Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gleichberechtigung - NEIN DANKE!

Gismatis, Basel, Saturday, 17.03.2007, 18:19 (vor 6898 Tagen) @ Karl

Hallo Karl

In Anlehnung an den genialen (und wohlwissenden) Untertitel dieses Forums:
Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land (Es ist so, als
sagte man: trinke oder esse nicht mehr als du verträgst, sonst wird dir
schlecht...) hier ein Zitat aus einem Beitrag von Max bei den Blauen,
welches ich nur unterschreiben kann. Wie seht ihr das?

Der Titel des Forums lautet: Wieviel "Gleichberechtigung" verträgt das Land? Die Anführungszeichen wurden erst später hinzugefügt, weil man den Eindruck vermeiden wollte, das Forum sei gegen Gleichberechtigung.

Mit Anführungszeichen verstehe ich den Titel nun so, dass mit Gleichberechtigung nicht die wahre Gleichberechtigung gemeint ist, sondern die Gleichberechtigung, so wie sie Feministinnen verstehen.

Max hat Folgendes geschrieben:
Was könnten wir alle für ein schönes Leben haben, wenn endlich mal diese
gottverdammt brunzdämliche Idee von der Gleichberechtigung aussterben
würde. Es gibt keine! Sie ist auch nicht irgendwie herzustellen. Es
handelt sich um ein Hirngespinst, das langsam aber sicher das Schönste
ruiniert, was es gibt im Leben: Die Spannung zwischen den Geschlechtern.

Für mich gibt es an der Gleichberechtigung vor dem Gesetz ? und darum geht es ja hauptsächlich ? nichts zu rütteln. Die muss gewährleistet sein. Natürlich kann auch die Gesellschaft Rechte und Pflichten zuweisen, die genau so zwingend wirken können wie Gesetze. Hier wäre ich etwas toleranter.

Was nun die Spannung zwischen den Geschlechtern betrifft, so glaube ich durchaus, dass die Spannung umso größer ist, je unterschiedlicher die Geschlechter sind, und zu dieser Unterschiedlichkeit können auch unterschiedliche Rechte und Pflichten gehören. Aber: Wieviel Spannung wollen wir überhaupt und zu welchem Preis? Für mich sind gleiche Rechte und Pflichten eben auch ein Gut, das man nicht einfach so gegen die Spannung zwischen den Geschlechtern ausspielen kann.

Zudem könnte es auch eine Frage der Gewohnheit sein, wie stark sich die Unterschiedlichkeit auf diese Spannung auswirkt. Für eine Gesellschaft, in der die Unterschiede klein und subtil sind, mögen diese Unterschiede bereits ausreichend sein. Wächst ein Kind hingegen in einer Gesellschaft auf, in der die Geschlechter völlig unterschiedlich sind, wird es ohne diese Unterschiede möglicherweise keine Spannung zwischen den Geschlechtern mehr empfinden können.

Gruß, Gismatis

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