht wird). Aber zum Menschenversuch scheint die Zeit reif zu sein? Was ist eigentlich mit der Würde des Menschen, dem Respekt vor dem Individuum, der Erziehungshoheit der Eltern und den Grenzen staatlichen Einflusses bei der Menschenformung? Alles über den Haufen geschmissen, weil es jetzt mal um ein richtig gutes Ziel geht? DAS haben alle anderen vorher auch schon behauptet.

So gut wie kein Elternteil, dem die Tragweite dieser Methoden bekannt ist, würde dem zustimmen. Deshalb sollen sie's ja auch nicht so genau wissen, und es wird unter unklar definierten fremdsprachlichen Begriffen versteckt. Solches Vorgehen ist gleich mehrfach verfassungswidrig.


Gruß,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


[image]

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Sunday, 14.01.2007, 07:37 (vor 6402 Tagen) @ Nihilator

Hallo Nihi

Sehe ich natürlich anders. Ein Höhepunkt dürfte erreicht gewesen sein, als
sich unser Frauenministerium entschloß, solche Konzepte zu verwirklichen
und mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten.

Das BMFSFJ hat Dissens ausschließlich für die Erstellung der Pilotstudie "Gewalt gegen Männer" Mittel überlassen, soweit ich informiert bin. Der Spiegel schreibt: "Aufträge kamen schon von der Stadt Berlin, der Bundesregierung, der EU-Kommission."
Der Spiegel bezieht sich ausschließlich auf die Website von Dissens, und dort wird von Förderung durch das BMFSFJ ausschließlich im Zusammenahng mit der Studie gesprochen. Die EU fördert diverse Forschungsprojekte, die Stadt Berlin die Aktion "Unser Platz". Die Projekttage an Schulen werden von den Schulen getragen.

Rührender Versuch, aber den guten Herrn Money kannst Du gern auf Deiner
Seite behalten, wo er hingehört. Dieser Mengele für Arme vertrat die
Meinung, daß geschlechtliche und sexuelle Identität anerzogen sein und
somit auch beliebig anders anerzogen werden können. So wie Alice Schwarzer
und ihre Radabfems, Judith Butler und -wenn ich mich nicht sehr täusche-
auch Du.

Toller Zusammenwurf. Money selbst rühmt sich in seiner Arbeit
"Money, John (1994): Zur Geschichte des Konzepts Gender Identity Disorder. In: Zeitschrift für Sexualforschung. Stuttgart. 20-34."
den Begriff der Geschlechtsidentitätsstörung eingeführt zu haben und die Geschlechtsidentität als zu schützendes Gut in der Psychotherapie begründet zu haben. Wenn du dir seine Begründung der "Behandlungsmethoden" im Fall Reimer und den Fällen von Intersexualität, die er vorher "Behandelt" hatte (mit gleicher Methodik, nur das in diesen Fällen die Genitalien mit voller Absicht verstümmelt wurde) ansiehst, dann ist das genau dieser Punkt: Abwehr von Zweifeln an der Geschlechtsidentität um jeden - aber auch wirklich jeden - Preis.

Die "Krankheit" Geschlechtsidentitätsstörung hat Money quasi erfunden und ihre Therapie am Beipiel von Reimer beschrieben. Als jemand den diese "Behandlung" nach der Diagnose GID innerhalb kurzer Zeit von einem vieleicht etwas eigensinnigen Jugendlichen zu einem Suizidalen Wrack verwandelt hat, weiß ich sehr genau, wem ich das zu verdanken habe. Da kommt mein Einsatz für die Rechte von IS her, weil es da Parallelen gibt. Und mein Kontakt zu David, bevor er starb. Und weil nur auf der Basis von Moneys Lehrmeinung Geschlechtsidentität als zu erhaltendes etwas eingeführt wurde, zur Rechtfertigung einer Methode, die man tatsächlich und ohne Abstriche als Folter und Umerziehung bezeichnen muß, sollte man sich darüber Gedanken machen, wozu diese Identität denn gut sein soll. An dem Begrif klebt Blut. Und mich in eine Reihe mit dem Wichser zu stellen, dessen wirre "Forschungsarbeit" neben den Leben, die sie gekostet hat, auch meins fast frühzeitig beendete, kotzt mich an. Ich habe nicht, aber auch gar nichts mit Money gemein. Meine zwei wichtigsten politischen Anliegen sind das Verbot von IGM und die Streichung von GID aus den Diagnostischen Listen. Man kann auch sagen: Die Zerstörung seines Lebenswerks.

Es gibt übrigens sehr wohl Grund zu der Annahme, daß eine
Nichtübereinstimmung zwischen biologischem Geschlecht und geschlechtlicher
Identität als quälend empfunden wird. Und zwar sind das die Transsexuellen,
die -Dir muß ich es sicher nicht erzählen, Du kennst da mehr Literatur- das
Gefangensein im falschen Körper doch sehr oft als ausgesprochen belastend
empfinden, bis hin zu einer außerordentlich hohen Selbstmordrate. Sehr
viele lassen sich auch umoperieren, und wie hier erst zu lesen stand, sind
sie mehrheitlich nach diesem Eingriff wesentlich zufriedener.

Ich kenne da nicht nur mehr Literatur, ich kenne auch die Leute. Und Transsexualität allein auf "Geschlechtsidentität" zu reduzieren ist eine ziemlich unvollständige Beschreibung. Es geht auch um die Nichtübereinstimmung zwischen empfundener Identität und Betrachtung durch andere. Und es geht um das Körpergefühl im Ganzen. Dazu gibt es eine vielzahl individueller Lebensformen. Es gibt eine erhöhte Selbstmordrate, was u.a. an der erhöhten Rate an Gewalterfahrungen liegen könnte. Oder an Leuten die ständig betonen, daß man krank ist. Aber es ist keineswegs so, als ob Transen ein Haufen Depressiver wären.

Und solche desorientierten armen Schweine wollen wir mit Dissens-Methoden
aus ganz normalen Jungs auch noch künstlich züchten? Nein.

Das ist Quark. Nichts an der Dissens-Projektwoche ist dazu geeignet Transsexuelle zu züchten.

Es dürfte eine Unmöglichkeit sein, an den Jungen heranzukommen. Zumindest
mit enormem Aufwand verbunden. Wozu? Die Schilderung solcher Methoden
reicht mir vollkommen als Grundlage für eine Anzeige, so weit traue ich
dem SPIEGEL. Es ist ja eben keine Klage. Wird sich zeigen, was da
ermittelt wird.

Ich würde dem SPIEGEL da nicht trauen, weil in dem Absatz über Dissens so viele Fehler und (gewollte?) Mißverständlichkeiten drin sind, das es nicht mehr feierlich ist. Das fängt an bei dem Satz, den du ja auch mißverstanden hast: "Aufträge kamen schon von der Stadt Berlin, der Bundesregierung, der EU-Kommission." - der sich eben nicht auf das nachfolgende bezieht. und dann kommt ein Satz, der nun wirklich daneben ist:
"Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, "dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge", so steht es im Protokoll."

1. "Am Ende" ist falsch. Nachdem das Protokoll ja noch einsehbar war, konnte man feststellen, daß sich aus diesem Satz eine Diskussion entwickelte. Die damit begann das der Satz von der gesammten Gruppe zurückgewiesen wurde und auch von den Dissens Mitarbeitern zurückgenommen wurde.
2. "einem besonders selbstbewusten Jungen". Ist mißverständlich. Armendt interpretiert das als ein Versuch dem Jungen das Selbstvertrauen zu nehmen und ihn zu brechen. In dem Kontext, daß man einen provokativen Satz einsetzt macht es aber pädagogisch Sinn ihn gegenüber einem selbstbewusten Jungen (Das Protokoll macht diesen Punkt deutlicher: Ein Junge der sich gegen diesen Satz wehren kann, wenn man eine Diskussion anfangen will schüchtert man sinnvollerweise sein Gegenüber nicht ein) auszusprechen. Wenn man die Aussage gegenüber einem Jungen gebracht hätte, der ein angeknackstes Ego und Durchsetzungsprobleme hat, dann würde man Schaden anrichten.

BTW, findest Du es auch seltsam, daß Dissens prompt die Informationen zu
ihren fortschrittlichen Methoden vom Netz nahm? Warum, wenn man sich
keiner Schuld bewußt ist?

Weil das Protokoll augenscheinlich fehlinterpretierbar ist. Du kannst es dir immer noch zuschicken lassen. Und vermutlich wird es in überarbeiteter Form wieder online gehen. Ich erwarte außerdem das Dissens eine Stellungnahme zum Spiegel-Artikel abgibt. Wäre tatsächlich ein komisches Zeichen, wenn nicht.

Wenn es teilweise Dinge in der Arbeit von Dissens geben sollte, die
Männern und Jungen nützlich sind, soll mir das recht sein.
Im übrigen hat dieser Verein aber die feministische Sichtweise voll
verinnerlicht: das Übel sind die Männer, ist die Männlichkeit, also weg
damit. Das ist nicht weniger faschistisch und rassistisch als zu sagen,
die Juden seien unser Unglück, nur wird es nicht ganz so wahrgenommen. Das
funktioniert in dieser Gesellschaft nur mit anerkannten Opfergruppen, und
dazu zählen Männer nicht.

Das Übel sind nicht die Männer, das findest du bei Dissens nicht. Das Männlichkeit ein Problem ist, ja absolut. Und zwar dann, wenn sich Männlichkeit als (Auto-)agression äußert. Es gibt da Indizien, wie die höhere Suchtgefährdung von Männern. Oder die höhere Suizidrate.
Das Problem, das Männer als Opfer nicht wahrgenommen werden ist eines der zentralen Punkte bei Dissens, nur mal
http://www.gewalt-gegen-maenner.de/
anklicken. Und z.B. die Texte aus "Mann oder Opfer?". Kompiliert u.a. von klaus Schwerma von Dissens:
"Die Tagung ?Mann oder Opfer?? hatte das Ziel, die Zuschreibung "Täter sind männlich, Opfersind weiblich", in Frage zu stellen und männliche Opferperspektiven in verschiedenen Bereichen zugänglich zu machen. Wir gehen davon aus, daß eine Veränderung der Genderverhältnisse nur geschehen kann, wenn solche polaren Sichtweisen aufgelöst werden."

"Ich möchte eine Anekdote von Peter Gieße zitieren, der das letzten November auf einer ähnlichen Tagung vorgestellt hat. Er arbeitet bei einer Opferhilfeberatungsstelle und hat erzählt, wie er dem zuständigen Referenten seine Arbeit der Opferhilfe geschildert hat. Diesem zuständigen Referenten
bei der Justizbehörde, der ja auch die Arbeit der Opferhilfe kennt, hat er voller Stolz erzählt, daß sie den Anteil der Männer, die nachfragen, steigern konnten. Dann hat der Justizbeamte ganz irritiert zurückgefragt: Ich dachte immer, Sie arbeiten nur mit Opfern; arbeiten Sie jetzt auch mit Tätern? ? Ich finde das ein schönes Beispiel dafür, daß im Denken Opfer weiblich, Täter männlich sind."

Ich weise hier auch noch einmal auf die Grundsätze der "kritischen
Männerforschung" nach Jeff Hearn hin:

http://www.wgvdl.com/forum/board_entry.php?id=4950#p4975
Ich kann nicht die ganze Nacht damit verbringen nochmal zu formulieren, was ich schon mal geschrieben habe. Hearn hat das vorgeschlagen, wurde von so ziemlich allen kritischen Männerforschern und gar nicht mal so wenigen Frauenforscherinnen für den Stuß kritisiert und legte diesen Ansatz selbst schleunigst ad acta. Das ein Idiot aus der Schweiz ihn noch mal rausgekramt hat. Man kann eben locker 20 Jahre einer Disziplin ignorieren, dann wird man nur von niemandem ernst genommen...

Es ist keineswegs erwiesen, daß die zugrundeliegenden Thesen richtig sind.
Im Gegenteil scheinen wissenschaftliche Erkenntnisse solche Theorien zu
widerlegen (ich meine jetzt richtige Wissenschaft, keine feministische
oder queere, wo vorn das Ergebnis steht und hinten nach Bestätigung
gesucht wird).

Welche Wissenschaftlichen Erkenntnisse meinst du?

susu

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Nihilator ⌂, Bayern, Monday, 15.01.2007, 00:15 (vor 6401 Tagen) @ susu

Hallo susu!

Das BMFSFJ hat Dissens ausschließlich für die Erstellung der Pilotstudie
"Gewalt gegen Männer" Mittel überlassen, soweit ich informiert bin. Der
Spiegel schreibt: "Aufträge kamen schon von der Stadt Berlin, der
Bundesregierung, der EU-Kommission."

Ja, soweit Du informiert bist. Und je mehr Du Dich informierst, desto mehr von dem Gender-Filz findest Du heraus. Dissens hat mindestens folgende weitere Gelder erhalten:
- Honorar für "wissenschaftliche Begleitung" des (positiven) Diskriminierungs-Projekts "Neue Wege für Jungs"
- Förderungen aus der Stiftung "CIVITAS"
- Fördergelder des BMBJ im Rahmen des Bildungsnetz e.V.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit natürlich.
Ich bin sicher, die zapfen gut ab an den bereitstehenden Trögen. Für so einen guten Zweck gibt man doch gern.

Warum zahlt eigentlich ein Frauenministerium für Jungen-/Männerarbeit? Könnte man daraus etwas über die Art der geleisteten Arbeit ableiten? Haben die Auftraggeber Interessen, und decken die sich mit denen der Forschungsobjekte?
Die Antworten auf die Fragen dürften zum Verständnis beitragen.

Die "Krankheit" Geschlechtsidentitätsstörung hat Money quasi erfunden und
ihre Therapie am Beipiel von Reimer beschrieben. Als jemand den diese
"Behandlung" nach der Diagnose GID innerhalb kurzer Zeit von einem
vieleicht etwas eigensinnigen Jugendlichen zu einem Suizidalen Wrack
verwandelt hat, weiß ich sehr genau, wem ich das zu verdanken habe. Da
kommt mein Einsatz für die Rechte von IS her, weil es da Parallelen gibt.
Und mein Kontakt zu David, bevor er starb. Und weil nur auf der Basis von
Moneys Lehrmeinung Geschlechtsidentität als zu erhaltendes etwas
eingeführt wurde, zur Rechtfertigung einer Methode, die man tatsächlich
und ohne Abstriche als Folter und Umerziehung bezeichnen muß, sollte man
sich darüber Gedanken machen, wozu diese Identität denn gut sein soll. An
dem Begrif klebt Blut. Und mich in eine Reihe mit dem Wichser zu stellen,
dessen wirre "Forschungsarbeit" neben den Leben, die sie gekostet hat,
auch meins fast frühzeitig beendete, kotzt mich an. Ich habe nicht, aber
auch gar nichts mit Money gemein. Meine zwei wichtigsten politischen
Anliegen sind das Verbot von IGM und die Streichung von GID aus den
Diagnostischen Listen. Man kann auch sagen: Die Zerstörung seines
Lebenswerks.

