Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Antwort mit Richtigstellung und ein paar Anmerkungen zum Nachdenken!

Info, Friday, 10.12.2010, 21:19 (vor 5515 Tagen) @ blendlampe

Nur zur Klarstellung: Ich bin habe kein Kind adoptiertund würde es auch niemals tun!

Ich würde mich auch nicht Papa nennen lassen, weil ich es ablehne, heile Welt und "Neue Heimat" als Vati und Mutti zu spielen, sondern z.B. hinterfragen, warum der wirkliche Vater keinen Kontakt mehr hat. (ausgebrannt, finanziell ruiniert, etc.)

Auf den Links von H. Norbert hier im selben Strang kann man gut nachlesen, was da alles so im Hintergrund abläuft.

Abgesehen davon ist der zitierte Typ eine arme Sau, die sich hat becircen lassen, von einer offensichtlich eiskalt berechnenden und eventuell vormals schon entsorgenden Mutter!

Das ändert nichts daran, dass er sich zum Deppen hat machen lassen. Gebrieft durch Mutti wurde er in eine Rolle geschoben, die ihn zum ritterlichen Ersatz-Papa-Helden hat verkümmern lassen. Eine Rolle, die Männer wohl allzugerne annehmen.

Selbst schuld könnte man nun sagen. Mir tut der Typ trotzdem leid, denn er ist in eine klassische Falle getappt. Allerdings hätte dieser Tripp für ihn noch schlimmer ausgehen können. So, wie es einige hier auch schon erlebt haben: Totaler Kontaktabbruch und so weiter.

Auch als Stief- baut man Gefühle auf. Und ich kenne übrigens selbst beide Seiten. Der echte und der hinzugekommene. Beim Hinzukommer habe ich allerdings immer die Distanz zur wichtigen Rolle des leiblichen Vaters gewahrt und dem Kind das auch klargemacht. Da war ich Freund mit Bindung. Als echter habe ich das Kind unterstützt, auch eine Bindung zum Hinzugekommenen aufzubauen. Man sollte es aus Kindersicht betrachten, Kinder, die in neuen Welten zurecht kommen müssen.

Nicht mehr - aber auch nicht weniger.

Soweit klar?

Gut. Was lernen wir daraus:

- Nicht fernsteuern lassen von einer Getrenntlebenden
- Polarisierende Aussagen der Gebärdenden hinterfragen
- Selbst mal mit dem angeblich sich nicht kümmernden Vater sprechen
- Niemals ein Kind adoptieren, wenn der Vater noch da ist
- Sich nicht in Muttis "heile-neue-Familienwelt" stopfen lassen
- und trotzdem Freund für die Kleinen sein und bleiben

Ein weites Feld - ich habe eine Menge Aspekte davon, positiv und negativ erlebt. Vertrauen und Fairness zählen mittlerweile als Bodensatz der "Familienpolitik". Familie wird uns "erklärt" von Leuten, die nie eine hatten bzw. nie einen Grundstein dazu legten.

Im übrigen wird es schon seine Gründe haben, wenn in Grimms Märchen immer von der bösen Stiefmutter die Rede ist und ich mich an keins mit einem bösen Stiefvater erinnern kann.

Aber es ist letztendlich egal: Die BRD feiert und (ali)lamentiert heute "Erfolgsmodelle" wie "Einelternfamilien", "Patchworkfamilien", "Familie ist da, wo alle aus einem Kühlschrank essen" (auch wenn "Entsorgt-Vati" verhungern kann) und so weiter ...

Mein 2 Cent zu allen abgeliebten und abgezockten Vätern und den Stiefs. Bei Männern mit Kindern nennt man das übrigens "Altlasten" im Stile sinnsuchender Trullas zwischen 40 und 50 auf der Standspur des Kontaktanzeigenmarktes.

Wie ärmlich


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