Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Frauenpower im Beruf (Frauen)

Peter, Samstag, 07.12.2013, 11:53 (vor 2112 Tagen)
bearbeitet von Peter, Samstag, 07.12.2013, 12:17

In den Tagen war ich mal wieder unterwegs in einem Konzern mit vielen Niederlassungen. Europaweit etwa 50 Niederlassungen.

Begrüßt wurde ich von einer schönen Frau in dem Konzern, die mir gegenüber sehr sympathisch war. So werde ich auch grundsätzlich behandelt, weil ich in einem sehr komplexen technischen Bereich ständig Licht in die Dunkelheit bringe.
Wobei ich mich inzwischen an eines gewöhnt habe. Die ersten Blicken dieser „Empfangsdamen“ ist immer dieser Blick „Was ist denn des einer?“. Der Grund ist auch einfach. Ich komme sehr nonchalante bekleidet an, wie quasi jeder auf der Straße, mit einem Rucksack auf dem Rücken, weil ich den Rucksack als komfortable empfinde. Dass ich keinen Anzugspflicht(vornehme Arbeitsuniform) habe, empfinde ich auch als Privileg meines Berufes. Stundenlang mit dem Zug und Flugzeug unterwegs möchte ich den Rucksack mit nichts anderen tauschen. An manchen Tagen nehme ich mir auch nicht die Zeit für eine Rasur. Nachdem ich mich bei der Empfangsdame offenbart habe – was ich ja muss – ändert sich alles: Der Blick, der Charme, alles.

Später war dann die Männerrunde angesagt. Frauen an meinem Tisch bin ich höchstens als Schmuckbeiwerk gewohnt. Frauen haben einfach kein technisches Verständnis. Und wenn doch eine angebliche Ingenieurin in der Runde teilnimmt, sind das kindliche Benehmen und die sinnlose Zickerei nicht weit. Die Sachlichkeit geht meistens verloren und Scheinargumente nehmen dafür zu. Die Empfangsdame erschien kurz und ging wieder. In der Männerrunde erwähnte ich den Satz „Scheint eine witzige und nette Frau zu sein“ und stach unbewusst in ein Wespennest: “Das ist die Geliebte von Chef. Solche Frauen hasse ich!“ war plötzlich zu hören worauf ich mit „Gelebte Frauenpower“ reagierte und dabei an die Weisheit „Das Beste, was viele Frauen tun können, ist meistens sich auszuziehen“ dachte.

Der Mann kam dann erstrecht in Rasche: „Das ist fast in jeder zweiten Niederlassung der Fall. Da poppen die JUNGEN Frauen sich hoch, haben von nichts eine Ahnung, aber jeder müsse nach ihrer Laune sich richten. Jede zweite dieser Frauen wird in der Regel wegen Mobbing an Mitarbeiter entlassen. In einer Niederlassung konnte die Empfangsdame und Bürokraft einen Ingenieur rausmobben. Die mischte sich in einem Fachgebiet ein, wo sie gar keine Ahnung hatte. Später wurde die Frau auch wegen Mobbing entlassen und der Ingenieur wieder eingestellt.“

Zwei Tage später kam ich in meinem nahen Umfeld in einem Kreis von 40-jährigen Frauen, denen ich das Thema erwähnte. Und nu ratet mal? – Natürlich, die Chefs würden die jungen Dinger schamlos ausnutzen. Und nu ratet mal weiter? – Jawohl, so gut wie jede zweite Frau in dieser Runde ist dafür bekannt, dass sie mal in ihrem Leben mit einem Vorgesetzten geschlafen hatte. Sicherlich spielte auch ein wenig der Neid auf die jungen Dinger eine Rolle, die es immer noch können. Aber primär war es doch Eigenschutz der Damen, die ihr eigenes Verhalten nicht verteufelt wollen wissen.

Dass auch aus Eigeninteresse mit den Gefühlen der Chefs gespielt wird, wurde enorm erwidert. Die alten Frauen wollten mir immer wieder klarstellen, dass der Chef die Frau aus Geilheit und schlechtem Gewissen die jungen Frauen fördern würde, worüber ich laut lachen musste. – Wenn ein Mann nur geil auf eine Frau ist, dann will er sie nur poppen. Ende! Nicht mehr und nicht weniger. Männer, die nach dem Bett abhauten, kennt ihr doch alle. Es müssen Gefühle eine Rolle spielen, wenn ein Mann eine Frau „unterstützt“. So wird ein Schuh daraus!

Das größte Problem ist nur, dass viele Männer so was wie ein Gewissen haben und ihr unempathische Frauen das gnadenlos ausnutzt. Kann man ja bei jeder Geschlechterdiskussion beobachten. In der Not schwätzt die Frau von Taten aus dem zweiten Weltkrieg, um beim Mann ein schlechtes Gewissen zu erzeugen. Eben meist, um von der eigenen Untat ohne Reue abzulenken. Aber ein Gewissen hat erstrecht so ein Verhalten nicht verdient!

Ein weiteres Problem ist eben der Ritterkomplex: Dass Männer immer wieder meinen, dass sie ihren Frauen helfen müssen. Am Ende klebt nur die Scheiße voller Undank an den Schuhen. Denn genau diese Störung der Männer bringt sie dazu, ihre Herzdame zu fördern. Anderes Beispiel: Frauen würden selten im umgekehrten Fall ihren Geliebten fördern, weswegen wohl für viele Männer es keinen Sinn ergibt, was mit einer mächtigen Frau anzufangen... Man kann darauf verzichten, weil es eh selten was bringt.

- Natürlich wurde abgestritten, dass in solchen Fällen Liebe eine Rolle spielen kann. Sie beharrten auf die Geilheit der Männer. Projektion?

So denn: Nicht nur ältere Männer stehen auf jüngere Frauen, sondern auch jüngere Frauen stehen auf reifere Männer. Das ist einfach so. Anders würde es auch nicht funktionieren.

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