Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Bombe 20, Thursday, 09.12.2010, 23:11 (vor 5516 Tagen) @ Leser

9.12.2010, 20:31 Uhr, Bombe 20:
Die Autorin sollte sich vielleicht erstmal darüber klar werden, worauf sie eigentlich hinaus will.
Ist ein hoher Frauenanteil im Management für sich bereits ein erstrebenswerter Wert? Wenn ja, müßte das begründet werden. Mit Gleichberechtigung, wie in der Überschrift behauptet, ist das übrigens nicht möglich: Die ist nämlich dann erreicht, wenn ein Bewerber ausschließlich nach seiner Qualifikation beurteilt wird, und nicht nach Geschlecht, Ethnie, Religion oder sexueller Präferenz - also das genaue Gegenteil einer Quote.
Und wenn tatsächlich ein Fachkräftemangel besteht, dann ist eine Quote oder auch nur ein absichtliches "Diversity Management" selbst dann unnötig, wenn tatsächlich Vorurteile bestehen: Stehen (fast) nur noch ausländische, weibliche, homosexuelle Bewerber zur Verfügung, dann werden die auch unter widrigen Umständen eingestellt werden.

9.12.2010, 20:42 Uhr, Bombe 20:
Und daß Norwegen mit seiner gesetzlichen Quote einen Frauenanteil von 32% hat, sagt genau was aus? Die Unternehmen hatten ja keine Wahl. 95% der deutschen Männer zwischen 17 und 20 unterziehen sich einer ärztlichen Ganzkörperuntersuchung. Ist das nun ein Beleg für deren besonderes Gesundheitsbewußtsein oder doch eher Zwang durch Wehrpflicht?
Auch hier: Ist der hohe Frauenanteil an sich schon das Ziel? Wenn Manager heute tatsächlich glauben, ein solcher sei förderlich für die Effektivität (hohe Frauenanteile haben übrigens z.B. Griechenland und Spanien), braucht es wiederum keine Quote. Oder sind deutsche Männer gesünder als solche aus Ländern mit Berufsarmee?

Und schließlich hätte ich für die Behauptung, daß es ein Vorurteil sei, daß Frauen eher keine Karriere anstreben, gerne einen Beleg. Wenn selbst Firmen, die einen hohen Frauenanteil anstreben, gerade mal auf gut 15% kommen, spräche das doch eher für die Richtigkeit einer solchen Annahme

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Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesgynokratie Deutschland:
(1) Die Würde der Frau ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(1a) Männer? Ach...


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