Halten wir also fest: in Detailfragen stimmst Du mit Money nicht überein.
Aber im Großen und Ganzen kannst Du Dich mit Identitätszerstörung oder -veränderung usw. schon anfreunden. Wenn sie anderen geschieht?

Zerstörung einer gewachsenen Identität ist um nichts besser als Zwangszuweisung.

Es ist in der Tat merkwürdig, daß jemand, der sich intensiv mit Opfern solcher Weltanschauungen befaßt hat, vielleicht auch selbst zum Opfer wurde, dergleichen Vorgehensweisen befürwortet. Was Ideologien nicht alles vermögen.

Ich kenne da nicht nur mehr Literatur, ich kenne auch die Leute. Und
Transsexualität allein auf "Geschlechtsidentität" zu reduzieren ist eine
ziemlich unvollständige Beschreibung. Es geht auch um die
Nichtübereinstimmung zwischen empfundener Identität und Betrachtung durch
andere. Und es geht um das Körpergefühl im Ganzen. Dazu gibt es eine
vielzahl individueller Lebensformen. Es gibt eine erhöhte Selbstmordrate,
was u.a. an der erhöhten Rate an Gewalterfahrungen liegen könnte. Oder an
Leuten die ständig betonen, daß man krank ist. Aber es ist keineswegs so,
als ob Transen ein Haufen Depressiver wären.

Habe ich auch nicht gesagt. Und ich hatte auch nicht den Anspruch erhoben, ein "vollständige Beschreibung" zu verfassen. Wie üblich produzierst Du einen großen Wortschwall, gehst aber auf das Wesentliche gar nicht ein: Menschen leiden unter einer als unpassend empfundenen geschlechtlichen Identität und streben eine Einheit an.

Das ist Quark. Nichts an der Dissens-Projektwoche ist dazu geeignet
Transsexuelle zu züchten.

Ich habe nicht von Transsexuellen geredet, sondern von Desorientierten. Dissens' Arbeit ist perfekt dazu geeignet, ja es ist die eigentliche Intention, solche zu züchten. Psychisch kaputte Männer halt, die die ihnen zugewiesenen Aufgaben mit weniger Aufmucken zur Zufriedenheit erledigen.

Erinnert mich an die geplante Herrenmenschenlehre für die Polen im Generalgouvernement. Lesen und Schreiben des eigenen Namens, Rechnen bis 500 (?), und im Übrigen die Lehre, daß es ein göttliches Gebot ist, den Deutschen zu dienen.

Ich würde dem SPIEGEL da nicht trauen, weil in dem Absatz über Dissens so
viele Fehler und (gewollte?) Mißverständlichkeiten drin sind, das es nicht
mehr feierlich ist. Das fängt an bei dem Satz, den du ja auch mißverstanden
hast: "Aufträge kamen schon von der Stadt Berlin, der Bundesregierung, der
EU-Kommission." - der sich eben nicht auf das nachfolgende bezieht. und
dann kommt ein Satz, der nun wirklich daneben ist:
"Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten
Jungen vor, "dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein
Junge", so steht es im Protokoll."

1. "Am Ende" ist falsch. Nachdem das Protokoll ja noch einsehbar war,
konnte man feststellen, daß sich aus diesem Satz eine Diskussion
entwickelte. Die damit begann das der Satz von der gesammten Gruppe
zurückgewiesen wurde und auch von den Dissens Mitarbeitern zurückgenommen
wurde.
2. "einem besonders selbstbewusten Jungen". Ist mißverständlich. Armendt
interpretiert das als ein Versuch dem Jungen das Selbstvertrauen zu nehmen
und ihn zu brechen. In dem Kontext, daß man einen provokativen Satz
einsetzt macht es aber pädagogisch Sinn ihn gegenüber einem selbstbewusten
Jungen (Das Protokoll macht diesen Punkt deutlicher: Ein Junge der sich
gegen diesen Satz wehren kann, wenn man eine Diskussion anfangen
will schüchtert man sinnvollerweise sein Gegenüber nicht ein)
auszusprechen. Wenn man die Aussage gegenüber einem Jungen gebracht hätte,
der ein angeknackstes Ego und Durchsetzungsprobleme hat, dann würde man
Schaden anrichten.

Hmm.. hast Du auch noch ein paar Komma- und syntaktische Fehler gefunden? Nur her damit!

Es ist mir vollkommen egal, was Du da an Ungenauigkeiten "aufdeckst". Die geschilderten Vorgehensweisen reichen mir vollkommen zu meiner Beurteilung, auch wenn einzelne winzige Details nicht 100% korrekt dargestellt sind.

Weil das Protokoll augenscheinlich fehlinterpretierbar ist. Du kannst es
dir immer noch zuschicken lassen. Und vermutlich wird es in überarbeiteter
Form wieder online gehen. Ich erwarte außerdem das Dissens eine
Stellungnahme zum Spiegel-Artikel abgibt. Wäre tatsächlich ein komisches
Zeichen, wenn nicht.

Ich glaube, das Problem sind nicht Fehl-, sondern genau richtige Interpretationen. Das Protokoll war insofern vielleicht schlampig, als es die Dinge nicht genügend euphemistisch verschleierte. Da wird man sicher nacharbeiten.

Das Übel sind nicht die Männer, das findest du bei Dissens nicht. Das
Männlichkeit ein Problem ist, ja absolut.

Juden sind nicht das Problem, es ist die Jüdischkeit? [image]

Wir
gehen davon aus, daß eine Veränderung der Genderverhältnisse nur geschehen
kann, wenn solche polaren Sichtweisen aufgelöst werden."

Ich gehe davon aus, daß die ganze faschistoide Gender-Scheiße aufgelöst gehört. Bzw. auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen, neben Lenins und Stalins Bücher, die Mao-Bibel und den "Mythus des 20. Jahrhunderts". Hoffentlich geschieht das sehr bald, bevor der Schaden ins Unermeßliche wächst.

Ich kann nicht die ganze Nacht damit verbringen nochmal zu formulieren,
was ich schon mal geschrieben habe. Hearn hat das vorgeschlagen, wurde von
so ziemlich allen kritischen Männerforschern und gar nicht mal so wenigen
Frauenforscherinnen für den Stuß kritisiert und legte diesen Ansatz selbst
schleunigst ad acta. Das ein Idiot aus der Schweiz ihn noch mal rausgekramt
hat. Man kann eben locker 20 Jahre einer Disziplin ignorieren, dann wird
man nur von niemandem ernst genommen...

Was hatten die Damen und Herren denn auszusetzen? Daß diese Formulierungen zu klar und verständlich wiedergeben, worum es geht? Könnte ich mir vorstellen.

Und sogar die Wikipedia hat diesen alten Stuß wieder vorgekramt! Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Männerforschung steht das alles noch so drin, kein Hinweis auf Kontroversen zu diesen Thesen:

"Die kritische Männerforschung geht von einem emanzipatorischen und profeministischen Ansatz aus, d. h. sie hinterfragt bestehende Rollenbilder und erkennt dabei feministische Ansätze der Geschlechterforschung an und entwickelt sie für ihre Zwecke weiter."

"Diese profeministischen Prinzipien wurden in den 1990er Jahren auch von Teilen der frühen deutschen Männerforschung übernommen."

Irgendwie haben die alle nicht mitgekriegt, daß nach susu das alles überholt ist. Der Arbeitskreis Kritische Männerforschung, an dem auch Dissens beteiligt ist, "arbeitet" noch heute so.

Welche Wissenschaftlichen Erkenntnisse meinst du?

In erster Linie die Hirnforschung. Interessant sind auch Erkenntnisse zu verändertem Verhalten und veränderten Fähigkeiten unter Einfluß von Hormongaben, wie sie aus der Behandlung Transsexueller, aber auch aus der Sportmedizin bekannt wurden. Sieht doch tatsächlich so aus, als ob es männlich-weiblich doch irgendwie gäbe.
Es ist ein unübersehbares Zeichen fortgeschrittenen Irrsinns, daß man solche Binsenweisheiten heutzutage überhaupt begründen muß. Ein Säugling kapiert es.


Gruß,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


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Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Rainer ⌂, Monday, 15.01.2007, 01:13 (vor 6401 Tagen) @ Nihilator

Hallo

Welche Wissenschaftlichen Erkenntnisse meinst du?


In erster Linie die Hirnforschung. Interessant sind auch Erkenntnisse zu
verändertem Verhalten und veränderten Fähigkeiten unter Einfluß von
Hormongaben, wie sie aus der Behandlung Transsexueller, aber auch aus der
Sportmedizin bekannt wurden. Sieht doch tatsächlich so aus, als ob es
männlich-weiblich doch irgendwie gäbe.
Es ist ein unübersehbares Zeichen fortgeschrittenen Irrsinns, daß man
solche Binsenweisheiten heutzutage überhaupt begründen muß. Ein Säugling
kapiert es.


SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT MÄRZ 2006 (der Artikel ist online nur für Abonenten verfügbar, hier ein paar Auszüge.)

------------------------------------------
Männer und Frauen sind durchaus nicht völlig gleich, was Bau und Funktion ihres Gehirns anbelangt. Einige der Unterschiede, die gerade erforscht werden, könnten geschlechtsspezifische Behandlungen von Krankheiten wie
Depression und Schizophrenie nötig machen.

...Ganz eindeutig gleicht das weibliche dem männlichen Gehirn in vielerlei Hinsicht. Allerdings haben Forscher seit dem letzten Jahrzehnt eine erstaunliche Palette an strukturellen, chemischen und funktionellen Unterschieden erkannt.
Diese Ungleichheiten sind nicht bloß interessante Eigenheiten, die vielleicht
erklären, warum mehr Männer als Frauen die Marx Brothers gut finden. Vielmehr dürften sie es womöglich nötig machen, geschlechtsspezifische Behandlungen für eine Reihe von Krankheitsbildern zu entwickeln, darunter Depression, Sucht, Schizophrenie und posttraumatische Belastungsostörungen. Ferner bedeutet die Existenz solcher Unterschiede, dass Wissenschaftler, die sich mit Struktur und Funktion des Gehirns beschäftigen, bei der Datenanalyse das Geschlecht ihrer Versuchsobjekte berücksichtigen und künftig sowohl Frauen als auch Männer untersuchen müssen, wenn sie keine irreführenden Ergebnisse riskieren möchten...

...Die Bildgebung offenbarte anatomische Unterschiede in einer Reihe von Regionen quer durchs Gehirn. Zum Beispiel vermaß eine Forschergruppe um Jill M. Goldstein von der Harvard Medical School in Cambridge (Massachusetts) kernspintomografisch viele Bereiche der Hirnrinde, des Cortex, sowie der tieferen Strukturen. Unter anderem stellte das Team fest, dass Teile der Stirnrinde, Sitz vieler höherer kognitiver Funktionen, bei Frauen massiger sind als bei Männern - ebenso Teile des limbischen Cortex, der bei emotionalen Reaktionen mitwirkt. Bei Männern hingegen sind Bereiche des Schläfenlappens, mitzuständig für räumliche Fähigkeiten, größer. Gleiches gilt für die Amygdala: Die beidseits vorhandene mandelförmige Struktur reagiert auf emotional erregende Informationen - auf alles, was das Herz zum Schlagen und den Adrenalinausstoß in Gang bringt. Wohlgemerkt handelt es sich auch im Weiteren stets um relative, nicht um absolute Größenunterschiede: Sie beziehen sich auf das Volumen einer Struktur im Verhältnis zu dem von Großhirn
oder gesamtem Gehirn...

...Zu Stande kommen dürfte eine derartige anatomische Variation großenteils durch die Geschlechtshormone, in denen das Gehirn des Fetus regelrecht badet...

...Diese Korrelation zwischen der Größe einer Hirnregion bei Erwachsenen und der Wirkung von Sexualhormonen in der Gebärmutter deutet darauf hin, dass zumindest einige der geschlechtsspezifischen Unterschiede in den kognitiven Funktionen nicht durch kulturelle Einflüsse oder hormonelle Änderungen während der Pubertät entstehen - sie sind von Geburt an vorhanden...

...Sie besuchten mit ihrer Videokamera die Säuglingsabteilung eines Krankenhauses und filmten die Reaktionen von Babys, die erst einen Tag alt waren. Die Kleinen sahen entweder live das freundliche Gesicht einer Studentin oder ein Mobile, das die Farbe, Größe und Form des Gesichts der Studentin hatte, deren Gesichtszüge aber in einem Durcheinander präsentierte. Um Voreingenommenheiten auszuschließen, wussten die Forscher zunächst nicht, welches Geschlecht das Baby hatte. Das Ergebnis: Die Mädchen verbrachten mehr Zeit damit, das lebende Gesicht anzuschauen, während die Jungen dem mechanischen Objekt den Vorzug gaben...
------------------------------------------

Nicht nur im Gehirn unterscheiden sich Männer und Frauen, z,B. auch bei der Fettspeicherung. Eine Frau kann länger ohne Nahrung überleben. Ein Mann kann erheblich schneller Energien mobilisieren. Mein Bruder (Chemiker in der Pharmaindustrie) meinte, wenn man Proben und Messergebnisse von Männern und Frauen vergleicht könnte man auf die Idee kommen das es sich um zwei ganz verschiedenen Lebewesen handelt.

Rainer

--
[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Friday, 19.01.2007, 23:00 (vor 6396 Tagen) @ Rainer


...Die Bildgebung offenbarte anatomische Unterschiede in einer Reihe von
Regionen quer durchs Gehirn. Zum Beispiel vermaß eine Forschergruppe um
Jill M. Goldstein von der Harvard Medical School in Cambridge
(Massachusetts) kernspintomografisch viele Bereiche der Hirnrinde, des
Cortex, sowie der tieferen Strukturen.

Viele Bereiche - da liegt das Problem. Bei der Studie lagen zwar einige Bereiche über dem üblichen signifikanzniveau von 95%, wenn man jedoch mehrere parallele Tests laufen läßt, muß man für diese zahl korregieren. In diesem Fall wurden 35 Bereiche getestet, das geforderte Signifikanznivieau steigt dadurch auf 1-(1-0,95)^35. Das ist 99,99999999...% (erst bei der 44 Nachkommastelle steht keine 9 mehr!). Dieses Niveau statistischer Sicherheit wurde jedoch von keinem Bereich erreicht.

...Diese Korrelation zwischen der Größe einer Hirnregion bei Erwachsenen
und der Wirkung von Sexualhormonen in der Gebärmutter deutet darauf hin,
dass zumindest einige der geschlechtsspezifischen Unterschiede in den
kognitiven Funktionen nicht durch kulturelle Einflüsse oder hormonelle
Änderungen während der Pubertät entstehen - sie sind von Geburt an
vorhanden...

