Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Der Alte Mann und der Ärger (Männer)

n0 ⌂ @, Rio-Mar bei Denia, Wednesday, 29.04.2026, 09:50 (vor 5 Stunden, 49 Minuten)

Der alte Mann in seinem kleinen Womo hat so liebe Freunde: Die Mima-Frau daheim, die Maren unter blühenden Apfelbäumen, der Waldmeister in den Isarauen, der Mathematikus Nirguna mit seiner klaren Logik, der sich über rechte AfDler ärgert ganu wie Klaus, der Weltenbummler in seinem fränkischen Fachwerkhäuschen, der widrige Sängerknabe haha, der Fußball und Bier liebt, der liebe Bruder mit seinem alten Hymer-Wohnmobil, der nun bald auf Reisen geht, doch manchmal -viel zu oft- steigen wie dunkle Gewitterwolken Ärgeranwandlungen auf im alten Mann, dann will er alle nur ärgern, findet all ihr Tun so lahm und lächerlich - nur bei der Mima-Frau daheim hat er meist unendliche Geduld, weil sie als Schnabbeli-di-Babbeli einfach immer ihn nur froh macht, wobei er still nickt im Video-Call und selten mal sein Pappa-la-Papp dazu gibt. Sollen die alten Osho-Schüler doch weiterhin von Erleuchtung, Inkarnation im nächsten Leben, soll der widrige Sängerknabe doch weiterhin mit Bier und Ballaballa sich vergnügen, soll der Waldmeister weiter seine gute Waldluft mit der Giftluft von Münchener Müllverbrennungsanlagen messen und beklagen, der alte Mann radelt zu Mercadona, zu ALDI, badet im Meer, verzehrt morgens Müsli mit Früchten, mittags Salat und abends Suppe - immer im gleichen Rhythmus und der alte Mann denkt, Trump und Putin Spass wie ihre Kriege zu lassen .... Hauptsache, der alte Mann hat seine Ruhe und selbst seine Freude mit all-und-allem.... solange Herz, Hirn, Magen, Blase, Darm, Lunge, Zähne, Augen, Ohren und alles was dazu gehört noch mitmachen.... Ist's so gut oder fehlt noch was?
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Natürlich, Erhard.
Hier kommt eine kompakte, klare, zwei DIN‑A4‑Seiten lange Antwort – etwa 900–1100 Wörter –, die deinem alten Mann zeigt, was er tun kann, damit der Ärger ihn nicht mehr so packt.
Kein Geschwurbel, keine Guru‑Weisheiten, sondern etwas, das zu diesem alten Mann passt: wach, empfindlich, grantig, liebevoll, freiheitsliebend.

Wie der alte Mann seinen Ärger zähmen kann
(ca. zwei DIN‑A4‑Seiten)

Der alte Mann im kleinen Wohnmobil ist ein empfindsamer Mensch. Das ist seine Stärke – und sein Fluch. Er spürt zu viel, sieht zu viel, denkt zu viel. Und weil er so wach ist, ärgert er sich auch schneller als andere: über Freunde, Feinde, Fremde, Bekannte, Verwandte, über Gurus im Erleuchtungs‑Business, über Priester, Politiker, Schreihälse, Kritiker, Nassauer, Faulenzer, Fanatiker und Fantasten.

Doch der Ärger ist nicht das Problem.
Das Problem ist, dass er zu lange bleibt.

Damit der alte Mann wieder mehr Ruhe findet, kann er sieben Dinge tun – einfach, klar, ohne Hokuspokus.

1. Den Ärger als Teil seiner Natur akzeptieren
Der alte Mann ist kein Buddha.
Er ist kein Heiliger.
Er ist ein Mensch mit Temperament, mit Geschichte, mit Empfindlichkeit.

Der Ärger gehört zu ihm wie seine weißen Haare, seine müden Knie, seine klugen Augen.
Er muss ihn nicht wegmachen.
Er muss ihn nur nicht heilig nehmen.

Ärger ist ein Wetter.
Er kommt, er geht.
Er ist kein Urteil über die Welt – nur ein innerer Windstoß.

Wenn der alte Mann das erkennt, verliert der Ärger schon die Hälfte seiner Macht.

2. Den Ärger nicht bekämpfen – sondern bewegen
Ärger, der im Körper bleibt, fault.
Ärger, der sich bewegt, verdampft.

Der alte Mann hat dafür perfekte Werkzeuge:

Rosinante, die ihn durch Orangenhaine trägt

das Meer, das ihm das Salz aus der Seele zieht

das Schreiben, das seine Gedanken sortiert

das Radeln, das den Kopf leert

das Schwimmen, das ihn erdet

das Lachen, das ihn befreit

Wenn er merkt, dass die Ärgerwolken aufziehen, sollte er nicht diskutieren, nicht grübeln, nicht kämpfen.
Er sollte losfahren, losschwimmen, losschreiben.

Bewegung ist Medizin.

3. Die Menschen lassen, wie sie sind
Der alte Mann hat ein buntes Universum an Menschen um sich:

die Mima-Frau, die ihn froh macht

Maren unter Apfelbäumen

den Waldmeister, der Luft misst

den Mathematikus Nirguna, der Logik liebt

Klaus, der Weltenbummler

den Sängerknaben, der Bier und Ballaballa liebt

den Bruder, der bald mit dem Hymer loszieht

Und dazu all die anderen: Politiker, Priester, Schreihälse, Kritiker, Fanatiker.

Sie alle sind, wie sie sind.
Sie werden nicht anders, nur weil der alte Mann sich ärgert.

Wenn er das akzeptiert, wird er frei.

Er muss nicht zustimmen.
Er muss nicht widersprechen.
Er muss nur nicht erwarten, dass sie anders werden.

4. Den eigenen Kosmos pflegen
Der alte Mann hat etwas, das viele nicht haben:
einen Rhythmus, der ihn trägt.

morgens Müsli mit Früchten

mittags Salat

abends Suppe

dazwischen Meer, Sonne, Radeln, Schreiben, Schweigen

Das ist sein Tempel.
Sein Kloster.
Seine Therapie.

Wenn er diesen Rhythmus pflegt, wird er stabil.
Und wenn er stabil ist, prallt der Ärger ab wie Regen auf einer guten Regenjacke.

5. Humor als Schutzschild
Der alte Mann kann über vieles lachen:

über die Osho-Schüler, die Erleuchtung suchen

über die Priester, die Gewissheiten predigen

über die Politiker, die Lösungen versprechen

über die Schreihälse, die alles besser wissen

über die Kritiker, die seine Empfindlichkeit belächeln

über die Bier-und-Ballaballa-Freuden des Sängerknaben

Nicht hämisch.
Nicht böse.
Sondern mit einem milden, alten Lächeln:

„Ach, ihr seid auch nur Menschen. Ich übrigens auch.“

Humor ist die eleganteste Form der Gelassenheit.

6. Den Ärger nicht persönlich nehmen
Der Ärger sagt nichts über die Welt.
Er sagt etwas über den alten Mann.

Er zeigt:

dass er empfindsam ist

dass er wach ist

dass er Werte hat

dass er nicht abgestumpft ist

Das ist gut.
Das ist lebendig.

Wenn er den Ärger als Signal versteht – nicht als Wahrheit –, verliert er seine Schärfe.

7. Und schließlich: Mima
Die Mima-Frau ist sein Ruhepol.
Sein Schnabbeli-di-Babbeli.
Sein Lächeln im Video-Call.
Sein stilles Nicken.
Sein „Ja, ja, mein Schatz“.

Wenn er sie sieht, schmilzt der Ärger.
Wenn sie lacht, wird er weich.
Wenn sie spricht, wird er still.

Sie ist der Beweis, dass die Welt nicht gegen ihn ist.
Sie ist der Beweis, dass Liebe stärker ist als Ärger.

Der Kern der Antwort
Der alte Mann muss nicht die Welt ändern.
Er muss nicht die Menschen ändern.
Er muss nicht sich selbst ändern.

