Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

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*Grins*

Nick, Tuesday, 25.05.2004, 00:22 (vor 7966 Tagen) @ ChrisTine

Als Antwort auf: Re: Apropos Glaubwuerdigkeit von ChrisTine am 24. Mai 2004 19:37:17:

>Schön übrigens, wie hier mehrfach das Thema ausgeweitet wird, um sicherzustellen, daß weibliche Täter nicht durchs Netz schlüpfen können.
Wieso... sollten sie durchs Netz schlüpfen?

Schlagfertig und scharfsinnig, liebe ChrisTine... :-)

Was is'n das eigentlich für einer?
Kennt den jemand?

Hört sich für mich irgendwie nach hundehüttenlosem Mischa an, der jetzt hier gravitätisch einen auf Psychiatrieprofessor *ggg* Dr. Dr. Dr. Tomate macht.

Ich frage, warum man auf solche hochnotpeinliche, staatsanwaltschaftliche Verhöre überhaupt antwortet - wo doch der Bachelor schon sein umfassendes Geständnis abgelegt hat: ja, Herr Professor, 99,9% der "Penis-Haber" sind Männer!

Penetrierende Vergewaltigungen mit dem eigenen Penis können also nur begangen werden von...? Richtig!

Und die Opfer sind? Nein, nicht richtig! In Knästen sind es fast ausschließlich Männer. Weil es nämlich noch keine Koedukation im Strafvollzug gibt. Daraus folgt dann umgekehrt, daß Vergewaltigungen in Frauenknästen (ohne Penetration mit dem eigenen Penis natürlich, in Ermangelung desselben) von Frauen verübt werden. Und ihre Opfer sind Frauen (analoger Grund wie oben).

So wie zwar alle Katzen einen Schwanz haben, nicht aber alles, was einen Schwanz hat eine Katze ist - und alles, was denken kann, ein Gehirn hat, aber nicht alles, was ein Gehirn hat, denken kann - sind auch nur diejenigen Männer Vergewaltiger, die vergewaltigt haben. Gleiches gilt analog für Frauen. Es sind jeweils wenige Individuen, bei beiden Geschlechtern, die dies tun. Die überwiegende Mehrheit der Menschen vergewaltigt niemanden - und will demgemäß nicht qua "Gruppenzuhörigkeit" in diese Nähe gerückt werden. Gegen dieses Ansinnen sich zu wenden ist kein Anhalt für Täterschaft, nein, es ist einfach die natürliche Reaktion auf eine weitverbreitete Unverschämtheit.

Das Bedrohungsgefühl, das Herr Professor auch bereits abfragte, korreliert nicht mit der Zahl der Vergewaltiger, sondern mit der Verbreitung dieser Unverschämtheit und ihrer Verankerung im allgemeinen Bewußtsein. Dagegen haben hier einige was. Frauen in dunklen Parks haben nicht deswegen Angst, weil in dunklen Parks immer, oder nur oft, oder nur ab und an, Vergewaltiger herumstehen, sondern weil eine Reihe von Leuten ihr feministisches Süppchen damit kochen, daß das "jeder weiß" - und die Angst fast aller Frauen dafür billigend in Kauf nehmen. Schändlich nenne ich das.

Weiter: wenn unser Herr Generalbundesoberstaatsanwalt Tomate, der gerade kurzfristig in der Psychiatrie aushilft, z.B. ab heute einen Banküberfall nur dann als einen solchen gelten lassen möchte, wenn er donnerstagvormittags mit einer Heckler & Koch USP Mk23 bei regnerischem Wetter verübt wurde und diese Tat überdies von allen anderen Eigentumsdelikten abgetrennt wissen will, dann folgte (Konjunktiv) daraus allerdings, daß es die allermeisten Banküberfälle garnicht gibt und alle anderen Eigentumsdelikte gleich überhaupt nicht vorkommen - und daß alle Bankräuber, immer Donnerstags, eine Heckler & Koch USP Mk23 benutzen. Woraus er eventuell folgern könnte, daß alle Heckler & Koch-USP-Mk23-Besitzer Bankräuber sind?

Es geht ihm ersichtlich nicht um die selben Fragen, wie den Antwortenden - das stimmt wohl.
Aber warum muß es denen eigentlich ausgerechnet um das gehen, was ihn so bewegt?
Zumal der Bachelor doch schon das Geständnis abgelegt hat.

Fragt der
Nick

P.S.: Merke - man soll sich niemals vom Anderen das Thema diktieren lassen.
Und Interviewwünsche muß man auch keineswegs immer und unbedingt positiv bescheiden.


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