Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Wirbel um digitale Helfer | Zementieren Sprachassistenten die Rolle der dienenden Frau? (Genderscheiss)

Mordor ⌂ @, DEUTSCHland, Donnerstag, 30.05.2019, 19:38 (vor 110 Tagen)

Eine neue Studie kritisiert die Rolle der Frau bei Siri und Co. Eine mögliche Lösung wäre eine gender-neutrale Stimme.

Immer zu Diensten, so begrüsst Siri die Nutzer – und ähnlich klingt es bei den Sprachassistenten Alexa oder Cortana. Mit einer sanften Frauenstimme und einer Engelsgeduld führen sie Befehle aus wie Nachrichten versenden, Bestellungen aufgeben oder sie helfen beim Navigieren – perfekte Assistentinnen also.

Alle haben weibliche Namen und sind in einer dienenden Rolle. Das zementiere ein überholtes Frauenbild, haben kürzlich Autoren in einem Unesco-Bericht zu Sprachassistenten festgehalten.

Die Assistenten wurden von mehrheitlich männlichen Designer bei Apple, Microsoft oder Amazon programmiert. Ganz bewusst, sagt Holger Schulze. Er ist Kulturwissenschaftler und Klangforscher an der Universität Kopenhagen. Nicht nur eine weibliche Stimme hätten die Designer den Assistentinnen verpasst: «In meiner Wahrnehmung ist es die Entscheidung für eine Assistentinnenrolle.»

Die Rolle der digitalen Dienstmägde, wie sie Holger Schulze nennt, wurde den Sprachassistenten verpasst. Der Klangforscher sieht sich darin durch den neusten Unesco-Bericht bestätigt. Darin heisst es nämlich, dass die Teams, welche die digitalen Assistentinnen entwickelt haben, überwiegend aus Männern bestanden. Und dass ihre Kreationen unterwürfige, feminine Personen seien. Das könne fatale Folgen haben.

Denn die Sprachassistenten würden oft von Kindern und Jugendlichen genutzt und prägten so deren Frauenbild, das weit entfernt ist von dem Bild, das Frauen in einer egalitären Gesellschaft haben sollten. Die dienenden und unterwürfigen Sprachassistentinnen prägten nicht nur das Frauenbild der Nutzer sondern auch deren Verhalten.

Schulze sieht deshalb auch gesellschaftliche Probleme aufkommen: «Wenn wir uns vormachen wollen, dass wir in einer egalitären Gesellschaft leben, und uns gleichzeitig eine Stände-, Dienstboten- oder Dienstmagdkultur digital hereinholen, holen wir uns auch all die Probleme wieder herein, die eine Dienstbotenkultur schon immer hatte.» Probleme wie zum Beispiel Hierarchieprobleme, Standesdünkel oder Formen von sadistischen Beleidigungen, so Schulze.

Gender-neutrale Stimme als mögliche Lösung

Dass sich Siri, Alexa und Co. sadistische Beschimpfungen und Beleidigungen anhören müssen, haben auch die Autoren der Studie festgestellt. Sie fordern deshalb die Hersteller der Assistenten auf, diese mit entwaffnenden oder neutralen Antworten auszurüsten. Und sie fordern, dass in Zukunft mehr Frauen in die Programmiererteams aufgenommen werden.

Das wäre sicher eine mögliche Lösung, meint auch Holger Schulze, aber es gebe noch eine weitere: «Die Entwicklung einer gender-neutralen Stimme.»

Mehr Programmiererinnen gefordert

Diese neutrale Stimme gibt es schon, sie nennt sich Q. Angeregt hat die Entwicklung die Copenhagen Pride, die sich für die Gleichstellung aller Geschlechter einsetzt, auch in der digitalen Welt. Die Organisation hofft, dass sie von Amazon, Microsoft oder Apple erhört wird und dass diese ihre Sprachassistenten vermehrt mit einer gender-neutralen Stimme programmieren.

Dafür plädieren auch die Autoren der Unesco-Studie. Es sei nie zu spät dafür, die Nutzerinnen und Nutzer an eine neutrale Stimme ihrer Sprachassistenten zu gewöhnen. Und würden die Programmierer, vielleicht auch bald mehr Programmiererinnen, sich darum bemühen, auf die Unterwürfigkeit der Maschinen zu verzichten, könnte sich auch das verzerrte Frauenbild wieder korrigieren.

https://www.srf.ch/news/panorama/wirbel-um-digitale-helfer-zementieren-sprachassistenten-die-rolle-der-dienenden-frau

s_happy

--
Ich kommentiere hier klimaneutral. Mein ökologischer Fußabdruck: https://www.youtube.com/watch?v=NzjU47tX_gQ | Infos für Klimaneurotiker: https://youtu.be/JcsSHPjdsOo

Die dienende Frau fühlt sich ersetzt

Frank, Donnerstag, 30.05.2019, 20:02 (vor 110 Tagen) @ Mordor

Das ist schon interessant: Jetzt beschweren sich die Feministinnen darüber, daß die dienende Frau ersetzt wird.