Diese Korrelation ist erst recht Hypothetisch. Goldstein et al. merken das ein Problem bei dieser Studie sei, das sie nur adulte Gehirne untersucht haben und keine Aussagen über deren Genese machen können. Sie regen an, daß pränatale hormonelle Einflüsse auf die Gehirnsturktur untersucht werden sollten, weil sie vermuten, daß diese wichtig sein könnten. Daten dazu gibt es jedoch keine.

...Sie besuchten mit ihrer Videokamera die Säuglingsabteilung eines
Krankenhauses und filmten die Reaktionen von Babys, die erst einen Tag alt
waren. Die Kleinen sahen entweder live das freundliche Gesicht einer
Studentin oder ein Mobile, das die Farbe, Größe und Form des Gesichts der
Studentin hatte, deren Gesichtszüge aber in einem Durcheinander
präsentierte. Um Voreingenommenheiten auszuschließen, wussten die Forscher
zunächst nicht, welches Geschlecht das Baby hatte. Das Ergebnis: Die
Mädchen verbrachten mehr Zeit damit, das lebende Gesicht anzuschauen,
während die Jungen dem mechanischen Objekt den Vorzug gaben...

Nicht von Goldstein et al. so wie ich das sehe. Kannst du eine Quelle nennen?

Nicht nur im Gehirn unterscheiden sich Männer und Frauen, z,B. auch bei
der Fettspeicherung. Eine Frau kann länger ohne Nahrung überleben. Ein
Mann kann erheblich schneller Energien mobilisieren.

Dazu gibt es eine Menge Material, das aber z.T. widersprüchlich ist. Auch da hätte ich gerne eine zitierfähige Quelle.

Mein Bruder (Chemiker
in der Pharmaindustrie) meinte, wenn man Proben und Messergebnisse von
Männern und Frauen vergleicht könnte man auf die Idee kommen das es sich
um zwei ganz verschiedenen Lebewesen handelt.

Das halte ich für übertrieben. Mag aber auch daran liegen, das er in der Pharmaindustrie selten Proben von ganz anderen Lebewesen betrachten muß.

susu

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Rainer ⌂, Saturday, 20.01.2007, 09:07 (vor 6396 Tagen) @ susu

Hallo

Nicht nur im Gehirn unterscheiden sich Männer und Frauen, z,B. auch bei
der Fettspeicherung. Eine Frau kann länger ohne Nahrung überleben. Ein
Mann kann erheblich schneller Energien mobilisieren.


Dazu gibt es eine Menge Material, das aber z.T. widersprüchlich ist. Auch
da hätte ich gerne eine zitierfähige Quelle.

Frag mal einen Pathologen ob er lieber ne Frau oder nen Mann aufschneidet. Das nächste Krankenhaus ist deine Quelle. Keine Angst, man kann mit denen reden wie mit normalen Menschen.

Mein Bruder (Chemiker in der Pharmaindustrie) meinte, wenn man Proben
und Messergebnisse von Männern und Frauen vergleicht könnte man auf
die Idee kommen das es sich um zwei ganz verschiedenen Lebewesen
handelt.


Das halte ich für übertrieben. Mag aber auch daran liegen, das er in der
Pharmaindustrie selten Proben von ganz anderen Lebewesen betrachten muß.

Die Pharmaindustrie ist nicht nur für Menschen zuständig. Mein Bruder hat auf jeden Fall auch eine Menge zu Proben und Messergebnissen bei Pferden und anderen Viechern berichtet.

Rainer

--
[image]
Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Saturday, 20.01.2007, 17:50 (vor 6395 Tagen) @ Rainer

Huhu

Frag mal einen Pathologen ob er lieber ne Frau oder nen Mann aufschneidet.
Das nächste Krankenhaus ist deine Quelle. Keine Angst, man kann mit denen
reden wie mit normalen Menschen.

Ich kenne einige Pathologen. Ich arbeite in einem Altenheim und da trifft man auf Pathologen, wenn eine Grippewelle zu einer Ablebensverclusterung führt. Und ich studiere Paläontologie, da hat man mit den Pathologen das Interesse an taphonomischen Prozessen gemein (also Fragen der Verwesung und wodurch sie verzögert wird) und trifft deshalb bei entprechenden Seminaren auf Patholgen.

Die Pharmaindustrie ist nicht nur für Menschen zuständig. Mein Bruder hat
auf jeden Fall auch eine Menge zu Proben und Messergebnissen bei Pferden
und anderen Viechern berichtet.

Pferde sind auch Säugetiere. Ich halte die Bestrebungen in der Pahrmakologie eine geschlechtssegregierte Herangehensweise einzuführen für wenig sinnvoll. Wenn z.B. Hormone mit einer Arznei interagieren, dann ist es sinnvoll diesen Zusammenhang zu untersuchen, aber gerade die einfache Zweiteilung einer Testgruppe in Männer und Frauen kann so einen Effekt verschleiern. Außerdem besteht das Risiko bei nicht durchschnittlichen Hormonwerten eine suboptimale Arznei verschrieben zu bekommen. Dazu kommt das andere relevante Faktoren bei Medikamententests weiterhin unberücksichtigt bleiben. So stellen sich überdurchschnittlich viele schlecht bezahlte und hauptsächlich körperlich arbeitende Männer für Tests zu Verfügung, was auch deren Hormonwerte beeinflußt und dementsprechend seinen Niderschlag in den Ergebnissen findet.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Gast, Monday, 29.01.2007, 22:52 (vor 6386 Tagen) @ susu

Nicht von Goldstein et al. so wie ich das sehe. Kannst du eine Quelle
nennen?

Hallo!
Wahrscheinlich ist diese Studie gemeint:

n summary, we have demonstrated that at 1 day old, human neonates demonstrate sexual
dimorphism in both social and mechanical perception. Male infants show a stronger interest
in mechanical objects, while female infants show a stronger interest in the face. The male
preference cannot have simply been for a moving stimulus, as both stimuli moved. Rather,
their natural motion differed, the face with biological motion, the mobile with physicomechanical
motion. Naturally, these results apply to males and females averaged over a
group, and not to all individuals. At such an age, these sex differences cannot readily be attributed to postnatal experience, and are instead consistent with a biological cause, most
likely neurogenetic and/or neuroendocrine in nature.

Sex differences in human neonatal social perception
http://www.math.kth.se/matstat/gru/5b1501/F/sex.pdf

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Friday, 19.01.2007, 23:00 (vor 6396 Tagen) @ Nihilator

Hallo Nihilator

Ja, soweit Du informiert bist. Und je mehr Du Dich informierst, desto mehr
von dem Gender-Filz findest Du heraus. Dissens hat mindestens folgende
weitere Gelder erhalten:
- Honorar für "wissenschaftliche Begleitung" des (positiven)
Diskriminierungs-Projekts "Neue Wege für Jungs"

Eines Projekts das ich gut finde, auch wenn es Kritikpunkte gibt. Ich verweise in diesem Punkt auf die MANNdat Stellungsnahme zu diesem Thema.

- Förderungen aus der Stiftung "CIVITAS"

Beim ASGASV: Ich zitiere
"Geschlechterrollenbezogene Abwertungsideologien sind ein zentrales Lernfeld für die Entwicklung von Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen. Deshalb eignet sich die Bearbeitung von Geschlechterrollen in geschlechtshomogenen Mädchen- und Jungengruppen sehr gut als Einstieg in die weitergehende Auseinandersetzung mit Stereotypen, die einer Vielzahl von gesellschaftlichen Gruppen zugeschrieben werden."

Man kann es natürlich Scheiße finden, wenn jemand gegen den Geschlechterrassismus (wobei ich weiterhin den Begriff Sexismus bevorzuge) vorgeht. Man kann es auch lassen...

- Fördergelder des BMBJ im Rahmen des Bildungsnetz e.V.

BMBF heist das Ministerium.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit natürlich.
Ich bin sicher, die zapfen gut ab an den bereitstehenden Trögen. Für so
einen guten Zweck gibt man doch gern.

Was verflucht noch mal jeder allgemeinnützige Verein tut.

Halten wir also fest: in Detailfragen stimmst Du mit Money nicht überein.

Halten wir fest: Wenn ich sage "Zerstörung seines Lebenswerks" rede ich nicht von Details.

Aber im Großen und Ganzen kannst Du Dich mit Identitätszerstörung oder
-veränderung usw. schon anfreunden. Wenn sie anderen geschieht?

Wenn sie darin besteht Sebstrefelexion zu betreiben und sich anstelle von vorgegebenen Identitäten auf eigene, individuelle Lebensentwürfe festzulegen. Absolut. Es geht nicht darum jemandem etwas einzuprügeln, es geht darum, das den Leuten klar wird, wodurch sie geformt werden und ihnen dann eine Wahl zu lassen.

Zerstörung einer gewachsenen Identität ist um nichts besser als
Zwangszuweisung.

Zwangszuweisung ist aber die Regel. Jemanden das erkennen zu lassen, erlaubt dieser person eine Wahl zu treffen.

Es ist in der Tat merkwürdig, daß jemand, der sich intensiv mit Opfern
solcher Weltanschauungen befaßt hat, vielleicht auch selbst zum Opfer
wurde, dergleichen Vorgehensweisen befürwortet. Was Ideologien nicht alles
vermögen.

Es ist seltsam, daß jemand so ideologisch argumentiert wie du und sich für unideologisch hält.

Habe ich auch nicht gesagt. Und ich hatte auch nicht den Anspruch erhoben,
ein "vollständige Beschreibung" zu verfassen. Wie üblich produzierst Du
einen großen Wortschwall, gehst aber auf das Wesentliche gar nicht ein:
Menschen leiden unter einer als unpassend empfundenen geschlechtlichen
Identität und streben eine Einheit an.

Das ist eben nicht das Wesentliche.

Ich habe nicht von Transsexuellen geredet, sondern von Desorientierten.
Dissens' Arbeit ist perfekt dazu geeignet, ja es ist die eigentliche
Intention, solche zu züchten. Psychisch kaputte Männer halt, die die ihnen
zugewiesenen Aufgaben mit weniger Aufmucken zur Zufriedenheit erledigen.

Eben nicht. Psychisch kaputte Männer, die nicht aufmucken züchtet sich die Gesellschaft. Wenn du Transleute kennen würdest, dann wüstest du an was für Kram Psychologen zum Teil eine "männliche Geschlechtsidentität" festmachen. Da wird teilweise die Bereitschaft gefordert Streit mit Gewalt auszutragen. Oder auch gerne genommen "Würden sie im Kriegsfall Dienst an der Waffe leisten?" Es gibt Psychologen, die bei Verneinung dieser Frage direkt erklären, mit der Einstellung sei eine männliche GI nicht gegeben. Wer da die Kriterien kennt, der kommt bei einigermaßem klaren Verstand nicht umhin zu erkennen, daß psychisch kaputte Männer, die nicht aufmucken genau die "Normalität" ist, die Dissens kritisiert.

Juden sind nicht das Problem, es ist die Jüdischkeit?
[image]

Was zur Hölle wäre denn "Jüdischkeit?" Aber wenn du schon fragst: Warum haben Männer eine höhere Selbstmordrate als Frauen? Warum ist die Dunkelziffer bei sexueller Gewalt gegen Männer so hoch? Warum gehen Männer davon aus, daß es ein "normales Maß an Gewalt" gegen sie gibt, über das man nicht reden muß? Warum sind betreffen Suchtprobleme hauptsächlich Männer? Ein oderntlicher Teil der Punkte, um die es in der Männerbewegung geht, sind Resultate dessen, was in unserer Kultur als männlich gilt und was Männern dementsprechend aufgezwungen wird.

Ich gehe davon aus, daß die ganze faschistoide Gender-Scheiße aufgelöst
gehört. Bzw. auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen, neben Lenins und
Stalins Bücher, die Mao-Bibel und den "Mythus des 20. Jahrhunderts".
Hoffentlich geschieht das sehr bald, bevor der Schaden ins Unermeßliche
wächst.

Wohin willst du zurück?

Was hatten die Damen und Herren denn auszusetzen? Daß diese Formulierungen
zu klar und verständlich wiedergeben, worum es geht? Könnte ich mir
vorstellen.

Stand doch in dem Thread. Wenn ich dir schon einen Link gebe in dem genau das stand...

"Die kritische Männerforschung geht von einem emanzipatorischen und
profeministischen Ansatz aus, d. h. sie hinterfragt bestehende
Rollenbilder und erkennt dabei feministische Ansätze der
Geschlechterforschung an und entwickelt sie für ihre Zwecke weiter."

Daran verwerflich ist was? Männerforschung muß zunächst einmal einen Arbeitsansatz haben um ihr Forschungsfeld abzustecken. Das heißt sie muß fragen: Was ist ein Mann? Und bei dieser Frage wäre es törricht zu ignorieren, daß die Frauenforschung seit Jahrzehnten die Frage debattiert: "Was ist eine Frau?" Und je nachdem welche Antwort man da wählt, hat man einen dazu passenden Feminismus.

Irgendwie haben die alle nicht mitgekriegt, daß nach susu das alles
überholt ist. Der Arbeitskreis Kritische Männerforschung, an dem auch
Dissens beteiligt ist, "arbeitet" noch heute so.

Das er nach Hearns Kriterien arbeiten würde, ist mir neu.

In erster Linie die Hirnforschung.

Z.B.? Da wird zum Teil sehr kalter Kaffe neu aufgewärmt, alle paar Wochen höre ich etwas über Differenzen im Corpus Callosum, wobei da mitlerweile unstrittig ist, das die nicht existieren. Schön obskur war auch:
http://37082.rapidforum.com/topic=101179623984&search=luders
Wenn du da nichts genaueres angibst, kann ich dazu nichts sagen.

Interessant sind auch Erkenntnisse zu
verändertem Verhalten und veränderten Fähigkeiten unter Einfluß von
Hormongaben, wie sie aus der Behandlung Transsexueller, aber auch aus der
Sportmedizin bekannt wurden. Sieht doch tatsächlich so aus, als ob es
männlich-weiblich doch irgendwie gäbe.

Gerade die Sportmedizin hat eine Menge Ergebnisse, die zeigen das Verhalten den Hormonspiegel sehr nachhaltig verändert (der Absatz zur Variabilität von Hormonwerten in meinem Paper zitiert einige Arbeiten aus diesem Bereich). Ich würde auch bei der HRT bei Transleuten nicht auf Wirkungen von Hormonen zurückschließen, weil sich da auch ganz andere Effekte zeigen (z.B. die Freude darüber, diese Therapie beginnen zu dürfen, aber auch Placebo-Effekte und self-fulfilling prophecies).

Es ist ein unübersehbares Zeichen fortgeschrittenen Irrsinns, daß man
solche Binsenweisheiten heutzutage überhaupt begründen muß. Ein Säugling
kapiert es.

