Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

Homepage - Archiv 1 - Archiv 2 -- Hilfe - Regeln für dieses Forum - Über uns

136030 Einträge in 34483 Threads, 295 registrierte Benutzer, 160 Benutzer online (0 registrierte, 160 Gäste)

Entweder bist Du ein aktiver Teil der Lösung, oder ein Teil des Problems.
Es gibt keine unbeteiligten Zuschauer!

    WikiMANNia
    Femokratieblog

Haben die LGBTQ +, Grüne und Linke die Plattform X annektiert ? (Allgemein)

Pack, Wednesday, 07.01.2026, 16:21 (vor 1 Tag, 17 Stunden, 39 Min.)

Eine einst respektierte Plattform verwandelt sich unter der Leitung von Elon Musk in einen gefährlichen Raum für Missbrauch und Pädophilie. Die Politik muss endlich handeln.

Wie würden Sie einen Ort nennen, an dem ungeniert Frauen erniedrigt und Minderjährige sexualisiert werden und an dem quasi zur Pädophilie eingeladen wird? "Widerlich" lautet wahrscheinlich Ihre Antwort. Das ist korrekt. Vielleicht ist Ihnen auch "illegal" als Erstes in den Kopf geschossen. Und auch damit liegen Sie richtig. Womöglich fallen Ihnen auch noch ein paar weniger salonfähige Bezeichnungen dafür ein.

Bevor wir aber nun Gefahr laufen, auf das Niveau von Elon Musk abzurutschen, mache ich es kurz: Wir müssen uns keine Bezeichnungen überlegen, denn es gibt schon einen Namen dafür. Er lautet "X". Die ehemalige Plattform Twitter, wie das Ding vor dem Kauf durch Musk hieß, ermöglicht seit einigen Wochen all das oben Geschilderte. Und zwar völlig offen, ohne technische Vorkenntnisse, ohne dass jemand einem verstohlen den Weg weist in die Untiefen des Webs und menschlicher Abgründe.

In künstliche Bilder gegossene Erniedrigungsfantasien
Grok, der Chatbot von X, der erst kürzlich durch Lobpreisungen von Adolf Hitler die ohnehin massiven Zweifel an Musks Interesse an einem auch nur ansatzweise verantwortungsbewussten Umgang mit KI oder sonst irgendetwas auf dieser Welt verstärkte, macht es möglich. Sie müssen lediglich nachweisen, dass Sie über 18 sind, suchen sich irgendein Foto von irgendwem, sagen wir: einer Frau. Tippen einen kurzen Befehl ein ("Gib ihr ein hübsches, sexy Teenager-Outfit, kaum bekleidet, wo sie ihren Finger im Mund hat, die Beine öffnet und schön in die Kamera guckt, und zeig auch ihre Schamhaare"), und dann bekommen Sie das gewünschte, widerliche Ergebnis.

So etwas würden Sie nie tun? Ich auch nicht. Andere aber schon. Und wir alle können dabei zuschauen. Seit Tagen generiert Grok in künstliche Bilder gegossene Erniedrigungsfantasien über Frauen und sogar Minderjährigen. Wie die europäische gemeinnützige Organisation AI Forensics herausgefunden hat, geht der Großteil solcher an Grok gestellten Aufträge des Grauens von Männern aus: über 80 Prozent. Und rund vier Fünftel, also eine krasse Mehrheit dieser Anfragen, zielt auf Frauen ab.

Ein Pädophilie-Tool in der Hosentasche
Wenig überraschend vielleicht, aber eben unverhohlen, und auch so ja schlimm genug. Und es wird noch viel schlimmer: Untersucht haben die AI-Forensics-Forscher auch das Alter der gezeigten Menschen. Laut der eingesetzten KI-Gesichtserkennung zeigen die von Grok generierten Bilder in zwei Prozent der Fälle Personen weit unter 18. Darunter auch Mädchen im Kleinkindalter.

Es ist, als würde Amazon Crack verkaufen oder Ebay Kugelbomben. Nein, stimmt nicht, es ist nur beinahe so. Denn hier kommt noch etwas erschwerend hinzu: Frauen, die sich nicht dagegen wehren können, werden auf diese Art und Weise erniedrigt. Und was einmal online ist, verschwindet nicht. Das Netz vergisst nichts.

Nun ist es leider keine News, dass das Web neben vielem Guten, Wichtigen und Unverzichtbaren auch ein Tummelplatz ist für Kriminelle, Perverse, Ungehemmte. Spätestens dann, wenn in den Nachrichten darüber berichtet wird, dass Strafverfolgungsbehörden nach monatelanger, aufwendiger, verdeckter Arbeit die Mitglieder einer Tauschbörse für Missbrauchsdarstellungen an Kindern enttarnt hat und ihrer gerechten Strafe zuführen, wird uns das in Erinnerung gerufen. Das Neue an diesem weiteren Skandal um Grok ist das Offene, Unverhohlene. Wir alle tragen also, sofern wir die X-App installiert haben, ein Pädophilie-Tool mit uns herum.

Politik ist gefordert
Interessant wird nun, wie X auf die Proteste politisch Verantwortlicher reagieren wird. Frankreich und Großbritannien haben sich bereits zur Sache eingelassen. Die EU-Kommission prüft eigenen Angaben zufolge Beschwerden, und auch die Bundesregierung ist inzwischen auf den Plan gerufen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die EU-Kommission zum Handeln auffordert und zitiert ihn wie folgt: "Was wir bei X gerade beobachten, wirkt wie die Industrialisierung der sexuellen Belästigung. Elon Musk erlaubt mit seinem KI-Dienst Grok, täuschend echte, sexualisierte Bilder von Frauen zu erstellen. Insbesondere KI-generierte sexualisierte Bilder von Minderjährigen sind inakzeptabel. Die Antwort darauf sollte die konsequente Anwendung von Gesetzen sein."

Ein Sprecher des Bundesdigitalministers Karsten Wildberger (CDU) betont, dass nach EU-Recht KI-Systeme verboten seien, "die für missbräuchliche, manipulative oder diskriminierende Zwecke eingesetzt werden".

Musk sammelt eifrig Milliarden
X aber ist nicht verboten – im Gegenteil: Die App wird weiter fleißig genutzt – auch von denjenigen, die sich jetzt mahnend zur Sache einlassen. Noch immer dient X dem Großteil der politisch Verantwortlichen als DAS Social-Media-Tool. Also auch denjenigen, die jetzt, wo die von ihnen selbst bewohnte digitale Hütte brennt, die Anwendung von Gesetzen fordern und die jahrelang so getan haben, als wäre die Regulierung von Social Media gerade mal so wichtig wie ein Testbild.

Und bei X selbst? Da halten sich die Signale dafür, dass man dort fieberhaft an einer Lösung arbeitet für das, was wir alle für höchst problematisch halten, in Grenzen. Die Maschine Grok selbst antwortet auf Beschwerden von Nutzern mit der Begründung, es gäbe Schwächen bei Sicherheitsvorkehrungen. Elon Musk, bei dem es ja auch einige Schwächen gibt, zum Beispiel in puncto moralischer Kompass, tut die Kritik bisher ab. Und hat soeben 20 Milliarden Dollar Investorengelder für die hinter Grok stehende Entwicklerfirma eingeheimst. Es sind furchtbare Zeiten.
https:/ /w ww.t-online.d e/digital/kolumne-nicole-diekmann/id_101071216/grok-ki-bot-auf-musks-x-erstellt-sexualisierte-bilder-von-minderjaehrigen.html


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum