Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Manchmal hilft nachdenken doch

iridia, Monday, 23.08.2010, 11:38 (vor 5622 Tagen) @ Goofos

Maskulismus ist nicht Feminismus. Zur Zeit geht man wohl immer davon aus,
Maskulismus wäre ein Gegenstück von Feminismus einfach nur mit umgedrehten
Vorzeichen. Zum einen könnte man feststellen, dass der Feminismus allgemein
nicht mehr so gut weg kommt, aber dummerweise zieht der Feminismus damit
auch den Maskulismus mit runter indem man es auf die gleiche Stufe stellt.
Es ist aber nunmal so, nur weil Feminismus einige Probleme mit der
Definition von Gerechtigkeit hat, muss gleiches nicht automatisch auf
Maskulismus zutreffen.

Das werden die anderen vermutlich anders definieren. Es gibt ja auch im Feminismus Richtungen, denen es vor allem um Gleichstellung geht. Ist auch meine ursprüngliche Definition von Feminismus. Er wird dann zur Klientelpolitik, wenn es starke Strömungen gibt, die für sich selbst mehr wollen, das trifft inzwischen auf den Feminismus, und als besondere Spielart den Neomutterkult zu und wird sich im Maskulinismus ebenso etablieren. Die innerpolitischen Grabenkämpfe zwischen denen, die Gleichberechtigung anstreben und denen, die das eigene Geschlecht in Vorrang bringen wollen, werden beide Bewegungen bremsen, denk ich mal, weil es ja unterschiedliche Interessen sind. Die Gleichberechtigungsbefürworter sind vermutlich besonnener und ruhiger als die Geschlechterhasser, die eher auffallen und damit der gesamten Richtung den fundamentalistischen Touch geben. Der wird die Richtung bestimmen, wie auch Maskulinismus wahrgenommen wird, schätze ich.


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