Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Die Schweizer gehen da anders vor (Manipulation)

verfasst von Brummbär(R), 20.09.2012, 11:43

» Das ist die Schuld von feministischen Schmierblättern, welche behaupten,
» sexualisierte Gewalt sei alltäglich......

Die Basler Zeitung hatte dazu ein Interview mit der SP-Grossrätin Frau Tanja Soland gebracht, die diese These zunächst einmal untermauerte.

Dossier: Gewalt an Frauen
Mit ihren Mitteilungen schüre die Basler Staatsanwaltschaft die Angst in der Bevölkerung, findet SP-Grossrätin Frau Tanja Soland.


Richtig.

Frau Soland, mit Ihren Interpellationen wollen Sie «tatsächlich etwas zur Verbesserung der Sicherheitslage von gewaltbetroffenen Frauen machen». Heisst das, nur Frauen, die im Sexgewerbe arbeiten oder häusliche Gewalt erfahren, sind die wirklichen Opfer von Gewalt?
Fakt ist, dass in den eigenen vier Wänden, also in Partnerschaften, am meisten Gewalt passiert. Auch Frauen, die im Rotlichtviertel arbeiten, sind um ein Vielfaches mehr von Übergriffen betroffen als andere. Es kommt in dieser Stadt äusserst ­selten vor, dass der böse, unbekannte Mann einfach aus dem Busch springt und eine Frau überfällt.


Genauso ist es.

In Basel kam es seit Anfang Jahr zu 14 sexuellen Belästigungen oder Übergriffen, drei Frauen wurden vergewaltigt. Das ist keine Angstbewirtschaftung, sondern das sind Fakten der Basler Staatsanwaltschaft. Was sagen Sie dazu?
Das ist genau das Problem. Mit ihren Mitteilungen schürt die Staatsanwaltschaft die Angst in der Bevölkerung und macht eine Verkehrung der Tatsachen. Sie suggeriert, dass jede Frau betroffen sein kann, was so nicht stimmt. Die Staatsanwaltschaft müsste sich genauer überlegen, was und wie oft sie kommuniziert und was sie dabei bei den Leuten auslöst. Sie müsste ein Ziel – wie beispielsweise Prävention – verfolgen.


So weit, so gut. Das Interview geht aber noch weiter.

http://bazonline.ch/basel/stadt/Die-Staatsanwaltschaft-schuert-Angst/story/22319588?dossier_id=1608

Anscheinend gab es so viele Kritiken, dass sie auf Online Reports ein weiteres Interview gab, in dem sie zurück ruderte.

"Ich habe aus den Diskussionen und meinem Fehler viel gelernt"

Exklusiv äussert sich die SP-Politikerin Tanja Soland öffentlich zu ihrem verunglückten Interview mit der "Basler Zeitung"

Die Basler Grossrätin und SP-Fraktionschefin Tanja Soland gesteht gegenüber OnlineReports Fehler in einem BaZ-Interview über Gewalt an Frauen ein. Jetzt verlangt sie umfassendere und vertiefte Informationen über die Gewalt im öffentlichen Raum. Die jetzige Situation hinterlasse nur Fragezeichen und Hilflosigkeit.

OnlineReports: Frau Soland, Sie haben der BaZ ein Interview gegeben, in dem Sie sagten, die Staatsanwaltschaft schüre mit ihren Communiqués zu sexuellen Übergriffen auf Frauen Angst. War dieses Interview korrekt autorisiert?

Tanja Soland: Ja, aber ich habe es unter Zeitdruck verpasst, die Sachlage differenzierter darzustellen. Ich ging hin mit der Vorstellung, über häusliche Gewalt und über Gewalt im Rotlichtmilieu zu reden.

OnlineReports: Welche Reaktionen hatten Sie darauf?

Soland: Es gab Kritik, aber auch einzelne Zustimmung, vor allem zur häuslichen Gewalt, die vermehrt thematisiert werden soll.

OnlineReports: Sie plädierten dafür, auch Überfälle in Parks zurückhaltender zu kommunizieren. Sie sind Anwältin und Strafrechtlerin und wollen, dass der Staat, der die "Hot Spots" dieser Stadt kennt, die Öffentlichkeit darüber nicht aufklärt. So macht sich der Staat doch an Überfällen und Verbrechen mitschuldig.

Soland: Ich sagte nicht, man soll nicht kommunizieren. Aufklärung und Transparenz sind wichtig. Wenn es "Hot Spots" gibt in dieser Stadt, dann ist es richtig, diese zu benennen. Man müsste dann mehr und qualitativ besser informieren, etwa in Form von Medienkonferenzen – aber nicht Meldungen ohne klare Botschaften verbreiten.


Weiter gehts hier http://www.onlinereports.ch/News.109+M54147fbc9d0.0.html

Nachfolgender Bericht ist insofern interessant, da er wohl eher Schweiz typisch ist. In Deutschland würde man solche Zahlen nicht bekommen.

Ausländische Männer sind öfter gewalttätig

Zahlen der Basler Polizei belegen, dass bei häuslicher Gewalt Migrantenfamilien statistisch übervertreten sind. Gerichtspsychiater Frank Urbaniok erklärt die Gründe.

2011 musste die Polizei Basel-Stadt täglich an einen Fall von häuslicher Gewalt ausrücken. In 310 Fällen stellten die Beamten strafbare Handlungen fest. Bei den Opfern handelte es sich mehrheitlich um Frauen, die von ihren Ehepartnern oder Lebensgefährten bedroht, genötigt, gewürgt oder geschlagen wurden.

Erstmals äussert sich die Polizei zu einem vermuteten Problem im Bereich häuslicher Gewalt: Von den 310 registrierten Fällen waren 63 Prozent der Täter Ausländer. Und auch bei den Opfern sind 56 Prozent ausländischer Herkunft. In der Basler Wohnbevölkerung beträgt der Anteil der Ausländer 32 Prozent. Peter Gill, Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, nennt einen entscheidenden Grund: «Die Gewalt hat in diesen Kulturkreisen innerhalb der Familie einen anderen Stellenwert.»


Beitrag weiterlesen http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Auslaendische-Maenner-sind-oefter-gewalttaetig/story/21863097

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