Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

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Liste Lila Pudel 181-190 Ergänzung (Projekte)

verfasst von Oberkellner(R), 24.06.2012, 21:23

spannendere Aussicht, sich auf einen Wettbewerb um weibliche Führungskräfte einzulassen, statt den Eindruck zu erwecken, man fürchte dabei in erster Linie um die eigene Position? Warum lassen wir nicht einen Ruck durch Deutschland gehen, warum sagen wir nicht: Unsere Wirtschaft braucht alle Guten, gerade an der Spitze? Alle Guten: Diese Formulierung ist ja geschlechtsneutral, auch in der deutschen Sprache, die auf diesem Gebiet manche Tücken hat. Alle Guten, das heißt: Die viel zitierte „Hälfte des Himmels“, die ja auch mindestens die Hälfte der Guten stellt, die muss auch die gleichen Chancen haben, dass ihre Vertreterinnen an die Spitze gelangen.“
Die Politik müsse für Chancengleichheit sorgen: „Nach all den frustrierenden Erfahrungen der Vergangenheit brauchen wir eine Quote für die Führungsgremien großer, das heißt börsennotierter und mitbestimmter Unter-nehmen. Ich halte sie für erforderlich und ich stimme Hamburgs Justizsenatorin darin zu, dass Freiwilligkeit nicht ausreicht. Ich stimme ihr auch zu, wenn sie darauf hinweist, dass wir im internationalen Vergleich abge-schlagen sind. … Manchmal braucht es eben ein bisschen Regulierung, eine gesetzliche Regelung, die als Initial-zündung wirkt.“ Die Quote habe offensichtlich bewirkt, dass die Wirtschaft Norwegens jetzt einen viel größeren Pool an talentierten und qualifizierten Frauen vorfinde.
Der Bürgermeister nennt trostlose Vergleichszahlen: „In Deutschland haben heute Frauen kaum mehr als zehn Prozent aller Aufsichtsratsmandate inne. Das ist auf die 200 größten Unternehmen bezogen. Noch krasser sieht es in den Vorständen aus. Mehr als neunzig Prozent der 100 größten Unternehmen in Deutschland haben keine einzige Frau im Vorstand. Diese Zahl stammt vom DIW. Umgekehrt ausgedrückt: 2,6 Prozent der Vorstands-posten in den 200 größten deutschen Unternehmen besetzen Frauen, gegenüber 2,5 vor einem Jahr. Ein Auf-wärtstrend, der die bittere Wahrheit nicht wirklich versüßt: Frauen sind als Führungskräfte in der Wirtschaft auf hanebüchene Weise unterrepräsentiert.“
Positiv hob Scholz die Hamburger Firma Beiersdorf hervor – sie habe im Aufsichtsrat immerhin drei Frauen, von zwölf Aufsichtsräten: „40 Prozent sind das nicht, aber auch ich wäre begeistert, wenn hier ein Zeichen gesetzt werden könnte, und sehe die Vorsätze: 25 bis 30 Prozent der Beiersdorf-Führungskräfte sollen bis 2020 weiblich sein.“ Und dem Hamburger Senat gehören schon jetzt neben dem Bürgermeister fünf weibliche und fünf männliche Senatoren an.
Die 40-Prozent-Quote scheine auch deshalb vernünftig, weil anderswo damit gute Erfahrungen gemacht worden seien: „Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein Gewinn für alle. Sie gehört zu jeder modernen Gesell-schaft. Offenbar lässt sich das nur mit festen Regeln erreichen – Regeln für gleichen Lohn für gleiche Arbeit von Männern und Frauen, sowie für mindestens 40 Prozent Frauenanteil in Aufsichtsräten.“
Hamburg werde deshalb einen eigenen Gesetzentwurf im Bundesrat vorlegen, der eine verbindliche 40-Prozent-Quote vorsieht – für alle börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Unternehmen: „Der Entwurf sieht lange Übergangsfristen vor; in den ersten sechs Jahren beträgt die Quote lediglich 20 Prozent. Auch haben wir uns für sehr moderate finanzielle Sanktionen bei Verstößen entschieden: Unternehmen wird demnach die steuerliche Abzugsfähigkeit aller Aufwendungen versagt, die für quotenwidrig besetzte Gremien entstehen. Wir wollen auch eine Berichtspflicht etablieren und Verstöße öffentlich bekannt machen. Als Wirtschaftsstandort macht Hamburg damit einen Vorschlag, der die Gleichstellung fördert und die Unternehmen nicht aus dem Blick verliert.“
Scholz kündigte Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf an sowie eine „geschlechtergerechte Be-setzung von öffentlich-rechtlichen Beratungs- und Beschlussgremien sowie der Unternehmen im Mehrheitsbesitz Hamburgs: „Der Senat wird für mehr Frauen in Spitzenpositionen der Verwaltung sorgen. Wir werden Maß-nahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch mit Blick auf Alleinerziehende in den Fokus nehmen.“ Auch die Bedingungen der Gründungsförderprogramme sollen verstärkt auf Frauen ausrichtet wer-den.
Hamburg setze damit eine gute Tradition fort, so der Bürgermesiter: Vor 20 Jahren, im März 1991, wurde hier das bundesweit erste Gleichstellungsgesetz für den öffentlichen Dienst verabschiedet. Schon gut zehn Jahre vorher war in Hamburg die erste „Leitstelle Gleichstellung der Frau“ eingerichtet worden: „Umso mehr wird es nun Zeit, das Gleichstellungsgesetz in Hamburg weiter zu entwickeln, damit der öffentliche Dienst Vorbild bei der Gleichstellung von Frauen und Männern wird.“

