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Acht Mitglieder der gesichert Terroristischen ANTIFA zu insgesamt 450 Jahren Haft verurteilt (Allgemein)

Pack, Wednesday, 24.06.2026, 08:16 (vor 1 Stunden, 6 Minuten)

450 Jahre Haft für Anti-ICE-Demonstranten

Nach Ausschreitungen vor einem Abschiebezentrum in Texas stehen acht Verurteilte vor Gericht. Die Anklage sieht sie als Terroristen an.

Ein Gericht im US-Bundesstaat Texas hat acht Demonstranten zu Haftstrafen von insgesamt 450 Jahren verurteilt. Die Angeklagten hatten am 4. Juli 2025 vor einem Abschiebezentrum der Einwanderungsbehörde ICE nahe Dallas protestiert. Das US-Justizministerium teilte mit, es handele sich um die ersten Urteile, seit Präsident Donald Trump die "Antifa" (kurz für "antifaschistisch") als Terrororganisation eingestuft hatte.

Die höchste Einzelstrafe traf Benjamin S.: Das Gericht verurteilte ihn als Anführer der Gruppe zu 100 Jahren Haft. Die Geschworenen sprachen ihn wegen versuchten Mordes an einem Vollzugsbeamten schuldig. S. hatte dem Mann nach Überzeugung der Jury in den Hals geschossen; der Bundesbedienstete überlebte. Die übrigen sieben Verurteilten erhielten Strafen zwischen 30 und 70 Jahren. Sie hatten am Nationalfeiertag Feuerwerkskörper vor der ICE-Einrichtung gezündet und wurden zudem schuldig befunden, "Terroristen materielle Hilfe geleistet" zu haben.

Anklage sprach von Antifa-Mitgliedern
Die Anklage warf den Angeklagten, die sie als "Antifa"-Mitglieder bezeichnete, einen "terroristischen Angriff" auf die Einrichtung vor. Der amtierende Justizminister Todd Blanche, früher Trumps persönlicher Anwalt, erklärte: "Die heute verhängten Strafen zeigen, dass Antifa-Terroristen, welche die Sicherheitskräfte und Bundesgebäude angreifen, mit einer schnellen und unerbittlichen Justiz rechnen müssen."

Der Anwalt des Hauptangeklagten, Philip Hayes, widersprach dieser Darstellung. Laut dem Sender PBS sagte Hayes: "Das hier ist nicht ein Haufen Terroristen. Das ist eine Gruppe von Kindern und jungen Erwachsenen, die wirklich ein großes Herz haben und deren Stimme wirklich gehört werden sollte." Die Demonstranten hätten niemals beabsichtigt, jemanden zu verletzen.

Antifa ist eine linke Ideologie
Hinter dem Begriff "Antifa" steckt Experten zufolge eher eine linke Ideologie als eine feste Gruppierung. Trump hatte die "Antifa" im vergangenen Jahr pauschal als Terrororganisation einstufen lassen und wirft ihr vor, für den Tod des Podcasters und Rechtsaußen-Aktivisten Charlie Kirk am 10. September verantwortlich zu sein, der mit ihm befreundet war.

Das Verfahren in Texas gilt als Modellfall. Nach Protesten gegen Abschieberazzien in Minneapolis legt die US-Bundesjustiz 15 weiteren Menschen Verbindungen zur Antifa zur Last. Bei den Protesten in Minneapolis waren zu Jahresbeginn zwei US-Bürger durch Vollzugsbeamte getötet worden. Trump geriet dadurch unter Druck und entließ Anfang März Heimatschutzministerin Kristi Noem. Das Strafmaß gegen acht weitere Angeklagte in Texas wird am 1. Juli erwartet.


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