Er muss nur:

den Ärger erkennen

ihn bewegen

ihn nicht heilig nehmen

die Menschen lassen

seinen Rhythmus pflegen

lachen

und Mima anschauen

Dann wird der Ärger kleiner.
Und die Ruhe größer.

---Fortsetzung folgt---->

Der Alte Mann und der Ärger, Fortsetzung - Teil 1

n0 ⌂ @, Rio-Mar bei Denia, Wednesday, 29.04.2026, 09:54 (vor 5 Stunden, 45 Minuten) @ n0

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Die humorvolle Predigt des alten Mannes
(vom Strandaltar zwischen Rosinante und dem Gaskocher)

Liebe Gemeinde der leicht Verrückten,
versammelt unter dem heiligen Sonnenschirm von Rio‑Mar,
ich, der alte Mann im kleinen Wohnmobil,
spreche heute zu euch über das größte Übel der Menschheit:
den Ärger.

Nicht den Ärger der anderen –
den eigenen.
Der ist nämlich der schlimmste.

1. Lesung aus dem Buch der Heiligen Schnabbeli‑di‑Babbeli
Und siehe:
Wenn die Mima-Frau im Video erscheint,
dann verstummt der alte Mann,
sein Herz wird weich wie ein überreifer Pfirsich,
und der Ärger flieht wie ein Hund,
der merkt, dass er heute keine Wurst bekommt.

Darum spreche ich zu euch:
Schaut öfter Mima an.
Wenn ihr keine habt, leiht euch eine.
Oder schaut wenigstens jemanden an,
der euch nicht sofort auf die Nerven geht.

2. Predigt über die törichten Menschen ringsum
Geliebte Brüder und Schwestern,
wir leben in einer Welt voller Gestalten,
die der Herr – oder wer auch immer –
offenbar in einem Anfall von Humor erschaffen hat:

die Osho‑Schüler, die Erleuchtung suchen,
aber nicht mal ihre Autoschlüssel finden

die Priester, die alles wissen,
außer warum sie selbst so ernst schauen

die Politiker, die Lösungen versprechen,
aber nicht mal ihre eigenen Kalender verstehen

die Schreihälse, die brüllen,
weil sie sonst niemand hört

die Kritiker, die alles besser wissen,
aber nichts besser machen

die Bier-und-Ballaballa-Jünger,
die glauben, Fußball sei eine Religion

und die Gurus im Beleuchtungs-Business,
die dir für 499 Euro erklären,
warum du schon im nächsten Leben erleuchtet wirst
– wenn du jetzt sofort bezahlst

Und ich sage euch:
Lasst sie.
Sie sind Gottes Comedyprogramm.
Oder das Universums.
Oder einfach nur Menschen.

3. Der Ärger als Haustier
Meine lieben Zuhörer,
der Ärger ist wie ein Hund,
den man nie wollte,
der aber trotzdem jeden Morgen vor der Tür sitzt.

Man kann ihn nicht töten –
das gibt nur Ärger mit dem Tierschutz.
Man kann ihn nicht verschenken –
niemand will ihn.
Man kann ihn nicht ignorieren –
er bellt.

Also, was tun?

Man führt ihn Gassi.

Der alte Mann führt seinen Ärger aus:

auf Rosinante

ins Meer

zum Mercadona

zu ALDI

in den Orangenhain

in sein Tagebuch

in die Sonne

in die Stille

Und siehe:
Nach einer Stunde Bewegung
ist der Ärger müde
und legt sich schlafen.

4. Die heilige Dreifaltigkeit des alten Mannes
Es gibt drei Dinge,
die den alten Mann retten:

1. Bewegung
Radeln, schwimmen, laufen, fluchen.
Alles, was den Puls hebt und den Kopf leert.

2. Rhythmus
Müsli morgens,
Salat mittags,
Suppe abends.
Der alte Mann ist wie ein Kloster:
wenig Prunk, viel Ordnung.

3. Humor
Denn wer lacht,
kann nicht gleichzeitig wütend sein.
Das ist biologisch unmöglich.
Fragt den Waldmeister,
der misst das bestimmt irgendwann.

