Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Früher landete sowas im Labor der Wissenschaft

Gismatis, Basel, Sunday, 17.04.2011, 20:43 (vor 5447 Tagen) @ Bero

Nana. Sie werden zu einem Zeitpunkt operiert, zu dem sie noch gar keinen
diesbezüglichen Willen haben.

Was es nur noch verwerflicher macht.

Zwangsoperationen Erwachsener gibt es meines
Wissens nicht, oder weisst du da etwas anderes?

Zwangsoperationen nicht direkt. Aber es kam vor, dass die Ärzte die Betroffenen angelogen haben.

Das geschieht nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Sorge um diese
Menschen.

Wohl eher aus Sorge um die Eltern und die Gesellschaft. Intersexuelle Menschen haben schon mehrfach deutlich gemacht, dass auf diese Sorge gerne verzichten.

In der Tat ist nicht festgelegte Geschlechtlichkeit ja nicht
akzeptiert, aber erforderlich. Das geht schon bei der Entscheidung der
Toilettentüren los, und beim Wehrdienst oder der Ersatzabgabe geht es
weiter.

Das «Problem> mit den Toiletten ist keins im Vergleich zu den echten Problemen der Betroffenen. Und wer Menschen aufgrund des Geschlechts benachteiligen will, muss halt selber schauen, wie er mit Intersexuellen verfahren will. Das ist das Problem derjenigen, die diskriminieren wollen.

Die Folgen daraus tragen die betreffenden Personen selbst, wie das
Beispiel der geisteskranken Person in dem Interview treffend zeigt. Auch
John Moneys Versuchskaninchen ist ein gutes Beispiel, dass ein Mensch eine
(unter anderem geschlechtliche) Identität einfach braucht, und sog,
"Freiheit" keine Lösung ist. Die macht krank.

Deine Schlussfolgerung gibt dieser Fall nicht her. Er zeigt lediglich, dass man die Geschlechtsidentität eines Menschen nicht beliebig manipulieren kann. David Reimer hatte von Anfang an eine männliche Identität, die war nicht frei. Der Fall zeigt, dass eine Geschlechtsidentität nicht verordnet werden kann, auch nicht durch chirurgische Maßnahmen.

Unlogischer Unsinn. Krankhaftes Geltungsbedürfnis ist es. Ausserhalb der
Öffentlichkeit gibt es logischerweise überhaupt keine Probleme mit
mangelnder Toleranz.

Betroffene wissen anderes zu berichten. Aber die private Situation ist auch weniger ein Problem, da man dieser ausweichen kann. Aber wenn der Staat sich in den Weg stellt, kann man nicht ausweichen.

Das wird dann dazu führen, dass die Ablehnung noch grösser wird.

Möglich, aber nicht bei allen. Ich empfehle nach wie vor, den Gang an die Öffentlichkeit, wenn man etwas ändern möchte. Denjenigen, die sich dadurch noch stärker gestört fühlen, gilt meine volle Schadenfreude.

--
www.subitas.ch


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