Szenen aus dem Plenarprotokoll zum Weltfrauentag
Präsident Dr. Norbert Lammert:
Frau Kollegin Humme, ich erlaube mir eine Anmerkung, gleichzeitig als
Anregung für die Debatte. Wenn es uns gelänge, den Begriff
Gender-Mainstreaming durch einen Begriff zu ersetzen, der auch der
deutschsprachigen Minderheit im Lande sofort verständlich wäre,
(Beifall bei der CDU/CSU und der FDP sowie bei Abgeordneten der LINKEN)
... Herr Lammert! Hier: Antibiologische Geschlechtshauptströmung.
Auch denkbar: Soziologische Zerebralfurzhauptströmrichtung.
Herr Präsident, ich würde gern aufklärerisch tätig werden. Wir haben hier
im Bundestag in den letzten 50 Jahren Frauenförderung betrieben. Wir haben
Frauen in allen Lebenslagen gefördert. Was mit dem Begriff
Gender-Mainstreaming gemeint ist, ist etwas ganz anderes und viel
Besseres; das betrifft nämlich auch die Männer.
(Irmingard Schewe-Gerigk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Das ist nur noch nicht
beim Präsidenten angekommen!)
... Männer? Gibt´s denn nach fünfzig Jahren Frauendingsbumms noch welche?
Wir wollen auch die Männerdiskriminierung abschaffen.
... ja wie jetzt? Erst einführen und dann wieder abschaffen? Geh´ Schuhe kaufen, du Huhn!
Auch im öffentlichen Dienst, der aufgrund der Arbeitsplatzsicherheit
eigentlich beste Rahmenbedingungen für die Karriere von Frauen bereithält
- der Erste Erfahrungsbericht der Bundesregierung zum
Bundesgleichstellungsgesetz, der heute mitberaten wird, liegt endlich vor
-, sind die Ergebnisse bescheiden: In den Dienststellen der
Bundesverwaltung liegt der Frauenanteil bei 45 Prozent. Bei der Teilzeit
liegt der Frauenanteil - Frau Humme, Sie haben das gelesen - bei 91
Prozent. Sogar im öffentlichen Dienst ist das Einkommen von Frauen um 20
Prozent niedriger als das der Männer. Mit der im Gesetz verankerten
Quotenregelung ist natürlich auch kein Staat zu machen. Wir müssen lesen:Die einzelfallbezogene Quote hat bisher keine signifikante praktische
Bedeutung erlangt.
... da kannste mal sehen, wie nutzlos eure Zerebralfürze sind.
Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für ...
... Geschlitztes und Unbepimmeltes aller Art.
Es kann nicht so bleiben, dass Frauen zwar bis zum 30. Lebensjahr im
gleichen Maße wie Männer in Führungspositionen sind, danach aber
erbarmungslos an die gläserne Decke stoßen.
... mehr Erbarmung mit den Weibsen!
Das Verhältnis verschiebt sich
dann so, dass mehr als drei Viertel aller Führungspositionen von Männern
besetzt sind. Dies kann nicht so bleiben. Wir brauchen diese talentierten
Frauen ebenso wie die talentierten Männer, und zwar mit gleichen Chancen
auf dem Arbeitsmarkt.
... wer braucht schon Frauen auf dem Arbeitsmarkt? Da, wo was gearbeitet wird, lassen sich die sowieso nie blicken. Strassenbau, Bergbau, Müllabfuhr, Landwirtschaft, Möbelspedition, Gerüstbau usw. - wenn schon Quote, dann auch in diesen Berufen. Ja wie? Plötzlich taugen Quoten nix? - Aha.
Karin Binder (DIE LINKE):
Im Jahr 2004 bezogen Männer in Deutschland im Durchschnitt eine
Versichertenrente in Höhe von 1 000 Euro. Ihre Kolleginnen dagegen
erhielten gerade einmal im Schnitt zwischen 382 und 712 Euro. Die
Bandbreite der Zahlen entsteht durch die Unterschiede zwischen
Arbeiterinnen und Angestellten wie auch durch das Ost-West-Gefälle. Mehr
Informationen können Sie ebenfalls dem Bericht des Statistischen
Bundesamtes entnehmen.
