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Von wegen Spur führt nach Russland,, es waren Klimaterroristen (Allgemein)

Pack, Freitag, 04.09.2026, 17:30 (vor 4 Tagen)

Attacken auf Umspannwerke
Bekennerschreiben enthält Adresse des Absenders

Zu den Angriffen auf Umspannwerke ist ein merkwürdiges Schreiben aufgetaucht. Es ist handschriftlich verfasst, enthält detaillierte Beschreibungen – und eine Adresse.

Drei Tage nach dem Beginn der Attackenserie auf Umspannwerke in Deutschland prüft die Polizei laut eigenen Angaben "mit Hochdruck" ein Bekennerschreiben. Das Schreiben nehme Bezug auf den Angriff auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde.

Als Verfasser wird den Beamten zufolge ein Mann aus Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis genannt. Nach ihm werde intensiv gefahndet. "Ob es sich bei ihm tatsächlich um einen Tatverdächtigen handelt oder um einen Trittbrettfahrer, muss erst mal geprüft werden", betonte jedoch ein Polizeisprecher. Nähere Details zum Bekennerbrief wollte die Polizei t-online auf Anfrage nicht nennen.

Zuvor hatte die "taz" am Donnerstagabend berichtet, sie habe ein Bekennerschreiben zu dem Vorfall in Brandenburg erhalten. Laut Poststempel sei es in Nordrhein-Westfalen abgeschickt worden. Nach Angaben der Zeitung stellt sich der Absender als Einzeltäter dar. Er habe die Taten alleine vorbereitet, "ohne jemals jemandem davon erzählt zu haben". Die "linke Szene" sei nicht involviert: "Die ham da nix mit zu tun", heißt es laut "taz" im Brief.

Weitere Taten angekündigt: "Wenn Recht und Ordnung herrschten"
Der Text ist der "taz" zufolge handschriftlich verfasst und enthält eine Absenderadresse – was sehr ungewöhnlich für Bekennerschreiben ist. An der Adresse habe die "taz" bisher nur ein anderes Familienmitglied angetroffen, berichtete die Zeitung weiter. Dieses habe die Handschrift erkannt und gesagt, es habe keine Kenntnis vom aktuellen Aufenthaltsort des Verfassers.

Als Motiv für die Taten nennt der Schreiber das "unermessliche Leid", das die Nutzung fossiler Brennstoffe verursache. "Weil die Medien einen Scheiß tun, die Dringlichkeit der Situation zu vermitteln, und der Staat da nicht eingreift, um dieses Leid abzuwenden, muss ich das jetzt machen", zitierte die "taz" aus der Selbstbezichtigung. Auch wenn die deutsche Rüstungsindustrie durch die Stromausfälle in Mitleidenschaft gezogen werde, sei er nicht traurig, schrieb der Verfasser, insbesondere solange Deutschland "den Völkermord in Palästina unterstützt".

Außerdem kündigte der Schreiber laut "taz" weitere Angriffe an: "Wenn hier Recht und Ordnung herrschten, dann müsste ich das Gesetz nicht brechen und einen Haufen Leid in Kauf nehmen, das ich wegen dem Stromausfall und allen Stromausfällen, die da noch kommen müssen, zu verantworten habe."

Die "taz" wies nach umfassender Recherche ausdrücklich darauf hin, dass nicht zweifelsfrei geklärt werden könne, ob der Verfasser des Schreibens auch der Täter sei. Allerdings würden sich die medial verbreiteten Beschreibungen der verwendeten Selbstbauraketen mit den detaillierten Beschreibungen im Bekennerschreiben decken, ebenso die genannte Uhrzeit der Tat in Südbrandenburg am frühen Dienstagmorgen. Entsprechende Medienberichte seien erst am späten Dienstag veröffentlicht worden, als der Brief schon abgeschickt gewesen sein müsste, schreibt die "taz".

Demnach heißt der Mann Daniel V. und ist studierter Mediziner. Die "Bild"-Zeitung berichtet, er sei im Jahr 1977 geboren. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte der Verdächtige mit einem auffälligen Laster unterwegs sein. Das Fahrzeug verfüge über einen hohen, kastenförmigen Aufbau und offenbar mehrere schmale Seitenfenster.

Selbst gebaute Raketen, leitfähiges Material, Zeitschaltuhren
Die Serie von Angriffen begann am Dienstag: In Südbrandenburg schoss jemand selbstgebaute Flugkörper nahe dem Kraftwerk Jänschwalde ab. Die mit leitfähigem Material ausgestatteten Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten, wurden auf Höchstspannungsleitungen abgefeuert. Mehr als ein Dutzend Vorrichtungen hierfür wurden gefunden. Zu einem Stromausfall kam es laut dem Netzbetreiber aber nicht.

Als Nächstes beförderte ein Angreifer am Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Bergheim Kabel über die Oberleitung, wodurch es zu einem Kurzschluss kam. Im Nachhinein wurden mehrere Abschussvorrichtungen für pyrotechnische Flugkörper entdeckt.

Als Nächstes beförderte ein Angreifer am Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Bergheim Kabel über die Oberleitung, wodurch es zu einem Kurzschluss kam. Im Nachhinein wurden mehrere Abschussvorrichtungen für pyrotechnische Flugkörper entdeckt.

Entwarnung gab derweil die Polizei in Niedersachsen nach einem Einsatz an einem Umspannwerk in Ganderkesee. Dort sei in der Nacht nur ein offener Schaltschrank festgestellt worden, teilten die Beamten in Delmenhorst am Freitag mit. Aufgrund der "besonderen Bedeutung" der Anlage sei das Gelände sofort "umfassend überprüft" worden. Beschädigungen seien dabei ebenso wenig entdeckt worden wie auf dem Gelände befindliche Menschen. Am Freitagmorgen kam es zudem zu einem großen Einsatz an einem Umspannwerk in Weisweiler bei Aachen, da der Standort in einem zweiten Bekennerschreiben, das von derselben Person stammen soll, als Ort eines zusätzlichen Angriffs auf die Stromversorgung genannt wurde.

https:/ /www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101420154/umspannwerk-anschlaege-bekennerschreiben-erklaert-motiv-und-nennt-adresse-.html

Tags:
Lügenstaat, Staatsterrorismus


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