Danke. Ich halte es für ein Zeichen fortgeschrittener Wissenschaftlichkeit, daß man Aussagen über die Realität auf abgesichertes Wissen stützen sollte.
Mehr dazu bei Rainer.

susu

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Mitleser, Saturday, 13.01.2007, 09:58 (vor 6403 Tagen) @ susu

Ab und an erreicht die Dämlichkeit einen Zenit und dies dürfte ein solcher Höhepunkt sein.

Finde ich nicht. Wäre die Veranstaltung anders herum gelaufen, die Jungen hätten sich in ihrer Sexualität offenbaren müssen und Homosexualität wäre als Konstruktion enttarnt und die Schwulen als Irrgläubige dargestellt worden, wäre dir die Gewalt aufgefallen.

1) Ich sehe nicht wo irgendein Punkt aus dem Paragraphen gegeben ist. Der
Spiegel schreibt Teenager und man stellt sich 12-jährige vor, die
vieleicht durch so eine Aussage Schaden nehmen könnten. 10 Klasse
schreibst du später, also altersmäßig 16-18. Ich halte es für
unwahrscheinlich, daß da in irgendeiner Form Schaden entsteht.

Hältst du für unwahrscheinlich. Kann sein. Scheint in diesem Fall aber anders zu sein. Dass der Junge gegen diese Unterstellungen protestierte und daraufhin in seiner Ansicht gebrochen werden sollte, zeigt eigentlich, dass es hier um Frage Macht der Pädagogen gegen Macht des Schülers geht. Das Argument der Pädagogen hätte man wie Diogenes in einer Sekunde widerlegen können.

Erinnerung an den Sexualaufklärungsunterricht bei uns an der Schule. Der Pädagoge: Ob man homosexuell ist, kann man erst wissen, wenn man es probiert hat. Deswegen müsse man viel ausprobieren. Auf meine Erwiderung, ich sei nicht schwul. Die Antwort: wir sind alle bisexuell, die einen mehr hetero, die anderen mehr homo, und manche beides. Ich sagte, ich sei nicht bisexuell. Er meinte, es könnten sich eben nicht alle eingestehen, aber die Wissenschaft weiß dasa. Vor den anderen Jungen über Masturbation usw. sprechen zu müssen macht vielleicht an, wenn man so orientiert ist, aber ich fand es zum kotzen, auch das von anderen anören zu müssen. Bin dort nicht ausgetickt, hab am Abend aber die Wut an meiner Mutter ausgelassen. Verschiebung?! Die Türen wurden übrigens abgeschlossen, damit niemand von draußen hereinkommen könne und uns stören. Und falls uns das peinlich wäre. Im Kreis der Freunde und Arschlöcher der Klasse sich zu öffnen sollte aber dagegen nicht peinlich sein. Übrigens haben die Mädchen gesondert ihren eigenen Kurs gehabt, in dem sie z.b. lernten, daß AIDS eine Schwulenkrankheit sei und mit ihnen kaum was zu tun habe. Dämlichkeit gepaart mit Indiskretion sind ideale Voraussetzungen, um das eigene Intimste preiszugeben. Wenn ich Kinder hätte, würde ich sie jedenfalls nicht daran teilnehmen lassen.

2) Vor allem wenn man bedenkt, daß die Bundeswehr - entgegen den
Bestimmungen der UN-Resolution gegen Kindersoldaten - weiterhin schon
17-jährige als Soldaten beschäftigt. Ich glaube das was man in der
Grundausbildung so an den Kopf geworfen bekommt eignet sich deutlich eher
zur psychischen Schädigung.

Und was soll uns dieser Punkt jetzt sagen? Erstens rechtfertigt ein Unrecht kein anderes, zweitens verwechselst du hier die Personen: Unrecht 1 Zwang zum Wehrdienst + Unrecht 2 Identitäten zerstörende Pädagogik gehen beide vom Staat aus. Daß Männerrechtler gegen das eine im Moment stärker vorgehen, heißt nicht, daß sie das andere gut finden oder rechtfertigen.

3) Dissens ist einer der wenigen Gruppen, die überhaupt etwas für
Männerrechte tun.

Ja, sie erklären pubertierenden Jungen, dass es so etwas wie Männlichkeit gar nicht gebe. Problem gelöst.

Wir erinnern uns an z.B. die Pilotstudie "Gewalt gegen Männer"

Diese Studie war vom BMFSJS in Auftrag gegeben worden und verschiedene Organisationen wie Dissens haben daran mitgearbeitet. Was willst du damit sagen? Dass sie nicht kritisiert werden sollten? Dann dürfte man am Bundesministerium für Frauen wohl auch keine Kritik üben, schließlich waren die an der Studie ja noch mehr beteiligt.

Oder auch den Versuch eine dem Girls-Day gleichwertige Aktion für Jungen durchzusetzen.

Definiere mal "gleichwertig". Die Jobs, die man bei Mädchen als Mechanismen ihrer Unterdrückung wertet für Jungen als Zukunftchance darzustellen heißt für mich noch nicht gleichwertig.

Wenn du schon dabei bist verklag doch auch noch MANNdat - schließlich gibt es nix wichtigeres als Grabenkämpfe...

Und wer - außer dir - sitzt hier mit Dissens im selben Graben?

90% der Leute die ich treffe halten mich für einen "freak".

Du bist kein Freak. Du hast nur manchmal stressige Ansichten.

Und wenn ein paar Leute kapieren, daß ich ein Mensch bin, dann ist das für mich etwas äußerst positives (meine Erfahrung sagt mir, daß Leute, die tatsächlich erkennen, das ich ein Mensch bin, deutlich weniger Anstalten machen, mir die Fresse zu polieren).

Okay, aber ursprünglich ging es mit der Anzeige darum, zu kritisieren, dass Jungen im Unterricht der Schniedel verbal entwendet wird. Es ist kein Angriff auf Schwule, wie du da hineininterpretierst, sondern Forderung nach Schutz derjenigen, die diese Ansicht nicht teilen wollen. Lustigerweise hast du das vertauscht, und nun sind es die Pädagogen mit dem Anspruch, die männliche Identität zu zerstören, die bedroht sind.

Nihilators geifernder Beitrag lässt sich natürlich nicht wegreden, aber die Mehrheit hier würde dir sicher keine reinhauen, weil du komische Klamotten trägst oder dein bestes Stück als bedeutungslos ansiehst.

optimistische Grüße

Mitleser

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Saturday, 13.01.2007, 18:49 (vor 6402 Tagen) @ Mitleser

Finde ich nicht. Wäre die Veranstaltung anders herum gelaufen, die Jungen
hätten sich in ihrer Sexualität offenbaren müssen und Homosexualität wäre
als Konstruktion enttarnt und die Schwulen als Irrgläubige dargestellt
worden, wäre dir die Gewalt aufgefallen.

Ich halte Homosexualität für genau so konstruiert wie Heterosexualität (zur Konstruktion sich gegenseitig Konstituierender Binärer Strukturen ist das das Lehrbeispiel - Sexualität und Wahrheit I). Aber so weit ich das sehen kann, ging es im beschribenen Fall um Geschlechtsidentität, nicht sexuelle Orientierung. Da besteht ein deutlicher Unterschied, wie insgesammt in dieser Debatte die Begriffe völlig unscharf durcheinandergeworfen werden.

Hältst du für unwahrscheinlich. Kann sein. Scheint in diesem Fall aber
anders zu sein. Dass der Junge gegen diese Unterstellungen protestierte
und daraufhin in seiner Ansicht gebrochen werden sollte, zeigt eigentlich,
dass es hier um Frage Macht der Pädagogen gegen Macht des Schülers geht.

Der Junge sollte seiner ansicht nach gebrochen werden? Wo hast du das jetzt her? Er protestierte gegen die Unterstellung, was so weit ich das sehen kann auch der Sinn dieser Unterstellung war. Provokativer Satz -> Diskussion. Es ist ja nicht so, daß diese Prinzip nicht auch die Grundlage von z.B. diesem Forum hier ist.

Das Argument der Pädagogen hätte man wie Diogenes in einer Sekunde
widerlegen können.

Welches?

Erinnerung an den Sexualaufklärungsunterricht bei uns an der Schule. Der
Pädagoge: Ob man homosexuell ist, kann man erst wissen, wenn man es
probiert hat. Deswegen müsse man viel ausprobieren. Auf meine Erwiderung,
ich sei nicht schwul. Die Antwort: wir sind alle bisexuell, die einen mehr
hetero, die anderen mehr homo, und manche beides. Ich sagte, ich sei nicht
bisexuell. Er meinte, es könnten sich eben nicht alle eingestehen, aber
die Wissenschaft weiß dasa.

Halte ich für so richtig wie falsch. Richtig ist vermutlich das es kein Angeborenen präferenzen gibt. Genausowenig gibt es vermutlich ein Gen das entscheidet, ob jemand lieber Erdbeerjoghurt oder Kirschjoghurt ißt. Trotzdem gibt es Leute die keinen Kirschjoghurt essen und Leute die Erdbeerjoghurt verschmähen. Vermutlich könnte man eine Versuchsreihe machen, bei der man Leuten die Wahl zwischen den Joghurts läßt und zählt wieviele welchen Joghurt essen. Auf jeden Fall halte ich die Aussage mit dem eingestehen für grundfalsch, genauso wie ich die Aussage, man solle ruhig experimentieren, wenn man sich nicht sicher sei, für richtig halte.

Vor den anderen Jungen über Masturbation usw.
sprechen zu müssen macht vielleicht an, wenn man so orientiert ist, aber
ich fand es zum kotzen, auch das von anderen anören zu müssen. Bin dort
nicht ausgetickt, hab am Abend aber die Wut an meiner Mutter ausgelassen.
Verschiebung?!

Interessante Frage: Warum fandest du es zum kotzen? Hast du bei deinen Amazon-Empfehlungen auch das Buch "Onanieren für Profis" dabei und wenn ja, wie hast du reagiert als du das gesehen hast (Amazon packt in die Empfehlungen ja Bücher von Autoren, von denen man schon ein Buch bestellt hat und zumindest eines der Bücher des Autors gehört zur Pflichtlektüre).

Die Türen wurden übrigens abgeschlossen, damit niemand von
draußen hereinkommen könne und uns stören. Und falls uns das peinlich
wäre. Im Kreis der Freunde und Arschlöcher der Klasse sich zu öffnen
sollte aber dagegen nicht peinlich sein.

Ich frage mich, warum dir deine Sexualität peinlich ist. So unrecht scheint Dissens gar nicht zu haben, mit der Aussage, daß Männer ein von Distanz und Scham geprägtes verhältnis zum eigenen Körper entwickeln.

Übrigens haben die Mädchen
gesondert ihren eigenen Kurs gehabt, in dem sie z.b. lernten, daß AIDS
eine Schwulenkrankheit sei und mit ihnen kaum was zu tun habe. Dämlichkeit
gepaart mit Indiskretion sind ideale Voraussetzungen, um das eigene
Intimste preiszugeben. Wenn ich Kinder hätte, würde ich sie jedenfalls
nicht daran teilnehmen lassen.

Sehe ich auch so. Die Frage wäre jetzt, ob das zwingend so laufen muß.

Und was soll uns dieser Punkt jetzt sagen? Erstens rechtfertigt ein
Unrecht kein anderes, zweitens verwechselst du hier die Personen: Unrecht
1 Zwang zum Wehrdienst + Unrecht 2 Identitäten zerstörende Pädagogik gehen
beide vom Staat aus. Daß Männerrechtler gegen das eine im Moment stärker
vorgehen, heißt nicht, daß sie das andere gut finden oder rechtfertigen.

Sorry, aber ich habe eine solche Welle von Aktivität auf diesem Forum noch nicht erlebt. Und es gibt deutlich wichtigere Themen. Vieleicht besteht auch Unwissen über den Identitätsbegriff, der da relevant ist.

Ja, sie erklären pubertierenden Jungen, dass es so etwas wie Männlichkeit
gar nicht gebe. Problem gelöst.

Beeindruckend wie du Pädagogische Konzepte über die es mehrere hundert Seiten starke Dissertationen gibt und die auf einem theoretischen Ansatz zur Beschreibung von Geschlecht, über den es Regalfüllende Literaturmengen gibt in einem Halbsatz zusammenfasst...

Diese Studie war vom BMFSJS in Auftrag gegeben worden und verschiedene
Organisationen wie Dissens haben daran mitgearbeitet. Was willst du damit
sagen? Dass sie nicht kritisiert werden sollten? Dann dürfte man am
Bundesministerium für Frauen wohl auch keine Kritik üben, schließlich
waren die an der Studie ja noch mehr beteiligt.

Kritisieren? Es besteht ein Unterschied zwischen Kritik üben und ohne genaue Kenntnis des Sachverhalts Anzeige erstatten...

Definiere mal "gleichwertig". Die Jobs, die man bei Mädchen als
Mechanismen ihrer Unterdrückung wertet für Jungen als Zukunftchance
darzustellen heißt für mich noch nicht gleichwertig.

Eine Aktion, die Jungen eine größere Auswahl an Berufen ins Blickfeld bringt und insbesondere sogenannte "Frauenberufe" ist, wenn sie einen ähnlichen Maßstab erreicht wie der Girlsday gleichwertig. Und wenn du dir den Arbeitsmarkt mal ansiehst, dann wirst du erkennen warum. Plegeberufe mögen schlechter bezahlt sein, als andere Berufsfelder, aber Pleger mit Arbeit ist besser als Maurer mit ALG II. Welche Bereiche im Arbeitsmarkt werden auf absehbare Zeit wachsen? Pflegerische Tätigkeiten, Kinderbetreung... An den Schulen herrscht Lehrermangel - gerade an Grundschulen (an der Schule an der Meine Mutter lehrt sind 1,5 Planstellen unbesetzt!). Im September ging ein Jahrgang von einer Altenpflegeschule ab. ~100 frisch Examinierte Kräfte. 3 Tage nach der zeugnisvergabe ohne Anstellung: Einer. Der hatte noch zwei Wochen Resturlaub in einem Heim in dem er während der Ausbildung gejobbt hatte und flog erstmal ein paar Tage nach Malle - und unterschrieb am Tag seiner Rückkehr den Arbeitsvertrag. Es gibt Branchen da sieht es nicht so aus (so ziemlich alle anderen).

Okay, aber ursprünglich ging es mit der Anzeige darum, zu kritisieren,
dass Jungen im Unterricht der Schniedel verbal entwendet wird. Es ist kein
Angriff auf Schwule, wie du da hineininterpretierst, sondern Forderung nach
Schutz derjenigen, die diese Ansicht nicht teilen wollen. Lustigerweise
hast du das vertauscht, und nun sind es die Pädagogen mit dem Anspruch,
die männliche Identität zu zerstören, die bedroht sind.