... wurscht. Dafür leben die Geschlitzten ein stressfreieres Leben und bis zu 7 Jahre länger. Diese 7 Jahre reichen aus, um die Hinterlassenschaft des Ehesklaven zu verbraten - z.B. auf Kreuzfahrtschiffen.
Es mag zynisch erscheinen, aber der Niedriglohnsektor ist eine
Frauendomäne.
... Quatsch. Eine Nutte nimmt gut und gerne 200 Eur die Stunde.
Irmingard Schewe-Gerigk (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
[...]
Nehmen wir das Beispiel Privatwirtschaft. In Ihrem Antrag steht, dass Sie
die Wirtschaft zu Aktivitäten ermuntern wollen. Was heißt das eigentlich?
Ist das eine brillante Formulierung dafür, dass Sie weiterhin nichts tun
wollen und trotzdem hoffen, dass sich in der Privatwirtschaft endlich
etwas bewegt? Ich finde, das ist nicht nur frauen-, sondern auch
wirtschaftsfeindlich; denn die Männerdominanz in der Wirtschaft hat sich
in Deutschland wahrlich als Innovationshemmnis erwiesen.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
... Irmingards Märchenstunde?
Schauen wir uns den Bericht zum Bundesgleichstellungsgesetz an; er
zeigt in die richtige Richtung. Der steigende Anteil von Frauen auch in
höheren Positionen ist Ergebnis des Gesetzes. Genau so könnte es sich mit
gesetzlichen Regelungen in der Privatwirtschaft entwickeln. Damit könnte
Deutschland endlich den Anschluss an die Volkswirtschaften erreichen, die
durch eine höhere Frauenerwerbstätigkeit deutlich innovativer sind als
andere.
... Innovation geht damit los, daß Doppelnamen bei Frauen und die Grünen auf dem Müllhaufen der zivilisatorischen Fehlleistungen landen.
_________
Elke Ferner (SPD):
Christa Müller hat zu Beginn dieser Woche auch gesagt: Feministinnen
fordern nur Sachen, die ihnen gefallen. - Ich muss sagen, diese Frau hat
entweder die Frauenbewegung der 70er-, 80er- und 90er-Jahre nicht
wahrgenommen oder versucht wieder, eine dicke Schlagzeile zu ergattern.
... Letzteres.
Die Frauenbewegung in Deutschland wollte nie einen bloßen Rollentausch,
eine Diskriminierung mit umgekehrten Vorzeichen, nie.
... kaum hat eine Sozigeschlitzte das Wort, - schon kommt die erste Lüge.
Wir haben immer> gesagt, wir wollen, dass Frauen das bekommen, was ihnen zusteht - nicht
mehr, aber auch nicht weniger.
... aber was ihnen zusteht, das hätten sie gern selber bestimmt, gell?
Die Hälfte der Führungspositionen in Staat,
Wissenschaft und Wirtschaft, die Hälfte der Verantwortung für die Familie,
die Hälfte der Kindererziehung, die Hälfte der Hausarbeit und die Hälfte
des Ehrenamtes werden die Frauen freiwillig und mit Vergnügen den Männern
überlassen; sie wollen nur endlich die Hälfte bekommen, die sie bisher
nicht haben.
... na gut, fängst halt morgen bei der Müllabfuhr an, du Trine!
________
Christel Riemann-Hanewinckel (SPD):
[...]
Am vergangenen Sonntag und Montag, wenn ich mich recht erinnere, wurde der
Film "Die Flucht" gesendet. Vielleicht haben manche von Ihnen diesen
Film gesehen. Darüber will ich aber gar nicht reden. Nach dem zweiten Teil
gab es eine Dokumentation. In dieser Dokumentation wurde ein ehemaliger
russischer Offizier gefragt, warum sich die russischen Soldaten so
verhalten hätten, zum Beispiel Frauen vergewaltigt hätten, ob es Rache war
oder was auch immer sonst. Der ehemalige russische Offizier sagte, an einer
Vergewaltigung sterbe man nicht, und außerdem müsse man verstehen, dass
Männer nach wochenlangen Kämpfen ein physiologisches Bedürfnis hätten. Das
sagt ein ehemaliger Offizier 62 Jahre nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges. In diesen 62 Jahren haben wir weltweit über viele Krisenherde
und Kriege reden müssen und wieder und wieder über die ungeheuere Gewalt,
die Frauen allein dadurch angetan wird, dass systematische
Vergewaltigungen als Mittel der Kriegsführung eingesetzt werden.