http://www.hh-heute.de/olaf-scholz-will-die-frauen-quote/

LP 189 Joachim Scholl, freier Journalist in Berlin, geboren 1960, studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg und Berlin, http://www.salonkultur.de/_bilder/autoren/247.jpg

Deutschlands Feministin Nr. 1 über 35 Jahre "Emma", ihren Kampf für die Frauen und den neuen Feminismus
Alice Schwarzer im Gespräch mit Joachim Scholl
Vor 35 Jahren gründete Alice Schwarzer die Frauen-Zeitschrift "Emma", zu einer Zeit, als die meisten Frauen noch hinter dem Herd standen. Zum 35-jährigen Jubiläum blickt Schwarzer zufrieden zurück. Ihr Blatt, das bis heute völlig unabhängig sei, stehe für einen erfolgreichen "Kulturkampf".
Joachim Scholl: 302 Ausgaben, über 25.000 Seiten, das sind 35 Jahre "Emma". Das "politische Magazin von Frauen", wie es sich nennt, hat heute Geburtstag und würdigt dieses Jubiläum natürlich auch im neuesten Heft. Gegründet wurde "Emma" von Alice Schwarzer. Sie ist bis heute Chefredakteurin und Herausgeberin. Guten Morgen, Frau Schwarzer!

Alice Schwarzer: Ja, guten Morgen, Herr Scholl!

Scholl: Erst mal Glückwunsch, Frau Schwarzer, alles Gute zum Geburtstag!

Schwarzer: Ja, danke!

Scholl: Sie haben sich selbst und allen auch historisch interessierten Leserinnen und Lesern ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht: Ab sofort gibt es jetzt nämlich sämtliche "Emmas", von Heft eins bis 300 komplett digitalisiert im Netz, und kostenlos kann man dort stöbern. Das hat bislang noch keine einzige Zeitschrift gemacht. Warum machen Sie es?

Schwarzer: Ja, das stimmt. Ich finde auch, dass das ein großartiger und auch mutiger Schritt ist. Denn es ist ja nicht gerade im Sinne einer Verlegerin, ihre Zeitung zu verschenken. Aber es ist im politischen Sinne der Feministin Schwarzer, dass das, was die "Emma" über 35 Jahre berichtet und analysiert hat und gefordert hat, dass das allgemein und sicher zugänglich ist, denn diese 35 Jahre "Emma", diese 25.348 Seiten, die sind eine wahre Goldgrube. Und man entdeckt darin eben auch, dass "Emma" oft schon Dinge thematisiert hat, die allgemein in der Gesellschaft überhaupt erst zum Thema zehn oder manchmal 20 Jahre später wurden. Und das ist natürlich sehr interessant: sexueller Missbrauch, politischer Islam, Frauenfußball und so weiter.

Scholl: Genau, darauf wollte ich gerade kommen, Frau Schwarzer, das macht nämlich wirklich zum Nachlesen schon Appetit, wenn da so viele Hefte genannt werden, die mit diesen Themen Furore gemacht haben - also nehmen wir nur mal die Jahreszahl: Das erste Dossier über sexuellen Missbrauch 1978, …

Schwarzer: Ja.

Scholl: Die Forderung vom Zugang von Frauen zum Militär 1979, erste Titelgeschichte zum Frauenfußball - Wenn "Emma" aber immer vorne weg schreitet, man könnte es ja auch umdrehen und sagen: Ja, man könnte andersrum denken und sagen, alles was Emma anmahnt und thematisiert, braucht dann ewig lange, bis es passiert.