Zum einen habe ich hier Homosexualität überhaupt nicht ins Feld geführt. Um noch mal darzustellen, was die Dissens Leute damit bezwecken wollten:
Leute laufen herum und "spielen" Geschlecht (oder genauer gesagt: stellen Geschlecht performativ her). Der Grund dafür, ist, daß sie daran zweifeln, daß ein Gegenüber ihr Geschlecht ohne diese Performanz erkennen würde. Prinzipiell sollte man meinen, ob jemand einen Schwanz hat oder nicht sei eine einfache Tatsache, aber dem ist nicht so und Leute tun allen möglichen (z.T. selbstzerstörerischen) Kram um anderen zu vermitteln: Ich habe einen Schwanz. Wenn man aber einen Schwanz hat, wäre es doch eigentlich völlig unnötig ständig zu beteuern, man habe einen. Der einzige triftige Grund, warum jemand ständig und immer wieder darauf hinweisen muß, einen Schwanz zu haben ist eigentlich, daß er in Wirklichkeit keinen hat und nur nicht will, das das jemand merkt. Jemandem, der glaubt keinen Schwanz zu haben, kann dieser auch nicht verbal entwendet werden.

susu

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Mitleser, Burgwald, Sunday, 14.01.2007, 08:32 (vor 6402 Tagen) @ susu

Aber so weit ich das sehen kann, ging es im beschribenen Fall um Geschlechtsidentität, nicht sexuelle Orientierung.

Interessant. Denn an anderer Stelle werden genau diese Begriffe immer wieder miteinander verwoben. Zum Infragestellen der Geschlechtsidentität wird auf die sexuelle Orientierung geschossen.

Der Junge sollte seiner ansicht nach gebrochen werden? Wo hast du das jetzt her?

Aus dem mittlerweile nicht mehr aufzurufenden Bericht?!! Seine eigene Ansicht ist für die Pädagogen nicht akzeptabel, und Ziel des Verfahrens soll "gar kein Junge" sein. Würde ich als "brechen" bezeichnen.

Das Argument der Pädagogen hätte man wie Diogenes in einer Sekunde
widerlegen können.


Welches?

Diogenes ist kein Philosoph im klassischen Sinne, sondern in seiner Methode eher etwas anarchisch. Als Platon sich über die ideelle, geistige Natur der Liebe in Verzückung redet und die intellektuelle Elite der Stadt sich darin, ihm zuzustimmen, ganz wunderbar findet, kontert Diogenes mit einer Masturbation auf dem öffentlichen Marktplatz und setzt, ganz ohne Worte, gegen die geistigen Höhenflüge die materielle Realität des Körpers. Im Falle des Jungen bei Dissens hätte ein kurzes "Hose runter" die Fronten geklärt.

Interessante Frage: Warum fandest du es zum kotzen? Hast du bei deinen
Amazon-Empfehlungen auch das Buch "Onanieren für Profis" dabei und wenn
ja, wie hast du reagiert als du das gesehen hast (Amazon packt in die
Empfehlungen ja Bücher von Autoren, von denen man schon ein Buch bestellt
hat und zumindest eines der Bücher des Autors gehört zur Pflichtlektüre).

Ich würde mir das Recht herausnehmen, es nicht zu lesen. Es interessiert mich nicht, was Herr Hoffmann für professionelles Onanieren hält. Wer es bestellen will, soll er es machen. Wenn ich von meinem Betrieb aber dazu gezwungen würden, im intimen Kreis der Mitarbeiter damit vollgelabert zu werden und über meine eigene Ansicht Rechenschaft abzulegen, würde ich ausrasten. Als Schüler hätte ich mich das wohl nicht getraut.

Ich frage mich, warum dir deine Sexualität peinlich ist. So unrecht
scheint Dissens gar nicht zu haben, mit der Aussage, daß Männer ein von
Distanz und Scham geprägtes verhältnis zum eigenen Körper entwickeln.

Aaaaaarrrrrgghh! Hast du irgendwas verstanden von dem was ich geschrieben habe? Was Christine geschrieben hat, was andere geschrieben haben? In deiner Unfähigkeit, andere Standpunkte außerhalb deines vorgegebenen ideologischen Denkschemas zu erfassen, bist du tatsächlich sowas wie das Spiegelbild von Nick (natürlich geschlechtslos). Da Leute wie du das offenbar nicht kapieren wollen, macht es kaum Sinn, das weiter auszuführen. Deshalb hier zum letzten Mal: Meine Sexualität ist mir nicht peinlich. Aber sie ist privat. Und weil sie niemanden außer meiner Frau etwas angeht, breite ich sie auch nicht in der Öffentlichkeit aus. Erst recht nicht vor Leuten, die mich in meinen Ansichte korrigieren wollen. Werde ich dazu gezwungen, dann reagiere ich darauf wie auf alle Grenzverletzungen: mit Aggression! Es gab mal Zeiten, da unterschied man, wem man etwas sagte und mit wem man das Intimste teilte. Heute soll jeder, selbst der wildfremdeste Mensch in der Bahn oder der anonyme Zuschauer einer Talkshow ebenso geeignet sein, sich das alles anzuhören. Es ist für Leute wie dich unvorstellbar, dass man Geheimnisse haben kann, ohne dass sie durch Scham bestimmt sind, und daß man etwas, für das man sich nicht schämt, trotzdem nicht ausplaudert.

Sorry, aber ich habe eine solche Welle von Aktivität auf diesem Forum noch nicht erlebt. Und es gibt deutlich wichtigere Themen. Vieleicht besteht auch Unwissen über den Identitätsbegriff, der da relevant ist.

Du verstehst es immer noch nicht, oder? Das Programm von Dissenz braucht man nicht zu suchen, es steht auf ihrer Hauptseite: Sie richten sich gegen männliche Herrschaft. Wobei - wie die Papiere zu den Veranstaltungen zeigen - zur Bekämpfung der Herrschaft die Männlichkeit bekämpft bzw. wie es jetzt vornehm verschleiernd heißt: dekonstruiert werden soll. Es ist immer das gleiche: In Amerika kämpfen die Atheisten gegen die Religion, denn ohne Religion gibt es keine Kriege; in Europa kämpfen die Feministinnen gegen die Männlichkeit, denn ohne Geschlechtsidentität keine Macht, keine Herrschaft. Präzise wird es nicht: Die Ziele werden durch den Gegner bestimmt. Wie die atheistische Gesellschaft mit ihren Konflikten umgeht, bleibt unklar. Wie die Machtverhältnisse in der Gesellschaft, in der Geschlecht als Illusion "erkannt" ist, aussehen, wird nicht gedacht. Es bleibt das Erlösungsversprechen, das anzunehmen durch nichts gerechtfertigt wird, und darüber hinaus eine Methode, die konsequent weiter gedacht, in einen Teufelskreis führt, der nur deshalb nicht offensichtlich ist, weil sich von politischer Seite so am Geschlecht festgebissen wird. Letzten Endes ist aber jede Identität als "konstruiert" angreifbar, ist das Geschlecht eliminiert, dann werden die Welt- und Menschenverbesserer je nach persönlicher Präferenz ein anderes Merkmal finden, dass den Eingriff in die Persönlichkeit anderer rechtfertigt.

Fakt ist: Dissens Arbeit ist der Versuch einer Umerziehung von Jungen gemäß den eigenen ideologischen Interessen, die diese Umerziehung rechtfertigen sollen. Sie ist zudem sexistisch motiviert, weil sie per se Männlichkeit als Problem definiert, ohne näher zu bestimmen, was denn das eigentliche Problem daran sein soll. Geschlecht selbst wird also zum Problem, vorgeblich weil es unentwirrbar mit Herrschaft verbunden sei. Nun weiß jeder, der hier mehr als drei Beiträge gelesen hat, daß die Sache keineswegs so klar und eindeutig ist. Aber nur du vertrittst, trotz dieses Wissens, die Auffassung, dass die Zerstörung eines Geschlechterbildes, dass nirgendwo in der behaupteten eindeutigen Klarheit existiert, zu bekämpfen als politisches Programm notwendig und wünschenswert ist.

Kritisieren? Es besteht ein Unterschied zwischen Kritik üben und ohne genaue Kenntnis des Sachverhalts Anzeige erstatten...

Schon wieder: Es geht hier nicht um den Gewaltbericht an Männern. Eigentlich geht es genau darum: Gewalt an Männern. Wenn die Ehefrau im Streit schreit: Du bist doch kein Mann! - darf das der Schlussfolgerung des Berichts nach als psychische häusliche Gewalt gewertet werden; wenn die genderbewegten Dissensleute den Jungen vor seinen Mitschülern angreifen, in Verlegenheit bringen, lächerlich machen, indem sie ihm seine Männlichkeit absprechen, ist das pädagogisch wertvolle Arbeit mit wünschenswerter Zielsetzung. Hallo, merkt mal jemand was?!!

Eine Aktion, die Jungen eine größere Auswahl an Berufen ins Blickfeld
bringt und insbesondere sogenannte "Frauenberufe" ist, wenn sie einen
ähnlichen Maßstab erreicht wie der Girlsday gleichwertig. Und wenn du dir
den Arbeitsmarkt mal ansiehst, dann wirst du erkennen warum. Plegeberufe
mögen schlechter bezahlt sein, als andere Berufsfelder, aber Pleger mit
Arbeit ist besser als Maurer mit ALG II. Welche Bereiche im Arbeitsmarkt
werden auf absehbare Zeit wachsen? Pflegerische Tätigkeiten,
Kinderbetreung... An den Schulen herrscht Lehrermangel - gerade an
Grundschulen (an der Schule an der Meine Mutter lehrt sind 1,5 Planstellen
unbesetzt!). Im September ging ein Jahrgang von einer Altenpflegeschule ab.
~100 frisch Examinierte Kräfte. 3 Tage nach der zeugnisvergabe ohne
Anstellung: Einer. Der hatte noch zwei Wochen Resturlaub in einem Heim in
dem er während der Ausbildung gejobbt hatte und flog erstmal ein paar Tage
nach Malle - und unterschrieb am Tag seiner Rückkehr den Arbeitsvertrag. Es
gibt Branchen da sieht es nicht so aus (so ziemlich alle anderen).

Blablabla - has du nicht zugehört? Ich habe nichts dagegen, wenn Männer als Pfleger, Lehrer oder sonstwo im sozialen Bereich arbeiten. Das Problem, dass ich mit diesen Veranstaltungen habe, ist daß sie eben keine neutralen Informationsveranstaltungen zur Berufsorientierung sind, sondern ebenfalls wieder ideologisch motivierte Umerziehungsversuche. Die gleichstellungspolitische Rechtfertigungsindustrie führt nämlich in tausenden Schriften, webseiten, Begründungen usw. aus, warum es für Mädchen dringend notwendig ist, in andere Berufe einzusteigen, die bisherigen "Frauenberufe" werden abgewertet oder gar als Teil eines Unterdrückungsapparats bezeichnet (als ob es hier eine Berufspflicht gäbe), dazu besondere Vergünstigungen geschaffen, um Frauen in andere Berufe zu fördern. Im selben Atemzug kommt dann ein Projekt wie "Neue Wege für Jungs", von den selben Leuten, dass eben genau diese Berufe als für Jungen wünschenswert darstellen sollen. Und wieder muss man sich fragen: Hallo, merkt hier jemand noch was? Verarschung hoch zehn. Glücklicherweise halte ich die Masse der Abiturienten bereits für clever genug, das zu durchschauen. Die Politiker wohl auch. deswegen gibt es neben den speziellen Infoangeboten für Mädchen auch eine spezielle Frauenförderung und -bevorzugungspolitik. Allein die Information führt nämlich noch nicht zum ideologisch gewünschten Ergebnis, also muss man ein bisschen diskriminieren.

Zum einen habe ich hier Homosexualität überhaupt nicht ins Feld geführt.

Okay, Trans*wasauchimmerderpcbegriffist.

Um noch mal darzustellen, was die Dissens Leute damit bezwecken wollten:
Leute laufen herum und "spielen" Geschlecht (oder genauer gesagt: stellen
Geschlecht performativ her). Der Grund dafür, ist, daß sie daran zweifeln,
daß ein Gegenüber ihr Geschlecht ohne diese Performanz erkennen würde.
Prinzipiell sollte man meinen, ob jemand einen Schwanz hat oder nicht sei
eine einfache Tatsache, aber dem ist nicht so und Leute tun allen
möglichen (z.T. selbstzerstörerischen) Kram um anderen zu vermitteln: Ich
habe einen Schwanz. Wenn man aber einen Schwanz hat, wäre es doch
eigentlich völlig unnötig ständig zu beteuern, man habe einen. Der einzige
triftige Grund, warum jemand ständig und immer wieder darauf hinweisen muß,
einen Schwanz zu haben ist eigentlich, daß er in Wirklichkeit keinen hat
und nur nicht will, das das jemand merkt. Jemandem, der glaubt keinen
Schwanz zu haben, kann dieser auch nicht verbal entwendet werden.

Das eben ist Theorie. Genau genommen wirst du bei den Männern im Forum hier keine allgemeine Gemeinsamkeit finden, außer daß sie eben einen Schwanz haben und von sie als Geschlecht diskriminierenden Gesetzen betroffen sind. Auf die Gesellschaft ausdehnbar. Ein "Hose runter" wie oben gesagt würde es beweisen, die Gedanken kreisen deshalb weit weniger darum, als du oder Genderideologinnen es sich vorstellen, und ich habe noch nie jemanden darauf hinweisen müssen. Kann sein, dass manche geschminkt, verkleidet, rasiert als Frau durchgehen würde, bar der Bekleidung wäre die Sache wieder klar. Statt Kritik an einzelnen (selbstzerstörerischen) Praktiken zu üben (die eben keineswegs für alle Männer gleich gültig und typisch sind), wird hier verallgemeinernd das Geschlecht als problematisch angesehen. Das Geschlecht hat man aber ob man will oder nicht (der Griff in den Schritt reicht hier um sich zu identifizieren, wenn Männer verächtlich gemacht werden), so sehr die Ansichten darüber auseinandergehen. Was auch immer man schließlich damit verbindet, ob kritisierte Eigenschaften auf einen zutreffen oder nicht, verflüchtigt sich mit einer generalisierenden Kritik am Begriff "Mann", der eben nicht auf bestimmte Verhaltensweisen zielt (dafür würdest du immer auch Unterstützung von Männern finden, sei es für "ein Mann darf weinen" bis "ein Mann muss nicht alleine die ganze Erwerbsarbeit leisten", "zum kriegsdienst" oder was auch immer), sondern auf das Geschlecht. Aus diesem Grund ist diese Identitäten zerstörende Politik in ihrem Objektverständnis und ihrer Zielsetzung totalitär, und eine Anzeige mehr als gerechtfertigt.

