Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Marcel(R)

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02.05.2010, 22:40
 

Kärntens Hexen waren Männer

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Hier gehts weiter:

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2345160/kaerntens-hexen-waren-maenner.story

Bettelmönch

03.05.2010, 18:59

@ Marcel
 

Kärntens Hexen waren Männer

 

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» http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2345160/kaerntens-hexen-waren-maenner.story

Waren diese Bürgerinnen sesshaft, so handelt es sich beim Gros der Beschuldigten in den Hexenprozessen um Bettler und Vagabunden - und um Männer! "Zehn Prozent der Bevölkerung der frühen Neuzeit waren Bettler. Sie wurden häufig mit Magie in Zusammenhang gebracht, weil man sie einfach loswerden wollte", erzählt Sarman. Um die Delinquenten zu überführen, scheute man nicht vor grausamer Folter zurück. So etwa zeigte sich das Landgericht Maria Saal 1689 einem Bettler namens Hans gegenüber nicht zimperlich. Hans, der etwa 30 Jahre alt war und selbst seinen Familiennamen nicht kannte, wurde in Ebenthal von einem Schmied gefragt, ob er zaubern könne. Hans wollte offenbar angeben und bejahte. Der Schmied meldete dies dem Maria Saaler Gericht. Hans wurde mehrfach verhört und gefoltert. "Unter der Tortur hat er alles gestanden", sagt Sarman, etwa dass er bei Hexenmahlzeiten dabei gewesen sei. Das Ende war blutig: Am 20. Juni 1689 wurde Hans geköpft, sein Körper anschließend auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Tja, auch heute sind die meisten Bettler männlich. Warum sollte das damals auch anders gewesen sein?

Und wenn aus den Hexenverfolgungen immer eine systematische Frauenfeindlichkeit gebastelt wird: Im 14. und 15. Jahrhundert waren 1/3 der Beschuldigten Männer. Regional unterschiedlich.

Man kann also nicht wirklich sagen, dass das nur oder vor allem Frauen treffen konnte. Es traf sie nur häufiger, aber von einem reinen "Frauendelikt" kann man da nicht reden.

Ketzerei war ja auch keine "Männerdiskriminierung". Bei den Katherern betrug der Frauenanteil ebenfalls nur ein Drittel, bei den Templern 100 %, dennoch behauptet niemand, Verfolgung wegen Ketzerei wäre gezielte Männerverfolgung gewesen.

Damals wurde die Todesstrafe wegen allem Möglichen verhängt, nicht nur wegen Hexerei. Und insgesamt wurden weitaus mehr Männer hingerichtet. Das war nur ein Delikt unter vielen, für die es heute nicht mal mehr eine Bewährungsstrafe gibt.

Und wenn man den weiblichen Hang zu Falschbeschuldigungen, Mobbing und dazu, sich unliebsame Leute von aufgestachelten Dritten vom Hals schaffen zu lassen, berücksichtigt, dann kann davon ausgegangen werden, dass sie auch für einen großen Teil der Hexenprozesse mit verantwortlich waren.

Aber egal worum es geht, sobald Frauen von etwas irgendwie betroffen sind, sind sie immer gleich die Hauptbetroffenen, Männer werden völlig ignoriert.

Roslin(R)

03.05.2010, 23:58
(editiert von Roslin, 04.05.2010, 00:15)

@ Bettelmönch
 

Kärntens Hexen waren Männer

 

Nicht nur dass ca. 25 % der getöteten Hexen Hexer waren.
Auch die relativ geringe Zahl hingerichteter Hexen verbietet es, von einem "Völkermord an den Frauen" zu reden, wie das feministische Propaganda vor Jahrzehnten routinemäßig getan hat.
Ca. 30000 bis 50000 Hexen wurden hingerichtet, in GANZ EUROPA innerhalb von 200 Jahren (von 1500-1700, dem Höhepunkt des Hexenwahns, davor und danach sind die Zahlen vernachlässigbar gering, statistisch gesehen), darunter auch noch mindestens 25 % Männer (zwischen 20 und 40 %, je nach Region sehr unterschiedlich, im Schnitt wohl 25%).

