Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Die unvollkommene Gesellschaft – Die ZEIT und der Kommunismus (Familie)

Christine ⌂ @, Samstag, 17.08.2019, 10:45 (vor 31 Tagen) @ Christine

Roger Letsch hat bei Vera Lengsfeld einen meines Erachtens bemerkenswerten Beitrag zum Thema geschrieben.

[..]Eine Quelle dieser wahnhaften Vorstellung von der Zerschlagung von Familie und Elternschaft, ja, genau genommen die wichtigste Quelle überhaupt, in der bereits all das ausgesprochen war, was Lewis darlegt und Hermsmeier beklatscht, bleibt im Zeit-Essay leider unerwähnt. Aus Gründen, möchte ich vermuten. All diese kalten Gedanken wurden nämlich schon von Louis Antoine Saint-Just gedacht und ausgesprochen – auch wenn diese nur fragmentarisch auf die Nachwelt gekommen sind, weil das Fallbeil diese gerade noch rechtzeitig abkürzte. In seinem Manuskript zu den „Institutionen“ beschreibt er präzise und bis ins penibelste Detail den Umbau Frankreichs in ein noch am ehesten dem antiken Sparta vergleichbares Staatsgebilde, in dem die „Institutionen“ über Moral und Tugend aller Menschen wachen und richten, ja sogar die einzige Quelle von Moral und Tugend sind.
 
Bei diesen „Institutionen“ handelt es sich nicht um eine Art ministerielle Einrichtung, wie wir sie heute kennen, sondern um Gebilde, die unmittelbare Kontrolle über alle Aspekte des Lebens jedes einzelnen Bürgers haben und Familienstrukturen ganz im Sinne Lewis und Hermsmeiers vollständig ersetzen sollten. Sätze daraus wie „die Kinder gehören bis zum 6. Lebensjahr der Mutter und danach dem Staat“ sind das geistige Wachs, aus dem heute Saint-Justs Nachfolger wieder ihre schiefen Kerzen ziehen. „Metallene Träume“ nannte Friedrich Sieburg in seinem biografischen Roman „Robespierre“ die Fragmente der „Institutionen“ Saint-Juists und ich frage mich, was an den Ideen dieses größten aller Terroristen der französischen Revolution ich erschreckender finde. Ihre Konsequenz oder die Detailversessenheit.[..]
 
Mein Pessimismus, der angesichts der Volten und Verstiegenheiten in diesem Land des Öfteren nach Depressionien auswandern möchte, muss hier allerdings einem heiteren Optimismus Platz machen. Denn, liebe Leser, so weit wird es nicht kommen! Noch ist Deutschland nicht verloren, die linke Revolution hinüber ins kommunistische „Paradies” verantwortungsloser Elternschaft und staatlicher Kinderaufzuchtstationen, aus denen dann die Jannitscharen der Gretajugend rekrutiert werden, wird nicht kommen.
 
Nicht nur, weil der Aufstand der schweigenden Mehrheit samt aller lauten Minderheiten ins Haus stünde, die man sich in internationalistischer Verblendung als „Kampfgenossen” ins Haus geholt hat (ausgerechnet!).[..] https://vera-lengsfeld.de/2019/08/15/die-unvollkommene-gesellschaft-die-zeit-und-der-kommunismus/

Es ist schwer, dass beste aus diesem Artikel herauszuziehen, weil man diesen komplett lesen sollte. Schön, dass der Autor am Ende noch etwas Optimismus übrig hat :-)

Christine

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohl angepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

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