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Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Es gibt keine unbeteiligten Zuschauer!

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Ein Steinchen aus dem System nehmen? (Allgemein)

Senec @, Dienstag, 06.08.2013, 14:50 (vor 2495 Tagen)

Ein Steinchen könnte die GEZ sein. Was der öffentlich rechtliche Rundfunk (inklusive Fernsehen) da den Zuhörer und Zuschauer anbietet ist unter Niveau.

Warum nicht versuchen ein Steinchen aus dem System zu nehmen?

Eine Seite die GEZ betreffend. Und das zugehörige Forum dazu.

Ohne jetzt die Qualität der Seiten beurteilen zu können. :-D

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Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Narrowitsch @, Berlin, Dienstag, 06.08.2013, 19:44 (vor 2495 Tagen) @ Senec

Schon mal RTL einen Tag lang oder mehrere verfolgt? Die Nachrichten? Die pseudo - dokumentarischen Seifenopern? Tendenzen festgestellt?

Die Öffentlich-Rechtlichen zerstören wäre töricht. Sie gehören statt dessen ins journalistische Fitness - Studio, zur Abmagerungskur und zur Weiterbildung, die ihren ursprünglichen Auftrag nachdrücklich vermittelt. Und natürlich der Macht enthoben, via KEF als Fass ohne Boden Bedürfnisse anzumelden. Sicher ist es hohe Zeit, allgemein akzeptierte Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Dazu muss nicht etwa ein eiserner Besen durch das Personal gehen, sondern ein Lausekamm. Aber: Alles halbwegs Akzeptable, was ich in den letzten Jahren sah, flimmerte über die ÖR. Sie zu killen, wäre fatal.Nicht etwa weil es um meinen Geschmack geht, sondern um Restbestände Qualität.

Seltsamer Weise kommt niemand auf die Idee, privaten Sendern mal auf die Pfoten zu schauen. Inklusive N-tv, Spiegel, Stern, N24 usw. Freilich ist das unpopulär, aber Information ist eben keine Ware, wie es die Rechte- und Informationsverwustungindustrie gern hätte.

Wer sich ein wenig mit den, ach so freien, gepriesen Medien der USA beschäftigt, weiß von der unglaublichen Affinität zu den jeweils Mächtigen.Immer wenn es darauf ankam.

beim ÖR - Steine weg, ja, aber die Kirche im Dorf lassen.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Conny, NRW, Dienstag, 06.08.2013, 20:12 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch

Sicher ist es hohe Zeit, allgemein akzeptierte Finanzierungsmodelle zu entwickeln.

Warum Finanzierungsmodelle entwickeln? Wer Meinung unters Volk streuen will, soll dafür auch selbst bezahlen. Und frei von Meinung kann niemand sein.

Seltsamer Weise kommt niemand auf die Idee, privaten Sendern mal auf die Pfoten zu schauen.

Denen muß man auch nicht auf die Pfoten schauen, da diese von denjenigen Bezahlt werden, die das Programm bezahlen und das entsprechende Publikum kennen sollten.

Wer sich ein wenig mit den, ach so freien, gepriesen Medien der USA beschäftigt, weiß von der unglaublichen Affinität zu den jeweils Mächtigen.Immer wenn es darauf ankam.

Ich brauche keine Glotze um mich zu informieren.

Aber na ja, warum soll man ein öffentlich rechtliches Bezahlfernsehen schon abschaffen, das von Goebbels mal eingeführt wurde und damals, soviel ich weiß, zwei Reichsmark für den damaligen Rundfunk kostete. Aber Autobahn und Rundfunkgebühr geht ja gar nicht!

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Narrowitsch @, Berlin, Dienstag, 06.08.2013, 20:42 (vor 2495 Tagen) @ Conny

Warum Finanzierungsmodelle entwickeln? Wer Meinung unters Volk streuen will, soll dafür auch selbst bezahlen.

Cool, Alder

Und frei von Meinung kann niemand sein.

Die er woher bezieht? oder schöpft er sie aus seinem inneren Universum?

Denen muß man auch nicht auf die Pfoten schauen, da diese von denjenigen Bezahlt werden, die das Programm bezahlen und das entsprechende Publikum kennen sollten.

Ahnungsloser Tiefsinn, ganz marktgerecht.

Ich brauche keine Glotze um mich zu informieren.

Dann ist ja gut. Wenn du keinen Hustentropfen brauchst, brauchen andere sie auch nicht. Und wenn sie sie denn dennoch konsumieren - machte es nichts, selbst wenn die Tröpfchen vergiftet wären, gelle? die Leut haben sie schließlich selbst gekauft... Wirklich cool.

Aber na ja, warum soll man ein öffentlich rechtliches Bezahlfernsehen schon abschaffen, das von Goebbels mal eingeführt wurde und damals, soviel ich weiß, zwei Reichsmark für den damaligen Rundfunk kostete. Aber Autobahn und Rundfunkgebühr geht ja gar nicht!

Aha. Womit Godwin´s law ein weiteres mal empirische Stützung erfährt.

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Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Conny, NRW, Mittwoch, 07.08.2013, 02:57 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch

Warum Finanzierungsmodelle entwickeln? Wer Meinung unters Volk streuen will, soll dafür auch selbst bezahlen.


Cool, Alder

Arbeitest du Depp noch für die? Anders läßt sich deine Ausdrucksweise nicht erklären.

Und frei von Meinung kann niemand sein.


Die er woher bezieht? oder schöpft er sie aus seinem inneren Universum?

Wer die allein aus dem öffentlich rechtlichen Universum bezieht, hat doch eins an der Waffel. Meine öffentlich rechtliche Manipulation habe ich schon vor bald 15 Jahren beendet und fühle mich dadurch besser informiert als zu jener Zeit, als ich mich nicht im Web informierte. Gut, ich gebe zu, daß das Web seit der Aldi-Pc's auch zur Müllhalde öffentlich rechtlichem Spiegels wurden, der aber noch immer Perlen bereit hält, die ich so im öffentlich rechtlichen Müll nicht finde. Leider wird es auch im Web 2.0 immer schwieriger, den ganzen Müll heraus zu filtern - man sehe sich nur mal die Müllhalde Wikipedia an, das die öffentlich rechtlichen auch gerne als die Wahrheit sehen.

Denen muß man auch nicht auf die Pfoten schauen, da diese von denjenigen Bezahlt werden, die das Programm bezahlen und das entsprechende Publikum kennen sollten.


Ahnungsloser Tiefsinn, ganz marktgerecht.

Schwache Dialektik!

Ich brauche keine Glotze um mich zu informieren.


Dann ist ja gut. Wenn du keinen Hustentropfen brauchst, brauchen andere sie auch nicht. Und wenn sie sie denn dennoch konsumieren - machte es nichts, selbst wenn die Tröpfchen vergiftet wären, gelle? die Leut haben sie schließlich selbst gekauft... Wirklich cool.

Welch ein Vergleich! Und ja, in aller Regel unterdrücken Hustentropfen zwar die Symptome, lassen den Menschen allerdings nicht durch die Krankheit gehen, die einen tieferen Sinn hat, die nicht die Chemie heilen kann, sondern der Organismus selbst. Das stärkt ihn und nicht diese Chemie, die man ihm gibt und viel Geld kostet.

Aber na ja, warum soll man ein öffentlich rechtliches Bezahlfernsehen schon abschaffen, das von Goebbels mal eingeführt wurde und damals, soviel ich weiß, zwei Reichsmark für den damaligen Rundfunk kostete. Aber Autobahn und Rundfunkgebühr geht ja gar nicht!


Aha. Womit Godwin´s law ein weiteres mal empirische Stützung erfährt.

Ja ja, du Klugscheißer!

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Peter, Mittwoch, 07.08.2013, 09:37 (vor 2495 Tagen) @ Conny

Wer die allein aus dem öffentlich rechtlichen Universum bezieht, hat doch eins an der Waffel. Meine öffentlich rechtliche Manipulation habe ich schon vor bald 15 Jahren beendet und fühle mich dadurch besser informiert als zu jener Zeit, als ich mich nicht im Web informierte.


Qualitätsjournalismus teilte gerne die Welt in zwei Extremen auf:
Kommunisten sind ganz böse, Kapitalisten sind gut und frei.
Es gibt das böse CO2 und das gute CO2.
Es gibt das böse und das gute Geschlecht.
Und wir Zuschauer müssen natürlich ständig bereuen: Wegen den Juden, Schwulen, FCKW-Produkte, Mobilität, wegen dem Aufwärmen unserer Wohnräume, wegen dem Stromverbrauch, wegen dem Wasserverbrauch, wegen dem Landgebrauch, wegen was wir essen oder trinken, wegen unserer Vorfahren und Nachfahren usw. usf.

Gut, ich gebe zu, daß das Web seit der Aldi-Pc's auch zur Müllhalde öffentlich rechtlichem Spiegels wurden, der aber noch immer Perlen bereit hält, die ich so im öffentlich rechtlichen Müll nicht finde.

Genau das macht das Internet schützenswert. Es gibt somit offenbar keinen Dirigenten. Jeder darf frei seine Sicht präsentieren und jeder darf frei entscheiden, ob er von der Qualität dieser Seite überzeugt ist oder einfach wieder verduftet.

Alleine die Tagesthemen kommt auf 20-Sendern... Informationsvielfalt war nie ernsthaft ihre Mission.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Conny, NRW, Donnerstag, 08.08.2013, 00:44 (vor 2494 Tagen) @ Peter

Qualitätsjournalismus teilte gerne die Welt in zwei Extremen auf:
Kommunisten sind ganz böse, Kapitalisten sind gut und frei.
Es gibt das böse CO2 und das gute CO2.
Es gibt das böse und das gute Geschlecht.

Das kann man dann doch nur Skandaljournalismus nennen.

Es gibt somit offenbar keinen Dirigenten.

Den gibt es. Du mußt dir nur Lenze zu gemüte führen. Und würde man ein paar unbequeme Fragen zum dritten Reich stellen, steht der Dirigent auch vor der Tür.

Jeder darf frei seine Sicht präsentieren und jeder darf frei entscheiden, ob er von der Qualität dieser Seite überzeugt ist oder einfach wieder verduftet.

Na ja. Siehe Lenze - egal was man von seiner Meinung hält.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Peter, Donnerstag, 08.08.2013, 09:05 (vor 2494 Tagen) @ Conny

Das kann man dann doch nur Skandaljournalismus nennen.

Ich musste gestern bei einer gemeinsamen Runde erzählen, wieso ich die Grünen so verachte. Natürlich auch aus Erfahrungen, die man sammeln konnte.

Einer wollte mich mit dem Thema Überbevölkerung verrückt machen. Ganz am Anfang standen alle um ihn und verstanden meine Stutzigkeit nicht.

In meiner Argumentation waren folgende Punkte darunter:
1. In der gesamten westlichen Welt, wo ich lebe und was tun könnte, bekommen Frauen geradeso etwa über ein Kind hin. Wir dezimieren uns doch schon.
2. China ist kein Grund zu Panik - auch ein Argument von ihm - die haben nämlich seit über 30-Jahren die Ein-Kind-Politik.

Ergo: Wenn ihr Angst vor einer Überbevölkerung habt, dann müsst ihr Richtung Südostasien. In dieser Ecke lebt nämlich jeder zweite Mensch. Klärt die auf und nervt mich nicht mit Sachen, die mich gar nicht tangieren.

Natürlich war das vor allem ein Thema, als seriöse Wissenschaftssendungen der ÖR, moderiert von naturwissenschaftlichen Professoren, das thematisierten. Die bringen ihre Zuschauer, die kein Bock auf Kindszeugung haben, das Thema Überbevölkerung.

Qualitätsjournalismus = Skandaljournalismus

Es gibt somit offenbar keinen Dirigenten.


Den gibt es. Du mußt dir nur Lenze zu gemüte führen. Und würde man ein paar unbequeme Fragen zum dritten Reich stellen, steht der Dirigent auch vor der Tür.

Jeder darf frei seine Sicht präsentieren und jeder darf frei entscheiden, ob er von der Qualität dieser Seite überzeugt ist oder einfach wieder verduftet.


Na ja. Siehe Lenze - egal was man von seiner Meinung hält.

Einfach Deutschland umgehen. Also meine Infoseiten haben selten .de

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Narrowitsch @, Berlin, Mittwoch, 07.08.2013, 10:33 (vor 2495 Tagen) @ Conny

Arbeitest du Depp noch für die? Anders läßt sich deine Ausdrucksweise nicht erklären.

Ja, stell Dir vor, das mach ich. Gelegentlich. Dann, wenn ich ein Thema, welches mir am Herzen liegt, so behandeln kann, wie ich es für richtig halte. Kommt nicht sehr häufig vor, aber es kommt vor.Was das mit meiner Ausdrucksweise zu tun haben könnte, ist unklar. Solltest Du mir unterstellen, ich singe das Lied meines Brotgebers, so irrst Du. Im Gegensatz zu Maulhelden, wie Du einer zu sein scheinst, trage ich die Konsequenzen für meinen Standpunkt. Auch gegenüber den Scheißern von ARTE, ZDF und Co.

Wer die allein aus dem öffentlich rechtlichen Universum bezieht, hat doch eins an der Waffel.

Ja, das sehe ich auch so, die Betonung liegt auf "allein".

Meine öffentlich rechtliche Manipulation habe ich schon vor bald 15 Jahren beendet und fühle mich dadurch besser informiert als zu jener Zeit, als ich mich nicht im Web informierte. Gut, ich gebe zu, daß das Web seit der Aldi-Pc's auch zur Müllhalde öffentlich rechtlichem Spiegels wurden, der aber noch immer Perlen bereit hält, die ich so im öffentlich rechtlichen Müll nicht finde. Leider wird es auch im Web 2.0 immer schwieriger, den ganzen Müll heraus zu filtern - man sehe sich nur mal die Müllhalde Wikipedia an, das die öffentlich rechtlichen auch gerne als die Wahrheit sehen.

Ein Berg Stuss, angereichert mit ein paar Körnern Realitätsbezug.Keinen Bock über die Zusammenhänge von Aldi´s PC´S und "Müllhalde öffentlich-rechtlichen Spiegels" zu debattieren. Unter aller Sau

Ahnungsloser Tiefsinn, ganz marktgerecht.


Schwache Dialektik!

Von Dialektik hast DU auch Ahnung. Etwa so, wie von Medienmechanismen? Gratuliere

Welch ein Vergleich! Und ja, in aller Regel unterdrücken Hustentropfen zwar die Symptome, lassen den Menschen allerdings nicht durch die Krankheit gehen, die einen tieferen Sinn hat, die nicht die Chemie heilen kann, sondern der Organismus selbst. Das stärkt ihn und nicht diese Chemie, die man ihm gibt und viel Geld kostet.

Zugegeben, mein Vergleich hinkt, wie die meisten Vergleiche. Er kann aber an Dusseligkeit noch übertroffen werden. Durch Deine Analyse vom Sinn medikamentöser Anwendungen, auch im übertragen Sinne meines Vergleichs.

Aha. Womit Godwin´s law ein weiteres mal empirische Stützung erfährt.


Ja ja, du Klugscheißer!

Oh! Entschuldige, kleiner trotziger Junge.

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Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Frau Bu Lacht

Conny, NRW, Mittwoch, 07.08.2013, 03:05 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch

Öffentlich rechtlich bezahlter Schwachsinn und Dämonisierung der Männer: http://www.youtube.com/watch?v=X70-29Vkg90

Du Schwachmat!

Aber von diesen GEZ-finanziertem Männer-Bashing findet man noch viel genug. Du finanzierst deinen Henker scheinbar gerne selbst!

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Referatsleiter 408, Dienstag, 06.08.2013, 20:39 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch

Schon mal RTL einen Tag lang oder mehrere verfolgt? Die Nachrichten? Die pseudo - dokumentarischen Seifenopern? Tendenzen festgestellt?

Die Öffentlich-Rechtlichen zerstören wäre töricht. Sie gehören statt dessen ins journalistische Fitness - Studio, zur Abmagerungskur und zur Weiterbildung, die ihren ursprünglichen Auftrag nachdrücklich vermittelt. Und natürlich der Macht enthoben, via KEF als Fass ohne Boden Bedürfnisse anzumelden. Sicher ist es hohe Zeit, allgemein akzeptierte Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Dazu muss nicht etwa ein eiserner Besen durch das Personal gehen, sondern ein Lausekamm. Aber: Alles halbwegs Akzeptable, was ich in den letzten Jahren sah, flimmerte über die ÖR. Sie zu killen, wäre fatal.Nicht etwa weil es um meinen Geschmack geht, sondern um Restbestände Qualität.

Die "Aktuelle Kamera" und der "Schwarze Kanal" kamen damals auch im sogenannten ÖR. Ich verbiete ja niemanden, solchen Schwachsinn zu propagieren, aber muss ich denn das bezahlen? Wieviele sehen diesen Müll überhaupt nicht, ist es etwa Freiheit, sie trotzdem zahlen zu lassen? Wieso muss es überhaupt "öffentliche Sender" geben .... damit das Recht auf Information umgesetzt wird? ... wessen Informationen? Waren es nicht auch die ÖR die übel über den Fall Mollath berichtet haben? Sind die besser als RTL & Co?

Ich denke mal, der Markt soll entscheiden und wenn diese Staatssender jemand nicht sehen will, dann sollte man ihn sowohl mit dem Konsum, als auch mit der Finanzierung verschonen.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Narrowitsch @, Berlin, Dienstag, 06.08.2013, 21:42 (vor 2495 Tagen) @ Referatsleiter 408
bearbeitet von Narrowitsch, Dienstag, 06.08.2013, 22:00

Die "Aktuelle Kamera" und der "Schwarze Kanal" kamen damals auch im sogenannten ÖR.

Nein, sie kamen vom Fernsehen der DDR, welches dem "Staatlichen Komitee für Fernsehen" beziehungsweise Staatlichen Komitee für Rundfunk" unterstand. ich weiß nicht, ob Du den Unterschied verstehen willst.

Ich verbiete ja niemanden, solchen Schwachsinn zu propagieren, aber muss ich denn das bezahlen?

Äh, welchen Schwachsinn jetzt? Den die Öffentlichen verzapfen? Oder den vermeintlichen Schwachsinn oder tatsächlichen Sinn des Öffentlich-Rechtlichen an sich?

Aber schön, dass Du niemanden etwas verbieten willst.

Wieviele sehen diesen Müll überhaupt nicht, ist es etwa Freiheit, sie trotzdem zahlen zu lassen?

Nein und ja. Aber das hier zu diskutieren - ich merke es schon- war vielleicht eines meiner geistigen Fehlleistungen. Nur soviel: für die privaten, werbefinanzierten Großtaten der Informationsfreiheit - zahlen alle. Alle die jemals irgendetwas kaufen.Oder mit welchem Geld, was meinst Du, bezahlt die Werbewirtschaft Fernsehsender und Dudelfunk?

Wieso muss es überhaupt "öffentliche Sender" geben .... damit das Recht auf Information umgesetzt wird?

Eine interessante Frage, finde ich. Ich denke - ja. Freilich nicht in der Form, wie sie jetzt vor sich hin wursteln.

... wessen Informationen? Waren es nicht auch die ÖR die übel über den Fall Mollath berichtet haben? Sind die besser als RTL & Co?

Letzteres sehe ich auch so. Nur: Weil die Öffentlich-Rechtlichen nicht das tun, was sie tun sollten, nämlich frei und unabhängig berichten, muss der Gedanke eines gebührenfinanzierten Rundfunk und Fernsehens nicht falsch sein, oder?


Ich denke mal, der Markt soll entscheiden und wenn diese Staatssender jemand nicht sehen will, dann sollte man ihn sowohl mit dem Konsum, als auch mit der Finanzierung verschonen.

Ich traue dem Markt, so wie er jetzt vorgibt zu funktionieren, ebenso wenig wie dem Staat. Um es nochmals zu sagen: Informationen sind keine Ware, wie jede andere.

Gefährliche Wirkungen, die vom Staatsfunk ausgehen, dürften sich auch nicht anders entfalten, als die Wirkmächtigkeit per Profitmaximierung gefilterter Medienproduktionen. Schließlich müssen die ja die Ärsche der Konsumentenmassen, der Werbewirtschaft und deren Auftraggeber lecken, nicht zu vergessen die Ärsche der Eigentümer-Konsortien. Und zwar nicht nur bezüglich der Quoten, noch mehr politischer Befindlichkeiten wegen

Vielleicht liegt ja die Lösung des Problems in freien, also unabhängigen Medien, die diese Attribute nicht nur pro forma beanspruchen. Ich kenne derzeit kaum ein einziges Blatt, kaum einer Sender, der sich mit ihnen schmücken könnte.

Deshalb war ich so vermessen, mich an einem sachlichen Meinungsaustausch zum Thema Öffentlich-Rechtliche interessiert zu zeigen. Ein Fehler. Wenn Überlegungen zu Medien-Freiheit an ein paar lumpige Euronen die Grenze findet, dann ist sie nicht viel wert.

Im Übrigen darf ich Dir versichern, sogar in Deutschland gab es einmal ein paar Monate lang wirklich freie Medien, gebührenfinanziert. Diese Zeit begann - wenn ich mich recht besinne - im September 1989 und dauerte bis Rudolf Mühlfenzel (einst bayrischer Rundfunk)1991 die Abwicklung des DFF in Angriff nahm.

Nun ja ich hätte es wissen sollen...

Die Variationen der Erkenntnis "feminismus is Scheiße" genügt momentan diesem Forum.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Referatsleiter 408, Dienstag, 06.08.2013, 22:10 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch
bearbeitet von Referatsleiter 408, Dienstag, 06.08.2013, 22:24

Du scheinst im Besitz der Wahrheit zu sein. Jemand der deine Meinung nicht teilt, erfährt deine subtile Ironie.

So du mal Karl Marx gelesen hast, ist dir vielleicht der Phrase bekannt, dass bei 100% Profit über Leichen gegangen wird. Das Prinzip ist überall gleich, egal ob man es Profit oder Erfolg nennt, zum Schluss klingelts in der Kasse. Siehst du dir die Intendanten an, dann hege ich so meine Zweifel, was die da letztlich auf uns einstürzen lassen.

http://www.mz-web.de/kultur---medien/mdr-intendantin-wille-verteidigt-ddr-biografie,20642198,17322746.html

Wer wie sie, Juristin in der Ex-DDR war, hat damals das Recht vertreten, welches heute von der herrschenden Meinung als Unrecht definiert wird. Wie kann so was an der Spitze eines von dir gerühmte ÖR stehen? Was glaubst du, wessen Meinung sie dort vertritt, was sie intern für eine Personalpolitik fährt? Seilschaften? Denkst du, dass man sowas unter "Recht auf differnzierte Betrachtung" der "Vergangenheit" eines Ex-DDR-Bürgers verstehen soll? Ich habe keine Systemnähe gelebt, niemand musste das. Sicher hatte man es im diametralen Fall schwer, aber es war möglich. Übrigens Erich Mielke hätte das Recht zu einer differenzierten Betrachtung dann wohl auch gehabt oder etwa nicht? Unter Betrachtung der Tätigkeit heutiger vergleichbarer Strukturen war der ja nun wirklich ein Pfadfinderverein.

Wer sich den MDR ansieht, der weiß, was dort für Leute verkehren. Wir müssen sie bezahlen, ob wir wollen oder nicht. Mit Freiheit hat das nichts zu tun und ob von dort "Qualität" kommt, naja, ich weiß ja nicht. Sehe ich mir die die Labershows über Politik an, dann fehlt mittendrin nur noch Kemper.

Wenn du gerne GEZ bezahlst und dieses Qualitätsfernsehen siehst, dann ist mein Mitleid bei dir, aber es steht dir ganz sicher frei. Du kannst doch aber nicht allen Ernstes verlangen, dass auf Grund deiner Mindermeinung alle Menschen, auch die dies nicht wollen, deswegen sowas finanzieren. Selbst wenn es "Qualitätsfernsehen" wäre, wäre allein das kein Argument zur Abzocke. Selbst wenn die Privaten "werbefinanziert" sind, ist denn deren Berichterstattung anders oder schlechter als von den ÖR? Du hast eine Logik die passt schon zu deinem Nick.

Was sind eigentlich deine Qualitätssendungen im ÖR? Nenne mir mal bitte einige.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

Senec @, Dienstag, 06.08.2013, 21:35 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch

Hallo Narrowitsch,

Schon mal RTL einen Tag lang oder mehrere verfolgt? Die Nachrichten? Die pseudo - dokumentarischen Seifenopern? Tendenzen festgestellt?

Sorry, schon seit Jahren besitze ich keine Götzenkiste mehr. Kann also, was die Qualität und Inhalt betrifft, nicht ganz mitreden. Keine Ahnung ob es die Salesch noch gibt ...

Die Öffentlich-Rechtlichen zerstören wäre töricht.

Das habe ich nicht vor. Auch wenn ich die Möglichkeit hätte wurde ich die ÖR nicht einfach liquidieren, wozu auch?

Aber: Alles halbwegs Akzeptable, was ich in den letzten Jahren sah, flimmerte über die ÖR. Sie zu killen, wäre fatal.Nicht etwa weil es um meinen Geschmack geht, sondern um Restbestände Qualität.

Obwohl ich keinen habe, muß ich dir beipflichten. Was man auf youtube ansehen kann oder was ich so bei Bekannten und Verwandten sehe ist nicht immer das Schlechteste.

Ich bezog mich auf die GEZ und, das muß ich eingestehen, auf die ÖR. Auf die GEZ weil es einer indirekten Steuer gleicht, der ich nicht ausweichen kann, die ich nicht vermeiden kann. Eine Zwangsabgabe. Vielen Steuern (allen?) kann ich ausweichen oder vermeiden. Hundesteuer, ich habe keinen. Sektsteuer, Sekt trinke ich selten. Und und und.
Nur bei der GEZ da geht gar nichts. Und für was? Damit Parteimitglieder, die sich verdient gemacht haben, die nicht mehr gewählt wurden etc. einen gut bezahlten Posten bei der GEZ oder den ÖR bekommen?

Seltsamer Weise kommt niemand auf die Idee, privaten Sendern mal auf die Pfoten zu schauen. Inklusive N-tv, Spiegel, Stern, N24 usw. Freilich ist das unpopulär, aber Information ist eben keine Ware, wie es die Rechte- und Informationsverwustungindustrie gern hätte.

Das sind, wie du ja sagst, private Sender. Kommt da einer auf die Idee einer Firma vorschreiben zu wollen wie sie ihr Geld verdient? Bei den ÖR ist das freilich etwas anderes. Die werden, mit Quasi-Steuergeldern, subventioniert und vor den ideologischen Karren gespannt.

beim ÖR - Steine weg, ja, aber die Kirche im Dorf lassen.

Auch da stimme ich dir zu. Geht aber anscheinend nur über Druck. Haben in der Vergangenheit Wahlen irgend etwas bewirkt? Geändert? Warum es jetzt nicht mal über das Geld versuchen eine Änderung zu erzwingen?

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Grundsatz: Alle Behauptungen des Staates sind gelogen!

Rainer ⌂ @, ai spieg nod inglisch, Mittwoch, 07.08.2013, 00:25 (vor 2495 Tagen) @ Senec

Ich bezog mich auf die GEZ und, das muß ich eingestehen, auf die ÖR. Auf die GEZ weil es einer indirekten Steuer gleicht, der ich nicht ausweichen kann, die ich nicht vermeiden kann.

Die GEZ ist eine ganz besondere Steuer. Sie ist einmalig im Steuerrecht. Es ist eine sogenannte Existenzsteuer. Du musst sie bezahlen, weil du existierst.

Eine Rechtsgrundlage für eine Existenzsteuer existiert bei uns nicht. Deshalb wird hier auch mit allerlei Wieselwörtern (z.B. Beitragsservice) aggiert.

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG und Guantánamo jetzt Gaza
Mohammeds Geschichte entschleiert den Islam
Ami go home und nimm Merkel mit!

"Eliten"-TV finanzieren?

Nihilator ⌂ @, Bayern, Dienstag, 06.08.2013, 23:36 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch

Schon mal RTL einen Tag lang oder mehrere verfolgt? Die Nachrichten? Die pseudo - dokumentarischen Seifenopern? Tendenzen festgestellt?

Ja. Nach unten. Bzw. nach oben, was meinen Mageninhalt angeht.

Die Öffentlich-Rechtlichen zerstören wäre töricht. Sie gehören statt dessen ins journalistische Fitness - Studio, zur Abmagerungskur und zur Weiterbildung, die ihren ursprünglichen Auftrag nachdrücklich vermittelt. Und natürlich der Macht enthoben, via KEF als Fass ohne Boden Bedürfnisse anzumelden. Sicher ist es hohe Zeit, allgemein akzeptierte Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Dazu muss nicht etwa ein eiserner Besen durch das Personal gehen, sondern ein Lausekamm. Aber: Alles halbwegs Akzeptable, was ich in den letzten Jahren sah, flimmerte über die ÖR. Sie zu killen, wäre fatal.Nicht etwa weil es um meinen Geschmack geht, sondern um Restbestände Qualität.

Da ist schon was dran. Andererseits machen die ÖR den Niedergang ebenso mit, mit etwas Verzögerung und mit etwas mehr Skrupeln.

Seltsamer Weise kommt niemand auf die Idee, privaten Sendern mal auf die Pfoten zu schauen. Inklusive N-tv, Spiegel, Stern, N24 usw. Freilich ist das unpopulär, aber Information ist eben keine Ware, wie es die Rechte- und Informationsverwustungindustrie gern hätte.

Na, aber sicher ist Information eine Ware! Jede Nachrichtenagentur, jede Zeitung zu allen Zeiten in privater Hand ist der Gegenbeweis. Zu dem Punkt komme ich nochmal.

Ich sehe auch nicht, daß die privaten Medien nicht kritisiert werden, ganz im Gegenteil! Der SPEIGEL hat seinen verdienten Spitznamen schon weg, bei anderen ist es ähnlich. Der Tagesanlüger aus der Schweiz, der Kölner Stadtanzünder.. hattest Du die Meldungen registriert, welches Ansehen Journalisten aktuell noch genießen? Das bezog sich doch nicht nur auf den Staatsfunk.

Wer sich ein wenig mit den, ach so freien, gepriesen Medien der USA beschäftigt, weiß von der unglaublichen Affinität zu den jeweils Mächtigen.Immer wenn es darauf ankam.

Es hat sich aber bei den Amis auch immer einer gefunden, der bestimmte Dinge recherchiert und veröffentlicht hat, selbst hochgradig Staatsgefährdendes. Wenn ich da an Watergate, Iran-Contra und ähnliches denke... Ich finde, das spricht bei aller unstrittigen Primitivität und Degeneration schon für das amerikanische System. Unsere ÖR-Medien bringen schon auch Kritisches, aber immer in Maßen, so als Ventil (wie seinerzeit der Eulenspiegel in limitierter Auflage), vor allem aber: mit starker politischer Tendenz. Mollath im grün-rot regierten BaWü wäre lange nicht das Thema wie in der schwarzen harten Nuß Bayern. Von den grünen Kinderliebhabern hörst Du tendenziell gar nichts, von der Handvoll kinderfickender Katholiken waren die Medien von spät bis früh übervoll. Und DAS kotzt mich an!!

beim ÖR - Steine weg, ja, aber die Kirche im Dorf lassen.

Daß dieser Augiasstall reformierbar ist, würde ich ernsthaft bezweifeln. Zu sehr wuchert in dieses System längst die Politik hinein. Der Apparat ist ein staatsähnlicher, beamtenartiger, und an sowas hat sich noch fast jeder die Finger ausgebissen. Um da was zu ändern, bedarf es schon der Entschlossenheit und Skrupellosigkeit (=einfach mal paar von den verlogenen Hetzfressen an die Wand gestellt) eines Hitler oder Stalin. Und das ist ja auch irgendwie nicht gut, auf denn zweiten Blick.

Was ich mich frage: ist es eigentlich ein Naturgesetz, daß private Medien Müll produzieren und in Richtung Dekadenz marschieren? Wenn ich TV mal ausschließe, muß man doch klar sagen: nein. Die besten Zeitungen und Zeitschriften in aller Welt entstanden unter privater Führung und mit Gewinninteresse. Oder? Auch in Nachkriegsdeutschland - Spiegel und ZEIT waren ja nicht immer, was sie jetzt sind. Aber auch sie sind degeneriert, warum eigentlich?

Beim TV scheint es, verglichen mit Print, begünstigende Faktoren für Schrottformate zu geben. Qualität ist teuer, Schlechtes ist leicht und sehr billig gemacht. Trotzdem jede Wette: wenn ein starker Markt für Premium da wäre, dann gäbe es auch Premium-TV von Privatsendern. Und in anderen Ländern gibt es das m.W. auch.

Wenn ich nicht sehr irre, liegt das Problem also beim Abnehmer, der sich im Zweifel mehrheitlich für den Schrott entscheidet, in einer allzu bereitwillig degenerierenden Kundschaft. Die entscheidet sich frei. Dem setzt Du entgegen den Qualitätsanspruch von dem Markt teilweise entzogenen zwangsfinanzierten Medien. Die Frage ist, was das bringen kann. Eine Hebung des Gesamtniveaus ist nicht drin, solange Du die Entscheidung frei läßt. Das Ergebnis ist dann eigentlich ein (Pseudo-)Intellektuellen-TV für Leute, die was Besseres sind oder sich dafür halten, aber finanziert von der breiten Masse. Paradebeispiel dafür ist der Sender arte. Ich kenne niemanden, der diesen Sender mit einer Nummer <10 auf seiner Fernbedienung gespeichert hat (wenn überhaupt), ich kenne auch niemanden, der je zu mir gesagt hätte "ey, hast Du diesen geilen surrealistischen Film gestern bei arte gesehen?", und ich verkehre so allgemein weder in der Gosse noch am Stammtisch. Auf deutsch: für normale Leute existiert arte nicht, außer wenn sie mal "baise moi" oder einen japanischen "künstlerischen" (übersetzt:Porno) Film ungeschnitten zeigen (dann geht das Suchen aber los!) :-D

Es gibt also zwei Möglichkeiten: entweder ich bin Demokröte und akzeptiere die Mehrheitsentscheidung und den Massenwillen als Ausfluß einer überindividuellen Schwarmintelligenz. Dann aber sollte ich tunlichst die Entscheidungen der Massen auch respektieren.
Oder aber: ich sehe einen berechtigten Anspruch des Gemeinwesens darauf, daß jedes Individuum bestrebt sei, sich am oberen Rand seiner Möglichkeiten wiederzufinden (Interessanterweise ist das unter normalen Bedingungen erheblich deckungsgleich mit den individuellen Interessen!). Dann muß aber auch ein gewisser Zwang zulässig sein.
(Natürlich gibt es noch einen weiteren Weg: ich bin finanziell abhängig. Dann sind alle Überzeugungen eh für die Katz, und ich mache -natürlich in tiefster Überzeugung- was mein Arbeitgeber so verlangt. Da dies meist nicht Monsanto, sondern der Staat ist -der liebe, gütige, freigebige, total humanistische-, hab ich damit im Allgemeinen so viel Probleme wie 1936 ein guter Tschekist mit seinen Aufgaben).

Wieso soll also die breite Masse ein Eliten-TV finanzieren, wenn das nicht einmal mehr den Anspruch ihrer erzieherischen und bildungsmäßigen Verbesserung erhebt?


Grüßla,
nihi

--
CETERUM CENSEO FEMINISMUM ESSE DELENDUM.

MÖSE=BÖSE

Fast ein Jahr lang suchte sie Hilfe bei Psychiatern, dann wandte sie sich Allah zu.


Verboten:
[image]

Warum wurde US-Präsident John F. Kennedy ermordet?

Chato @, Mittwoch, 07.08.2013, 01:13 (vor 2495 Tagen) @ Nihilator

Guten Abend Nihi!

Es hat sich aber bei den Amis auch immer einer gefunden, der bestimmte Dinge recherchiert und veröffentlicht hat, selbst hochgradig Staatsgefährdendes. Wenn ich da an Watergate, Iran-Contra und ähnliches denke... Ich finde, das spricht bei aller unstrittigen Primitivität und Degeneration schon für das amerikanische System.

Kennedy war der einzige Katholik in diesem Amt. Für seine Ermordung gab es v.a. die beiden folgenden Gründe:

1. Seine Gesetzesinitiative zur Einführung einer staatlichen Zentralbank (die FED ist eine Privatbank)

2. Die folgende Rede vor amerikanischen Zeitungsverlegern:

Meine Damen und Herren, Geheimhaltung ist abstoßend in einer freien und offenen Gesellschaft. Als Volk haben wir eine natürliche und historische Abneigung gegen Geheimgesellschaften und Geheimbünde. Die Nachteile einer übermäßigen Geheimhaltung übersteigen die Gefahren, mit denen diese Geheimhaltung gerechtfertigt wird. Es macht keinen Sinn, einer unfreien Gesellschaft zu begegnen, indem man ihre Beschränkungen imitiert. Das Überleben unserer Nation hat keinen Wert, wenn unsere freiheitlichen Traditionen nicht ebenfalls fortbestehen. Es gibt eine sehr ernste Gefahr, daß der Vorwand der Sicherheit mißbraucht wird, um Zensur und Geheimhaltung auszudehnen.

Ich habe nicht die Absicht, so etwas zu dulden, sofern dies in meiner Kontrolle liegt, und kein Beamter meiner Administration, egal in welchem Rang, zivil oder militärisch, sollte meine Worte hier und heute Abend als eine Entschuldigung interpretieren, Nachrichten zu zensieren oder dezent zu unterdrücken, unsere Fehler zuzudecken oder der Presse und der Öffentlichkeit Tatsachen vorzuenthalten, die sie erfahren sollten.

Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die militärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis enthüllt.

Kein Präsident sollte die öffentliche Untersuchung seines Regierungsprogramms fürchten, weil aus der genauen Kenntnis sowohl Unterstützung wie auch Opposition kommt, und beides ist notwendig. Ich bitte Ihre Zeitungen nicht, meine Regierung zu unterstützen, aber ich bitte Sie um Ihre Mithilfe bei der enormen Aufgabe, das amerikanische Volk zu informieren und zu alarmieren, weil ich vollstes Vertrauen … (Applaus) …. in die Reaktion und das Engagement unserer Bürger habe, wenn sie über alles uneingeschränkt informiert werden. Ich will die Kontroversen unter Ihren Lesern nicht ersticken, ich begrüße sie sogar. Meine Regierung wird auch offen zu ihren Fehlern stehen, weil ein kluger Mann einst sagte, Irrtümer werden erst zu Fehlern, wenn man sich weigert, sie zu korrigieren.

Wir haben die Absicht, volle Verantwortung für unsere Fehler zu übernehmen, und wir erwarten von Ihnen, daß sie uns darauf hinweisen, wenn wir das versäumen. Ohne Debatte und Kritik kann keine Regierung und kein Land erfolgreich sein, und keine Republik kann überleben.

Deshalb verfügte der athenische (altgriechische) Gesetzgeber Solon, daß es ein Verbrechen für jeden Bürger sei, vor Meinungsverschiedenheiten zurückzuweichen, und genau deshalb wurde unsere Presse durch den ersten Verfassungszusatz besonders geschützt [Anmerkung NJ: durch Bushs Ermächtigungsgesetze , der sogenannte 'Patriot Act' längst ausgehöhlt].

Die Pressefreiheit in Amerika wurde nicht durch einen speziellen Verfassungszusatz geschützt, um zu amüsieren und Leser zu gewinnen, nicht um das Triviale und Sentimentale zu fördern, nicht um dem Publikum immer das zu geben, was es gerade will, sondern um über Gefahren und Möglichkeiten zu informieren, um aufzurütteln und zu reflektieren, um unsere Krisen festzustellen und unsere Chancen aufzuzeigen, manchmal sogar die öffentliche Meinung zu führen, zu formen, zu bilden, herauszufordern. Das bedeutet mehr Berichte und Analysen von internationalen Ereignissen, denn das alles ist heute nicht mehr weit weg, sondern ganz in der Nähe und vor der Haustür.

Das bedeutet mehr Aufmerksamkeit und besseres Verständnis der Nachrichten sowie verbesserte Berichterstattung, und es bedeutet schließlich, daß die Regierung auf allen Ebenen ihre Verpflichtungen erfüllen muß, Sie mit unzensierten Informationen außerhalb der engen Grenzen der Staatssicherheit zu versorgen.

Und so liegt es in der Verantwortung der Printmedien, die Taten des Menschen aufzuzeichnen, sein Gewissen zu bewahren, der Bote seiner Nachrichten zu sein, damit wir die Kraft und den Beistand finden, auf daß mit Ihrer Hilfe der Mensch zu dem werde, wozu er geboren wurde: frei und unabhängig.

John F. Kennedy am 27. April 1961 in einer Rede vor amerikanischen Zeitungsverlegern

Diese Rede kostete ihn offenbar das Leben.

„Das Amt des Präsidenten ist dazu benutzt worden, ein Komplott zu schmieden, das die Freiheit Amerikas zerstören soll. Bevor ich mein Amt verlasse, muß ich die Bürger Amerikas darauf hinweisen.“ (US-Präsident John F. Kennedy 1963 während einer Rede an der Columbia-Universität). Zehn Tage später (am 22.11.1963 – übrigens ein hochgradig kabbalistisch bedeutsames Datum) war Kennedy tot.
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Nick

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Wenn wir Toren wüßten, daß wir welche sind, wären wir keine.

"Eliten"-TV finanzieren?

Narrowitsch @, Berlin, Mittwoch, 07.08.2013, 18:11 (vor 2494 Tagen) @ Nihilator
bearbeitet von Narrowitsch, Mittwoch, 07.08.2013, 18:26

Da ist schon was dran. Andererseits machen die ÖR den Niedergang ebenso mit, mit etwas Verzögerung und mit etwas mehr Skrupeln.

Unbedingt, genau diese Beobachtung erfüllt mich Sorge.

Na, aber sicher ist Information eine Ware!

Aber es handelt sich nicht um Ware wie jede andere, also keine, als die Medienmogule sie uns gern verkaufen würden.

Ich sehe auch nicht, daß die privaten Medien nicht kritisiert werden, ganz im Gegenteil! Der SPEIGEL hat seinen verdienten Spitznamen schon weg, bei anderen ist es ähnlich. Der Tagesanlüger aus der Schweiz, der Kölner Stadtanzünder..

Gut, das hängt von der Tagesform ab. Bei den meisten jedenfalls. Bestätigen Artikel den eigenen Standpunkt, relativiert sich die Kritik recht schnell. Allein die Öffentlich-Rechtlichen stehen unter Dauerbeschuss. Über die Gründe will ich hier nicht spekulieren.

hattest Du die Meldungen registriert, welches Ansehen Journalisten aktuell noch genießen? Das bezog sich doch nicht nur auf den Staatsfunk.

Doch, registriert schon. Nur ändert das negative Ansehen nichts an der Wirkmächtigkeit der Medienindustrie. Wir wissen beispielsweise vom Ansehen der BLÖD, und davon, dass sich deshalb das Gros der Leserschaft von ihr distanziert und dennoch ergießen sich rund knapp 4 Millionen blöd- Exemplare, gefüllt mit Niedertracht, aufgebauschte Banalität und gezielter Desinformation auf den Markt und von da aus in die Köpfe. Werktäglich.

Sicher, man kann das achselzuckend zur Kenntnis nehmen; aber wäre es auch angebracht, mit den Achseln zu zucken, wenn sich Millionen Menschen mit einem Produkt vergifteten, welches als Genussmittel beworben wird, aber in Wahrheit nichts anderes als Arsen beinhaltete? Gift ist keine Ware, wie jede andere, Medienprodukte auch nicht. Zumal sie ja nicht nur Wirkungen auf die Konsumenten zeigen, sondern auf die gesamte Gesellschaft.

Es hat sich aber bei den Amis auch immer einer gefunden, der bestimmte Dinge recherchiert und veröffentlicht hat, selbst hochgradig Staatsgefährdendes. Wenn ich da an Watergate, Iran-Contra und ähnliches denke...

Stimmt. Und solche Fälle, lassen mich staunen und fragen, weshalb, aus welchen Gründen, in welchem Kontext gewisse Enthüllungen den Weg in die Öffentlichkeit fanden. Für mich sind da viel Szenarien vorstellbar. Das - in meinen Augen - wünschenswerteste handelt von Journalisten, die sich einer Berufung, eines Berufsethos verbunden fühlten und glücklicherweise auf einen Verlag trafen, dessen Haupteigentümer es sich leisten konnte, allen denkbaren Risiken zu trotzen. Nicht ganz uneigenützig (Auflage) versteht sich, aber Manns genug, vielerlei (auch staatlichem )Druck zu widerstehen. Die Frage lautet, bringt das System der "freien" Medienmarktwirtschaft, zwangsläufig oder wenigstens mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder solche Typen hervor, oder zählen auch in den USA solche Typen zu einer aussterbenden Spezies?

Nicht ganz unwichtig in diesem Zusammenhang, scheint mir, was an Skandalen alles nicht in die Öffentlichkeit gelangt. Freilich, eine Spekulation. Ich meine ja nur. Den derzeitigen Schnüffelskandal haben ja nicht findige Journalisten thematisiert, sondern einer, der Kopf und Kragen riskiert. Ich vermute, nicht rein zufällig. Die unheilige Verquickung von Staat, seiner halbseidenen Institutionen und willfährigen Unternehmen ist sicher kein Ausnahmefall. Wenn es drauf ankommt...


Und noch etwas fällt mir auf: die Veröffentlichung brisanter Informationen zu einem Zeitpunkt, die bedenkliche Entwicklungen (beispielsweise Irak-krieg)nicht mehr beeinflussen können oder deren Folgen Verantwortliche nicht fürchten müssen.Der Ruf beispielgebender US- amerikanischer Presse- und Informationsfreiheitberuht ja nicht ganz selten auf solcherlei Sensationen.

Ich finde, das spricht bei aller unstrittigen Primitivität und Degeneration schon für das amerikanische System. Unsere ÖR-Medien bringen schon auch Kritisches, aber immer in Maßen, so als Ventil...

