Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Manifest für den Mann - Besprechung

Michael Baleanu, Freitag, 16.03.2012, 16:47 (vor 3150 Tagen) @ bberlin

.... „Wir brauchen das Recht auf ein karrierefreies Leben.“

Soso, die gefühlt 99% karrierefreie Männer brauchen ein Leben frei von den Karrieren der anderen?!

Ein alter Hut. Schon Esther Villar hatte eine Utopie ausgemalt, in der die
Arbeitszeit grundsätzlich auf 25 Stunden in der Woche begrenzt ist. Man
kann verstehen, wie es zu so einer Wunschvorstellung kommt - und es
verträgt sich gut mit der neuen Idee vom bedingungslosen Grundgehalt. Aber
ist es mehr als nur eine Wunschvorstellung?

Folgende Studie des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die Zahl der Arbeitnehmer von 38,62 auf 39,32 Millionen im Zeitraum 1991 bis 2006 gestiegen ist. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden um 3,8 Milliarden ab, vermutlich auch als Folge der erhöhten Produktivität.

Die Vielzahl an Minijobs und Teilzeitjobs werden auf lange Sicht das Lohnniveau auf einen katastrophalen Mindestmaß reduzieren. Ohne eine Reduzierung der gesetzlich vorgeschriebenen Wochenarbeitszeit (z. Zt. bei 48h), werden die Löhne ungebremst sinken.

Doris Lessing hatte es auf den Punkt gebracht: "Elektrische Haushaltgeräte haben der Sache der Frau mehr genützt als Ideologien." Die Dame wollte sagen, dass die Wochenarbeitszeit der Frauen durch die Haushaltsgeräte ständig abgenommen hat (während die des Mannes konstant geblieben ist).

Die Wirtschaft möchte diese frei gewordenen "Potentiale" nutzen. Daher werden die Reallöhne immer weiter nach unten gedrückt, damit auch die Frauen zur Arbeit gezwungen werden, um der Familie das Überleben zu sichern.

Ein Ausweg aus dieser Situation läuft leider nur über eine Arbeitszeitreduktion für alle. Dann hätten wir auch die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf für Männer, Frauen könnten arbeiten und die Kinder könnten hauptsächlich zu Hause betreut werden. Aus feministischem Hirn werden aber heutzutage solche Ideen nie kommen, denn dann würde man den Opferstatus aufgeben müssen.

.. Feministen schenken nicht, sie stellen Rechnungen.

Das muss ich mir merken ;-))

„Trotz noch immer ungleichem Lohn für gleiche Arbeit und der Niederlage
Hillary Clintons gegen Barack Obama: Frauen sind auf ihrem Weg der
Gleichberechtigung sehr weit.“

.. unterscheidet da zwischen Chancengleichheit und Ergebnisgleichheit.

Gleichberechtigung=Chancengleichheit
Alle 100m-Läufer starten von der gleichen Linie zur gleichen Zeit. Die Schnellsten bekommen Medaillen.

Gleichstellung
Alle 100m-Läufer starten von der gleichen Linie zur gleichen Zeit. Deren Laufzeit wird auf die schlechteste Zeit gleichgestellt. Alle bekommen eine Rose als Prämie und Anerkennung. Nächstes Jahr kommt keiner!

Voll auf den Leim gegangen ist er der Legende vom ungleichen Lohn bei
„gleicher“ Arbeit. Das hatte zwar Ursula von der Leyen auf einer Seite
der Regierung verbreitet, sie hat es aber wieder zurückgenommen, weil es
nicht stimmt. Das hat er wohl nicht mitgekriegt. ...

Es gibt leider noch genügend andere: http://www.equalpayday.de/unterstuetzerinnen/

Gruß
Michael


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