Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Blog: "Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik."

Goofos @, Montag, 02.08.2010, 22:51 (vor 4097 Tagen) @ Informant

Männerbewegte, denkt strukturell! Kurzschlüsse und Überbrückungskabel
in der Debatte um Männerpolitik.

Was Männerpolitik ist und welche Ziele sie verfolgen sollte, wird zur Zeit
kontrovers diskutiert. Alleine in den letzten Monaten haben einige
Stellungnahmen die Debatte um produktive Aspekte bereichert: Das Grüne
Männermanifest Nicht länger Machos sein müssen, die Studie zu
Männerrechtlern von Thomas Gesterkamp für die FES, die Positionierung des
in Gründung befindlichen Bundesforum Männer gegen männerrechtlerische
Positionen. Oft – und insbesondere in der Presse – sind die Lageanalysen
jedoch wenig überzeugend, und es herrscht ein Innovations-Gestus des
„Hoppla, jetzt kommen endlich wir!“ vor, der sich seit Jahrzehnten
wiederholt. Deshalb möchte ich hier auf einige Eckpunkte verweisen, hinter
die die Debatte nicht zurückfallen sollte.

Die Erkenntnisse der Gender Studies und anderer kritischer
Wissenschaften können uns helfen, präzise Problemfelder zu benennen; die
Erfahrungen der Gleichstellungspolitik können wir auswerten, um produktiv
eine politische Strategie zu entwickeln. Dazu gehört auf jeden Fall,
Politisches nicht zu Zwischenmenschlichem klein zu reden. Vielmehr gilt es,
strukturelle Fragen politisch zu diskutieren, um der – umfassend
verstandenen – Gleichstellung näher zu kommen.

http://streit-wert.boellblog.org/sebastian-scheele/

[image]
Sebastian Scheele

Mit Kommentarmöglichkeiten!

Was soll man dieses PR Geblubbere noch kommentieren? Selbst wenn es nach deren Maßstab gehen würde, stellt das nur ein billiger Werbetext für Gender-Mainstreaming dar, auf dem Nivau eines Shoppingsenders.

Fängt ja schon mit der Gesterkampagne an. Man kann es schon zweifelhaft nennen, das Ding eine Expertise zu nennen. Neuerdings von einer Studie zu reden ist wohl doch etwas zuviel verlangt. Es sollte auch nicht vergessen werden von wem und für welchen Zwech das Ding geschrieben wurde. Man könnte das so sagen, die kritische Männergruppe hätte eine Bewertung vorgenommen mit welchen Gruppen sich das Bundesforum Männer kurzschließen sollte. Am Ende hat man nur sich selbst, die kritische Männergruppe, angepriesen. Alle anderen hat das Blatt in die rechte Ecke gestellt. Der Beweis sieht dann in etwa so aus, dass man sich auf sich selbst beruft. Man sollte sich fragen wie eigentlich jemand aus den kritischen Männergruppen damit beauftragt werden kann, der zudem so voreingenommen ist, so eine Bewertung vorzunehmen?

Es dürfte klar sein, dass sich das Bundesforum Männer nicht selbst finanziert sondern Zuschussgelder bekommt. Das BMFSFJ dürfte auf jeden Fall eine Finanzspritze leisten. Gelder die man nach der Gesterkampagne sofort wieder streichen sollte, so wie dem GenderkompetenzZentrum. Zumindest Sebastian Scheele als Ex-Genderkompetenzler ist deshalb nicht arbeitslos geworden und hat stattdessen einen neuen Platz in der Böll Stiftung gefunden. Ihm scheint es dort nicht schlecht zu ergehen wenn er kräftig die Werbetrommel für Gender-Mainstreaming rühren kann. Wobei er damit das Thema "grüne Feministen und Männerrechtler" irgendwo auch etwas verfehlt hat.

Außer natürlich mit dem Thema war genau das gemeint, die Werbetrommel für die grünen Feministen (auch hier beruft man sich auf sich selbst) und gegen die Männerrechtler zu rühren. Zudem noch um die einzige Lösung die man bieten kann, also Männlichkeitsideale hinterfragen und Gender-Mainstreaming, mit großen Worten anzupreisen. Auch hier, wie immer, beruft man sich auf sich selbst.

Die Erkenntnisse der Gender Studies und anderer kritischer
Wissenschaften können uns helfen, präzise Problemfelder zu benennen; die
Erfahrungen der Gleichstellungspolitik können wir auswerten, um produktiv
eine politische Strategie zu entwickeln.

Welche Erkenntnisse??? Welche Erfahrungen??? Allein mit dem Hinweis sich gegen "männerrechtliche Positionen" zu stellen, was soll da eigentlich übrig bleiben??? Mit dieser Position stellt man sich gegen männerrechtliche Themen wie die Gewalt gegen Männer, die Wehrpflicht nur für Männer oder die Bildungsverlierer Jungs. Alles was übrig bleibt ist, wie immer, Männlichkeitsideale hinterfragen. Man will sich ja nicht zu kritisch überarbeiten. Aber Hauptsache irgenjemand finanziert die Unttätigkeit.

Äußerst fraglich (oder auch nicht) was man von denen dann überhaupt erwarten sollte. Aus einem Umfeld das sich selbst als "kritische Wissenschaft" bezeichnet und politische Strategien entwickeln möchte, am Besten nichts. Eine präzisen Bennenung von Problemfeldern sollte man ebensfalls nicht erwarten, wenn man sich schon im Vorhinein gegen männerrechtliche Positionen stellt.


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