Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Gläserne Decken sogar in fernen Sonnensystemen! (Lügenpresse)

Varano, Città del Monte, Mittwoch, 10.06.2015, 23:49 (vor 1596 Tagen)

Gentili Signori,

da kommt doch tatsächlich so ein kleiner, fünfzehnjähriger Schnösel namens Tom Wagg daher und entdeckt einen Planeten in eintausend Lichtjahren Entfernung von der Erde; und dies offensichtlich, ohne dabei den ganzen Alpha-Supi-Power-Girlies den Vortritt zu lassen. Dieser junge Brite hatte nämlich ein Praktikum an der Keele University absolviert - und vermutlich hat man den ganzen Power-Girlies den Zugang zu diesem Praktikum mutwillig verwehrt, nicht wahr?

Jedenfalls, unsere vereinigte Lügenpresse in Gestalt von Welt und Locus ist sich nicht zu blöde, dies als einen "Glückstreffer" zu deklarieren - wäre ja noch schöner, wenn dies irgendwas mit Interesse, Einsatzwille, Fleiß und Können zu tun hätte, schließlich war's nur ein Junge (bei einem Mädchen wäre so eine Planeten-Entdeckung vermutlich eine Heldentat gewesen, die die Überlegenheit des weiblichen Geschlechts und so weiter blah blah blub).

Nur, jetzt gucken wir mal, was jene Leute davon halten, die sich eher mit solchen Dingen auskennen, nämlich in der Fachzeitschrift AstronomyNow (leider in Englisch). Da ist freilich mit keiner Silbe von Glück die Rede, sondern zum Beispiel:

Tom found the planet by looking at data collected by the WASP (Wide Angle Search for Planets) project, which surveys the night skies monitoring millions of stars to look for the tell-tale tiny dips (transits) caused by planets passing in front of their host star.

So, der junge Mann hat also die riesigen Datenmengen des WASP-Projekts durchforstet auf der Suche nach winzigen Abweichungen in der Helligkeit der Sterne, die auf das Vorüberziehen eines Planeten vor dem Stern hindeuten. Nix Glück, sondern Fleiß.

“The WASP software was impressive, enabling me to search through hundreds of different stars, looking for ones that have a planet,” says Tom.

Der junge Mann erzählt hier also, wie er die Software des WASP-Projekts für diese Suche eingesetzt hat. Nix Glück, sondern Können.

Tom, a pupil at Newcastle-under-Lyme School who has always been keen on science, asked for the work-experience week after learning that Keele University had a research group studying extra-solar planets.

Dieser junge Mann hat sich also schon immer für Wissenschaft interessiert, und als er von dieser Forschungsgruppe an der Universität erfahren hat, hat er sich dort einfach mal um ein Praktikum bemüht. Nix Glück, sondern Interesse und Einsatzwille.

Und schließlich wird in dem Artikel bei AstronomyNow noch der Projektleiter des WASP-Projekts wie folgt zitiert, der offenbar ziemlich angetan von seinem jungen Praktikanten ist:

“Tom is keen to learn about science, so it was easy to train him to look for planets,” says Professor Coel Hellier, who leads the WASP project at Keele.

Also: "Tom ist begeistert davon, die Wissenschaft kennen zu lernen; daher war es einfach ihm beizubringen, wie man nach Planeten sucht."

Was unsere stinkende brunzdeutsche Lügenpresse daraus gemacht hat: siehe oben ...

Cordiali saluti,

Marc' Antonio Varano

P.S. Respekt, Tom Wagg - eine wirklich tolle Leistung!

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