Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Die Soft-Maskulisten. Was geht in ihren Köpfen vor?

T.R.E.Lentze, Samstag, 17. Oktober 2009, 16:54 (vor 3827 Tagen)

Wir hatten kürzlich eine lange Diskussion über Arne Hoffmann, der sich im Forum der Piraten über das wgvdl-Forum im Allgemeinen und über einige Teilnehmer im Besonderen geäußert hat. Dabei hatte ich die "Ehre", mehrfach als Prototyp eines Maskulisten genannt zu werden, mit dem aus der Sicht eines vernünftigen Maskulisten keinerlei Diskussion möglich ist.

Merkwürdigerweise wurde ich mehrfach auch mit unserem Nihilator in einem Atemzug genannt, obwohl sich der hier, ohne daß eine Auseinandersetzung zwischen uns stattgefunden hat (also in vorauseilender Abwehr), heftig von mir distanziert hat. Doch das sei nicht mein Problem.

Obwohl A.Hoffmann nicht angibt, was ihn an meiner Auffassung stört, glaube ich sagen zu können, was ihn veranlaßt, meinen Namen mit den "Unberührbaren" zu verbinden. Mein Weltbild ist konservativ, hierarchisch, und religiös fundiert. Damit stehe ich nicht allein. Aber anscheinend bin ich etwas zu intelligent, um sofort widerlegt, und zu ernsthaft, um als Krakeeler verschrieen zu werden. Das muß ihn ärgern. Den Linken wäre es lieber, es nur mit Gegnern zu tun zu haben, die man schon ihrer persönlichen Mängel wegen nicht ernstnehmen muß.


Jetzt aber stelle ich mal die umgekehrte Frage:

Wie kann man als Maskulist auftreten und ständig die Misere des Mannes beschreiben, vielleicht auch nach Erklärungen suchen, gleichzeitig aber die Auffassung vertreten, daß Mann und Frau gleich seien? Das ist es ja, was die Links-Fraktion, zu der Hoffmann sich zählt, behauptet.

Diese Frage hat ja schon die Feministen gespaltet. Die Einen haben geantwortet, daß es keinen wirklichen Unterschied geben würde. Sähe man das endlich ein, dann wäre mit der "Unterdrückung" des Weibes Schluß. Fragt sich nur, warum das über Jahrtausende nicht eingesehen wurde. - Die Anderen haben geantwortet: Stimmt schon, daß wir ungleich sind. Nur haben sich Sklaven (Männer) zu Herren (Frauen) gemacht, und das müssen wir endlich mal richtiggstellen.

Maskulisten spaltet diese Frage ebenfalls. In diesem Forum (wgvdl) wird überwiegend die Differenz-Position vertreten, aber, aber abgesehen von mir, selten konsequent. Aber woher kommt die Inkosequenz?


Wir alle wissen, daß Männer zur Dominanz und Frauen zur Unterwerfung neigen. Schon da aber kommen immer wieder die gleichen, an sich völlig überflüssigen Einwände wie: "Du kannst nicht Alle über einen Kamm scheren."

Weiterhin wird z.B. behauptet, es gebe gar keine Typen, sondern nur Einzelfälle. Das ist so, wie man den Typus-Unterschied von Rose und Tulpe leugnen würde, weil keine Rose bzw. Tulpe einer anderen gleicht. Hier wird der Nominalismus/Realismus-Streit des scholastischen Mittelalter aufs Neue ausgefochten.

Und weder die Kibbutz-Studie, die beweist, daß die Mann-Frau-Unterschiede nicht nur in Rollenzuweisungen bestehen, noch die amtlich bestätigte Tatsache, daß auch erfolgreiche Frauen eher gar nicht als nach unten heiraten, scheint die "Gleichrichter" von der natürlichen Ungleichheit zu überzeugen.

Was also geht in ihren Köpfen vor? Wie kommen sie dazu, Maskulisten, welche von einer natürlichen (nicht anerzogenen und letztlich auch nicht biologischen) Unterschiedlichkeit zu sprechen, dem rechts-extremen Lager zuzuordnen?

Nihilator meinte (wenn ich richtig verstanden habe), daß es wohl politische Ambitionen seien, welche Hoffmann zu dieser Zuordnung veranlassen. Wenn dem so ist, dann erübrigt sich allerdings jede sachliche Auseinandersetzung. Und wenn es nicht nur politische Ambitionen sind? Hat Nihilator politische Ambitionen?

Student


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