Im gleichen Zeitraum war die Anzahl der getöteten Ketzer um ein Vielfaches höher, davon mindestens 90% Männer.

Hinzu kommt, dass es mehrheitlich Frauen waren, die sich verhext fühlten, die Nachbarn, Verwandte, Hausangestellte beschuldigten und deren Bestrafung erwarteten, um sich zu rächen, um sich geschützt zu fühlen etc.

Die Obrigkeit reagierte höchst zwiespältig, manchmal abwiegelnd-unlustig auf das von unten an sie herangetragene Verfolgungsbegehren, manchmal eifrig-anfachend, manchmal geschäftsmäßig ohne sonderliches Engagement.

Eine weitere Legende ist die angeblich herausragende Schuld der katholischen Kirche.
Nirgendwo waren Hexen ihres Lebens sicherer als unter der direkten Herrschaft der Päpste.
In den päspstlichen Staaten wurde (bin mir nicht ganz sicher) keine einzige Hexe hingerichtet, in all den 200 Jahren nicht.

Je direkter der Zugriff des Papstes auf ein Land war, desto weniger Hexen starben dort.
Auch die spanische Inquisition hatte kein Interesse am Hexenverfolgen.
Eine Hexe, die von lokalen Behörden an die Inquisition ausgeliefert wurde, war meist so gut wie gerettet, wurde nach einigen Monaten Haft in der Regel frei gelassen und dann manchmal, wenn sie in ihr Dorf zurückkehrte, von den Dörflern, die ja an die Tatsächlichkeit der Hexerei glaubten, gelyncht.

Es gibt Berichte, etwa aus Barcelona, dass der Legat des Kardinalgroßinquisitors zum einen Stadttor einritt, während die gewarnten Büttel der Stadt die inhaftierten Hexen und Hexer zum gegenüberliegenden Stadttor hinausschleiften, um sie auf freiem Feld noch rasch hinzurichten, weil die städtischen Behörden wussten, dass, fielen sie der Inquisition in die Hände, sie wahrscheinlich gerettet wären.

Und wie es zur Propagandalegende von den angeblich 9 Mio. getöteten Hexen kam, von Nazis und FeministInnen gleichermaßen gerne genutzt, ist hier nachzulesen:

http://www.historicum.net/themen/hexenforschung/thementexte/rezeption/art/Neun_Millionen/html/ca/0e43e9dea3/

Ein Quedlinburger Stadtsyndikus des späten 18. Jhdts. wollte, ganz im Geiste der Aufklärung, die Verbrechen der Kirche bloßstellen und wertete die Akten, die er im Stadtarchiv vorfand (30!) zu den Hexenprozessen der Zeit zwischen ca. 1570 und 1600 aus.
Er rechnet nun, auch noch unter der Prämisse, dass die Akten unvollständig wären - was sie nicht waren - die in dieser Zeit in Quedlinburg Hingerichteten hoch auf 1500 Jahre Kirchengeschichte und ganz Europa, nicht ahnend, dass der Zeitraum, den er ausgewertet hatte, genau den Gipfelpunkt der Hexenverfolgungen markierte, der deutschsprachige Raum mit Abstand zu den am schlimmsten betroffenen Gebieten zählte und dass es in weiten Teilen Europas über Jahrhunderte nie auch nur eine getötete Hexe gegeben hatte, besonders in der Zeit vor der großen Pest nicht , also in den ersten 1000 Jahren Kirchengeschichte.
Diese abenteuerlich dilettantische, schon nach den Maßstäben des 18. Jhdts. abenteuerlich dilettantische Vorgehensweise wurde zur "wissenschaftlichen" Grundlage der oft kolportierten "9-Mio.-Hexen-wurden-vom-Patriarchat-ermordet-Legende.

Der "Femizid an Europas Frauen" gehört zu den vielen Verbrechen des Patriarchates, die es nie gegeben hat.

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