Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

Homepage - Archiv 1 - Archiv 2 -- Hilfe - Regeln für dieses Forum - Kontakt - Über uns

126288 Einträge in 30976 Threads, 293 registrierte Benutzer, 198 Benutzer online (1 registrierte, 197 Gäste)

Entweder bist Du ein aktiver Teil der Lösung, oder ein Teil des Problems.
Es gibt keine unbeteiligten Zuschauer!

    WikiMANNia
    Femokratieblog

MiniLieb und die Hasswoche (Humor)

Werner ⌂ @, Wednesday, 03.03.2021, 13:04 (vor 1174 Tagen) @ Nihilator

Darum angesiedelt beim MiniLieb? :)

Ja, Krieg ist Frieden (Angriff ist Verteidigung, weltweit gibt es nur noch Verteidungsministerien), Freiheit ist Sklaverei, und Unwissenheit ist Stärke. Erstaunlich, daß Orwell den Satz "Haß = Liebe" ebenso und ganz besonders in seinem Roman vorgedacht, aber nie explizit genannt hat, obwohl es sogar ein eigenes entsprechendes Ministerium gab (und nicht das unwichtigste!).

Die Beschreibung George Orwell war prophetisch, wenn er beipielsweise Regierungspropaganda als "Hasswoche" oder "Miniwahr" umschrieb:

Eckpunkte der Ideologie

Ein elementares Konzept der Partei zur Kontrolle der Gedanken ist die Kontrolle der Vergangenheit. Deshalb wird im "Ministerium für Wahrheit" ein gigantischer Aufwand betrieben, alle existierenden Dokumente der gegen­wärtigen Parteilinie anzupassen. Von der "Partei" oder dem "Großen Bruder" geäußerte Voraussagen z. B. zur Güter­produktion oder dem Kriegs­verlauf werden an die tatsächlich ein­getretenen Fakten angepasst, damit "die Partei immer recht hat". Niemand soll in der Lage sein, aufgrund von historischen Dokumenten Aussagen der Partei zu widerlegen.

In Orwells Welt führen die drei Supermächte nur noch begrenzte Kriege an der Peripherie. Es genügt ihnen, um die Bevölkerung dazu zu bewegen, sich mit Armut und Mangel infolge des "Kriegszustandes" zufrieden­zugeben. Um zu unterstreichen, dass die Bevölkerung sich mit dem Zustand zufrieden­geben kann (und muss), verbreitet die Partei den Slogan "Krieg ist Frieden", wobei Frieden der stets erwünschte und zu erreichende Zustand ist, der regelmäßig in der "Bericht­erstattung" in "greifbare Nähe rückt". Allerdings vermuten die Protagonisten im Zuge des Romans irgendwann, dass möglicherweise die Regierung selbst Bomben abwirft, um die Gegenwärtigkeit des Kriegs aufrecht­zu­erhalten.

Zwiedenken (in neueren deutschen Ausgaben: Doppeldenk) ist eine zentrale These des Romans. Wenn die Partei sagt, 2 + 2 = 5, dann ist es so. Es genügt auch nicht, es nur zu sagen und dabei zu lügen, sondern man muss es wirklich glauben. Die Partei kontrolliert die Gedanken, wenn die Partei sagt 2 + 2 = 5, dann glauben es die Menschen, und wenn die Menschen es glauben, dann ist es so. Andererseits wird von O'Brien gegenüber Winston eingeräumt, dass es für wissen­schaftliche Zwecke u. ä. manchmal schon erforderlich sei, zu wissen, dass 2 + 2 = 4 ist. Hier setzt dann das eigentliche Zwiedenken ("Doublethink") ein, da vom linientreuen Partei­mitglied verlangt wird, zwischen "zwei Wahrheiten hin- und her­zuschalten" (in einem Moment 2 + 2 = 5, im nächsten 2 + 2 = 4), ohne sich dessen bewusst zu sein. Eine objektive Wahrheit außerhalb der Partei gibt es nicht.

Etwaige Ähnlichkeiten mit feministischer Logik und Wahrheit wären rein zufällig.

Die Hasswoche ist eine Propaganda­veranstaltung, die dem Hass auf politische und militärische Gegner gewidmet ist. Die kleine Schwester der Hasswoche ist der tägliche Zwei-Minuten-Hass, an dem jeder teilnehmen muss. Gegen seinen Willen kann sich auch Winston gegen die dort erzeugten Hassgefühle nicht wehren.

