Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vater soll Organ spenden - für einen Sohn, den er nie sehen wird

Christine ⌂, Donnerstag, 25.12.2008, 12:04 (vor 4683 Tagen)

Gerade im MANNdat-Forum gelesen:

Der Brief der Sozialen Dienste von Hampshire war ebenso kurz wie seltsam: "Bitte rufen Sie mich auf der oben genannten Nummer an", stand da. "Ich habe Informationen, die für Sie von Interesse sein könnten". Das war gelinde gesagt untertrieben, wie Michael Shergold bald herausfand.

Als schweigsamer Vater dreier heute erwachsener Kinder gibt es in seinem Leben selten etwas aufregenderes als die wöchentliche Partie Golf. Als er im Januar 2007 jedoch wie verlangt die Sozialarbeiter anrief, wurde er mit einer Reihe von erstaunlichen Tatsachen konfrontiert.

Sie sagten, er sei der Vater eines weiteren Kindes, eines fünf Jahre alten Sohnes einer früheren Kurzbeziehung. Eine frühere Freundin hatte ihr Kind zur Adoption frei gegeben, weil sie sich unfähig zur Mutterschaft fühlte.

[...]
"Wut und Befremdung lassen sich nicht in Worten ausdrücken", so Michael. "Ich kann einfach nicht glauben, wie grausam Soziale Dienste seien können. Mich ausfindig machen, um mir zu sagen, dass ich einen Sohn habe, mein Leben ins Chaos zu stürzen und mir dann zu sagen, dass ich ihn niemals werde sehen können ist einfach nur schändlich. Zu wissen, dass mein Sohn gegen mein Einverständnis von Fremden anstatt von Blutsverwandten, wo er eine liebende Familie gefunden hätte, adoptiert wurde, war schon schlimm genug. Aber zu wissen, dass wenn ich kein Organ spende mein Sohn nicht lange genug leben wird um mich kennen zu lernen hat mich in die schlimmste denkbare Lage gebracht. Ich bin im Dilemma, weiss nicht, was tun. Ich soll nun eine Entscheidung im Vakuum treffen. Wenn ich meinen Sohn sehen könnte und und mit ihm eine Art von Kontakt haben könnte würde ich überhaupt nicht zögern.

In der Zwischenzeit machen die Sozialen Dienste weiter Druck auf Michael. Aber selbst wenn er sich entscheiden sollte, sein Organ zu spenden, würde dies keinen Unterschied machen. "Ich war perplex. Ich fragte sie, was geschehen würde, wenn ich ihm einen Teil meines Körpers geben würde. Sie sagten, dass ich nicht einmal dann Kontakt zu meinem Sohn haben könne. Andrew würde nicht einmal erfahren, wer das Organ gespendet hat, weil dies 'zu verstörend' sei", erzählt Michael.

"Aber was, wenn er nicht so lange lebt, um mich kennen zu lernen oder man ihm Lügen über mich erzählt - dass sein Vater tot sei oder ihn nicht sehen wolle? Es bricht mir das Herz, wenn daran denke, ihn nie getroffen zu haben."

http://www.mannschafft.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=337&Itemid=118

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein


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