M.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Christine ⌂, Saturday, 13.01.2007, 13:36 (vor 6403 Tagen) @ susu

Hallo zusammen,

morgen erstatte ich Strafanzeige gegen Dissens e.V.


Ab und an erreicht die Dämlichkeit einen Zenit und dies dürfte ein solcher
Höhepunkt sein. Um mal kurz und bündig zusammenzufassen:

susu

Hallo susu,

zunächst einmal folgendes: Jeder Mensch soll seine Sexualität so ausleben, wie er es für richtig hält. Kein Mensch hat das Recht, ihm da herein zu reden. Wenn ich sage, das ich über dieses Thema nicht reden will, dann hat das jeder zu respektieren, genauso wie ich das bei anderen Menschen ebenfalls respektiere. Sexualität ist das intimste, was es gibt und wenn schon Erwachsene Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben, wie soll es da erst bei Minderjährigen sein, selbst wenn sie bereit 16-17 Jahre alt sind?
Das Fatale ist ja noch nicht einmal das Alter, das Fatale daran ist, das sich diese Jungen dem nicht entziehen durften, sondern über ihre Sexualität sprechen mußten.
Jede Frau hat das Recht, selbst mitten im Geschlechtsverkehr nein zu sagen und wenn sich der Mann nicht daran hält, riskiert er eine Strafanzeige wegen Vergewaltigung. Jetzt weiß ich zwar selbst, das zwischen Theorie und Praxis ein Unterschied besteht, trotzdem beharre ich darauf, das einem Jugendlichen, der irgendwann nicht mehr über dieses Thema sprechen will, STOP sagen darf -bis hierher und nicht weiter-. Diese Chance hatten diese Jugendlichen nicht.
Die nächste Frage, die ich mir stelle: Jetzt sind es noch 16-17jährige, wann gehen die Leute soweit, das sie das gleiche mit 12-13jährigen machen?
Wann wird diese Theorie als Pflichtfach evtl. in den Schulunterricht aufgenommen?
Was wäre, wenn man Mädchen ihre sexuelle Identität absprechen würde? Diesen Aufschrei könnte man von Flensburg bis Garmisch hören und das zu Recht!
Ich frage mich, was eine Heide Oestreich dazu sagen würde? Was wäre, wenn da statt ihrer geschriebenen Worte folgendes stehen würde:
Diese Art von Infragestellung der herrschenden Frauenidentität ist - philosophisch-konstruktivistisch ausgedrückt - eine Zerstörung von Identitäten. Der Spiegel tut aber so, als sollte das Mädchen an sich zerstört werden.
Es macht also laut Frau Oestreich nichts aus, wenn menschliche Identitäten zerstört werden, denn das da etwas zerstört werden soll, gibt sie ja umumwunden in ihrem Bericht zu. Diese Frau ist doch nicht ganz klar im Kopf und das ist noch human ausgedrückt, aber Frau darf das ja schreiben, es geht ja nur um Männer bzw. Jungen :-(

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

susu, Saturday, 13.01.2007, 17:30 (vor 6402 Tagen) @ Christine

Hallo Christine

zunächst einmal folgendes: Jeder Mensch soll seine Sexualität so ausleben,
wie er es für richtig hält. Kein Mensch hat das Recht, ihm da herein zu
reden. Wenn ich sage, das ich über dieses Thema nicht reden will, dann hat
das jeder zu respektieren, genauso wie ich das bei anderen Menschen
ebenfalls respektiere. Sexualität ist das intimste, was es gibt und wenn
schon Erwachsene Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben, wie soll es
da erst bei Minderjährigen sein, selbst wenn sie bereit 16-17 Jahre alt
sind?
Das Fatale ist ja noch nicht einmal das Alter, das Fatale daran ist, das
sich diese Jungen dem nicht entziehen durften, sondern über ihre
Sexualität sprechen mußten.

Woraus schließt du das? Das hier unter Zwang geredet werden mußte ist keineswegs im Text erhalten. Es wurde versucht eine Athmosphäre zu schaffen, in der sie über Sexualität reden konnten.

Jede Frau hat das Recht, selbst mitten im Geschlechtsverkehr nein zu sagen
und wenn sich der Mann nicht daran hält, riskiert er eine Strafanzeige
wegen Vergewaltigung. Jetzt weiß ich zwar selbst, das zwischen Theorie und
Praxis ein Unterschied besteht, trotzdem beharre ich darauf, das einem
Jugendlichen, der irgendwann nicht mehr über dieses Thema sprechen will,
STOP sagen darf -bis hierher und nicht weiter-. Diese Chance hatten diese
Jugendlichen nicht.

Nein? Woraus schließt du das?

Die nächste Frage, die ich mir stelle: Jetzt sind es noch 16-17jährige,
wann gehen die Leute soweit, das sie das gleiche mit 12-13jährigen machen?

Dann wenn 12-13jährige auch den anderen Kram machen, den 16-17 jährige in der Schule machen. Wenn du ernsthaft glaubst Pädagogen würden Arbeitskonzepte unabhängig von Alter und Reife der Kinder und Jugendlichen mit denen sie arbeiten erstellen und anwenden, dann hast du von Pädagogik keinen Schimmer. Wenn ein 12. Schuljahr im Deutschkurs die Klausuraufgabe erhält, einen Abschnitt aus Faust zu interpretieren, dann ist das adequat. Wenn man diese Aufgabe als Aufsatzthema für ein 4. Schuljahr stellt, hat man einen an der Waffel. Diese 4 Jahre sind ein entscheidender Punkt.

Wann wird diese Theorie als Pflichtfach evtl. in den Schulunterricht
aufgenommen?

Wenn ich das mir das Deutsche Schulsystem ansehe: Nie. Ich habe im Pflichtkurs SoWi "Rollentheorie" gelernt, zu dem Zeitpunkt hatte ich mir die Queer Theory schon einigermaßen angelesen und habe versucht meinem Lehre Foucault zu erklären (hat nicht gefruchtet).

Was wäre, wenn man Mädchen ihre sexuelle Identität absprechen würde?

Bitte kurz mal über den Unterschied zwischen sexueller Identität und Geschlechtsidentität nachdenken. Und ja, die Geschlechtsidentität von Mädchen steht auch in der Kritik (vgl. z.B. Elisabeth Tuiders Beitrag zu "Ulf Heidel / Stefan Micheler / Elisabeth Tuider (Hg.): Jenseits der Geschlechtergrenzen:
Sexualitäten, Identitäten und Körper in Perspektiven von Queer Studies", oder Monika Webers Aufsatz "Mädchenarbeit im Wandel", der die Mädchenarbeit in den SOS Kinderdörfern thematisiert und erklärt: "herrschende Vorstellungen und Bilder eindeutiger Geschlechtszugehörigkeit zu irritieren und auf diese Weise die Polarisierung zwischen den Geschlechtern aufzuweichen kann auch als Methode in der Mädchenarbeit eingesetzt werden").

Diesen Aufschrei könnte man von Flensburg bis Garmisch hören und das zu
Recht!

Nein. Eben nicht zu Recht. Wie Dissens m.E.n. völlig korrekt feststellt: "Unsere Identitäten sind in erster Linie verinnerlichte Herrschaftsverhältnisse". Und deshalb müssen wir sie in Frage stellen, oder wir stellen die Herrschaftverhältnisse nicht in Frage.

Diese Art von Infragestellung der herrschenden Frauenidentität ist -
philosophisch-konstruktivistisch ausgedrückt - eine Zerstörung von
Identitäten.
Der Spiegel tut aber so, als sollte das Mädchen an sich
zerstört werden.

Es macht also laut Frau Oestreich nichts aus, wenn menschliche Identitäten
zerstört werden, denn das da etwas zerstört werden soll, gibt sie ja
umumwunden in ihrem Bericht zu. Diese Frau ist doch nicht ganz klar im
Kopf und das ist noch human ausgedrückt, aber Frau darf das ja schreiben,
es geht ja nur um Männer bzw. Jungen :-(

Was da zerstört werden soll sind die verinnerlichten Herrschaftsverhältnisse. Oder um das mal konkreter zu machen: Das ist das Gefühl, das es nicht ungerecht sei, daß Männer zu zwangsdienstern verpflichtet werden, was da zerstört werden soll. Das ist das Gefühl, im Job funktionieren zu müssen, bis der Herzkasper kommt. Das ist das Gefühl, das es männlicher sei sich umzubringen als über seine Probleme zu reden. Und diese bescheuerten Gefühle zu zerstören halte ich durchaus für sinnvoll.

susu

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Christine ⌂, Sunday, 14.01.2007, 15:06 (vor 6402 Tagen) @ susu

Hi susu,

Das Fatale ist ja noch nicht einmal das Alter, das Fatale daran ist,

das

sich diese Jungen dem nicht entziehen durften, sondern über ihre
Sexualität sprechen mussten.

Woraus schließt du das? Das hier unter Zwang geredet werden musste ist
keineswegs im Text erhalten. Es wurde versucht eine Athmosphäre zu
schaffen, in der sie über Sexualität reden konnten.

[Zitat]
Zentral hierfür sind unserer Ansicht nach zwei methodische Verfahren gewesen: a) der Ice-Breaker b) der wandernde Sprechball (geeignet sind Jonglierbälle). Als Ice-Breaker muss der Betreuer gesehen werden, der anfängt. Er bricht das Schweigen, er ist derjenige, der Gedanken noch einmal ganz konkret anstößt und in dem sich die Jungen auch wiedererkennen und sich auf ihn beziehen können. Er spricht und er hat auch den Ball. Wird dieser Ball dann einem der Jungen zugeworfen, ist dieser ein Stück weit verpflichtet, irgend etwas zu sagen. Und er hat sich ja vorher Gedanken gemacht und ist nicht der erste, der sich die Blöße gibt. Der Sprechball hat bei (Jungen)Gruppe des weiteren den Vorteil, dass niemand dazwischen quatschen kann, da nur derjenige mit dem Sprechball reden darf und zugehört wird. Dem jeweiligen Jungen verleiht dieser Unterstützung und etwas, woran er sich festhalten kann. Wenn einer fertig ist, wandert der Sprechball zum nächsten, der ihn haben will oder dem er gegeben wird. Wichtig ist, dass alle in der Runde mitmachen, einschließlich der Betreuer. Wenn nur die einen sich öffnen und die anderen zuhören wie in einem hierarchisierten Abhängigkeitsverhältnis, klappt das ganze nicht.
[Zitat Ende]

Es gibt auch noch eine Stelle bei Dissens, wo sie schreiben, das jeder aus der ausgesuchten 10. Klasse daran teilnehmen musste und sich nicht entziehen durfte, aber ich habe jetzt keine Lust, das auch noch herauszusuchen, weil ich das lesen als sehr quälend empfinde.
Für mich ist oben beschriebenes eindeutig Gruppenzwang und das bei Minderjährigen. Selbst wenn diese Jungen sich freiwillig gemeldet hätten, muss auch hier eine Grenze gezogen werden. Die Intension dahinter verstehe ich sehr wohl, aber genau das macht den Zwang ja aus.

Jede Frau hat das Recht, selbst mitten im Geschlechtsverkehr nein zu

sagen

und wenn sich der Mann nicht daran hält, riskiert er eine Strafanzeige
wegen Vergewaltigung. Jetzt weiß ich zwar selbst, das zwischen Theorie

und

Praxis ein Unterschied besteht, trotzdem beharre ich darauf, das einem
Jugendlichen, der irgendwann nicht mehr über dieses Thema sprechen

will,

STOP sagen darf - bis hierher und nicht weiter -. Diese Chance hatten

diese

Jugendlichen nicht.

Nein? Woraus schließt du das?

Aus obigem Zitat.

Die nächste Frage, die ich mir stelle: Jetzt sind es noch 16-17jährige,
wann gehen die Leute soweit, das sie das gleiche mit 12-13jährigen

machen?

Dann wenn 12-13jährige auch den anderen Kram machen, den 16-17 jährige in
der Schule machen. Wenn du ernsthaft glaubst Pädagogen würden
Arbeitskonzepte unabhängig von Alter und Reife der Kinder und Jugendlichen
mit denen sie arbeiten erstellen und anwenden, dann hast du von Pädagogik
keinen Schimmer. Wenn ein 12. Schuljahr im Deutschkurs die Klausuraufgabe
erhält, einen Abschnitt aus Faust zu interpretieren, dann ist das adäquat.
Wenn man diese Aufgabe als Aufsatzthema für ein 4. Schuljahr stellt, hat
man einen an der Waffel. Diese 4 Jahre sind ein entscheidender Punkt.

Schön, das Du hier Unterschiede machst, aber trotz allem ist es Deine Ansicht, die deswegen nicht stimmen muss, obwohl ich das selbst auch so sehe.
Davon abgesehen, sehe ich es ebenfalls als Unterschied an, ob ich mit Heranwachsenden über Faust spreche oder über Sexualität. Im übrigen muss ich kein Pädagoge sein, um feststellen zu können, das hier Zwang ausgeübt wurde. Außerdem impliziert Deine Annahme, das Pädagogen nicht kritikwürdig seien und ich deshalb keine Ahnung haben könne. Mein "Wissen", so man es denn überhaupt so nennen kann, ziehe ich aus meinen Kindern und deren Freunde, die dem Alter der Probanden von Dissens e.V. noch nicht all zulange entwichen sind.
Ich weiß um die Außenwirkung z.B. bei Lehrern der Kinder in diesem Alter und ich weiß um die tatsächlichen Nöte dieser Kinder, wobei ich damit jetzt natürlich nicht behaupten will, das ich über sämtliche Nöte bei Kindern in diesem Alter Bescheid weiß. Frage 5 Lehrer über Dein Kind aus und wie sie es sehen und Du wirst 5 Antworten erhalten, wenn auch vielleicht bei 2 oder 3 im Kern eine Gemeinsamkeit festgestellt wird.

Wann wird diese Theorie als Pflichtfach evtl. in den Schulunterricht
aufgenommen?

Wenn ich das mir das Deutsche Schulsystem ansehe: Nie. Ich habe im
Pflichtkurs SoWi "Rollentheorie" gelernt, zu dem Zeitpunkt hatte ich mir
die Queer Theory schon einigermaßen angelesen und habe versucht meinem
Lehre Foucault zu erklären (hat nicht gefruchtet).

Solange an Rollenspielen alle freiwillig teilnehmen, ist das ja in Ordnung, aber selbst hier kann jemand aussteigen, wenn es ihm zu weit geht.

Was wäre, wenn man Mädchen ihre sexuelle Identität absprechen würde?

Bitte kurz mal über den Unterschied zwischen sexueller Identität und
Geschlechtsidentität nachdenken.

Ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht. Könntest Du das deshalb mal in kurzen und verständlichen Worten erklären?

Und ja, die Geschlechtsidentität von
Mädchen steht auch in der Kritik (vgl. z.B. Elisabeth Tuiders Beitrag zu
"Ulf Heidel / Stefan Micheler / Elisabeth Tuider (Hg.): Jenseits der
Geschlechtergrenzen:
Sexualitäten, Identitäten und Körper in Perspektiven von Queer Studies",
oder Monika Webers Aufsatz "Mädchenarbeit im Wandel", der die
Mädchenarbeit in den SOS Kinderdörfern thematisiert und erklärt:
"herrschende Vorstellungen und Bilder eindeutiger Geschlechtszugehörigkeit
zu irritieren und auf diese Weise die Polarisierung zwischen den
Geschlechtern aufzuweichen kann auch als Methode in der Mädchenarbeit
eingesetzt werden").

Na ja, zumindest ist es für mich interessant zu erfahren, das es das bei Mädchen auch gibt, nichtsdestotrotz finde ich es persönlich gelinde ausgedrückt, daneben.

Diesen Aufschrei könnte man von Flensburg bis Garmisch hören und das zu
Recht!


Nein. Eben nicht zu Recht. Wie Dissens m.E.n. völlig korrekt feststellt:
"Unsere Identitäten sind in erster Linie verinnerlichte
Herrschaftsverhältnisse". Und deshalb müssen wir sie in Frage stellen,
oder wir stellen die Herrschaftsverhältnisse nicht in Frage.

Für Dich mag das korrekt sein, für viele andere anscheinend nicht.

Diese Art von Infragestellung der herrschenden Frauenidentität ist -
philosophisch-konstruktivistisch ausgedrückt - eine Zerstörung von
Identitäten.
Der Spiegel tut aber so, als sollte das Mädchen an

sich

zerstört werden.[/i]
Es macht also laut Frau Oestreich nichts aus, wenn menschliche

Identitäten

zerstört werden, denn das da etwas zerstört werden soll, gibt sie ja
um umwunden in ihrem Bericht zu. Diese Frau ist doch nicht ganz klar im
Kopf und das ist noch human ausgedrückt, aber Frau darf das ja

schreiben,

es geht ja nur um Männer bzw. Jungen :-(

Was da zerstört werden soll sind die verinnerlichten
Herrschaftsverhältnisse. Oder um das mal konkreter zu machen: Das ist das
Gefühl, das es nicht ungerecht sei, dass Männer zu Zwangsdienstern
verpflichtet werden, was da zerstört werden soll.

Was hat das denn mit sexueller oder geschlechtlicher Identität zu tun? Weil hier bei der geschlechtlichen Identität ein Unterschied gemacht wird, müssen wir diesen Unterschied doch nicht abschaffen. Das hier ein Unrecht geschieht, sagt einem doch schlicht und einfach der menschliche Verstand.

Das ist das Gefühl, im
Job funktionieren zu müssen, bis der Herzkasper kommt.

Dazu zwingt einem doch keiner und wie wir mittlerweile wissen, unterliegen auch Frauen immer mehr den Krankheiten, die früher eine "Männerdomäne" waren, aber deshalb müssen wir doch die geschlechtliche Identität nicht in Frage stellen.

Das ist das Gefühl,
das es männlicher sei sich umzubringen als über seine Probleme zu reden.

Das ist mit Sicherheit ein Problem, worüber auch ich mir schon viele Gedanken gemacht habe und das tatsächlich viele Männer betrifft. Weitere Ausführungen dazu sind mir im Moment nicht möglich.

Und diese bescheuerten Gefühle zu zerstören halte ich durchaus für
sinnvoll.


Zerstören ist für mich mit Aggressivität verbunden und deshalb verstehe ich Dich letztendlich auch nicht. Da sich ein Mensch zumindest nicht bewusst zerstören lassen will, kann dieses nur mit Zwang einhergehen und diesem sind Menschen schon immer ausgewichen bzw. haben es bekämpft. Mir kommt das Ganze irgendwie so vor, als ob einige Leute die Menschen Zwangs beglücken wollen, während sie gleichzeitig vergessen, das jeder Mensch ein Individuum ist und mit Zwang kollektivieren wollen. Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen und wie er damit umgeht, macht letztendlich seine Persönlichkeit aus.
Was soll denn dabei heraus kommen, wenn Menschen keine geschlechtliche Identität besitzen? Was ist das Ziel? Glaubst Du, das die Menschen tatsächlich glücklicher und zufriedener sind, wenn ihnen ihre geschl. Identität abgesprochen wird?
So, Schluss für heute, sonst nehmen meine Fragen keine Ende.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

knispel, Wednesday, 17.01.2007, 16:41 (vor 6398 Tagen) @ Christine

Hi Christine,

woraus liest Du den Zwang, bzw. warum lässt Du die Möglichleit über Sex zu sprechen so ganz nebenbei unter den Tisch fallen?

Das Fatale ist ja noch nicht einmal das Alter, das Fatale daran ist,

das

sich diese Jungen dem nicht entziehen durften, sondern über ihre
Sexualität sprechen mussten.


[Zitat]
Zentral hierfür sind unserer Ansicht nach zwei methodische Verfahren
gewesen: a) der Ice-Breaker b) der wandernde Sprechball (geeignet sind
Jonglierbälle). Als Ice-Breaker muss der Betreuer gesehen werden, der
anfängt. Er bricht das Schweigen, er ist derjenige, der Gedanken noch
einmal ganz konkret anstößt und in dem sich die Jungen auch wiedererkennen
und sich auf ihn beziehen können. Er spricht und er hat auch den Ball. Wird
dieser Ball dann einem der Jungen zugeworfen, ist dieser ein Stück weit
verpflichtet, irgend etwas zu sagen!!!. ...

Der Sprechball

hat bei (Jungen)Gruppe des weiteren den Vorteil, dass niemand dazwischen
quatschen kann, da nur derjenige mit dem Sprechball reden darf und
zugehört wird. Dem jeweiligen Jungen verleiht dieser Unterstützung und
etwas, woran er sich festhalten kann.

Wichtig ist, dass alle in der Runde mitmachen, einschließlich der
Betreuer. Wenn nur die einen sich öffnen und die anderen zuhören wie in
einem hierarchisierten Abhängigkeitsverhältnis, klappt das ganze nicht.
[Zitat Ende]

Und damit steht dann der Junge nicht allein (deshalb ist es wichtig, dass alle teilnehmen), er kann hier vielleicht zum Erstenmal in einer Jungenrunde über seine Ängste, Unsicherheiten oder sein nicht Wissen zum Themenbereich Sexualität sprechen.

Selbst wenn diese Jungen sich freiwillig gemeldet hätten,

muss auch hier eine Grenze gezogen werden. Die Intension dahinter verstehe
ich sehr wohl, aber genau das macht den Zwang ja aus.

Sie haben die Möglichkeit gehabt "irgendetwas zu sagen" konnten also selbst bestimmen, was sie zum Thema machen.

Schön, das Du hier Unterschiede machst, aber trotz allem ist es Deine
Ansicht, die deswegen nicht stimmen muss, obwohl ich das selbst auch so
sehe.
Davon abgesehen, sehe ich es ebenfalls als Unterschied an, ob ich mit
Heranwachsenden über Faust spreche oder über Sexualität.

...

und ich weiß um die tatsächlichen Nöte dieser Kinder, wobei ich damit
jetzt natürlich nicht behaupten will, das ich über sämtliche Nöte bei
Kindern in diesem Alter Bescheid weiß.

Und, wieviel weißt Du um die Nöte, Unsicherheiten Deiner Kinder in Bezug auf Sexualität? Sicher, über Faust/ Mthe ... sprechen Eltern/Lehrer gern mit Kindern. Aber was ist mit Sexualität? Was bekommen Kinder über Sinnlichkeit, Begehren, eigene und andere Grenzen, Unsicherheiten zu erfahren.

um nur eine Auswirkung dieses Tabus zu benennen:

http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C2563512_L20.pdf
Wirft man einen oberflächlichen Blick darauf, wie die heutige Jugendkultur in den
Medien dargestellt wird, kann man leicht zu dem Eindruck gelangen, schwul oder
vielmehr ?gay? zu sein sei heute kein Problem mehr....Eine im vorletzten Jahr veröffentlichte Studie im Auftrag der Berliner
Senatsverwaltung ergab erschreckende Befunde: Jeweils 18 % der befragten
jugendlichen Lesben und Schwulen hatten bereits mindestens einen Suizidversuch
hinter sich.

Bitte kurz mal über den Unterschied zwischen sexueller Identität und
Geschlechtsidentität nachdenken.


Ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht. Könntest Du das deshalb mal in
kurzen und verständlichen Worten erklären?

ich versuch es mal (hoffe, es ist susu recht)
sexuelle Identität beschreibt das Begehren, also, verstehe ich mich als heterosexuell, bisexuell, homosexuell, multisexuell ...

meine sexuelle Identität hat jedoch nur bedingt etwas mit meiner Geschlechtsidentität zu tun. Als Frau (wenn ich mich als solche verstehe und/oder wahrgenommen werde) ist meine sexuelle Identität lesbisch, wenn ich mein Begehren auf Frauen richte und heterosexuell, wenn ich mein Begehren auf Männer richre. Und so weiter und so fort.


Na ja, zumindest ist es für mich interessant zu erfahren, das es das bei
Mädchen auch gibt, nichtsdestotrotz finde ich es persönlich gelinde
ausgedrückt, daneben.

Wieso eigentlich?
Wie Simone de Beauvoir schon schrieb "wir werden nicht als Frauen geboren, wir werden dazu gemacht" gleiches gilt auch für Männer.
Wieso schreien alle auf, wenn es darum geht, eine tagtäglich, stündlich, ja minütlich von der Gesellschaft aufgezwungene Geschlechtsidentität zu zerstören. Wo bleibt die Empörung über dieses Zwangssystem, welches uns zwingt Männer oder Frauen sein zu müssen. Der Papi, der zu seinem Sohn sagt "Jungen weinen nicht", die Mami, die zu ihrer Tochter sagt "Mit einem Hochschulabschluss bekommst Du aber keinen Mann". Wir kennen das alle und nehmen es hin.

Nein. Eben nicht zu Recht. Wie Dissens m.E.n. völlig korrekt

feststellt:

"Unsere Identitäten sind in erster Linie verinnerlichte
Herrschaftsverhältnisse". Und deshalb müssen wir sie in Frage stellen,
oder wir stellen die Herrschaftsverhältnisse nicht in Frage.


Für Dich mag das korrekt sein, für viele andere anscheinend nicht.

Ja, weil sie dieses Herrschaftsverhältnis als natur gegeben annehmen und sich darin eingerichtet haben.

Gruß Knispel

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Kü`cürükukuya, Wednesday, 17.01.2007, 19:32 (vor 6398 Tagen) @ knispel

meine sexuelle Identität hat jedoch nur bedingt etwas mit meiner
Geschlechtsidentität zu tun. Als Frau (wenn ich mich als solche verstehe
und/oder wahrgenommen werde) ist meine sexuelle Identität lesbisch, wenn
ich mein Begehren auf Frauen richte und heterosexuell, wenn ich mein
Begehren auf Männer richre. Und so weiter und so fort.

Du verwechselst Identität mit Orientierung.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

knispel, Wednesday, 17.01.2007, 20:05 (vor 6398 Tagen) @ Kü`cürükukuya

meine sexuelle Identität hat jedoch nur bedingt etwas mit meiner
Geschlechtsidentität zu tun. Als Frau (wenn ich mich als solche

verstehe

und/oder wahrgenommen werde) ist meine sexuelle Identität lesbisch,

wenn

ich mein Begehren auf Frauen richte und heterosexuell, wenn ich mein
Begehren auf Männer richre. Und so weiter und so fort.


Du verwechselst Identität mit Orientierung.

dazu wikipedia
Sexuelle Identität wird häufig synonym für sexuelle Orientierung verwendet. Dies ist auch in der Rechtssprache der Fall. Umstritten ist, ob die Begriffe tatsächlich deckungsgleich sind.

Der Begriff Identität ist auf das Individuum bezogen während Orientierung auf eine andere Person gerichtet ist. Mit diesem Hintergrund wird deutlich, warum Sexuelle Identität im Gegensatz zu Sexueller Orientierung auch Transgender mit einschließen könnte und oft auch explizit so gemeint ist; dies ist aber umstritten. Darüber hinaus kann z. B. die Asexualität eine Identität sein; ob es eine Orientierung oder das Fehlen einer Orientierung darstellt, ist ebenfalls umstritten.

Sexuelle Identität kann auch viel umfassender sein als lediglich die Frage nach der Wahl des Geschlechts eines potentiellen Sexpartners. Ob Sex anonym, in Beziehungen oder sowohl anonym als auch in Beziehungen gelebt wird, die Häufigkeit des Verkehrs, und das Verständnis der eigenen Geschlechtsrolle spielen alle in der sexuellen Identität eine Rolle. Somit kann eine Entscheidung z. B. für die Ehe als Lebensform, in der die sexuelle Identität ausgelebt wird, oder eine Entscheidung für das Zölibat auch ein Teil der sexuellen Identität sein.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Kü`cürükukuya, Wednesday, 17.01.2007, 20:10 (vor 6398 Tagen) @ knispel

Du verwechselst Identität mit Orientierung.


dazu wikipedia

Da zieh ich ein Horoskop vor.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Gerhard @, Berlin, Thursday, 18.01.2007, 11:56 (vor 6398 Tagen) @ Christine

Hallo, Ihr Spiegel Leser,

Spiegel-Leser wissen Mehr. Gratuliere Euch zu Euren Verständnis für freien Juornalismus.Ich möchte wetten,daß Ihr den gemeinnützigen Verein Dissens.e.V. vorher überhaupt nicht gekannt habt und das es Euch auch überhaupt nicht interessiert,ob dieser Pfister die Wahrheit sagt.Warum glaubt Ihr eigentlich, das im Spiegel überhaupt ein Satz wahr ist ?! Aber es ist ja auch einfach über etwas zu reden,wovon man keine Ahnung hat. Und Ihr Spiegelfetischisten habt überhaupt keine Ahnung, was die Arbeit von Dissens e.V betrifft. Das was der Spiegel-Pfister losgelassen hat, betrifft ja nicht nur Dissens ,er versucht Gender Mainstreaming so hinzustellen, als wäre es eine Verschwendung von
gesellschaftlichen Aufwand ,als wäre es überhaupt nicht notwendig, sich dieser Problematik zuzuwenden.Also, verehrte Spiegel-Gemeinde, macht Euch doch selbst mal ein Bild vom Inhalt des Gender Mainstraeming, es gibt auch bestimmt in Eurer Nähe jemand , der Euch eine sachlich fundierte, und keine "gespiegelte " Antwort auf Eure Fragen geben kann

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Lude, Thursday, 18.01.2007, 15:31 (vor 6398 Tagen) @ Gerhard

glaubt Ihr eigentlich, das im Spiegel überhaupt ein Satz wahr ist ?! Aber

Wieso Spiegel, Dissens selbst hat das veröffentlicht. Ihre Veröffentlichung haben sie aber schnell gelöscht. Noch nicht mal eine Erklärung haben sie nötig.

doch selbst mal ein Bild vom Inhalt des Gender Mainstraeming, es gibt auch

"Genderfaschismus" trifft es besser. Gleichmacherei im Sinne der kommunistischen Lehren funktioniert einfach nicht.

