Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Koalitionsvertrag

Isegrim, Saturday, 24.10.2009, 22:22 (vor 5332 Tagen)

Hier ein Link zum Entwurf des Koalitionsvertrages von Schwarz-Gelb. Neben dem Üblichen (Schutz von Frauen vor Gewalt, Entgeltgkeichheit etc.) findet sich auch diese Passage:

3300 Jungen und Männerpolitik
3301
3302 Wir wollen eine eigenständige Jungen- und Männerpolitik entwickeln und bereits
3303 bestehende Projekte für Jungen und junge Männer fortführen und intensivieren.
3304 Damit eröffnen wir ihnen auch in erzieherischen und pflegerischen Berufen erwei3305
terte Perspektiven. Die Zusammenarbeit mit Väterorganisationen und anderen
3306 gleichstellungsorientierten Männerorganisationen soll intensiviert werden.

Wer wohl mit "gleichstellungsorientierten Männerorganisationen" gemeint ist? Manndat? VafK? Dissens? Das Rätzelraten ist eröffnet!

Koalitionsvertrag

Tom, Saturday, 24.10.2009, 22:42 (vor 5332 Tagen) @ Isegrim

Ich sehe das Ganze erst einmal positiv! Natürlich gibt es mächtige Interessengruppen, die unter Männer/Jungenpolitik Umerziehung verstehen. Aber immerhin ist Männerpolitik nun im Koalitionsvertrag verankert, und wir, Manndat und die Vätervereine haben zumindest einen Ansatzpunkt, UNSERE Vorstellung von Männerpolitik einzubringen.
Wir brauchen nicht mehr darüber zu diskutieren, OB ÜBERHAUPT etwas für Männer/Jungen getan werden muß, sondern in Zukunft nur noch darüber, WAS für Männer/Jungs getan werden muß. Wir sind also genau einen Schritt weiter.

Ein Grund zum Feiern, Prost!

Tom

Mehr desselben

Mirko, Saturday, 24.10.2009, 22:47 (vor 5332 Tagen) @ Isegrim

Die wollen mehr desselben betreiben - schreiben sie ja auch in aller Deutlichkeit.

Jungs in die Pflegeberufe, von denen man Mädchen aufgrund geringer Verdienst- und Karrieremöglichkeiten abrät. Also noch mehr "Neue Wege für Jungs", was ein Anti-Jungen-Projekt ist, unterstellt der Umerziehung von Jungen. Mit "gleichstellungsorientierten" Männervereinen dürften solche wie "Dissens" gemeint sein, die Jungen zu Kritikern ihres eigenen Geschlechts erziehen wollen bzw. sich auch schon mal dadurch verraten, dass sie offen von "Identitätszerstörungen" (an Jungen) sprechen, oder davon, dass das Ziel nicht "der andere Jungen" sondern "gar kein" Junge sein.

Die Intensivierung einer Jungen- und Männerpolitik ist also alles andere als eine gute Nachricht, im Gegenteil: Sie wollens noch schlimmer machen.

--
Wer gegen Monster kämpft, muss achtgeben, nicht selbst zum Monster zu werden - Nietzsche

Mehr desselben, aber neu ettiketiert

Ausschußquotenmann, Saturday, 24.10.2009, 23:02 (vor 5332 Tagen) @ Mirko


Die Intensivierung einer Jungen- und Männerpolitik ist also alles andere
als eine gute Nachricht, im Gegenteil: Sie wollens noch schlimmer machen.

Genau, und sie wollen sich wie in dieser Adornodemokratie üblich auch noch hinter einer Maske verstecken.Da wird sich nichts ändern. Es wird nur Kosmetik betrieben, damit es weniger Gegenwehr gibt.

Gleichstellungsorientierte Männer = Pudel

Red Snapper, Saturday, 24.10.2009, 23:01 (vor 5332 Tagen) @ Isegrim

Die Zusammenarbeit mit Väterorganisationen und anderen
gleichstellungsorientierten Männerorganisationen soll intensiviert werden.

Damit sollte klar sein, dass nur die Pudel gemeint sind. Also fortgesetzte Unterdrückung gegen echte Männlichkeit fördern.

Gleichstellungsorientierte Männer = Pudel

roger, Saturday, 24.10.2009, 23:38 (vor 5332 Tagen) @ Red Snapper

Die Zusammenarbeit mit Väterorganisationen und anderen
gleichstellungsorientierten Männerorganisationen soll intensiviert
werden.

Es glaube doch wohl keiner, dass damit Männerrechtsorganisationen wie z.B. MANNdat gemeint sein könnten. Wenn es per se nicht nur eine Leerformel sein sollte, was zu vermuten ist, dann allenfalls Lurche wie Dissenz.
Mädchen werden gefördert, Jungs therapiert.


Damit sollte klar sein, dass nur die Pudel gemeint sind. Also fortgesetzte
Unterdrückung gegen echte Männlichkeit fördern.

So ist es. Und alles bleibt wie gehabt beim Scheidenministerium.

Aber wer kann auch ernsthaft erwarten, dass Lurche und Kröten den Sumpf trockenlegen, in dem sie hausen.

gruß roger

--
fight sexism - fuck 12a GG

Andere Stellen im Koalitionsvertrag

Oliver, Sunday, 25.10.2009, 08:35 (vor 5331 Tagen) @ roger

Aber wer kann auch ernsthaft erwarten, dass Lurche und Kröten den Sumpf
trockenlegen, in dem sie hausen.

Diese Koalition will gleiche Chancen für Frauen und Männer im Beruf wie im Familienleben verwirklichen. Immer mehr Männer wünschen sich neben dem Beruf mehr Zeit für die Familie. Junge Menschen haben ein Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft,

Klingt allgemein und gut, aber bisher war das immer Umerziehung in Boys-Days und so, ....

Überwindung der Entgeltungleichheit
Wir wollen das Prinzip "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" für Frauen und Männern umsetzen und damit die Entgeltungleichheit überwinden. Wir werden in der Wirtschaft dafür werben, das beratungsunterstützte Lohntestverfahren Logib-D einzusetzen. Hiermit sollen Entgeltunterschiede und deren Ursachen festgestellt werden. Die gemeinsamen Anstrengungen zur Überwindung der Entgeltungleichheit sind zu bilanzieren. Der öffentliche Dienst muss seine Potentiale ausschöpfen, frauen- und familienfreundlicher zu werden. Mehr Frauen in Führungspositionen Die Ziele des Bundesgleichstellungsgesetzes und des Bundesgremienbeset-zungsgesetzes werden mit Nachdruck verfolgt. Wir werden prüfen, ob und inwieweit die Gesetze geändert und effektiver gestaltet werden müssen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst soll maßgeblich erhöht werden. Dazu wird ein Stufenplan, insbesondere zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten vorgelegt. Der Stufenplan setzt in einer ersten Stufe auf verbindliche Berichtspflichten und transparente Selbstverpflichtungen.

Alte vdL-Linie. Nix neues, Frauenpolitik wie immer!

Mit dem Programm "Integration durch Sport" wollen wir besonders Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund ansprechen, um sie als Teilnehmer und auch Übungsleiter zu gewinnen. Wir wollen die Teilnahme zugewanderten Frauen und Mädchen aus allen Kulturkreisen am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben fördern. Dafür brauchen wir eine Bildungs- und Ausbildungsoffensive für Migrantinnen. Auch auf die Aufklärung über Menschenrechte, Bürgerrechte und Sozialrechte und auf die Sensibilisierung für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern muss großes Augenmerk gelegt werden.

Wobei gerade Migranten-Jungs größere Hilfe bräuchten, sie sind aber leider keine Frauen!

Wir werden den Beschluss des Deutschen Bundestags aus dem Jahr 2000 umsetzen und im Sinne eines kollektiven Ausgleichs für homosexuelle NS-Opfer eine Magnus-Hirschfeld-Stiftung errichten. Sie soll durch interdisziplinäre Forschung und Bildung der Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen entgegenwirken.

Magnus-Hirschfeld-Stiftung errichten? Die gibts doch schon:

ist schon seit Jahren ein aktives Aktionsbündnis "Magnus-Hirschfeld-Stiftung", das mit rund 15 Millionen Euro ....
Einen abermaligen Vorstoß der FDP, der von der Union unterstützt wurde, lehnten SPD und Grüne schließlich ab.

http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E97A9E8E89A4C4396976E7CC241910F61~ATpl~Ecommon~Scontent....

Also Schwulen-Lex Guido, hier werden schon Institute genannt, die jetzt mit Millionenbeträgen gefördert werden. Die Nennung haben sie bei Dissens (oder Manndat) nicht einmal geschafft!

Meine private Zusammenfassung:
vdL bleibt ja, daher schon mal keine Änderung. Frauenzentriert wie bisher.
Männerpolitik wird ohne massives Eingreifen von uns Dissens-Politik bleiben.
Schwulenpolitik und Lesben werden sich über Millionenbeträge freuen dürfen.

Wir werden LEIDER nicht "arbeitslos"!

--

Liebe Grüße
Oliver


[image]

Andere Stellen im Koalitionsvertrag

roger, Sunday, 25.10.2009, 21:10 (vor 5331 Tagen) @ Oliver
bearbeitet von roger, Sunday, 25.10.2009, 21:24

Wir werden LEIDER nicht "arbeitslos"![/b]

So ist es.

Das Ziel der FDP war die Regierungsbeteiligung. Die hat sie erreicht. Nun ging es nur noch darum, ein paar Feigenblätter für die gemachten Wahlversprechen auszuhandeln. Die dreimonatige Reduzierung der Wehrpflicht war das absolute Minimum, wenigstens einigermaßen das Gesicht zu wahren.
Das haben CDU/CSU gestattet. Nun kann man zu wesentlicheren Dingen übergehen.

Was interessieren da noch solche Marginalitäten wie das Selbstbestimmungsrecht von Männern.

gruß roger

--
fight sexism - fuck 12a GG

Rätsel immer noch mit "s"! :cool:

Mus Lim ⌂, Monday, 26.10.2009, 14:21 (vor 5330 Tagen) @ Isegrim

Wer wohl mit "gleichstellungsorientierten Männerorganisationen" gemeint
ist? Manndat? VafK? Dissens? Das Rätzelraten ist eröffnet!

Rätsel hin oder her.
Schlimmer als die Sozen, welche ganz explizite die "männliche Gesellschaft überwinden" wollen, ist das bestimmt nicht.

--
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