Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Männliche Sexualität?

Eugen Prinz, Monday, 06.09.2004, 03:23 (vor 7863 Tagen) @ Andi

Als Antwort auf: Männliche Sexualität? von Andi am 05. September 2004 17:13:53:

Lieber Eugen, liebe Leser
Hm, deine Meinung zu männlichen Sexualität kenne ich ja aus dem "Handbuch", trotzdem bin ich über deine Zustimmung zu dieser Polemik überrascht. Zunächst einmal möchte ich Dir für dein "Handbuch für Männer in den Zeiten von Aids und Feminismus" danken, dass ein mindestens so deutlicher Beitrag zu selbstbewußten Männern ist wie Arnes "Sind Frauen bessere Menschen".

Vielen Dank für diesen Kommentar.

Aber auch da stört mich dein Eintreten für die Triebhaftigkeit des Mannes, die ich im wirklichen Leben nicht beobachten kann.

Da liegt ein Missverständnis vor: Ich trete nicht für die Triebhaftigkeit des Mannes ein, ich registriere sie lediglich anhand von gesellschaftlichen Indikatoren. Niemand kann aus persönlicher Erfahrung ein zutreffendes Bild solcher Merkmale gewinnen. Aber wir wissen z.B. genau, wieviele Männer ihre Triebhaftigkeit "gegen Erlegung von Gebühren justieren" und wie es damit bei Frauen bestellt ist.

Es gibt - wenn man unbedingt will - auch eine biologische Ursache für die größere sexuelle Triebhaftigkeit beim Manne: Das weibliche Prinzip ist die optimale Gattenwahl, das männliche besteht darin, die genetischen Anlagen möglichst weit zu verbreiten. Daraus ergibt sich alles weitere wie von selbst.

Aber es gibt für mich einen ganz anderen Aspekt: Fast alles, was vom Manne verlangt wird, läuft auf Selbstverleugnung hinaus. Fast immer soll er seine Interessen hintan stellen - im Krieg, beim Sex, in der Familie...

Er soll nicht etwa selbstbewusst, frech, emanzipiert, unbequem sein - Attribute, mit denen sich die Mädels dieser Tage gerne garnieren. Nein, er soll seine Triebe unterdrücken.

Die männliche Sexualität wird in unserer Gesellschaft unterdrückt. Sie darf sich allenfalls in "geregelten Bahnen" (in der Monogamie oder im Ghetto der Prostitution) ergießen. Es braucht wahrlich keine Appelle an den Mann, seine Triebhaftigkeit zu zügeln. Zu allererst würde ich mir wünschen, dass ein völlig aus den Fugen geratener weiblicher Sexismus nicht ständig ungefragt auf die entsprechenden Knöpfe bei den Männern drückt.

Vielleicht wären sie dann auch nicht so triebhaft!

Dazu ließe sich natürlich noch viel mehr sagen, aber ... Teufel, schon Mitternacht vorbei ...für heute muss es genügen ;-)

Einen schönen Gruß von Eugen


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