Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Blog: "Kurzschlüsse und Überbrückungskabel in der Debatte um Männerpolitik."

Informant, Montag, 02.08.2010, 23:06 (vor 4097 Tagen) @ Goofos

Die Erkenntnisse der Gender Studies und anderer kritischer
Wissenschaften können uns helfen, präzise Problemfelder zu benennen;

die

Erfahrungen der Gleichstellungspolitik können wir auswerten, um

produktiv

eine politische Strategie zu entwickeln.


Welche Erkenntnisse??? Welche Erfahrungen??? Allein mit dem Hinweis sich
gegen "männerrechtliche Positionen" zu stellen, was soll da eigentlich
übrig bleiben??? Mit dieser Position stellt man sich gegen männerrechtliche
Themen wie die Gewalt gegen Männer, die Wehrpflicht nur für Männer oder die
Bildungsverlierer Jungs. Alles was übrig bleibt ist, wie immer,
Männlichkeitsideale hinterfragen. Man will sich ja nicht zu kritisch
überarbeiten. Aber Hauptsache irgenjemand finanziert die Unttätigkeit.

Dazu gibt es eine interessante Diskussion der AG Männer in der PP, kennst du wahrscheinlich. Aktuell scheint die AG reanimiert zu sein:

Zusammenfassung der bisherigen Diskussion "Abschaffung des gender-mainstreaming"

Was ist Gender-Mainstreaming?

Offiziell ist GM der Versuch durch geschlechtsspezifische Förderung Gleichstellung zwischen Mann und Frau auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen.
Die wenigsten wissen allerdings, dass GM die Annahme zugrunde liegt Geschlechterrollen seien unabhängig vom biologischen Geschlecht sozial und kulturell erlernt und damit auch veränderbar. Diese quasi zugeschriebene Geschlechtsidentität soll als diskriminierende Willkür angesehen und zu Gunsten einer "wirklich freien" Wahl zerstört werden.

Standpunkte und Argumente der GM-Befürworter:

- GM als Werkzeug zum Aufspüren von Benachteiligungen von Männern und Frauen unter zu Hilfenahme von statistischen Untersuchungen
- Menschen werden alle Geschlechterperspektiven näher gebracht und damit neue Optionen eröffnet
- GM stellt in Frage was "Natürlichkeit" ist und will Menschen von sozialen und kulturellen Zwängen befreien
- GM dient der praktischen Umsetzung der im Grundgesetz und anderen Gesetzen niedergeschriebenen Rechte
- Kritiker am GM seien:
- Konservative, die Frauen wieder stärker in der Rolle der Mutter sähen
- biologistische und/oder evolutionistische Vertreter
- Vertreter neoliberaler Subjektivierung, die Frauen Opfermentalität unterstellen
- Menschen mit Abneigung gegenüber Homo- und Transsexualität
- Frauenfeinde

Standpunkte und Argumente der GM-Gegner:

- GM undemokratisch da es nicht von unten nach oben sondern Top-Down in Politik und Gesellschaft getragen wurde (Weltfrauenkonferenz, Uno, EU, Deutschland)
- GM außerdem undemokratisch da Mehrheit der Bevölkerung mit Begriff und Konzept des GM nicht vertraut ist
- Wissenschaftliche Grundlage des GM stark angezweifelt, besitzt starken Ideologiecharakter
- GM zerstört durch Fokussierung auf Einzelpersonen Familien als kleinste Zellen der Gesellschaft
- GM greift totalitär in zwischenmenschliche Beziehungen ein da sich praktisch alles der Frauenfrage unterordnen muss
- Allgegenwärtige Genderwächter beanspruchen Deutungshoheit über gerecht bzw. gendergerecht, schränken durch Zensur und Verbote persönliche Freiheit und Bürgerrechte ein
- Kinder sollen quasi verstaatlicht und auch erwachsene Menschen ideologiegerecht umerzogen werden
- GM stellt durch unzählige Gender- Beauftragte, Studien, Projekte und Förderungen eine erhebliche Kostenquelle dar
- Vermeintlich durch GM aufgedeckte Ungerechtigkeiten sind schlicht Ausdruck unterschiedlicher Interessen von Männern und Frauen
- Offenkundige Doppelmoral des GM da es in Praxis nur um Frauenförderung geht, Benachteiligungen von Männern und Jungen werden vollkommen ignoriert, toleriert und verschwiegen
- Stichwort "positive Diskriminierung" von Männern - Diskriminierung ist immer negativ
- GM diffamiert etablierte Rollen als "veraltet, überholt, unemanzipiert, unterdrückt" und setzt sie praktisch mit Diskriminierung gleich
- GM auf Grund erwiesener Erfolglosigkeit überflüssig (siehe Frauenanteil techn. Berufe)
- Piratenpartei sprach sich bereits intern gegen Frauenquoten und Bevorzugung nach Geschlecht aus (beides Genderwerkzeuge)
- GM praktizierende Nicht-identitäre Burschenarbeit setzt – so Selbstdefinition – auf „Zerstörung von Identitäten“
- Kinder gegen ihre natürlichen selbst hervorgebrachten Verhaltensweisen im Sinne einer Ideologie zu erziehen, ihnen ihre sexuelle Identität zu nehmen, ist ethisch und vor allem psychologisch höchst verwerflich

Sloganvorschläge bezüglich GM für die Piratenpartei:

"Wir Piraten fordern die ersatzlose Streichung aller GM-Maßnahmen, weil sie eine reine Lobbypolitik auf Kosten von Männern und auf Kosten der Gleichberechtigung darstellen."

"Wir fordern im Gender Mainstreaming allen Geschlechtern gerecht zu werden und unter diesem Gesichtspunkt alle bisherigen und künftigen Maßnahmen kritisch zu überprüfen."

Abschaffung des Gender Mainstreaming, Seite 12

Eine I.F. aus M., spanisches Wort für "links", die dort versucht mit einem Nick den Autor von Genderama zu verballhornen, spamt dort natürlich wieder mächtig rum - mit Unterstützung ihrer Kumpelienen (oder Zweit- bzw. Drittaccounts). Wäre ja mal spannend zu lesen, was passiert, wenn ein User namens "Ilka Flitz", "Iltis Kritz" o.ä. dort auftauchen würde ...

Die Admins haben es sich aber letztendlich selbst zuzuschreiben, solche Chaotinnen zu reanimieren. Trotz allem ist der aktuelle Mod dort ziemlich rührig und ersetzt den unfähigen alten, der Beschimpfungen von Männern u.a. durchgehen ließ.


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