Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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J.-B. Rossilhol, Berliner Diplom-Psychologen

Kurti, Wien, Sonntag, 26.09.2010, 14:22 (vor 3713 Tagen) @ Kurti

"Immerhin 16,7 % der befragten Mütter würden den Penis ihres Sohnes streicheln. Es ist kaum anzunehmen, dass sie diese Handlung mit Inzest gleichsetzen. In der sinnvollen Gegenprobe mit vertauschten Geschlechtern wird deutlich, wie unterschiedlich die kulturelle Wahrnehmung ist. Würden 16,7 % der Väter zugeben, dass sie die Scheide ihrer Tochter streicheln würden?"
(Quelle: J.-B. Rossilhol: "Sexuelle Gewalt gegen Jungen, Dunkelfelder." Tectum Verlag, Marburg, 2002. Gefunden auf www.rossilhol.de/PDF/Sexueller%20Missbrauch%20durch%20Taeterinnen.pdf.)

"Die zweite Fehlinterpretation sei die Annahme, niedrige relative Täterinnen-Anteile wären mit niedrigen absoluten Zahlen gleichzusetzen. Allen beruft sich auf Finkelhor, der verschiedene Studien zur Prävalenz sexuellen Missbrauchs bei Frauen verglichen hat. Er geht dann von einer Missbrauchsprävalenz von 23 % bei Frauen aus. Dies sind für die USA 29 Millionen missbrauchte Frauen. Davon wurden einer früheren Schätzung zufolge nach Finkelhor und Russell 5 % von Frauen missbraucht, was immerhin 1,5 Millionen Frauen ergibt, welche durch Frauen sexuell missbraucht wurden. Dann legt Allen ein ebenfalls von Finkelhor erarbeitetes Verhältnis von weiblichen zu männlichen Missbrauchsopfern von 5:1 zugrunde, was 4,5 % oder 5,4 Millionen missbrauchter Männer in den USA entspricht. Wenn davon (wiederum nach Finkelhor und Russell) 20 % durch Frauen missbraucht wurden, ergibt dies ca. 1,1 Millionen Männer. Nach einem anderen, ebenfalls von Finkelhor für möglich gehaltenen Verhältnis weiblicher/männlicher Missbrauchserfahrung von 2,5:1 wären es 2,2 Millionen Männer, die von Frauen sexuell missbraucht wurden.

(…)

Allen verweist weiterhin auf eine Studie von Freeman-Longo, nach der 40 % der untersuchten Vergewaltiger von Frauen missbraucht wurden. Rudin et al. (1995) zitieren eine Studie von Petrovich et al., nach der 59 % von 83 Vergewaltigern von einer Frau sexuell missbraucht wurden und die Hauptform des Missbrauchs Geschlechtsverkehr war.

(…)

Briggs und Hawkins (1996) fanden in ihrer zwischen Tätern und Nicht-Tätern unterscheidenden Studie über missbrauchte Männer heraus, dass Missbrauch durch eine Frau in der Tätergruppe häufiger war. So hatten 38 % der Täter Missbrauchserfahrungen in Form von heterosexuellem Geschlechtsverkehr, aber nur 8 % der Nicht-Täter."
(Quelle: J.-B. Rossilhol: "Sexuelle Gewalt gegen Jungen, Dunkelfelder." Tectum Verlag, Marburg, 2002. Gefunden auf www.rossilhol.de/PDF/Sexueller%20Missbrauch%20durch%20Taeterinnen.pdf.)


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