Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Altes Thema, alter Aspekt

Conny, NRW, Donnerstag, 23.11.2006, 00:15 (vor 5179 Tagen) @ Zeitgenosse

Moin Ekki,

ich zitiere aus Houellebecqs Ausweitung der Kampfzone:

Wir kommen hingegen weiter, (gemeint ist bei der Erklärung des
modernen Lebens, Zeitgenosse) wenn wir berücksichtigen, dass wir nicht
nur in einer Marktwirtschaft, sondern allgemein gesagt in einer
Marktgesellschaft leben; das heißt in einem Kulturraum, in dem
sämtliche zwischenmenschliche Beziehungen und auch sämtliche Beziehungen
des Menschen zu seiner Umwelt über ein Zahlenkalkül vermittelt werden, bei
dem die Attraktivität, die Neuheit und das Preis-Leistungs-Verhältnis zum
Tragen kommt. Bei diese Logik, die sowohl die Erotik, das Liebes- und
Berufsleben als auch das eigentliche Kaufverhalten überschattet, geht es
darum, die Herstellung solcher Beziehungen zu erleichtern, die sich zügig
erneuern lassen ..., folglich eine konsumorientierte Durchlässigkeit
fördern ...

Wenn ich das lese, komme ich nicht drum herum, wieder mal festzustellen, daß dieses durch Unterhaltszahlungen doch immer noch am alten zu kleben dringen weg muß. Darunter leiden nicht nur die Männer sondern auch die Frauen, die ab einem gewissen alter nur noch ausgeplünderte, nervlich fertige und nicht mehr so recht im Leben stehende Männer finden. Das bedingungslose Grundeinkommen, auch wenn es hier Gegner davon gibt, wäre ein Anfang.

Freundliche Grüße
Conny


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