Die Probleme in der Schule
FOLGEN sind bekannt, weil die dadurch vergebenen UNGLEICHEN Noten sich auf
Schulerfolg und Berufseinstieg auswirken - der Mädchenbonus wird durch
männliche Leistng erst im Alter ab ca. 30 ausgeglichen - und um welchen
Preis: Viele erhalten nie die Möglichkeit, ihr Können zu entfalten.
Sehe ich auch so! Jungen werden mehr in die Pflicht genommen. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass wir selbst Männer sind oder ob dies auch ein Schema weiblicher Lehrkräfte ist. Das Mädchenklischee ist ein ausgestaltetes Schutzbedürftigkeitssignal. Mimik, Gestik, die Art zu sprechen und sich zu geben sind auf die Schutzinstinkte des Mannes geeicht. Bei der erwachsenen Frau kommt eigentlich nur noch der sexuelle Apell hinzu. In unserem Schulsystem sind Noten Belohnungen oder Bestrafungen für den "Gesamteindruck". Männliche Leistung findet erst dann schulische Anerkennung, wenn sie in den nachpubertären Gesamteindruck von geistiger und sexueller Neugier integriert ist, m.a.W. wenn der erwachsene Mann sich in dem jungen Mann wiedererkennt. Ist der Junge noch kindlich, hält er ihn für einen Fall für die Mutter. Im Übrigen finde ich, dass man nicht bis 30 warten muss. Das geht bei 15 - 16 los.
Plappernkönnen. Dass Jungs das oft vermeiden, ist eigentlich ein positives
Zeichen - sie sind ernsthaft an Inhalten interessiert - und bekommen
schlechte Noten in einer Schule, die Inhalte für unwichtig erklärt (gilt
übrigens auch für die paar reflektierten Mädchen).
Der Begriff "Verweichlichung" schmeckt mir nicht. Was soll Pädagogik anderes sein, als das Handeln von Pädagogen oder -Innen. Was sind verweichlichte Lehrpläne? In der Tat hat sich die Schule von der Vermittlung von Inhalten immer mehr verabschiedet: Man redet heute auch Kompetenzen anstelle von Wissen oder Fertigkeiten, zum Beispiel kommunikativen oder emotionalen Kompetenzen. Das schulische Reden über Dinge löst sich immer mehr vom Gegenstand ab und wird zur eigenen Kompetenz. Statt fachlich nach Richtigkeit , strebt es nach Stimmungen und Emotionalität. Damit verschmilzt es mit einem Zeitgeist, der nur noch werben und unterhalten aber nicht mehr erklären und begreifen machen möchte. Mädchen als Stimmungs- und Schutzbedürftigkeitsaquisiteurinnen finden ihre psychischen Grundbedürfnisse (s.o.) auf einmal als zentrale Unterrichtsmethodik wieder. Klar, sie möchten dieses Heimspiel immer wieder und finden Schule ganz natürlich. Dabei konkurrieren sie nicht einmal mit den Jungen. Sie sind einfach so, dass ihnen die Verhältnisse entgegenkommen.
Bedürfnisse gelten als SCHLECHT und werden entweder unterdrückt oder
gezielt ausgeschlossen und vernachlässigt. Es gibt keine
Männlichkeitsbildung mehr, sondern eine teils gezielte, teils aus
Hilflosigkeit resultierende Verwahrlosung von Männlichkeit.
Schule ist heute ein soziales Laboratorium. Man kann heutzutage nicht Menschen Lesen, Rechnen, Schreiben usw. beibringen und sie dann in die Gesellschaft entlassen. Zentral ist der Begriff des lebenslangen Lernens, was dasselbe ist, wie unaufhörliche Arbeit an der Selbstoptimierung. Dies erfordert eine tiefen Eingriff in die Subjekteigenschaften des Menschen. Wichtiger als konkretes Wissen oder Fertigkeiten ist z.B. die Fähigkeit sich schnell in stets wechselnde soziale Muster zu integrieren, sich auf immer neue Tätigkeiten und Anforderungen einzustellen, d.h. als Selbstvermarkter seines Eigentums, der Ware Arbeitskraft, diese flexibel immer neuen Qualifikationsprofilen anzupassen und sie auch erfolgreich zu vermarkten. Das erfordert eine ungeheure, stressreiche, lebenslange Anpassung. Die Eigenschaften die es dazu braucht bilden den eigentlichen Schwerpunkt schulischer Menschenformung.
Dann lesen sie halt nicht. Weder Plato noch Goethe, weder Kant noch
Nietzsche, weder Benn noch Brecht. Viele Lehrpläne sind von solchen Namen
schon "befreit". Wenn man den Männern aber die Literatur der Männer
vorenthält - was können sie dann anderes werden als halbe Analphabeten?
Wir nehmen sie ja erst als Männer wahr, seit es uns schlecht geht. Früher war das Männliche das Allgemeinmenschliche und in deren Unterscheidung wurde nicht allzuviel Mühe gesteckt.
5. Vielleicht brauchen wir eine geheime männliche
Untergrund-Lesebewegung? In der in konspirativ heimlichen Treffen (ein
bisschen Abenteuerstimmung darf sein!) das gelesen wird, was uns die
weibliche Schule verheimlicht und vorenthält?
Wie während der 68-er Jahre als es "bookshops" mit Untergrundliteratur und flugschriften der RAF gab? Im Augenblick scheinen mir die Internet-Foren als die Geheimagenturen der Unzufriedenheit zu arbeiten. Gutes gelesen wird aber entschieden zu wenig heute, da gebe ich dir Recht
gesamter Thread:
- Die Probleme in der Schule -
Ein Lehrer,
15.04.2011, 03:13
- Wie wahr, - Info, 15.04.2011, 03:24
- Die Probleme in der Schule - Mösenklatscher, 15.04.2011, 03:28
- Die Probleme in der Schule - Ausschußnmann, 15.04.2011, 04:26
- Die Probleme in der Schule - Kurti, 15.04.2011, 05:32
- Die Probleme in der Schule -
Cardillac,
15.04.2011, 11:09
- Die Probleme in der Schule - ImmerNochNormal, 15.04.2011, 16:49
- Die Probleme in der Schule -
Cardillac,
15.04.2011, 21:19
- Die Probleme in der Schule -
Ein Lehrer,
15.04.2011, 23:25
- Die Probleme in der Schule/Hä? - Dummerjan, 18.04.2011, 04:28
- Die Probleme in der Schule -
Ein Lehrer,
15.04.2011, 23:25