Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mixa rühmt Hausmütter

Christine ⌂, Friday, 23.02.2007, 19:00 (vor 6919 Tagen) @ Christine

23. Februar 2007

GEBÄRMASCHINEN-STREIT
Mixa rühmt Hausmütter

Kirchenkollegen protestieren, Politiker sind empört - doch Augsburgs Bischof Mixa legt nach. Kein Wort der Entschuldigung für seine Äußerungen über Familienministerin von der Leyen, stattdessen kritisiert er: Ohne intensive Eltern-Beziehung würden Kleinkinder geschädigt.

Hamburg - "Wir müssen familiengerechte Arbeitsplätze schaffen und nicht arbeitsgerechte Familien", sagte Bischof Walter Mixa im ARD-"Morgenmagazin". Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern müsse in den ersten Jahren auf jeden Fall erhalten bleiben, "weil sonst die Kinder ja geschädigt sind", sagte der Bischof weiter und ergänzte, dass er seine Wortwahl bei der Kritik an Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nicht bereue. Seine Äußerung, die geplante staatliche Förderung degradiere Frauen zu "Gebärmaschinen", hatte gestern heftige Gegenwehr ausgelöst.

Mixa sagte, nach Ansicht von Fachleuten seien Kinder aufgrund der Entwicklung ihrer Hirnzellen in den ersten drei Lebensjahren ganz wesentlich auf dieselben Bezugspersonen angewiesen. Dadurch komme "das Selbstbewusstsein des Kindes im Innersten zum Wachstum und zum Reifen" und das Kind erhalte die Voraussetzungen, um "später selber das Leben zu bewältigen".

86 Prozent der Frauen blieben in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes zu Hause. Diesen Frauen gebühre große Anerkennung. Mixa sprach sich jedoch "selbstverständlich" für Wahlfreiheit aus.

Im Sender N24 verwies Mixa auf allein erziehende Mütter und solche, die ohne ein zusätzliches Familieneinkommen nur schwer auskämen. "Hier muss ernsthaft überlegt werden, solchen Frauen eine größere Unterstützung in Form des Kindergeldes zu geben und ihre Erziehungstätigkeit später für die Rente anzurechnen." Für Alleinerziehenden, die wirklich auf einen Nebenverdienst angewiesen seien, müsse das Erziehungsgeld "wesentlich" angehoben werden. Hier könne nicht einfach nach einem Maßstab "mit dem Rasenmäher" über soziale Situationen hinweggegangen werden, sagte er.

Mixa hatte sich gegen Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gewandt. Sie will bis zum Jahr 2013 die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren auf 750.000 verdreifachen und damit Müttern die Erwerbstätigkeit erleichtern.

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein


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