Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Es reicht!

Bruno, Thursday, 25.03.2004, 14:17 (vor 8026 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Re: Es reicht! von Texaco am 24. März 2004 22:16:01:

Hallo Texaco,
zu deiner Strategie:

1. Promis anwerben, die gegen ad hominem Angriffe immun sind.

...stimme ich dir voll zu.

2. Die Botschaft so formulieren, daß einen andere Männer nicht gleich in irgendeine Schublade stecken, sondern zuhören.

...die Themenbereiche Jungen, Väter, Wehrpflicht und langsam auch Männergesundheit sind Themen, bei denen mittlerweile in der breiten Öffentlichkeit die Zustimmung besteht, dass männliche Mitbürger das Recht haben, sich zu beschweren und auf ihre Benachteiligungen aufmerksam zu machen. Dies sollten die Angriffspunkte sein.

3. Nicht nur die geleugneten Schattenseiten der Weiblichkeit beklagen, sondern auch die Lichtseiten der Männlichkeit. Stolz hilft gegen Ohnmachtsgefühle.

...es ist immer besser, nicht mit der Bevorzugung der Frauen zu argumentieren sondern mit den Benachteiligungen der Männer. Das heißt wir müssen die Bedürfnisse der Männer in den Vordergrund stellen. Damit hängt auch dein Argument zusammen, nämlich, dass wir selbstbewusst uns zu unseren positiven Eigenschaften bekennen.

4. Die Sache endlich einmal durchdenken und formulieren. (Der Feminismus tut das ja bewußt nicht.) Es gibt ja immer noch einige Widersprüchlichkeiten: Einerseits mag hier wohl niemand das Gendermainstreaming, anderseits wird anläßlich des Girls' Day moniert, daß nicht auch Jungen mit Frauenberufen bekannt gemacht werden.

..Da weichen wir voreinander ab. Der Gender Mainstreaming ist in meinen Augen ein hervorragendes Mittel für eine echte faire Geschlechterpolitik. Das Problem ist, dass bisher in der Praxis nur dort gegendert wurde und wird, wo die Frauen profitieren. Die männlichen Benachteiligungsfelder werden einfach ignoriert und damit der GM als reines Frauenfördermittel missbraucht. Und das ist das Problem. Wir müssen konsequent unser Anrecht auf Teilhabe am Gender Mainstreaming einfordern. Vorteil ist, dass die Frauen diesen Ansatz ja erfunden haben und ihn deshalb nicht ohne weiteres unter den Tisch kehren können. Jeder Feministin, die mit Gender Mainstreaming kommt, sollte sofort ein Latte von männlichen Benachteiligungsfelder aufgezählt werden(was ja kein Problem ist, Aufzählungen darüber gibt es ja genug, z.B. unter www.manndat.de ), die auch gegendert gehören. Deshalb versuche ich, in jedem Schreiben, das ich mache, auf den Verstoß gegen den Gender Mainstreaming-Ansatz hinzuweisen.

Und das mit dem Girls-Day hat andere Hintergründe. Hier geht es hauptsächlich darum, dass Jungen bewusst aus bildungspolitischen Maßnahmen ausgegrenzt und damit diskriminiert werden. Und keinen Politiker stört das. Hier wird stillschweigend schon den Jungen eingetrichtert, dass die Diskriminierung männlicher Mitbürger völlig in Ordnung ist.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.


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