Anscheinend fühlen sich die Frauen jetzt verdrängt, daß sie ihre natürliche Aufgabe nicht mehr wahrnehmen können.

Ich habe schon zornig mein Navi angeschrien !

JUNGHEINRICH, Donnerstag, 30.05.2019, 20:11 (vor 110 Tagen) @ Mordor

Mitten in der Stadt, überall verwinkelte Gassen, bis die Durchsage kam : „Biegen Sie jetzt
dahin und dorthin ab“ war ich schon längst an der Straße vorbeigefahren.
Da habe ich schon meine Navi angeschrien und sogar mit übelsten Kraftausdrücken belegt !
Bin ich nun Frauenfeindlich ?

Wirbel um digitale Helfer | Zementieren Sprachassistenten die Rolle der dienenden Frau?

tutnichtszursache, Donnerstag, 30.05.2019, 20:11 (vor 110 Tagen) @ Mordor

Eine neue Studie kritisiert die Rolle der Frau bei Siri und Co. Eine mögliche Lösung wäre eine gender-neutrale Stimme.

In den Bahnen der DB ist es eine Männerstimme. In den örtlichen Stadtbahnen eine Frauenstimme, die man nicht gut versteht.

Immer zu Diensten, so begrüsst Siri die Nutzer – und ähnlich klingt es bei den Sprachassistenten Alexa oder Cortana. Mit einer sanften Frauenstimme und einer Engelsgeduld führen sie Befehle aus wie Nachrichten versenden, Bestellungen aufgeben oder sie helfen beim Navigieren – perfekte Assistentinnen also.

Würde ich sowas nutzen, würde ich eine Männerstimme wählen. Leider hat Siri und durch den kleinen Lautsprecher nicht die Möglichkeit, tatsächlich männlich zu sprechen. Es kann nur angedeutet werden.

Alle haben weibliche Namen und sind in einer dienenden Rolle. Das zementiere ein überholtes Frauenbild, haben kürzlich Autoren in einem Unesco-Bericht zu Sprachassistenten festgehalten.

Man stelle sich mal vor, ein Navi steuert mich mit einer Frauenstimme ans Ziel! Ja, da kanns dann doch passieren, daß nicht dort ankomme, wo ich hin wollte.

Die Assistenten wurden von mehrheitlich männlichen Designer bei Apple, Microsoft oder Amazon programmiert. Ganz bewusst, sagt Holger Schulze.

So bewußt war das wohl nicht unbedingt. Hier kommt einfach der heutige Gynozentrismus zum vorschein, den die Frauen sonst doch so lieben. Wenn die Frauen nebensache werden, dann paßt denen das ja auch wieder nicht.

Er ist Kulturwissenschaftler und Klangforscher an der Universität Kopenhagen. Nicht nur eine weibliche Stimme hätten die Designer den Assistentinnen verpasst: «In meiner Wahrnehmung ist es die Entscheidung für eine Assistentinnenrolle.»

Mit einer Assistentin könnte ich ebenfalls nichts anfangen. Man muß bei einer Assistentin doch davon ausgehen, daß sie nur eins möchte: Mir die Augen verdrehen, aber keinesfalls die delegierte Aufgabe erledigen.

Denn die Sprachassistenten würden oft von Kindern und Jugendlichen genutzt und prägten so deren Frauenbild, das weit entfernt ist von dem Bild, das Frauen in einer egalitären Gesellschaft haben sollten.

Seltsam! Was bildet sich dieser Kulturwissenschaftler hier denn ein? Hier fehlt die Angabe einer Quelle, da es sich bei dieser These um jene eines Kinderpsychologen handeln muß! Oder meint er vielleicht, daß sich sein Frauenbild dadurch vielleicht schon verändert hat? Und Begriffe wie "oft" ist echt unterste Schublade in Argumentationen. Der Kulturwissenschaftler sollte besser mal seine Argumentationen prüfen.

Die dienenden und unterwürfigen Sprachassistentinnen prägten nicht nur das Frauenbild der Nutzer sondern auch deren Verhalten.

Wahnsinn, wie weit der sich aus dem Fenster lehnt. Oder hat der Kulturwissenschaftler auch Psychologie studiert?

Ich sehe es eher so: Die Geeks, die die weiblichen Stimmen in diese Boxen brachten, brauchen mehr reale Weiber mit denen sie einfach Spaß haben können! Dann legt es sich schon mit den weiblichen Stimmen in Assistenzgerägten, wie er sie weiter oben andeutungsweise nannte.

Mehr Programmiererinnen gefordert

Ah ja ... dann werden solchen Geräte zum Partygag :-D

Gut, bei Siri & Co sehe ich das eh schon jetzt.

VW hat nur Frauen als Navi-Stimme! Ein Zumutung!

Alfonso, Donnerstag, 30.05.2019, 20:53 (vor 110 Tagen) @ Mordor

- kein Text -

Die zickende Hausfrau kann auch eine Turing-Maschine! ;-)

Mus Lim ⌂ @, Freitag, 31.05.2019, 16:39 (vor 109 Tagen) @ Mordor

- kein Text -

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