Vielleicht kann Amerika Ventile ganz anderer Größenordnung vertragen? Ohne dass jemand aufmuckt?

... vor allem aber: mit starker politischer Tendenz. Mollath im grün-rot regierten BaWü wäre lange nicht das Thema wie in der schwarzen harten Nuß Bayern. Von den grünen Kinderliebhabern hörst Du tendenziell gar nichts, von der Handvoll kinderfickender Katholiken waren die Medien von spät bis früh übervoll. Und DAS kotzt mich an!!

Mich auch und die Liste meiner Kritik ist noch viel länger. Beispielsweise: Was hat "Wetten das?" beim ZDF zu suchen? Ab zu den Privaten - und reichlich Tantiemen kassieren, die im Korrespondenten - Netz besser angelegt wären. Man stelle sich vor, Deutschland führt Krieg oder ist zu militärischen Diensten verpflichtet, an gewissen Brennpunkten Ruhe zu erzwingen - und kein Reporter ist dauerhaft vor Ort. Skandalös.
Oder die Unverfrorenheit, für Sendemanuskripte, die allesamt digital auf einer Festplatte liegen, mehr als eine geringe Bearbeitungsgebühr zu verlangen. Sendungen- und Sendemanuskripte - sind längst vom Publikum bezahlt. Also- was soll die teure DVD-Vermarktung. Das zum einen. Und zum anderen. Generell stimmt die Personalpolitik hinten und vorn nicht. Die Vergabe von Produktionsaufträgen an Fremdfirmen auch nicht. Am meisten verabscheue ich die Informationsslektion zu Gunsten politisch gewünschter Kampagnen, bei denen femifördernde nur einen Teil ausmachen. Ich denke da auch an Russland, an Chiana, an all die Achsen der Bösen und nicht zu Letzt an der "Verbreitung deutscher Vergangenheitsbewältigung". Und so weiter, und so weiter, und so weiter...

Daß dieser Augiasstall reformierbar ist, würde ich ernsthaft bezweifeln. Zu sehr wuchert in dieses System längst die Politik hinein.

Vielleicht nicht reformierbar, aber eine Rekonstruktion nach Ursprungsabsichten muss nicht unmöglich bleiben. Der alliierte Versuch, die Macht staatlich gesteuerter Medien zu brechen, halte ich für einen richtigen Ansatz, der freilich nicht aus dem Gabensack gut demokratischer Siegerweihnachtmänner stammt, sondern aus der Erkenntnis um die Gefährlichkeit (staats-)monopolistischer Medienkonzentration in Feindländern. Wer ein ganzes Volk auf seine Seite ziehen will, muss etwas bieten. Die Illusion unkontrollierte Medienvielfalt war da sicher nicht das Schlechteste Angebot, erfolgreich war es jedenfalls.

Der Apparat ist ein staatsähnlicher, beamtenartiger, und an sowas hat sich noch fast jeder die Finger ausgebissen. Um da was zu ändern, bedarf es schon der Entschlossenheit und Skrupellosigkeit...

... um die verfilzten Strukturen gnadenlos zu zerschlagen. Dem ganzen blasierten aufgeblähten Verwaltungs - und Weisungsapparat gehört der Brotkorb höher gehängt, er verpisste sich vermutlich flink in die freie Wirtschaft. Wer das leisten soll und auch noch kann - ich weiß es auch nicht. Das ist aber für mich kein Grund, mich mit den Verhältnissen abzufinden. Öffentliches Nachdenken zum Thema ist vielleicht nicht sehr schnell von Erfolg gekrönt, aber wer weiß schon, wann eine Situation entsteht, die sehr schnell auf vorhandene Überlegungen aufsetzt..

Was ich mich frage: ist es eigentlich ein Naturgesetz, daß private Medien Müll produzieren und in Richtung Dekadenz marschieren? Wenn ich TV mal ausschließe, muß man doch klar sagen: nein. Die besten Zeitungen und Zeitschriften in aller Welt entstanden unter privater Führung und mit Gewinninteresse. Oder? Auch in Nachkriegsdeutschland - Spiegel und ZEIT waren ja nicht immer, was sie jetzt sind. Aber auch sie sind degeneriert, warum eigentlich?

Beim TV scheint es, verglichen mit Print, begünstigende Faktoren für Schrottformate zu geben. Qualität ist teuer, Schlechtes ist leicht und sehr billig gemacht.

Ja, so sehe ich es auch. Qualität hat ihren Preis.

>Trotzdem jede Wette: wenn ein starker Markt für Premium da wäre, dann gäbe es auch Premium-TV von Privatsendern. Und in anderen Ländern gibt es das m.W. auch.

Da bin ich mir nicht so sicher. Die Frage lautet, ob die Nachfrage ausreicht, um die Kosten für 1.Wahl aufzubringen.


Wenn ich nicht sehr irre, liegt das Problem also beim Abnehmer, der sich im Zweifel mehrheitlich für den Schrott entscheidet, in einer allzu bereitwillig degenerierenden Kundschaft. Die entscheidet sich frei.

Ja und nein. Wer Qualitätsangebote nicht von Ramsch unterscheiden kann, ist in seiner Wahl nicht frei. Das ist nicht unbedingt nur ein Problem der verblödeten Massen; es ist auch ein Frage nach dem, was als erstrebenswert gilt und was nicht. Galt der Wert "humanistische Bildung" noch vor 50 Jahren als erstrebenswert, auch in der proletarisch - bäuerlichen Schicht, suggerieren heute verschiedene Kreise aus sehr unterschiedlichen Motiven heraus, Bildung habe in erster Linie nichts anderes zu sein, als Rüstzeug für den Arbeitsmarkt.

Dem setzt Du entgegen den Qualitätsanspruch von dem Markt teilweise entzogenen zwangsfinanzierten Medien.

Ein dem Markt entzogenes Segment, befürworte ich. Was die Zwangsfinazierung betrifft, halte ich von KEF und GEZ nichts, ich denke da über andere Möglichkeiten nach. Beispielsweise könnte ich mir vorstellen, gewisse privatwirtschaftliche Sender mit einer moderaten Zwangsabgabe zu belasten. Die Gründe für diese Überlegung sind zu umfangreich um sie auch noch in diesen Beitrag zu packen. Aber vielleicht ist es nicht unangebracht, jene zur Kasse zu bitten, die aus der Verseuchung des Äthers erhebliche Gewinne ziehen. Sehr allgemein gesprochen.

Die Frage ist, was das bringen kann. Eine Hebung des Gesamtniveaus ist nicht drin, solange Du die Entscheidung frei läßt.

Wahrscheinlich. Und mit Zwang erreichst Du auch nichts. Fatal.

Das Ergebnis ist dann eigentlich ein (Pseudo-)Intellektuellen-TV für Leute, die was Besseres sind oder sich dafür halten, aber finanziert von der breiten Masse.

Mag sein.Übertrügen wir aber das Problem auf Kultur generell und überließen sie dem angeblich freien Markt, so läge die Sixitinische Madonna längst sonst wo, wahrscheinlich im Tresor, Park Sanssouci wäre von Disney gesponsert und im Gewandthaus geisterte das Phantom der Oper. Vielleicht sehe ich zu schwarz , schließlich glänzt in New York ja die met. Na ja...zusammengekaufter Ruhm, Geld braucht manchmal eine Bühne und Leute die Brillianten im Foyer blitzen lassen müssen.

Doch der Gedanke an Theater, die für einfaches Volk, und da sind nicht alle blöd, in unerschwingliche Ferne rücken, lehrt mich das Gruseln. Gewiss, Leute, die die Welt als Kassenbuch begreifen, gehen nicht an Kulturlosigkeit zu Grunde. An nicht funktionierenden Medien auch nicht. Leute, denen es um mehr geht, als die Registrierkasse - schon. Manchmal.

