Ausgerechnet der RAF Sympathisant und gegen Polizisten-Gewalttäter, labert von Demokratie.
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Ex-Außenminister zu Umfragewerten
Joschka Fischer zur AfD: "Spinnen die Deutschen jetzt wieder?"
Joschka Fischer schlägt Alarm: Eine AfD an der Macht würde das internationale Vertrauen in Deutschland zerstören. Der Ex-Außenminister findet auch klare Worte zu Altkanzler Schröder.
Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat die CDU eindringlich vor einer Kooperation mit der AfD gewarnt. "Es gibt unter der Oberfläche eine Debatte in der CDU, ob sie nicht mit der AfD kooperieren, sogar koalieren kann", sagte Fischer dem "Tagesspiegel" laut Meldung vom Sonntag. "Eine solche Zusammenarbeit würde die CDU nicht überleben. Es würde sie spalten."
Ein Ende der CDU wiederum würde Deutschland "erheblich destabilisieren", warnte Fischer. Die Frage, ob er Kanzler Friedrich Merz (CDU) die Äußerung abnehme, niemals mit der AfD zu koalieren, bejahte Fischer.
Angesichts der derzeit hohen Umfragewerte für die in Teilen rechtsextreme Partei warnte der frühere Chefdiplomat generell vor einer Regierungsverantwortung für die AfD. Das wäre "ein schwerer Schlag für die deutsche Demokratie". Das internationale Vertrauen in Deutschland würde in einem solchen Falle "kollabieren". Europa habe keine Zukunft, wenn in den wichtigsten europäischen Ländern Nationalisten an die Macht kämen.
"Wenn Sachsen-Anhalt so wählt, wie es die Umfragen jetzt zeigen, werden die Menschen vor Ort einen hohen Preis bezahlen. Und wir mit ihnen", so Fischer. "Sollte die AfD in einem Land an die Macht kommen, wird man sich in Polen und Frankreich fragen, ob es wieder so weit ist. Wir werden dann die Frage hören: Spinnen die Deutschen jetzt wieder?"
Fischer über Schröder: "Damit hat er sich selbst geschadet"
In dem Interview äußerte sich Fischer auch kurz zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), in dessen rot-grüner Regierung Fischer bis 2005 Außenminister und Vizekanzler war. "Ich habe mit diesem Mann gut zusammengearbeitet, aber ich teile seine Haltung zu Russland null Komma null", so Fischer. "Doch ich trete nicht nach."
Er bedaure, dass Schröder den Weg gegangen sei, den er gegangen sei. "Damit hat er sich selbst geschadet, aber auch dem rot-grünen Projekt", so Fischer. Auf die Frage, wann der frühere Außenminister Kontakt zu Schröder gehabt habe, antwortete Fischer kurz: "Lange, lange her."
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte kürzlich Altkanzler Schröder als seinen bevorzugten Vermittler von europäischer Seite im Ukraine-Konflikt genannt. Der 82-jährige frühere SPD-Chef gilt als persönlicher Freund Putins und war auch nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine für russische Energiefirmen tätig. Das brachte ihm erhebliche Kritik ein.