Schwarzer: Ja, so ist es. Es hat eine erfreuliche und eine bedenkliche Seite. Aber das liegt leider nicht in unserer Macht, es zu beschleunigen. Ich glaube, dass die Funktion von "Emma" ist, also nicht nur, dass sie - und da ist sie wirklich originär, das ist ganz klar -, dass man bei uns Dinge liest, die man sonst nirgendwo liest, das ist klar, und dass wir gegen den Strich denken und auch Dinge hinterfragen und so, aber das bestärkt nicht nur unsere Leserinnen und regt sie zum Denken an, sondern natürlich hat in diesen 35 Jahren "Emma" die anderen Medien und auch die Politik stark beeinflusst, manchmal richtig Gesetze gemacht, zum Beispiel gegen Vergewaltigung und so weiter, oder Gesetzesänderungen verhindert - Ende der 70er wollte man tatsächlich den Strafparagrafen für Pädophilie abschaffen im Zuge des allgemeinen Rausches der sexuellen Befreiung. Das hat wirklich "Emma" mit einigen Gleichgesinnten verhindert. Also wir haben oft auch gehandelt, ja? Das ist, glaube ich, das Besondere von "Emma".

Scholl: Sie haben zum Jubiläum auch ein Dossier "40 Jahre Frauenbewegung". Dort findet sich ein langer Text von Ihnen selber, Frau Schwarzer, aus dem Jahr 1972, ...

Schwarzer: Ja.

Scholl: … der damals in der Zeitschrift "Pardon" erschien. "Männer, wir kommen!" - sehr kämpferisch überschrieben. Wie geht es Ihnen, wenn Sie solch einen Text wieder lesen nach 40 Jahren?

Schwarzer: Ja, manchmal muss ich natürlich lachen, weil wie Sie schon ganz richtig sagen, der Ton war kämpferischer früher, nicht? Und auch ein bisschen ernsthafter, politisch, nicht? Und wenn man das dann so liest, mit welchem Ernst und Elan ich da auch berichtet habe, da muss ich manchmal selber lächeln, das würde man heute vielleicht manchmal ein bisschen cooler machen, ein bisschen mehr mit Humor, aber das waren einfach die Zeiten. Ich meine, man muss bedenken, als ich diesen Text geschrieben habe - damals habe ich übrigens noch in Paris gelebt und bin angereist zu diesem Kongress der deutschen Frauen und habe dann darüber im "Pardon" und im WDR berichtet -, also, als ich diesen Text geschrieben habe zum Beispiel, konnte in Deutschland ein Ehemann einer berufstätigen Frau noch zum Chef seiner Frau gehen, ohne sie auch nur zu fragen, und die Stelle kündigen mit der Begründung, sie macht ihren Haushalt nicht ordentlich. Ich meine, das muss man sich mal überlegen. Und in dieses Klima sind wir aufgebrochen, und da haben wir natürlich richtig zugelangt.

Scholl: Sie schreiben selber im Editorial dieses Dossiers, dass man von einer Bewegung ja eigentlich nur für die ersten zehn Jahre sprechen kann. Ab Anfang der 1980er sei der Feminismus allgegenwärtig in der deutschen Gesellschaft, und auch die Debatte drüber. Heute bewege er sich wie ein Fisch im Wasser und sei deshalb auch nur schwer fassbar. Ist das ein Problem, Frau Schwarzer, oder nicht eigentlich gut? Ich meine, Sie haben so viel mit Ihrem Engagement erreicht in unserer Gesellschaft, oder nicht?

Schwarzer: Es ist gut und problematisch zugleich. Also der Feminismus, der Begriff Feminismus, ist eine sehr inflationäre Münze. Und was wir nicht geschafft haben - wir haben es aber auch, ehrlich gesagt, nicht angestrebt -, ist sozusagen, eine politische Lobby zu sein, nicht? So wie die Grünen für die Ökologie oder so. Wir hätten ja auch Ende der 70er, hätten ja Feministinnen eine Partei gründen können, und ich bin überzeugt, bis heute würden wir locker über die fünf Prozent kommen. Wir haben uns also nicht institutionalisiert, sondern haben sozusagen einen Kulturkampf geführt, haben das Augenmerk auf die Veränderung des Bewusstseins gelegt. Das macht den Feminismus sehr subversiv, das macht ihn aber auch manipulierbar. Wir erleben ja seit Langem, dass auch Forderungen im Namen des Feminismus gestellt werden, die mit Feminismus gar nichts zu tun haben. Und das verwirrt immer wieder die Geschichte. Und es macht es auch sehr leicht, so dieses, bei einigen sehr beliebte, Spielchen des Frauen gegeneinander Ausspielens zu spielen: Ja, liebe Frau Schwarzer, wenn sogar Frauen oder sogar Feministinnen das sagen, ich meine, Entschuldigung, ja? So.

Scholl: Deutschlandradio Kultur, das "Feuilleton-Pressegespräch", heute mit Alice Schwarzer von "Emma" zum 35. Geburtstag.