Paradebeispiel dafür ist der Sender arte. Ich kenne niemanden, der diesen Sender mit einer Nummer <10 auf seiner Fernbedienung gespeichert hat (wenn überhaupt), ich kenne auch niemanden, der je zu mir gesagt hätte "ey, hast Du diesen geilen surrealistischen Film gestern bei arte gesehen?",

Schade, dass wir soweit auseinander wohnen. Ich fragte schon und zähle mich nicht zur spinnenden Elite.

und ich verkehre so allgemein weder in der Gosse noch am Stammtisch. Auf deutsch: für normale Leute existiert arte nicht, außer wenn sie mal "baise moi" oder einen japanischen "künstlerischen" (übersetzt:Porno) Film ungeschnitten zeigen (dann geht das Suchen aber los!) :-D

Seufz. Leider ist das so. Eine großartige Idee- arte, leider in die Finger der Großkotze geraten, wie der gesamte Öffentlich-Rechtliche. Über der Erbfeindschaft liegt vermutlich nur ein dünner Firnis, der sich Freundschaft nennt...

Es gibt also zwei Möglichkeiten: entweder ich bin Demokröte und akzeptiere die Mehrheitsentscheidung und den Massenwillen als Ausfluß einer überindividuellen Schwarmintelligenz. Dann aber sollte ich tunlichst die Entscheidungen der Massen auch respektieren.

Ja, gut.

Oder aber: ich sehe einen berechtigten Anspruch des Gemeinwesens darauf, daß jedes Individuum bestrebt sei, sich am oberen Rand seiner Möglichkeiten wiederzufinden (Interessanterweise ist das unter normalen Bedingungen erheblich deckungsgleich mit den individuellen Interessen!). Dann muß aber auch ein gewisser Zwang zulässig sein.


Ja, gut.

(Natürlich gibt es noch einen weiteren Weg: ich bin finanziell abhängig. Dann sind alle Überzeugungen eh für die Katz, und ich mache -natürlich in tiefster Überzeugung- was mein Arbeitgeber so verlangt. Da dies meist nicht Monsanto, sondern der Staat ist -der liebe, gütige, freigebige, total humanistische-, hab ich damit im Allgemeinen so viel Probleme wie 1936 ein guter Tschekist mit seinen Aufgaben).

Wieso soll also die breite Masse ein Eliten-TV finanzieren, wenn das nicht einmal mehr den Anspruch ihrer erzieherischen und bildungsmäßigen Verbesserung erhebt?

Warum nicht ein Mediensystem, welches auf zwei Säulen ruht? Ein quotenfixiertes Fernsehen für Kreti und Pleti, werbefinaziert, also von der Gesamtheit der Verbraucher und eines, dass schlank, hellwach, und unabhängig vom Staat, Parteien, Gewerkschafts- und Wirtschaftslobbyisten die Aufgaben wahr nimmt, die einst den Öffentlich-Rechtlichen zugedacht waren. Teils finanziert von seinen Konsumenten, teils aus anderen Quellen, die noch zu erschließen sind.

Demokratie hin oder her, momentan müssen wir wohl in ihr leben, so wie sie ist. Aber niemand muss sich mit einmal herrschenden Zuständen abfinden. Allein der Kritik wegen, die den herrschenden Zuständen gebührt, braucht es, meiner Meinung nach, eine halbwegs funktionierende öffentlich-rechtliche Medienlandschaft, die den Namen auch verdient. Darüber einmal zu debattieren, ohne allein auf die GEZ zu starren, wie die Schlange auf die Maus, könnte auf Dauer vielleicht ein bisschen Wind in die medialen Nebelwände blasen.

Grüßla,
nihi

Grüße zurück

© [image]

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ein Steinchen aus dem System nehmen?

DvB @, Mittwoch, 07.08.2013, 02:49 (vor 2495 Tagen) @ Narrowitsch

Die Öffentlich-Rechtlichen zerstören wäre töricht. ... Sie zu killen, wäre fatal.Nicht etwa weil es um meinen Geschmack geht, sondern um Restbestände Qualität.

Jaja, ziemlich genau so töricht wie, bei ner ausgeleierten Hafennutte nicht an die Restbestände von Jungfräulichkeit zu glauben.

Die "Aktuelle Kamera" und der "Schwarze Kanal" kamen damals auch im sogenannten ÖR.

Nein, sie kamen vom Fernsehen der DDR, welches dem "Staatlichen Komitee für Fernsehen" beziehungsweise Staatlichen Komitee für Rundfunk" unterstand. ich weiß nicht, ob Du den Unterschied verstehen willst.

Wer den "Unterschied" verstehen will, hat einen gehörigen Dachschaden.

Die Journallie ist - und war es immer - die Hure der Regierigen. Genauso, wie es die drei anderen Säulen Deiner Freimaurer-ideologischen Phantastereien sind.

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Es gibt keine einfache Antwort.

Sven ⌂ @, Wolfsburg, Mittwoch, 07.08.2013, 10:52 (vor 2494 Tagen) @ Narrowitsch

Schon mal RTL einen Tag lang oder mehrere verfolgt? Die Nachrichten? Die pseudo - dokumentarischen Seifenopern? Tendenzen festgestellt?

Die Öffentlich-Rechtlichen zerstören wäre töricht.

Es gibt bei diesem Thema keine einfache Lösung. Deshalb auch die zahlreichen Kontroversen.

Das Niveau bei den ÖR ist unbestreitbar höher als im Privatfernsehen. Mehr Substanz, aber mitnichten frei von Propaganda oder zeitgeistischer Ideologie.

Kritikpunkte gibt es viele: Da wäre die Mutation eines "Rechts auf Information" zur potenziellen Propagandapflicht, die sachfremde Verwendung der GEZ-Einnahmen z.B. zur Unterhaltung von einem knappen Dutzend Sinfonieorchestern, die beileibe nicht nur in Deutschland auftreten. Nicht zu erwähnen exorbitante Betriebsrenten, über 25.000 Mitarbeiter und knapp 100 Tochterfirmen. Die Umgestaltung von einer sachbezogenen Gebühr zu einer Haushaltssteuer hat das Fass zudem zum Überlaufen gebracht. Abschließend ist ein Informationsauftrag über Radio & Fernsehen in Zeiten von Internet & Social Media zumindest fragwürdig.

Das Privatfernsehen wiederum ist ein Paradebeispiel dafür, dass derjenige verlassen ist, der auf die Regulierung des Marktes vertraut. Die Privaten orientieren sich am kleinstem gemeinsamen Nenner, und dieser verwendet Quoten als Maßzahl für mögliche Werbeeinnahmen. Sie sind letztlich also darauf angewiesen, eine möglichst große Zahl an Konsumenten zu erreichen; das Niveau der Sendungen muss folglich so gering wie nur irgend möglich sein. Dafür ist es nicht nötig, dass der Konsument wirklich dieses Niveau pflegt. Es reicht völlig aus, sie durch Stimulierung einfacher Triebe zu ködern - Sensationsgeilheit, Konsum- und Spaßgesellschaft. Bildung und Kultur wird heutzutage nur von wenigen Gemütern nachgefragt.

Die Privaten haben indes einen Vorteil: Sofern das Angebot unerwünscht ist und nicht nachgefragt wird, müssen die Anbieter das Angebot ändern oder gehen pleite. Der Moloch ÖR indes kann seine Kosten mittlerweile nicht nur über eine steuerähnliche Zwangsabgabe einfach einfordern, sondern ohne Einbeziehung seiner "Kunden" die Gebühren auch einfach erhöhen. Das Verhalten des Kunden spielt folglich keine Rolle - eine Änderung ist nur politisch zu erreichen, nur dass es dafür zunächst Politiker bräuchte, die daran Interesse hätten.

Es bleibt am Ende die gleiche Frage wie gesamtgesellschaftlich:

Für welche Institutionen und Leistungen soll der Staat ein Mindestmaß an Niveau und Qualität garantieren und wer kontrolliert diese Institutionen, um vor Machtmißbrauch zu schützen?

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