Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Jetzt im BR3:"Männer an die Front - Zwischen Wickeltisch und Karrierekampf!"

AJM, Wednesday, 10.05.2006, 15:43 (vor 6651 Tagen) @ Flint

Als Antwort auf: Jetzt im BR3:"Männer an die Front - Zwischen Wickeltisch und Karrierekampf!" von Flint am 10. Mai 2006 11:32:49:

Hallo,

ich habe durch Zufall in die Sendung reingezappt und schon nach 30 Sekunden hatte ich die Haßkappe auf. Es war eine typisch ÖR-Schaudiskussion, denn letztendlich waren sich alle einig: Frauen sind gut edel, benachteiligt, Männer sind Waschlappen, Machos (gaaaanz schlecht) oder Müttersöhnchen, die nicht in der Lage sind, mit "starken" Frauen klar zu kommen. Herr Dr. Hollstein war da leider keine große Ausnahme, wobei das auch veständlich ist, immerhin lehrt er an der Uni Bremen und möchte seinen lehrstuhl ja auch behalten.

Die Liste der längst widerlegten Vorurteile war eigentlich die komplette Bibel des Feminusmus: Frauen verdienen weniger als Männer (im anschließenden Chat wurde von 25-30% geschwafelt und als Fakt hingestellt); Männer sind nicht emphatisch und somit nicht in der Lage, die Nöte der Frauen zu verstehen; Frauen sind stark benachteiligt weil sie zwischen Kindern und Beruf (sorry, es heißt ja Karriere) hin und her gerissen sind; Frauen sind belastbarer, werden daher auch älter; undundund....

Es wurde die ganze Sendung versucht den Männern einzureden, wie sie zu sein haben, sprich, wie die Frauen uns haben wollen. Da wurde doch tatsöchlich behauptet, daß Männer NACH dem Erziehungsurlaub viel bessere Vorgesetzte seien. Da grad vorher rumgejammert wurde, daß so wenig Männer Erziehungsurlaub nehmen, frage ich mich, wo diese Erkenntnis herrühren soll.

Desweiteren wurde erwähnt, das Firmen in den USA ihre männlichen Mitarbeiter in "weibliche Sozialisierungskurse" schicken. Auch wurde erwähnt, daß Männer, die Hausmänner sind, bessere Chancen bei Frauen haben. Naja, Wunschdenken ist auch eine Art von Denken.

Fazit: Eine weitere Sendung, in der Frauen nach dem Mund geredet wurde und Männer als "orientierungslos und verunsichert" dargestellt wurden. Das Männer vielleicht gar kein Interesse daran haben, kleine Kinder zu behüten, wurde nicht mal ansatzweise ins Kalkül gezogen.

Auch dieser blöde Spruch, Männer kämen mit starken Frauen nicht klar, ist nicht nur abgelutscht, sondern einfach falsch. Drehen wirs mal um: Frauen kommen mit Hausmännern/Machos/Muttersöhnchen nicht klar (bitte passendes ankreizen). Hier würde sofort Widerspruch kommen, denn Frauen, die edlen, guten Geschöpfe, kommen schon mit klar, sie wollen eben nur nicht. Ach nee, und Männer haben zu wollen?

Gruß

AJM


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