Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Haaaaach, wie schrecklich, wenn die DDR-Grenzer damals auf flüchtende Deutsche geschossen haben haaaach! (Manipulation)

Mr.X, Wednesday, 22.05.2024, 14:17 (vor 27 Tagen)

Vorab, wir erinnern uns an den C19-Impfzwang: "Jedes Leben zählt"! "Wir müssen besonders die vulnerablen Gruppen schützen"!

Achtung, das Folgende ist kein Vergleich der Gegebenheiten, sondern eine Gleichsetzung:
Und jetzt das! An der Grenze der Ukraine werden Männer erschossen, die das Land verlassen wollen. Der selbe Schlag Mensch, wie seinerzeit die Mauer-Mörder an der DDR-Grenze ballert nun wieder auf Mitbürger, die an dem US-Stellvertreterkrieg nicht teilnehmen wollen. Und die deutschen Polit-Parasiten faseln davon, denen auch noch Panzer, Raketen, Munition und so weiter zu schicken. Planen sogar eindeutig einen Angriffskrieg gegen Russland!

Hier etwas mildere Worte von RT (Sicherungskopie, damit man den Kriegstreibern und Auftragsmördern des BRD-GmbH-Regimes, sowie den Presse-Parasiten, trotz deren permanenter Zensurversuche, die Causa jederzeit und brühwarm unter die Nase reiben kann):

22.05.2024
Von Mauertoten und Toten in der Theiß - Oder warum die Ukraine ein Unrechtsstaat ist
Zur deutschen Geschichte gehören Flüchtlinge, die beim Versuch die DDR zu verlassen in der Spree ertranken oder an der innerdeutschen Grenze erschossen wurden. Aktuell spielen sich ähnliche Tragödien an der Westgrenze der Ukraine ab, von denen hierzulande niemand Notiz nimmt.
Von Anton Gentzen

Bald sind es 34 Jahre, dass es die DDR nicht mehr gibt. Einer der Vorwürfe, der im "wiedervereinigten" Deutschland gegen den ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden erhoben wird, sind die sogenannten "Mauertoten" – "Republikflüchtlinge", die bei Versuchen die streng bewachte innerdeutsche Grenze in Berlin und anderswo illegal zu überqueren, ihr Leben verloren.
Das Besondere dabei: Die überwältigende Mehrheit der versuchten Grenzdurchbrüche gab es nicht in Richtung der DDR, sondern in umgekehrte Richtung. Egal, wie man zur DDR steht, es war sicherlich kein Ruhmesblatt, dass es eine Fluchtbewegung aus ihr heraus gab.

Zum Ausmaß dieses Phänomens heißt es auf der amtlichen Seite des Berliner Senats
:
"Weit über 100 000 Bürger der DDR versuchten zwischen 1961 und 1988 über die innerdeutsche Grenze oder über die Berliner Mauer zu fliehen. Weit mehr als 600 von ihnen wurden zwischen 1961 und 1989 von Grenzsoldaten der DDR erschossen oder starben bei Fluchtversuchen. Sie ertranken in Gewässern, erlitten tödliche Unfälle oder begingen Selbstmord bei ihrer Entdeckung.
Allein an der Berliner Mauer wurden zwischen 1961 und 1989 mindestens 140 Menschen getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime in Berlin ums Leben: 100 DDR-Flüchtlinge, die beim dem Versuch die Grenzanlagen zu überwinden, erschossen wurden, verunglückten oder sich das Leben nahmen. 30 Menschen aus Ost und West ohne Fluchtabsichten, die erschossen wurden oder verunglückten; 8 im Dienst getötete DDR-Grenzsoldaten, die durch Fahnenflüchtige, Kameraden, einen Flüchtling, einen Fluchthelfer oder einen West-Berliner Polizisten getötet wurden."

Es ist nicht die Aufgabe dieses Artikels den Wahrheitsgehalt dieser Angaben zu überprüfen. Lassen wir sie in dem Zusammenhang, um den es heute geht, so stehen. Ebenso wenig geht es darum, wie berechtigt das strenge Grenzregime an der Frontlinie von zwei verfeindeten Systemen in Zeiten des Kalten Krieges war, oder darum, ob die Möglichkeiten legaler Ausreise aus der DDR – auch sie gab es – liberal genug waren. Heute geht es um etwas anderes.

Unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit spielen sich heute an einer anderen Grenze mitten in Europa ähnliche Tragödien ab: Menschen verlieren bei dem Versuch ihr eigenes Land zu verlassen das Leben, ertrinken oder werden von Grenzbeamten erschossen. Sie setzen alles aufs Spiel, weil es für sie keine Möglichkeit der legalen Ausreise gibt. Und weil bei Verbleib in dem Land, dem sie zu entkommen suchen, nicht nur ihre abstrakte "Freiheit", sondern – anders als in der DDR – ihr Leben in akuter Gefahr ist.

Wir reden von der Ukraine. Seit Februar 2022 ist allen Männern im wehrpflichtigen Alter und bestimmten Gruppen von Frauen die Ausreise aus diesem im westlichen Narrativ als "frei und demokratisch" beschriebenen Land grundsätzlich verboten. Wie einst in der DDR bedarf es einer Ausreisegenehmigung, um von dort ins Ausland zu reisen, und die gibt es nur in Ausnahmefällen oder wenn Bestechungsgeld gezahlt wird. Wer weder einer der von der Wehrpflicht befreiten Berufsgruppen angehört noch über das nötige finanzielle Polster verfügt, kommt legal nicht mehr über die Grenze. Will er nicht für das Selenskij-Regime an der Front fallen, bleibt dem Unglücklichen dann nur noch die illegale Flucht.

Die Fluchtbewegung wurde in den letzten Monaten zu einem Massenphänomen. Ukrainische Experten schätzen die Zahl der Flüchtenden inzwischen auf über Tausend pro Tag. Die Ausmaße aus 28 Jahren Berliner Mauer dürften da längst erreicht, gar übertroffen sein, jedenfalls was die Zahl der an der Grenze ums Leben Gekommenen angeht – und das in nur wenig mehr als zwei Jahren.

Offizielle Angaben dazu sind wortkarg und erkennbar unvollständig. Anfang Mai gaben die rumänischen Behörden bekannt, dass seit Kriegsbeginn 11.000 illegale Grenzübertritte ukrainischer Männer nach Rumänien gezählt wurden, die Mehrheit habe um Asyl ersucht. 11 Ertrunkene und 8 anders Verunglückte haben die rumänischen Behörden geborgen, 108 Männer vor dem Ertrinken gerettet. Wie viele Leichen die Ukrainer aus dem Fluss gezogen haben, weiß man in Bukarest nicht. Und nicht jeder, dem die Flucht gelingt, meldet sich bei den Behörden.

Wovor die ukrainischen Männer fliehen, ist klar: Sie wollen nicht in einen Krieg zwangsmobilisiert werden, den sie nicht als ihren empfinden. Sie wollen nicht für die Interessen des kollektiven Westens und der Selenskij-Clique an der Front fallen.

Es gibt nur wenige Schlupflöcher in der inzwischen in alle Himmelsrichtungen streng bewachten ukrainischen Grenze. Im Norden, zu Weißrussland hin, hat sich die Ukraine mit Minenfeldern gegen den Nachbarn "abgesichert"; im Osten verläuft die russisch-ukrainische Front; und Polen bewacht seine Ostgrenze inzwischen scharf und schiebt jeden Flüchtling sofort in die Ukraine zurück – direkt in die Hände der Zwangsrekrutierer.

Eine der Stellen, an denen eine Flucht noch mit einiger Aussicht auf Erfolg möglich ist, ist die ukrainisch-rumänische Grenze in den Karpaten. Die beiden Länder sind hier durch einen Fluss getrennt, der auf Deutsch Theiß, auf Ungarisch Tisza, auf Russisch Tissa und auf Ukrainisch Tyssa heißt. Ihn schwimmend zu überqueren ist für viele ukrainische Männer die Rettung und täglich beobachten die örtlichen Einwohner Dutzende solcher Aktionen, einige wurden gar auf Video dokumentiert.

Wer besonders fit ist, schafft es ans freie und sichere Ufer: https://t.me/Varjag2007/86517

Hier hat sich eine Gruppe von Ukrainern unter dem Grenzzaun hindurchgegraben und rennt auf den Fluss zu, den sie noch schwimmend überwinden muss: https://t.me/Varjag2007/87741

Die Theiß ist tückisch, ihre Strömung stark und unberechenbar, wie bei vielen Bergflüssen. Täglich ertrinken in ihr Menschen bei dem Versuch, in die Freiheit zu gelangen.