Kommen wir auf ein Thema im aktuellen Heft zu sprechen, Frau Schwarzer, das ja einen Aspekt von einer Art neuem Feminismus aufgreift. Es geht um Femen, das ist eine Agitpop-Gruppe aus der Ukraine, …

Schwarzer: Aus der Ukraine, ja.

Scholl: … die mit sehr viel nackter Haut und sehr aggressiv demonstriert, jetzt nicht nur in Kiew, sondern auch in Rom und Zürich und Paris sind die Damen aufgetaucht. Was ist das für eine Variante von Frauenpower? Wie sehen Sie das?

Schwarzer: Ja, das ist für mich der neue Feminismus, das, was man die neue Ironie nennt in der Politik oder in Protestbewegungen. Die machen ja Folgendes: Das ist so ein Dutzend Frauen in der Ukraine, die in der Tat schon weltweit, oder zumindest was den Westen angeht, Aufsehen erregt haben, und zwar warum: Ihr Hauptanliegen ist der Kampf gegen den Frauenhandel und gegen die Prostitution.
Das ist weltweit ein Problem, auch ein gewaltiges Problem in Deutschland, aber in der Ukraine ein besonderes Problem, weil die Ukraine ein armes Land ist, am ärmsten sind die Frauen, und die werden da verschachert und in die Prostitution getrieben.

Und nun gehen diese Frauen her und sagen, okay, ihr Journalisten wollt eigentlich davon nichts hören, und was ihr am liebsten fotografiert, sind Frauen mit bloßem Busen, die schick und blond sind und süß aussehen, und so weiter. Das liefern wir Euch. Das heißt, die gehen halbnackt auf die Straße, hübsche junge Frauen - klar! -, haben alle lange blonde Haare entweder oder Echthaarperücken, in den Haaren sind herrliche Blumenkränze, sie sehen prächtig aus, jedem Fotografen läuft das Wasser im Mund zusammen, und so lassen sie sich fotografieren, aber sie halten eben ihre Protestschilder, die gar nicht dazu passen, und auch ihre wütenden Gesichter gleichzeitig in die Kamera. Und auf diesen Schildern steht: Prostitution ist ein Verbrechen gegen die Menschenwürde, oder Frauen sind nicht zu kaufen.

Wir haben das hier in der "Emma" sehr diskutiert, und ich sage ganz ehrlich, ich war die größte Befürworterin, die anderen haben noch so ein bisschen gezögert zunächst, sind aber inzwischen auch sehr überzeugt, groß über diese Gruppe zu berichten, auch sogar mit ihr zu titeln, weil ich das wirklich subversiv finde.

Scholl: Ich wollte gerade sagen, solch eine stolze Nackte posiert auch auf dem Titelbild der Jubiläums-"Emma", und da habe ich gleich gedacht, ob es da nicht auch Diskussionen gab.

Schwarzer: Ja.

Scholl: Also nackte Brüste sind ja normalerweise Blickfang für ganz andere Zeitschriften.

Schwarzer: Ja, so ist es. Aber ich meine, die "Emma" war ja noch nie gegen Nacktheit an sich oder gegen Erotik, das ist ja absurd. Ganz im Gegenteil, ich meine, wir sind Teil einer Bewegung, die die Sexualität für Frauen befreit hat, und die ihnen überhaupt erst mal beigebracht hat, dass sie auch das Recht auf eigene Lust haben. Nacktheit an sich will noch gar nichts besagen.

Es ist eine Frage der Würde, wie das auftritt und in welchem Zusammenhang. Und hier wird die Nacktheit mit Stolz präsentiert und kämpferisch eingesetzt, und diese Frauen drehen sozusagen - das ist ein Bumerang, ja? - drehen diese Pornografisierung in der Luft um und machen sie zu ihrer eigenen Waffe.

Pornografie, wenn ich das noch hinzufügen darf, ist für uns ja nur das, wo man Lust an Sexualität mit Lust an Erniedrigung und Gewalt verknüpft. Und hier kann von Erniedrigung gar nicht die Rede sein. Unsere nackte Blondine auf "Emma", die springt mit Stolz und Zorn dem Betrachter ins Gesicht.

Scholl: Lassen Sie uns noch kurz auf einen Punkt kommen, Frau Schwarzer, mit Blick auf die 40 Jahre Frauenbewegung. In der kommenden Woche wird es in Köln eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung geben, und dort soll es um eine sogenannte antifeministische Männerbewegung gehen, die jetzt wieder stärker von sich reden machen soll. Ich habe mich gefragt, wenn Sie so was hören, Frau Schwarzer, zucken Sie da mit den Achseln, weil solch blöder Quark Sie seit 40 Jahren begleitet, oder ist das doch wieder was Neues, das Sie interessiert?

Schwarzer: Nein, ich glaube, das muss man ernst nehmen. Also es kommt doch jetzt eine Stimmung auf, in der es gar nicht mehr peinlich ist, offen und krass anti-emanzipatorisch zu sein, ja? Und das Interessante an dieser Bewegung - das ist so ein strapazierter Begriff, aber an dieser Stimmung, die an vielen Fronten herrscht - ist ihre Breite. Dazu gehören auch einige Intellektuelle und bekannte Journalisten in seriösen Zeitungen. Dazu gehören neue Rechte, dazu gehören Teile der Väter-Bewegung und so weiter. Auch "Emma" sitzt gerade an einem Dossier darüber, und das ist sehr zu begrüßen, dass die Böll-Stiftung dazu etwas macht. Und lassen Sie mich noch eins, weil wir noch ein Pressegespräch führen, Herr Scholl, darf ich noch etwas hinzufügen?

Scholl: Na sicher, gerne.

Schwarzer: Was eigentlich selten bedacht wird bei "Emma", weil natürlich die Aufregung um die Inhalte - und zu Recht - immer alles andere verschattet, ich finde es auch eine besondere Tat von "Emma", dass sie ein völlig unabhängiges Blatt ist. Ich habe die Emma vor 35 Jahren mit 250.000 Mark gegründet, da haben sich alle auf die Knie geschlagen und haben gesagt: Sie ist verrückt geworden! Wir gehören zu keiner Partei, wir erlauben uns, alles zu kritisieren, wir haben kaum Werbung, weil die Werbung nicht zu uns kommt. Wir leiden also auch nicht unter dem Einbruch der Werbung. Wir sind unabhängig, wir zahlen unsere Rechnungen pünktlich, wir zahlen übertarifliche Gehälter, und das ist schon auch - unabhängig vom Feminismus, finde ich - etwas Bemerkenswertes. Das macht natürlich sehr, sehr frei.

Scholl: Ich danke Ihnen, Frau Schwarzer, wünsche Ihnen einen schönen Geburtstag, und feiern Sie schön!

Schwarzer: Ja.

Scholl: Ein Dossier über 40 Jahre Frauenbewegung und der neue Feminismus in der Ukraine sind nur zwei Themen von vielen in der neuen Emma, jetzt überall am Kiosk erhältlich. Alle drei Monate erscheint "Emma" in Köln, und dort empfängt man Deutschlandradio Kultur auf der UKW-Frequenz 91,3. Ihnen einen schönen Tag, Frau Schwarzer!

Schwarzer: Ja, für Sie auch, Herr Scholl!

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1661575/

Seidel: Gewaltbereite Gruppen haben vieles gemeinsam
Initiative Schule ohne Rassismus wertet Debatte um Jugendkriminalität als wenig produktiv
Moderation: Joachim Scholl
Der Geschäftsführer der Initiative Schule ohne Rassismus, Eberhard Seidel, meint, dass es mehr Gemeinsamkeiten zwischen rechtsradikalen und gewaltbereiten ausländischen Jugendlichen gebe, als diesen lieb sei. Während die einen ihr Feindbild aus nationalistischen Kategorien speisten, sei es bei den anderen die Religion, um sich abzugrenzen.
Joachim Scholl: Kaum ein Tag vergeht ohne neue Stimmen, neue Spekulationen und Einsprüche zum Thema der Jugendgewalt. Wir wollen ein wenig praktische Ordnung in die Thesenhaftigkeit der Debatte bringen mit Eberhard Seidel, Verfasser von Publikationen wie "Unsere Türken. Annäherung an ein gespaltenes Verhältnis" oder "Marschiert die Jugend nach rechts?", eine Schrift über Rechtsradikalismus und Jugendgewalt. Eberhard Seidel ist Geschäftsführer der Initiative Schule ohne Rassismus in Berlin, jetzt im Studio. Guten Morgen! Willkommen im Radiofeuilleton, Herr Seidel!

Eberhard Seidel: Guten Morgen!

Scholl: Ich vermute, dass jemand, der wie Sie tagtäglich direkten Umgang mit Jugendlichen hat, diese Debatte der letzten Woche mit gemischten Gefühlen verfolgt?

Seidel: Ja, vor allem mit Erstaunen, weil ich nicht feststellen kann, dass irgendetwas Neues unter der Sonne passiert bezüglich dieses Themas. Es sind im Prinzip die identischen Diskussionen, die auch schon vor 15 Jahren geführt wurden, mit den gleichen Argumentationen, mit den gleichen Horrorszenarien, mit den gleichen Zuspitzungen.

Scholl: Welche konkreten Punkte, die derzeit diskutiert werden, jetzt egal, ob sie aktuell sind oder eigentlich auch nicht, sie sind eigentlich immer virulent gewesen in den letzten Jahren, welche Punkte halten Sie aus Ihrer Sicht momentan für relevant und produktiv auch für die Diskussion und Entwicklung der Problematik?

