Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Manchmal hilft nachdenken doch

iridia, Tuesday, 24.08.2010, 10:26 (vor 5621 Tagen) @ Goofos

Postwendend wird man dir damit unterstellen, dass dadurch die wirklichen
Opfer zurück geschreckt werden weil sie aus Angst vor einer solchen
öffentlichen Blossstellung und Demütigung, wenn man ihnen nicht glauben
oder der Verdacht sich nicht erhärten würde, nicht trauen die Tat zur
Anzeige zu bringen. Aus meiner Sicht sind es nicht nur Medien die zu
FalschbeschuldigerInnen schweigen, es sind auch Leute die mit solchen
Unterstellungen die Diskussionen vergiften und die einen Opfer gegen die
anderen Opfer ausspielen. Mit dem Ziel aus der Falschbeschuldigung ein
Kavaliersdelikt zu machen, das gefahrlos als Rache- und Machtinstrument
missbraucht werden kann.

Ich hab schon überlegt, ob ich meine Folgegedanken auch noch mit schreiben soll. Du hast Recht, ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen: es würde den Eindruck erwecken, das die meisten Anzeigen genauso falsch wären. Dennoch würde ich das riskieren. Wir brauchen eine Diskussion, die die Männer nicht fertigmacht, sobald sie mit dem Vorwurf konfrontiert werden, wie bei Andreas Türk damals. Im Fall Kachelmann scheinen mir die Reaktionen schon bedeutend ausgewogener zu sein. Ich weiß auch nicht, welche Rolle hier die Sympathie spielt und wie das bei völlig Unbekannten wäre, aber Diskussionen könen immer zum Nachdenken anregen, bevor ein Standpunkt und eine aktuelle Meinung gebildet werden, was Voraussetzung für ein Engagement in Richtung einwirken auf Veränderungen ist.

Andererseits ist der Verdacht auf Falschbeschuldigungen ohnehin sehr ausgeprägt, aber mir ist nie aufgefallen, das das wirkliche Konsequenzen gehabt hätte. Das kann natürlich damit zusammenhängen, das es nicht eindeutig festgestellt werden kann. Aber es ist auch jetzt schon so, dass wie neulich bei Anne Will empfohlen wird, Vergewaltigungen nicht anzuzeigen. Meiner Meinung nach ist das aber direkt eine Auswirkung latenter Unterstellungsgefühle, die ohnehin da sind, aber sonst konsequenzfrei bleiben. Du siehst, ich sehe das durchaus ambivalent, aber das, was du so treffend als Kavaliersdelikt, der als gefahrloses Rache- und Machtinstrument genutzt wird, bezeichnest, sollte sich in der Meinung verändern und als eine eigene Form der Vergewaltigung gelten, finde ich.

Andererseits ist der Verdacht über Falschbeschuligungen bei Vergewaltigungen ohnehin


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