So beschreibt der Kriegsreporter Roman Donezkij die Situation:

"Es gibt einen Fluss Tissa an der westlichen Grenze der Ukraine. Er könnte schon längst in Styx umbenannt werden. Die Menschen fliehen über diesen Fluss. Nach Europa. Der Fluss ist bergig und schnell. Und es gibt dort Grenzschützer mit Hubschraubern und Drohnen.
Und sie finden dort jeden Tag Ertrunkene. Von Grenzsoldaten und Fluchthelfern Getötete. Oder solche, die sich in den Bergen verlaufen haben und von Tieren gefressen wurden. Mindestens einen pro Tag. Bis zu sieben täglich, wenn ich mich recht erinnere. Sie finden sie nicht alle. Der Fluss ist schnell. Er führt direkt in das Reich der Toten."


Und so beschreibt ein örtlicher Einwohner das Grenzregime:

"Die Brücken über den Fluss Tissa, von denen es nicht viele gibt, werden nicht nur vom Staatlichen Grenzdienst, sondern manchmal auch von der Spionageabwehr kontrolliert. Jeder, der über die Brücke in Richtung der Grenze geht, zu den Grenzdörfern, muss seinen Pass zeigen. Die Verwaltungen der Hotels und Grenzsanatorien in Transkarpatien arbeiten mit den Behörden zusammen, sie legen auch Listen derjenigen vor, die einchecken.
In der Region Tschernowzy gibt es eine 5km-Zone, die nur die Einwohner betreten dürfen. Die Kontrollen beginnen 40 km vor der Grenze, wo potenzielle Ausbrecher abgefangen werden. Man wird nicht weitergelassen, wenn man einen Reisepass dabei hat und kein Einheimischer ist. Entlang der Grenze gibt es überall Grenzbeamte, Einheiten mit Wärmebildkameras, Drohnen, manchmal sogar Hubschrauber. Und ja, sie schießen, bisher, in die Luft – bisher. Aber man munkelt, dass es auch Schüsse gab, die nicht in die Luft gingen."


Gelingt es den ukrainischen Grenzschützern einen Fluchtwilligen einzufangen, so macht man Fotos mit ihm, die zur Abschreckung möglichst weit verbreitet werden. https://t.me/donrf22/36184

Doch das scheint zur Abschreckung nicht mehr zu reichen, der Strom der Flüchtlinge reißt nicht ab. Darum räumt man seit kurzem nun auch das offiziell ein, was bislang nur ein Gerücht war: Die Beamten haben den Befehl, auf Flüchtende zu schießen, und tun es auch.

Hier droht ein ukrainischer Nationalist damit, Flüchtende zu erschießen: https://t.me/Varjag2007/85636

Und am 15. Mai räumte der ukrainische Staat erstmals offiziell ein, dass ein illegaler Flüchtling an der Grenze von den Grenzbeamten erschossen wurde.

Nach Angaben der örtlichen Strafverfolgungsbehörden sah eine Gruppe von Grenzschützern am 15. Mai einen unbekannten Mann im Wald in der Nähe des Dorfes Luki im Bezirk Rachow, das nahe der Grenze liegt. Die Grenzsoldaten gaben angeblich mehrere Warnschüsse ab. Bei der Inspektion des Tatorts wurde der Mann jedoch mit einer Schusswunde im Kopf gefunden. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Toten um einen 1983 geborenen Einwohner des Gebietes Dnjepropetrowsk handelt.

Ob das den Fluchtstrom mindern wird? Wohl kaum, denn die Wahl, vor der ukrainische Männer stehen, ist die zwischen einer vielleicht zwanzigprozentigen Wahrscheinlichkeit an der Grenze erschossen zu werden und der nahezu hundertprozentigen, an der Frontlinie zu fallen. An der Theiß haben sie noch eine Chance, im Krieg kaum eine.

Doch zurück zum innerdeutschen Diskurs. Wie war das nochmal mit der Legitimität eines Staates, dem seine Bürger auch um den Preis des eigenen Lebens entkommen wollen? Der seine Grenzen nicht vor eindringenden Migranten, sondern vor ausbrechenden Einwohnern bewachen muss?

Das alles im 21. Jahrhundert. In demselben Europa, das über Flüchtlinge im Mittelmeer Heuchlertränen vergießt und einem offen faschistischen Regime in der Ukraine alles nachsieht, was es sich an Untaten auch immer einfallen lässt.

Wer von den Tragödien an der Theiß keine Notiz nimmt, sollte auch von Spree und Mauer schweigen.

Mehr zum Thema - Bericht: Weitere sechs Ukrainer ertrinken beim Versuch, in die EU zu fliehen

Tags:
Mauerschützenmentalität, Mörder


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