Kritische Gedanken, so genannte Gedankenverbrechen, die die Doktrin des fiktiven Staates Ozeanien in Frage stellen, werden als Staats­verbrechen behandelt. Das erklärte Ziel der herrschenden totalitären Partei ist, durch die Einführung einer neuen Sprache (Neusprech genannt), durch ständige Verfälschung der Geschichte und durch totale Kontrolle und Bedrohung den Bürgern die Möglichkeiten zu entziehen, Gedanken­verbrechen zu begehen. Beispielsweise liegt Ozeanien abwechselnd mit Eurasien oder aber mit Ostasien im Krieg, während es mit dem jeweils anderen in Frieden lebt. Wenn Ozeanien mit einem Staat Krieg führt, dann führte es schon immer mit diesem Staat Krieg und wird auch in Zukunft immer mit diesem Staat Krieg führen, während man mit dem anderen Staat immer in Frieden lebte und auch in Zukunft immer in Frieden leben wird. Wer das nicht anerkennt, begeht ein Gedanken­verbrechen. Es gilt auch als Verbrechen, nicht den je nach Anlass geforderten freudigen, ernsten oder auch hasserfüllten Gesichts­ausdruck zu tragen.

Neusprech

Der Ausdruck Neusprech (englisch: Newspeak, in älteren Versionen als Neusprache übersetzt) bezeichnet eine Sprache, die aus politischen Gründen künstlich modifiziert wurde. Neusprech ist die eingeführte Amtssprache. Neusprech ist in drei Teile gegliedert. Teil A umfasst die Alltags­sprache, die von jeder politischen und ideologischen Bedeutung frei sein sollte. Teil B stellt das unabdingbare Minimum des ideologischen und politischen Wortschatzes dar. Teil C ist mit Abstand der umfangreichste und beinhaltet die technischen und wissenschaftlichen Fachausdrücke.

Sie soll nach und nach die Alltagssprache (Altsprech) verdrängen und dient dazu, den Wortschatz zu reduzieren und so abgestuftes und schattiertes Denken zu unterbinden. Das zeigt der Satz "Altdenker unintusfühl Engsoz" im Kommentar der Parteizeitung in Neusprech. Die bestmögliche Übersetzung in Altsprech lautet: "Derjenige, dessen Weltanschauung sich vor der Revolution geformt hat, kann die Prinzipien des Englischen Sozialismus niemals in seiner letzten Tiefe erfühlen und verstehen." Dies wäre aber nur eine unzureichende Übersetzung.

Gab es in Altsprech für jedes Adjektiv noch ein entsprechendes Gegenteil, so wird in Neusprech jedes Gegenteil durch ein vorgestelltes "un" gebildet. So lautet zum Beispiel wie in Esperanto das Gegenteil von gut ungut und von warm unwarm. Steigerungs­formen wie besser, am besten und so weiter werden durch plusgut beziehungsweise doppelplusgut ersetzt. Außerdem werden fast alle Unregel­mäßigkeiten an die Regeln angeglichen. Längere Bezeichnungen wie "Ministerium für Wahrheit" werden einfach zu Miniwahr verkürzt. Dahinter verblasst auch die ursprüngliche Bedeutung der Worte.

Ein weiteres Mittel sind Euphemismen (Beschönigungen). Die Haft- und Folterlager des Systems heißen Lustlager. Das dahinterstehende Ministerium ist das Ministerium für Liebe. Die politischen Gefangenen sind Gedankenverbrecher. In Parolen der Partei, wie zum Beispiel Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei und Unwissenheit ist Stärke, werden den Wörtern einfach neue Bedeutungen zugewiesen, damit sie nicht gegen die Partei verwendet werden können. Auch haben Wörter je nach Bezug(sperson) andere Bedeutungen, so kann "schwarzweiß", ob benutzt für Partei­mitglieder oder -feinde, besondere Parteitreue oder aber Landesverrat bedeuten. Damit unterbindet die Partei von Anfang an, dass ein alternatives System gedacht werden kann. Als Beispiel beschrieb Orwell Kritik am großen Bruder in Neusprech "Der große Bruder ist ungut." Weiter differenzieren oder begründen kann der Sprecher den Sachverhalt nicht. Für ein orthodoxes Parteimitglied ist solches Verbrechendenk oder Deldenk nur ein grober Fluch und für die Partei ungefährlich.

Diese Art Tarnsprache wird im Englischen als Doublespeak bezeichnet. Ein Beispiel für sprachliche Umdeutung auf höchster Stufe ist die ins Gegenteil verkehrte Tarnbezeichnung Wahrheits­ministerium für eine Einrichtung, deren Aufgabe es ist, in den geschichtlichen Aufzeichnungen eine permanente Änderung von Fakten und vergangenen Ereignissen vorzunehmen und diese den aktuellen Gegebenheiten und Anforderungen anzupassen.

Auszug aus:
https://at.wikimannia.org/Neusprech

--
Ich will, dass der Femiwahn aufhört in Deutschland, und zwar Dalli!


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum