Pressefreiheit: Niedersachsens Medienpranger - Wenn Leser zu Tätern werden (Politik)
Die mit Steuergeld finanzierte „Aussteigerhilfe Rechts“ sortiert Zeitschriften in verdächtig und unverdächtig. Diesem Pranger will die JUNGE FREIHEIT nun vor Gericht ein Ende bereiten. Von JF-Chefredakteur Dieter Stein.
Wir nähern uns dem Ende einer ins Absurde gesteigerten Meinungslenkung in Deutschland. Die technische Revolution durch Internet und Soziale Medien pulverisiert das Geschäftsmodell etablierter Pressekonzerne, aber auch die Machtstellung öffentlich-rechtlicher Sender. Ihre unangefochtene Dominanz im öffentlichen Raum ist Geschichte.
Trotzdem überlebt in Behörden der Aberglaube, Bürgern diktieren zu können, was sie zu lesen und zu denken haben. Recherchen der JUNGEN FREIHEIT brachten jetzt zutage, wie eine mit Steuergeld finanzierte „Aussteigerhilfe Rechts“ unter Verantwortung des niedersächsischen Justizministeriums kritische Presse an den Pranger stellt: Neben dieser Zeitung warnt die Behörde vor der Lektüre von Cato, Tichys Einblick, eigentümlich frei und anderen konservativ-freiheitlichen Medien und stellt sie neben einschlägig rechtsextreme Organe. Ein Behördenmitarbeiter versteigt sich dazu, JF-Leser als „Täter“ zu bezeichnen.
Einfach nur linker Faschismus das ist
Das schlimme an solchen Aussagen ist ja...
... das die das wirklich glauben und gegen Glauben kommt man schlecht an.
Ich habe mir gestern ein Video von Ben ungeskripted mit Michael Kyrath angesehen. Das ist der Vater der 17-jährigen Ann-Marie, die in Schleswig-Holstein von einem Asylbewerber zusammen mit ihrem Freund in einem Zug ermordet worden ist.
Er hat u.a. in Berlin mit einem hochrangigen Politiker gesprochen (dessen Namen er nicht genannt hat) und erzählte, dass der Politiker gesagt habe, dass eine Lidl-Verkäuferin 10.000 Euro im Monat verdienen würde.
Den Zusammenhang bekomme ich nicht mehr hin, ist aber letztendlich egal. Michael Kyrath war fassungslos und sagte, der glaubte das wirklich.
Wenn Politiker solche Märchen glauben, dann kann ich mir auch erklären, warum die der Meinung sind, man könne der Bevölkerung noch mehr Geld aus der Tasche ziehen.
Christine
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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohl angepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein