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Wuhan: Mega-Party sorgt für leitmediales Entsetzen (Gleichschaltung)

MANNfred, Mittwoch, 19.08.2020, 15:20 (vor 429 Tagen)

Wuhan kann große Menschenansammlungen erlauben, weil das“Wuhan-Virus“ da seit Mai nicht mehr vorhanden ist. Ebenso wie das „China-Virus“ in China durch Abwesenheit glänzt. Wenn es in China irgendwo wieder auftaucht, wird die betroffene Gegend abgeriegelt und kleinteilig überwacht, desinfiziert und quarantäniert, bis das Virus auch wort wieder verschwunden ist. Im Übrigen sind in China ähnlich wie in Russland schon erste Impfstoffe auf dem Markt, aber noch nicht großflächig eingeführt.
https://www.youtube.com/watch?v=nQtKILec9Ec
Aber warum sorgen all diese guten Nachrichten bei unseren Leitmedien für „blankes Entsetzen“?
Ähnlich verstört wie der Münchner Merkur reagiert BILD. Beide beteiligten sich wegen des „China-Virus“ an der Verlierer-Rhetorik der US-Regierung. Das deutet auf gleiche kognitive Dissonanzen.
BILD berichtet ungläubig von dem Ereignis, wo 3000 Partygänger dicht gedrängt ohne Masken schwammen und schunkelten, und mahnt, das dortige diktatorische Regime sei am Ausbruch des Virus schuld und habe dies immer wieder mit Lügen zu verschleiern versucht. Diesen Sachverhalt hatte BILD-Reichelt immer wieder mithilfe von Verschwörungstheorien aufgedeckt. Deshalb könnte Wuhan auch jetzt wieder mit der Pool-Party einen Angriff auf die Welt planen, so der Unterton. Ihren kommunistischen Statistiken, wonach das Virus bereits seit Mai ausgerottet ist, glauben westliche Welterklärer ja genau so wenig wie dem russischen Impfstoff.
Tja, liebe BILD, Chinas Wirtschaft wächst dieses Jahr um +3% und Europa ca -15%. Während wir unentwegt auf Eiern tanzen und mit „verhältnismäßigen“ und demokratiekonformen Mitteln gegen einen schwelenden Flächenbrand kämpfen müssen, grenzt China jeden Funken dieses Brandes sofort mit diktatorischen Mitteln lokal ein und würgt ihn ab. Wir bewegen uns jetzt wieder auf drastische Wirtschaftsabwürgung im Herbst zu und gewöhnen uns , egal ob mit oder ohne „Lockdown“, an eine konsum- und wirtschaftshemmende „neue Normalität“.
Danisch schrieb dazu: „Unser Problem ist die akademisch hergestellte, gesellschaft akzeptierte und demokratisch gewählte Dummheit. Die macht uns handlungsunfähig.“
Die BILD bringt übrigens gerade in diesen Tagen Leitartikel, die von der Bundesregierung weitere Lockerung der Zügel fordern und vor Panikmache warnen.
Mit dem Meinungs-Artikel reagiert BILD auf einen eigenen Bericht, der die „panikmachenden“ Warnungen der Kanzlerin mit der „Partystimmung von Wuhan“ gegenüberstellt und schwere Vorwürfe gegen das „kommunistische Regime“ wegen „brutaler“ Pandemie-Repression erhebt.
Das BILD-Argument, wonach wir das schaffen, weil die Kliniken im Moment bezüglich CoViD-19 viele freie Kapazitäten haben, steht im Kontrast zu den Sorgen des Gouverneurs der Präfektur Osaka, der sich auf einen Kollaps seiner medizinischen Einrichtungen vorbereitet aber kaum Mittel in den Händen hält, da er weder Geld noch Zwang einsetzen kann. Auch die Gouverneurin von Tokio warnt jeden Tag vor steigenden Zahlen schwerer Erkrankungen. Im Vergleich zu Deutschland sind das noch niedrige Zahlen, aber Exponentialrechnung macht alle Reden von „Verhältnismäßigkeit“ zunichte. Frühere Reden von einer gesteuerten Eindämmung der Infektion erwiesen sich schon während des Monsun-Juli als trügerisch, und der Herbst lässt schlimmeres erwarten. Schon jetzt steht das neue Schuljahr wieder zur Disposition, denn Schulschließungen sind eines der wenigen überhaupt verfügbaren Mittel.
Ähnlich sieht die Situation in ärmeren Ländern wie den Philippinen aus. Präsident Duterte verkündete ein Ende der Eindämmungsversuche, die das Land sich nicht mehr leisten könne. Stattdessen hoft Duterte jetzt auf den russischen Sputnik-V, den er sich als erster spritzen will. Doch ob diese Wunderwaffe die Probleme löst, weiß noch niemand, und im Moment wird sie noch in viel zu geringer Menge produziert. Auf der Warteliste stehen laut Vesti 88 Länder, darunter z.B. Saudi-Arabien, Brasilien, Israel, Vietnam. Vietnam hat 150 Millionen Dosen bestellt. Damit der Herbstwelle zuvorkommen zu wollen, erscheint aber schwierig. Im Wertewesten erscheint dieser Weg ohnehin ausgeschlossen. Wenn das exponenzielle Wachstum weiter anzieht, ist daher mit einer Wiederholung der Situation vom Frühjahr und somit einer Verschärfung der Rezession von -15% auf bis um -30% zu rechnen. Quantitative Veränderungen dieser Art schlagen laut Engels irgendwann in qualitative um. Aus knirschendem europäischem Gebälk würde dann krachendes.

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