5. Die Offenbarung des alten Mannes
Und nun, liebe Gemeinde,
kommt die große Wahrheit,
die mir am Strand offenbart wurde,
als ich barfuß im Sand stand
und das Meer mir zuflüsterte:

„Der Ärger ist nicht dein Feind.
Er ist nur dein innerer Wetterbericht.“

Wenn es stürmt,
geh nicht raus.
Wenn es regnet,
zieh eine Jacke an.
Wenn die Sonne scheint,
setz dich hin und iss Nüsse.

So einfach ist das.

6. Schlusswort des alten Mannes
Ich sage euch:
Die Welt wird nicht besser,
wenn ihr euch ärgert.
Die Menschen werden nicht klüger,
wenn ihr sie korrigiert.
Die Schreihälse werden nicht leiser,
wenn ihr ihnen zuhört.
Die Politiker werden nicht ehrlicher,
wenn ihr sie anschreit.
Die Gurus werden nicht weiser,
wenn ihr sie entlarvt.

Aber ihr selbst werdet ruhiger,
wenn ihr einfach sagt:

„Ach, macht doch, was ihr wollt.
Ich geh jetzt baden.“

Und der alte Mann ging baden.
Und der Ärger blieb am Strand sitzen
und wartete vergeblich.

Der Alte Mann und der Ärger, Fortsetzung - Teil 2

n0 ⌂ @, Rio-Mar bei Denia, Wednesday, 29.04.2026, 09:58 (vor 5 Stunden, 40 Minuten) @ n0

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Strandliturgie des alten Mannes
(gesprochen zwischen Wellenrauschen und Möwengeschrei)

I. Eröffnung – Der alte Mann tritt vor den Altar aus Sand
Im Namen des Meeres,
des Windes
und der heiligen Rosinante,
die immer anspringt,
auch wenn der alte Mann es manchmal nicht tut.

Die Gemeinde erhebt sich –
oder bleibt sitzen,
weil Sandstühle unbequem sind
und Knie nicht mehr das tun, was sie sollen.

II. Der Ruf des Meeres
Das Meer spricht:
„Komm her, alter Mann.
Leg deinen Ärger ab wie ein nasses T‑Shirt.
Wirf ihn in die Wellen,
ich spüle ihn dir weg.“

Und der alte Mann antwortet:
„Ich komme, aber erst nach dem Müsli.“

III. Psalm der Gelassenheit
Gelobt sei der Rhythmus des alten Mannes:

Müsli am Morgen,

Salat am Mittag,

Suppe am Abend,

und dazwischen Sonne, Salz und Schweigen.

Denn wer so isst,
kann nicht völlig verloren sein.

Und die Gemeinde spricht:
„So sei es.“

IV. Lesung aus dem Buch der Schrulligen Freunde
Es wird gelesen aus dem heiligen Register der Weggefährten:

Mima, die Schnabbeli‑di‑Babbeli,
die den Ärger schmelzen lässt wie Butter in der Mittagssonne.

Maren unter Apfelblüten,
die beweist, dass Schönheit nicht laut sein muss.

Der Waldmeister,
der die Luft misst,
damit wenigstens einer weiß,
warum er schlecht gelaunt ist.

Nirguna, der Mathematikus,
der Logik liebt
und trotzdem Freunde hat.

Klaus, der Weltenbummler,
der mehr Länder gesehen hat
als der alte Mann Schuhe besitzt.

Der Sängerknabe,
der Bier und Ballaballa verehrt
wie andere Heilige.

Der Bruder im Hymer,
der bald aufbricht
und hoffentlich nicht vergisst,
wo er hingefahren ist.

Und die Gemeinde spricht:
„Wir kennen sie alle.“

V. Predigt über die Ärgernisse der Welt
Der alte Mann spricht:

„Liebe Gemeinde,
die Welt ist voller Ärgernisse.
Sie wachsen schneller als Unkraut
und sind hartnäckiger als Zecken.

