Thomas Bernhard zu Lehrern und Richtern (Politik)
"..., mein Onkel Georg hatte mir die Lehrer schon sehr früh als das bezeichnet, was sie in Wahrheit tatsächlich sind, verkrampfte Duckmäuser, die an ihren Schülern nur ihre perversen Launen auslassen, die sie zuhause bei ihren Ehefrauen nicht auslassen können. Die Lehrer sind von den sogenannten Gebildeten die gefährlichsten und die niederträchtigsten, hat mir mein Onkel Georg schon früh eingeimpft, sie stehen, was ihre Gemeinheit betrifft, auf gleicher Stufe mit den Richtern, die alle auf einer sehr niedrigen Stufe der menschlichen Gesellschaft stehen. Die Lehrer und die Richter sind die gemeinsten Knechte des Staates, sagte mir mein Onkel Georg, merke dir das. Er hat recht gehabt, ich habe diese Erfahrung oft und nicht nur hunderte, sondern tausende Male gemacht. Keinem Lehrer ist, wie keinem Richter, über den Weg zu trauen, sie vernichten bedenken- und hemmungslos, aus widerlicher Launenhaftigkeit und lauter Rachegelüsten über ihr unglückseliges verpfuschtes Leben, tagtäglich viele der ihnen ausgelieferten Existenzen und werden dafür auch noch bezahlt. Die Objektivität der Lehrer ist, wie auch die Objektivität der Richter, eine gemeine und heuchlerische Lüge, sagt mein Onkel Georg, er hatte recht. Wenn wir uns mit einem Lehrer unterhalten, kommen wir bald darauf, daß er ein aus Unzufriedenheit mit sich selbst, menschenzerstörender, ja letzten Endes weltzerstörender Charakter ist, genauso, wenn wir uns mit einem Richter unterhalten."
Thomas Bernhard, Auslöschung Ein Zerfall, Dritte Auflage 1986, S. 91f.
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- Polizist rechnet nach Völklingen-Urteil mit Gericht und Gutachten zum Täter ab -
Marvin,
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Ausschussquotenmann,
09.04.2026, 20:33
- Ehemaliger Richter Frank Fahsel über Richter und Staatsanwälte - Marvin, 09.04.2026, 21:51
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