... Mittel der Kriegsführung also. Aha. Sollte man mal drüber nachdenken.
Da könnte man womöglich Menschenleben schonen.
Frauen sind weder Objekte noch Beute noch sind sie weniger Menschen als
Männer. Menschenrechte sind unteilbar.
... Frauen sind klar Objekte. Oder warum sonst rennen die in Miniröcken und mords aufgebrezelt rum?
(Beifall bei der SPD, der CDU/CSU, der FDP und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
sowie bei Abgeordneten der LINKEN)Sie gelten für Männer und Frauen, für Mädchen und Jungen. Das scheint aber
noch lange nicht Allgemeingut zu sein; deshalb ist die
Geschlechterperspektive notwendig und richtig, und zwar nicht nur in
Krisengebieten, sondern zu allen Zeiten und an allen Orten.
... halt´s Maul, du verlogenes Miststück. Menschenrechte sind zuerst Frauenrechte - und dann kommen sofort die Tierrechte, der Umweltschutz, die Mülltrennung und infolge derselben dann Menschenrechte für Männer - als Recyclingprodukt feministischer Wahnvorstellungen.
Wir haben in Deutschland - dazu haben wir hier verschiedentlich schon
Ausführungen gehört - einen "Aktionsplan der Bundesregierung zur
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen" verabschiedet. Dieser Aktionsplan ist
bis 2005 umgesetzt worden. Ein wichtiger Punkt, um Verhaltensweisen zu
ändern, ist danach vor allen Dingen, dass die Gewalt, die Frauen angetan
wird, enttabuisiert wird, dass endlich darüber geredet wird und dass diese
Delikte offiziell werden. Ein weiterer wichtiger Punkt war und ist die
Benennung des Unrechtes. Wir wissen inzwischen, dass nur durch Veränderung
von Strukturen - dazu gehört die Strafbarkeit der Gewalt - Veränderungen im
Sinne der Frauen möglich sind.
... Veränderungen im Sinne der Frauen sind unter allen Umständen zu vermeiden.
Veränderungen im Sinne der Frauen sind automatisch kontraproduktiv für das Ganze. Frauen können nur an sich denken und an sonst gar nichts. Was Frau will, was Frau zusteht, was Frau ist, was Frau zu sein hat, was Frau ... *gaehn* - ich kann dieses infantile Wunschzettelvorgelese nicht mehr ertragen.
Was Frauen vorgeben zu wollen, ist mir völlig schnurzpiepegal. Ich weiß sowieso, was sie wollen: Männer als dienstbare Geister, ohne eigene Geschlechtsidentität - und jederzeit bereit, zu springen, wenn Frau mit dem Finger schnippt. Wenn´s mal so ist, dann werden sie wieder richtige Männer haben wollen, oder wenn Krieg ist, oder wenn´s brennt. dann werdes wieder die Frauen sein, die brüllen: Kämpfen! Feuerlöschen! Seid ihr nun Männer oder Schlappschwänze!? Einen klugen Menschen interessiert höchstens, was eine bestimmte Frau will. Was alle Frauen zu wollen haben - das ist vielleicht für Zerebralphimotiker interessant - oder für grüne Männchen.
Schluß mit dem Weibsgejaule! - Max
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Christine,
09.03.2007, 05:12
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Christine,
09.03.2007, 06:49
- Szenen aus dem Plenarprotokoll zum Weltfrauentag -
Maxl,
09.03.2007, 20:20
- Szenen aus dem Plenarprotokoll zum Weltfrauentag - Nihilator, 09.03.2007, 23:12
- Szenen aus dem Plenarprotokoll zum Weltfrauentag -
Maxl,
09.03.2007, 20:20
- BPA: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - Christian, 09.03.2007, 09:57
- Szenen aus dem Plenarprotokoll zum Weltfrauentag -
Christine,
09.03.2007, 06:49