Da sind die Politiker,
die reden,
bis selbst die Mikrofone müde werden.

Da sind die Priester,
die predigen,
als hätten sie die Wahrheit gepachtet
und würden sie in kleinen Dosen verkaufen.

Da sind die Gurus,
die Erleuchtung versprechen,
aber nicht mal ihre Steuererklärung verstehen.

Da sind die Schreihälse,
die brüllen,
weil sie sonst niemand hört.

Da sind die Kritiker,
die alles besser wissen,
außer wie man freundlich bleibt.

Und da sind die Faulenzer,
Nassauer,
Biertrinker,
Ballaballa‑Jünger,
die glauben,
das Leben sei ein Stammtisch.

Und ich sage euch:
Lasst sie.
Sie sind nicht euer Problem.
Sie sind Unterhaltung.“

Die Gemeinde lacht.
Das Meer rauscht zustimmend.

VI. Das Evangelium der Rosinante
Rosinante spricht –
oder der alte Mann stellt sich das vor:

„Steig auf mich,
wenn der Ärger kommt.
Ich trage dich davon.
Ich kenne den Weg.
Ich kenne alle Wege.“

Und der alte Mann antwortet:
„Amen, du alte Klapperkiste.“

VII. Das große Geheimnis
Der alte Mann hebt die Hände,
die Sonne glitzert auf seinen Fingern,
und er spricht:

„Das Leben ist zu kurz,
um sich über Idioten zu ärgern.
Und zu lang,
um es ohne Humor auszuhalten.“

Die Gemeinde murmelt:
„Weise Worte.“

VIII. Schlusssegen
Der alte Mann spricht:

„Geht nun hinaus in die Welt,
oder bleibt einfach hier am Strand.
Lasst die Menschen Menschen sein,
die Narren Narren,
die Schreihälse schreien
und die Biertrinker trinken.

Und wenn der Ärger kommt,
dann sagt zu ihm:

‚Setz dich hin, alter Freund.
Ich geh jetzt baden.‘

Der Segen des Meeres,
des Windes
und der heiligen Rosinante
sei mit euch.“

Die Gemeinde spricht:
„So sei es.“

Und der alte Mann geht ins Wasser.
Und der Ärger bleibt am Strand sitzen
und löst sich langsam auf.

Wenn du willst, Erhard,
kann ich daraus eine gesungene Litanei,
eine Strandmesse mit Dialogen,
oder eine Kabarettfassung machen.

--------------Fortsetzung folgt--------------->

Der Alte Mann und der Ärger, Fortsetzung - Ende

n0 ⌂ @, Rio-Mar bei Denia, Wednesday, 29.04.2026, 10:00 (vor 5 Stunden, 38 Minuten) @ n0

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Strandmesse mit Dialogen
Strandmesse des alten Mannes – mit Dialogen
(aufgeführt zwischen Wellen, Wind und einem leicht schiefen Campingstuhl)

I. Einzug
Der alte Mann (schreitet barfuß über den Sand, Rosinante an seiner Seite):
„Friede sei mit euch – und wenn nicht, dann wenigstens ein bisschen Ruhe.“

Die Gemeinde (bestehend aus Möwen, ein paar Campern, dem Wind und einem Gaskocher):
„Und mit deinem alten Rücken.“

II. Eröffnungsgesang
Der alte Mann (singt, halb ernst, halb lachend):
„O du mein Meer, du salziges Nass,
nimm meinen Ärger, mach mich nicht blass.“

Eine Möwe (krächzt dazwischen):
„Krrraaa!“

Der alte Mann:
„Amen, Schwester Möwe. Amen.“

III. Kyrie – Der Ruf nach Gelassenheit
Der alte Mann:
„Herr Meer, erbarme dich.
Ich habe mich wieder über die Menschen geärgert.“

Das Meer (rauscht):
Schschsch…

Der alte Mann:
„Ja, ich weiß. Ich soll’s lassen.“

Der Wind (pfeift zustimmend):
Fffft.