Seidel: Es fällt natürlich schwer, was Produktives bei dieser Diskussion festzustellen, das erst mal muss ich wirklich zu Eingang sagen. Allerdings ist es immer gut, über die Situation, Lebenssituation, von Jugendlichen zu sprechen, wenn man denn die Perspektive hat, bei Problemlagen auch nach Lösungen nach zu suchen und nach Perspektiven, wie besser mit der Situation umgegangen wird. Es gibt sicherlich einen positiven Aspekt, dass heute noch mal über den Inhalt und das Wesen und den Charakter von Jugendstrafrecht diskutiert wird. Und was mich besonders erfreut, dass natürlich nicht nur die Zuspitzungen aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen durch die Medienlandschaft geistern, sondern so etwas wie ein Aufstand der Anständigen in der Diskussion im Moment ja auch zu verzeichnen ist. Dass ja gestern beispielsweise über 1.000 Vertreter der Jugendgerichte oder Staatsanwaltschaften, der Sozialarbeiter zu Wort gemeldet haben, um eben gegen diese Polarisierungen und die unsinnigen Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden, zu protestieren. Und das ist ein gesellschaftlicher Fortschritt, den ich sehr positiv wahrnehme.

Scholl: Der "Spiegel" hat die jungen Männer in der letzten Woche als gefährlichste Spezies unserer Zeit herausgestellt und damit an eine Kontroverse vor zwei Jahren geknüpft, die Gunnar Heinsohn und Peter Sloterdijk damals mit ihren Thesen zum Zorn der jungen Männer veröffentlicht hatten. Frank Schirrmacher hat gestern diese jungen Migranten-Männer auf so wörtlich - Feindpfad - erspäht gegen die Mehrheit der Deutschen. Ja, Sie lächeln schon. Sind das so soziokulturelle Feuilletonismen, oder sind da Motive angesprochen, die Sie in Ihrer Arbeit, Herr Seidel, bei Ihrem Umgang mit Jugendlichen auch wahrgenommen haben? Stichwort: Junge Männer.

Seidel: Na ja, vielleicht zu dem "Spiegel"-Titel: Die jungen Männer, die gefährlichste Spezies der Welt. Man kann diese Debatte führen und diese Thesen auch diskutieren. Es wird nur problematisch, wenn man das verknüpft wie der "Spiegel" mit dem Übertitel "Migration der Gewalt" und damit ein Konnex hergestellt wird, der sich natürlich nur mit einem Teil von jungen Männern in diesem Land beschäftigt. Das halte ich für falsch. Dass junge Männer, egal, in welcher Gesellschaft, zu welchen Zeiten, historisch, am ehesten bereit sind, in gesellschaftlichen Krisensituationen oder von ihnen als solche empfundenen Krisensituationen bereit sind, auch auf das Mittel der Gewalt, sei es jetzt im Kollektiv, sei es jetzt individuell, zurückgreifen, das ist bekannt. Das ist nicht zu leugnen. Womit das zu tun hat, welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden, ob man das als anthropologische Konstante betrachtet von Menschen oder auch als ein Ergebnis von Sozialisationen, von Männlichkeitsbildern, das ist natürlich eine wichtige Diskussion, die geführt werden muss. Ich würde dem so einfach widersprechen, einfach zu sagen, die jungen Männer sind die gefährlichste Spezies dieser Welt, weil man muss doch immer noch mal auch eine Antwort auf die Frage geben, warum denn nicht nur eine überwiegende Mehrheit, sondern 99 Prozent der jungen Männer eben nicht auf das Mittel der Gewalt zur Durchsetzung ihrer individuellen Strategien zurückgreifen. Junge Männer auf Feindpfad, die These von Herrn Schirrmacher. Ich habe das gelesen und habe mich gewundert und mich gefragt, was diesen Mann umtreibt. Ich kann es auch salopp formulieren und sagen: Das ist ein Text hingeschrieben, nachdem man stimulierende Substanzen zu sich genommen hat. Ich möchte es mal wirklich so frech formulieren. Man könnte diese These vertreten. Leider muss man wahrscheinlich sagen: Nein, es ist in einer ganzen Serie von Artikeln, die sich mit Migration, mit muslimischen jungen Männern in Deutschland beschäftigt. Und wenn Herr Schirrmacher beispielsweise zu Abschluss des Artikels sagt, dass junge Ausländer verbunden mit Fundamentalismus am nächsten an der Ideologie dran sind, die im 20. Jahrhundert praktisch für die ganzen Verwerfungen in Europa dazu beigetragen hat, damit meint er ja Faschismus oder Stalinismus, dann ist es ein Überziehen einer Wahrnehmung eines gesellschaftliches Problems, dass ja in der Tat junge Migranten-Männer überdurchschnittlich an Gewaltkriminalität beteiligt sind, eine Überziehung, die mich zu dieser saloppen Eingangsbemerkung eben treibt.