Wirfst du einen Kommunisten zur Tür hinaus, kommt er als Genderfaschist durchs Fenster wieder herein.

Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Christine ⌂, Thursday, 18.01.2007, 15:52 (vor 6398 Tagen) @ Gerhard

Hallo, Ihr Spiegel Leser,

Spiegel-Leser wissen Mehr. Gratuliere Euch zu Euren Verständnis für freien
Juornalismus.Ich möchte wetten,daß Ihr den gemeinnützigen Verein
Dissens.e.V. vorher überhaupt nicht gekannt habt und das es Euch auch
überhaupt nicht interessiert,ob dieser Pfister die Wahrheit sagt.Warum
glaubt Ihr eigentlich, das im Spiegel überhaupt ein Satz wahr ist ?! Aber
es ist ja auch einfach über etwas zu reden,wovon man keine Ahnung hat. Und
Ihr Spiegelfetischisten habt überhaupt keine Ahnung, was die Arbeit von
Dissens e.V betrifft. Das was der Spiegel-Pfister losgelassen hat,
betrifft ja nicht nur Dissens ,er versucht Gender Mainstreaming so
hinzustellen, als wäre es eine Verschwendung von
gesellschaftlichen Aufwand ,als wäre es überhaupt nicht notwendig, sich
dieser Problematik zuzuwenden.Also, verehrte Spiegel-Gemeinde, macht Euch
doch selbst mal ein Bild vom Inhalt des Gender Mainstraeming, es gibt auch
bestimmt in Eurer Nähe jemand , der Euch eine sachlich fundierte, und keine
"gespiegelte " Antwort auf Eure Fragen geben kann

Hallo Gerhard,

wieso behauptest Du eigentlich, das wir nicht wissen, worüber wir schreiben? Fast jeder hier kennt mittlerweile die Seiten von Dissens e.V. und die sprechen nun mal eine Sprache für sich.
Bezeichnend ist natürlich, das die entsprechende Seite vom Netz genommen wurde, also doch nicht alles so klar wie es scheint, oder?
Was weißt Du denn über Dissens, das Du glaubst, sie verteidigen zu müssen?
Was das Thema Gender Mainstreaming angeht, wüßte ich bis jetzt keinen, der eine sachlich fundierte Antwort geben könnte, von dem Umstand abgesehen, das ein ideologiebesetzes Thema kaum sachlich diskutiert werden kann.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

deine fußzeile

evoleak @, Monday, 29.01.2007, 16:36 (vor 6387 Tagen) @ Christine

hi chrisTine,

deine fußzeile irritiert, da du 2 zahlen losgelöst betrachtest. so fehlt z.b. hausarbeit u.ä. ...
kannst ja auch vergleichen mit http://www.destatis.de/themen/d/thm_haushalt.php

grüße
evo

deine fußzeile

Lude, Monday, 29.01.2007, 21:16 (vor 6386 Tagen) @ evoleak

deine fußzeile irritiert, da du 2 zahlen losgelöst betrachtest. so fehlt
z.b. hausarbeit u.ä. ...

Es ist bekannt das sich Frauen mehr als 24 Stunden am Tag für Mann und Kinder aufopfern.

deine fußzeile

evoleak @, Monday, 29.01.2007, 21:56 (vor 6386 Tagen) @ Lude


Es ist bekannt das sich Frauen mehr als 24 Stunden am Tag für Mann und
Kinder aufopfern.

habe ich nicht gesagt. du solltest aber bereit sein zu fairness und dazu gehört, die verfügbaren infos zur kenntnis zu nehmen. wenn sie nicht in dein weltbild passen - gut oder schlecht: deine sache. aber du bist keinen deut "besser" als deine "gegner", wenn du ihnen nicht mal zuhörst. und bis eben war ich nicht mal dein gegner :-)

nebenbei machst du's leuten mit 'ner anderen meinung als du sie vertritts relativ einfach: wenn du nicht mal ihre argumente zur kenntnis nimmst und inhaltlich erwiderst und statt dessen ideologisch oder persönlich wirst, dann tust du "deiner sache" nix gutes.

bitte nimm einfach zur kenntnis.

deine fußzeile

Christine ⌂, Tuesday, 30.01.2007, 10:31 (vor 6386 Tagen) @ evoleak

hi chrisTine,

deine fußzeile irritiert, da du 2 zahlen losgelöst betrachtest. so fehlt
z.b. hausarbeit u.ä. ...
kannst ja auch vergleichen mit
http://www.destatis.de/themen/d/thm_haushalt.php

grüße
evo

Hallo evo,

was Du mit ähnlichem meinst, erschließt sich mir nicht, bezogen auf die Hausarbeit ändert sich allerdings nicht viel.
Aus dem Familienbericht gezogene Zahlen belegen dieses:

Hausarbeit:
Frauen 03:46h = 95,3%
Männer 02:00h = 84,3%

Weiter heißt es in dem Bericht, das in einem Zeirahmen von 10 Jahren der Anteil der Geschirrspüler von 37% auf 90% angestiegen sei, was ja wohl auch zu einer erheblichen Entlastung der Frauen bzgl. Hausarbeit beigetragen hat.

Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

deine fußzeile

evoleak @, Tuesday, 30.01.2007, 13:14 (vor 6386 Tagen) @ Christine

Hallo evo,

was Du mit ähnlichem meinst, erschließt sich mir nicht, bezogen auf die
Hausarbeit ändert sich allerdings nicht viel.
Aus dem Familienbericht gezogene Zahlen belegen dieses:

Hausarbeit:
Frauen 03:46h = 95,3%
Männer 02:00h = 84,3%

Weiter heißt es in dem Bericht, das in einem Zeirahmen von 10 Jahren der
Anteil der Geschirrspüler von 37% auf 90% angestiegen sei, was ja wohl
auch zu einer erheblichen Entlastung der Frauen bzgl. Hausarbeit
beigetragen hat.

Gruß - Christine

hi chrisTine,

mit "u.ä." meine ich hausarbeit, die oft nicht als solche wahrgenommen wird (z.B. schnee-schieben, reparaturen, nähen etc.).
was mich etwas annervt ist, dass ich auf einen einfachen hinweis, statistische daten oder studienergebnisse nicht losgelöst als statistikkeule zu verwenden, von einem kollegen angegiftet werde und du in eine inhaltliche diskussion einsteigen willst, die ich gar nicht anfangen wollte. ich habe den eindruck, dass mein hinweis dein FESTES bild der geschlechterverhältnisse angreift, weil ich ausgedrückt habe, dass es nicht so EINFACH ist...
...ich möchte in dem geschlechterk(r)ampf ein stück weiter kommen, und das gelingt - glaube ich - nur, wenn alle versuchen den/die/das andere zu verstehen. das verbietet einfache schlagworte - und nebenbei sind diese genauso platt und ideologisch kurzsichtig wie manch vulgärfeministische sch...

vielleicht hab ich mich nicht gut verständlich gemacht: ich möchte weder dich noch deine position "niedermachen" oder so sondern einfach für einen DIALOG werben und darauf bestehen, dass argumente GUT sein sollten - sonst läuft man gefahr, nicht ernst genommen zu werden.

liebe grüße
stephan

deine fußzeile

Christine ⌂, Tuesday, 30.01.2007, 14:24 (vor 6386 Tagen) @ evoleak

Hallo evo,

was Du mit ähnlichem meinst, erschließt sich mir nicht, bezogen auf die
Hausarbeit ändert sich allerdings nicht viel.
Aus dem Familienbericht gezogene Zahlen belegen dieses:

Hausarbeit:
Frauen 03:46h = 95,3%
Männer 02:00h = 84,3%

Weiter heißt es in dem Bericht, das in einem Zeirahmen von 10 Jahren

der

Anteil der Geschirrspüler von 37% auf 90% angestiegen sei, was ja wohl
auch zu einer erheblichen Entlastung der Frauen bzgl. Hausarbeit
beigetragen hat.

Gruß - Christine


Hallo Stephan,

mit "u.ä." meine ich hausarbeit, die oft nicht als solche wahrgenommen
wird (z.B. schnee-schieben, reparaturen, nähen etc.).

Wenn Du auf Differenzen bestehen willst, stellt sich die Frage, wie man das feststellen will, da obiges ja schließlich auch beide Geschlechter machen, wobei ich z.B. beim Schnee schippen wiederum überwiegend Männer sehe.

was mich etwas annervt ist, dass ich auf einen einfachen hinweis,
statistische daten oder studienergebnisse nicht losgelöst als
statistikkeule zu verwenden, von einem kollegen angegiftet werde und du in
eine inhaltliche diskussion einsteigen willst, die ich gar nicht anfangen
wollte.

Entschuldige, aber da muß ich doch mal fragen, wieso Du hier überhaupt schreibst, wobei ich natürlich nichts dagegen habe.

ich habe den eindruck, dass mein hinweis dein FESTES bild der
geschlechterverhältnisse angreift, weil ich ausgedrückt habe, dass es
nicht so EINFACH ist...

Natürlich ist es nicht so einfach, wie es dargestellt wird, aber die öffentliche Meinung, die bisher vorherrscht, hat sich aber anscheinend so manifestiert, das man dagegen kaum noch ankommt.

...ich möchte in dem geschlechterk(r)ampf ein stück weiter kommen, und das
gelingt - glaube ich - nur, wenn alle versuchen den/die/das andere zu
verstehen.

Auch das ist normalerweise richtig, aber mir fällt momentan kein anderer Weg ein, als zunächst einmal dagegen zu halten, um überhaupt ein Gleichgewicht herstellen zu können.

das verbietet einfache schlagworte - und nebenbei sind diese
genauso platt und ideologisch kurzsichtig wie manch vulgärfeministische
sch...

Auch hier gebe ich Dir recht, aber wie bereits gesagt, ich sehe z. Zt.keine andere Möglichkeit, damit die Thematik überhaupt wahrgenommen wird.
Ein Beispiel ist z.B. eine Freundin von mir. Er geht den ganzen Tag arbeiten, sie ist arbeitslos und Kinder gibt es nicht. Trotzdem kommen immer wieder die Vorwürfe von ihr, das er sich an der Hausarbeit nicht beteiligt und diese Argumentation erlebe ich nicht als Ausnahme. Ja woher kommen denn diese Intensionen? Wenn man mit bestimmten Schlagwörtern immer wieder konfrontiert wird, dann nehmen die Menschen das irgendwann auf und machen es anscheinend zu ihrer eigenen Schlagkeule.

vielleicht hab ich mich nicht gut verständlich gemacht: ich möchte weder
dich noch deine position "niedermachen" oder so sondern einfach für einen
DIALOG werben und darauf bestehen, dass argumente GUT sein sollten - sonst
läuft man gefahr, nicht ernst genommen zu werden.

Ich glaube, ich verstehe was Du meinst, aber es wurden und werden so viele Sachargumente von Männern und Frauen gebracht, das diese anscheinend nicht wahrgenommen werden. Wenn Du an einen tatsachenorientierten Dialog interessiert bist, dann nehme doch den Familienbericht zum Anlaß und pflücke ihn auseinander, nehme die Argumente, wo Du glaubst, das sie nicht wahrgenommen worden sind und begründe diese. Selbst wenn ein Großteil da eher negativ drauf reagiert, so gibt es doch einige Männer und Frauen, die für Sachargumente ein offenes Ohr haben.
Ich nehme an, Du weißt, das ich MANNdat-Mitglied bin und MANNdat ist immer offen für Sachargumente (bitte MANNdat als Verein nicht mit dem gleichnamigen Forum verwechseln).
Hast Du im übrigen das Interview auf BR 2 gehört? Hier der Link zur Diskussion und wenn nein, höre es Dir an und sage mir anschließend, ob Du der Meinung bist, das die Frauen recht haben. Ich persönlich fand, wie bereits in einem Beitrag erwähnt, das Ganze ziemlich lächerlich, aber vermutlich werden auch hier unsere Meinungen auseinander gehen. Für Diskussionen stehe ich allerdings immer wieder gerne bereit und denke auch über Gegenargumente nach.

Herzliche Grüße - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

deine fußzeile

Christine ⌂, Sunday, 04.02.2007, 15:43 (vor 6381 Tagen) @ evoleak

Hallo evo,

was Du mit ähnlichem meinst, erschließt sich mir nicht, bezogen auf die
Hausarbeit ändert sich allerdings nicht viel.
Aus dem Familienbericht gezogene Zahlen belegen dieses:

Hausarbeit:
Frauen 03:46h = 95,3%
Männer 02:00h = 84,3%

Weiter heißt es in dem Bericht, das in einem Zeirahmen von 10 Jahren

der

Anteil der Geschirrspüler von 37% auf 90% angestiegen sei, was ja wohl
auch zu einer erheblichen Entlastung der Frauen bzgl. Hausarbeit
beigetragen hat.

Gruß - Christine


hi chrisTine,

mit "u.ä." meine ich hausarbeit, die oft nicht als solche wahrgenommen
wird (z.B. schnee-schieben, reparaturen, nähen etc.).
was mich etwas annervt ist, dass ich auf einen einfachen hinweis,
statistische daten oder studienergebnisse nicht losgelöst als
statistikkeule zu verwenden, von einem kollegen angegiftet werde und du in
eine inhaltliche diskussion einsteigen willst, die ich gar nicht anfangen
wollte. ich habe den eindruck, dass mein hinweis dein FESTES bild der
geschlechterverhältnisse angreift, weil ich ausgedrückt habe, dass es
nicht so EINFACH ist...
...ich möchte in dem geschlechterk(r)ampf ein stück weiter kommen, und das
gelingt - glaube ich - nur, wenn alle versuchen den/die/das andere zu
verstehen. das verbietet einfache schlagworte - und nebenbei sind diese
genauso platt und ideologisch kurzsichtig wie manch vulgärfeministische
sch...

vielleicht hab ich mich nicht gut verständlich gemacht: ich möchte weder
dich noch deine position "niedermachen" oder so sondern einfach für einen
DIALOG werben und darauf bestehen, dass argumente GUT sein sollten - sonst
läuft man gefahr, nicht ernst genommen zu werden.

liebe grüße
stephan

Eine Frage noch: Du sagst, das Du in diesem Geschlechterk(r)ampf ein Stück weiterkommen möchtest, kritisierst aber gleichzeitig, wenn andere auf Dich (nicht wie gewünscht) reagieren und trägst somit nicht dazu bei, das es weitergeht.
Irgendwie würde ich das gerne verstehen...

Nochmals herzlicher Gruß - Christine

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

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