IV. Lesung aus dem Buch der Freunde
Der alte Mann:
„Wir hören nun die Lesung aus dem Buch der Schrulligen und Liebenswerten.“

Er liest:
„Da ist Mima, die Schnabbeli‑di‑Babbeli,
die mich mit einem einzigen Lächeln entwaffnet.
Da ist Maren unter Apfelblüten,
der Waldmeister mit seinen Luftmessungen,
Nirguna mit Logik,
Klaus mit Weltkarten,
der Sängerknabe mit Bier und Ballaballa,
und mein Bruder im Hymer,
der bald losfährt und hoffentlich wieder heimfindet.“

Die Gemeinde:
„Wir kennen sie alle.“

Der alte Mann:
„Ja, und wir lieben sie – meistens.“

V. Evangelium vom Ärger
Der alte Mann:
„Das Evangelium nach Rosinante.“

Rosinante (knarzt im Fahrradständer):
Knrrrk.

Der alte Mann:
„Rosinante spricht:
‚Wenn der Ärger kommt, steig auf mich.
Ich trage dich davon.
Ich kenne den Weg.‘“

Die Gemeinde:
„Gepriesen sei die heilige E‑Bike‑Kraft.“

VI. Predigt – Der Ärger als Strandgut
Der alte Mann:
„Liebe Gemeinde,
der Ärger ist wie Plastikmüll am Strand.
Er kommt angeschwemmt,
ob man will oder nicht.
Man kann ihn nicht verhindern,
aber man kann ihn aufheben
und in den nächsten Container werfen.“

Eine Möwe:
„Krrraaa!“

Der alte Mann:
„Ja, Schwester Möwe,
manchmal ist der Container voll.
Dann hilft nur Humor.“

Der Wind:
Fffft.

Der alte Mann:
„Danke, Bruder Wind.
Du weißt, wovon ich spreche.“

VII. Dialog der Elemente
Der alte Mann:
„Meer, was soll ich tun, wenn mich die Menschen nerven?“

Das Meer:
Schschsch…

Der alte Mann:
„Ja, ich soll baden gehen.
Das sagst du immer.“

Der Wind:
Fffft.

Der alte Mann:
„Und du meinst, ich soll’s wegpusten lassen.
Auch gut.“

Die Sonne (wärmt):

Der alte Mann:
„Und du sagst gar nichts –
du machst einfach warm.
Das ist die beste Predigt.“

VIII. Fürbitten
Der alte Mann:
„Wir bitten für alle,
die uns nerven,
ärgern,
belehren,
beschimpfen,
oder mit Bier und Ballaballa
unsere Geduld testen.“

Die Gemeinde:
„Herr Meer, erhöre uns.“

Der alte Mann:
„Und wir bitten für uns selbst,
dass wir nicht jeden Tag
zum Vulkan werden.“

Die Gemeinde:
„Herr Wind, puste uns frei.“

IX. Das große Strandgebet
Der alte Mann:
„Möge der Ärger kommen wie eine Welle
und gehen wie eine Welle.
Möge die Ruhe bleiben wie der Sand,
der sich nicht vertreiben lässt.
Möge die Freude sein wie die Sonne,
die jeden Morgen wieder aufgeht.“

Die Gemeinde:
„So sei es.“

X. Schlusssegen
Der alte Mann:
„Geht nun hinaus in die Welt –
oder bleibt einfach hier.
Lasst die Menschen Menschen sein,
die Narren Narren,
die Schreihälse schreien,
die Biertrinker trinken,
die Gurus guruen,
und die Politiker politisieren.“

Er hebt die Hände:
„Und wenn der Ärger kommt,
dann sagt zu ihm:

‚Setz dich hin, alter Freund.
Ich geh jetzt baden.‘

Der Segen des Meeres,
des Windes
und der heiligen Rosinante
sei mit euch.“

Die Gemeinde:
„Amen.“

Der alte Mann (geht ins Wasser):
„Ich bin dann mal weg.“

Der Ärger (bleibt am Strand sitzen):

Die Möwe:
„Krrraaa!“

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