Scholl: Die Debatte um die Jugendgewalt. Im Studio ist Eberhard Seidel von der Initiative Schule ohne Rassismus. Erzählen Sie uns, Herr Seidel, ein wenig von Ihrer Initiative. Wie sieht Ihre Arbeit bei Schule ohne Rassismus ganz konkret aus?

Seidel: Die Arbeit von Schule und Rassismus sieht so aus, dass wir ein Netzwerk von Schulen in Deutschland sind, die sich in einer Selbstverpflichtung, nämlich Schüler und auch Lehrer und auch das technische Personal in eine Selbstverpflichtung dazu erklärt haben, verpflichtet haben, gegen jede Form von Diskriminierung an der Schule eben vorzugehen. Nicht nur gegen Rassismus, wie der Name nahelegt, sondern gegen jede Form von Diskriminierung, das meint beispielsweise Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität, Themen wie Antisemitismus, oder aufgrund des Geschlechts. Und für uns ist es überhaupt keine Frage, ob die problematischen Haltungen von Jugendlichen deutscher Herkunft oder nichtdeutscher Herkunft ausgeübt werden, da gibt es für uns keinen Unterschied. Uns ist schon immer klar gewesen, dass Jugendliche deutscher Herkunft als auch nichtdeutscher Herkunft in der Lage sind zu diskriminieren. Aber wir wissen auch, dass alle Gruppen auch in der Lage sind, was Wirksames, Konstruktives dagegen zu unternehmen. Und unser Anliegen ist es, diese Jugendlichen, die eben diese negativen Entwicklungen in der Gesellschaft nicht bereit sind zu tolerieren und hinzunehmen, die bewusst etwas dagegensetzen wollen, in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Scholl: Inwieweit begegnen Sie denn in Ihrer Arbeit Gewalt von Jugendlichen, sei es von ausländischen Jugendlichen oder deutschen Jugendlichen? Sie haben sich auch intensiv mit rechtsradikalen Jugendlichen beschäftigt. Die fallen jetzt in der Debatte immer sozusagen, als Gegenposition werden die jetzt immer gewertet. Wie erleben Sie das in Ihrer Realität?

Seidel: Wir haben in unserer Arbeit natürlich sehr viel auch mit Gewaltphänomenen zu tun. Der Entschluss von Schulen und von Schülern, sich unserem Projekt anzuschließen, hat in der Regel auch einen Hintergrund, dass es problematische Entwicklungen im Schulumfeld oder in der Schule selbst gegeben hat, dass es zu Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen kam, und dann die Schüler sagen: Wir müssen aktiv was dagegen unternehmen. In dieser Form haben wir damit zu tun. Schulen, die unserem Netzwerk angeschlossen sind, sind auch immer wieder Ziel von Angriffen von rechtsextremen Jugendlichen, dass das Schild beschädigt wird oder Schmierereien an den Schulen auftauchen, in dieser Form immer wieder mit zu tun. Und natürlich auch die Klagen beispielsweise von Jugendlichen, die sich beschweren, die in Ostdeutschland beispielsweise leben, dass sie mit ihren eher zivilgesellschaftlichen Einstellungen immer wieder auch den Angriffen von rechtsextremen Jugendlichen ausgesetzt sind. Wir haben aber auch beispielsweise mit schwulen Schülern zu tun, die hier in Kreuzberg in Berlin sich darüber beklagen, dass sie von Jugendlichen mit türkischer Herkunft häufig angemacht werden, beleidigt werden. Das sind Formen, mit denen wir zu tun haben. Und unsere Perspektive ist da nicht zu rufen, wir müssen das Strafrecht verschärfen, sondern zu gucken, wie kann man Diskussionen, aber auch Maßnahmen, auch Aktivitäten in Gang setzten, die präventiv dazu beitragen, die Konflikte möglichst zu minimieren.

Scholl: Das ist ganz interessant, was Sie jetzt ansprechen, die Diskriminierungsmechanismen jetzt, sagen wir, bei der einen Gruppe und der anderen Gruppe. Merkwürdigerweise konvergiert das hier. Die "ausländischen Migranten" jetzt in Anführungszeichen genauso wie die rechtsradikalen Jugendlichen, sie stürzen sich sozusagen homophob vielleicht auf Schwule. Das ist so eine Art von gemeinsamer Machokultur auf eine Weise. Gleichzeitig diskriminieren sie natürlich einander. Ein Rechtsradikaler schimpft auf die Ausländer. Ein "ausländischer", jetzt in Anführungszeichen, aggressiver Jugendlicher sagt eben: Ihr Scheiß-Deutschen!

Seidel: Ich halte die Diskussion, die auch bei Schirrmacher anklingt, natürlich für völligen Unsinn, zu glauben, es gebe einen Unterschied zwischen deutschen Jugendlichen und nichtdeutschen Jugendlichen, sondern da gibt es mehr Gemeinsamkeiten, als wahrscheinlich beiden Gruppen recht ist bezüglich eines Männlichkeitsbildes, einer übersteigerten Männlichkeit, auch in der Konstruktion von Feindbildern. Der einzige Unterschied besteht vielleicht darin, dass die Feindbilder bei deutschen Jugendlichen entlang völkischer, nationalistischer Kategorien gebildet werden. Und beispielsweise bei einem türkisch- oder arabischstämmigen Jugendlichen eher zurückgegriffen wird auf das Thema Religion, um einen Abgrenzungsmechanismus herzustellen zu anderen Jugendlichen, denen man dann auch in der Feindseligkeit begegnet. Es ist ein Prozess, der bei, und das muss man auch klar sehen, die Jugendlichen, über die wir sprechen, sind in der Regel tatsächlich die Verlierer dieser Gesellschaft. Sie sind randständige Jugendliche, die wenig Möglichkeit haben, in einer anderen Form an gesellschaftlichen Prozessen und am Reichtum zu partizipieren und die auf Religion oder Nationalismus als letzte Ressource zurückgreifen zur Identitätsbildung. Und das führt natürlich dann auch in der weiteren Ebene zu Verwerfungen. Und dann gibt es schlichtweg die ganz einfache Kriminalität, Gewaltkriminalität. Und jeder Gewaltkriminelle legitimiert seine Handlung ja beispielsweise für sich und braucht eine Legitimation. Und bei vielen Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft: Ich kenne viele Sprüche schon seit Jahren, dass Räuber, Handtaschenräuber, beispielsweise nicht einfach nur eine Handtasche rauben, sondern es für sich legitimieren, das sei eine Nazi-Oma. Das ist ziemlich offensichtlich, was für Mechanismen dem zugrunde liegen.

Scholl: Eberhard Seidel, ich danke Ihnen, von der Initiative Schule ohne Rassismus in Berlin. Danke schön für Ihren Besuch und das Gespräch und alles Gute für Ihre weitere Arbeit!

Seidel: Dankeschön!

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/725211/

LP 190 Michael Kimmel, USA, geboren 1951, Soziologe mit Schwerpunkt Männerforschung, in seiner Forschung verfolgt er einen profeministischen Ansatz

"Männer macht euch stark für den Feminismus", fordert der amerikanische Soziologe Michael Kimmel. Der Feminismus verschafft der Herzdame ein gutes Leben und der Mann selbst profitiert auch.
Mit ihrem "The Guy's Guide to Feminism" wollen der Soziologe Michael Kimmel und sein Kollege Michael Kaufman Männer davon überzeugen, dass sich der Feminismus lohnt. Mit Feministinnen habe man nicht nur besseren Sex. Auch auf vielen anderen Ebenen bereichere der Einsatz für eine stärkere Gleichberechtigung von Mann und Frau das Leben.
Letzte Schlacht
Selbst wenn Frauen inzwischen in vielen Ländern der Welt wählen, Universitäten besuchen und Bankkonten eröffnen dürfen, die letzte Schlacht in Sachen Gleichberechtigung sei noch längst nicht geschlagen. Wenn Frauen in den USA nur zu 75 Prozent die gleichen Chancen haben wie Männer in der Arbeitswelt, in der Gesundheit, auf politischer Ebene und bei der Bildung (Ranking des Weltwirtschaftsforums), dann ist das nicht hinnehmbar. "It really sucks", schreiben die Autoren.
Ratgeber mit Unterhaltungswert
Kimmels und Kaufmans profeministischer Ratgeber ist recht unterhaltsam geschrieben, mit kleinen Kurzgeschichten, Witzen und Comics garniert. In alphabetischer Reihenfolge werden Schlagworte wie Jobs oder Emotionen abgearbeitet. In leichtverdaulichen Dosen sind Stationen des feministischen Kampfes genannt, und es gibt Datenmaterial über den aktuellen Stand der Gleichberechtigung oder auch zu Themen wie Genitalverstümmelung und Ehrenmorde.
Der US-Soziologe Michael Kimmel ist Dozent an der Stony Brook University in New York und Herausgeber des Journals International Encyclopedia of Men and Masculinities. Seit langem beschäftigt er sich in seiner Forschung mit Männern.

http://wissen.dradio.de/gleichberechtigung-maenner-fuer-den-feminismus.33.de.html?dram:article_id=206020

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Die ultimative Dienstleistungsoffensive des Antifeminismus

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