Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Gogolin mal wieder

Chato, Friday, 15.04.2011, 13:05 (vor 5449 Tagen) @ DvB

Ansonsten ist es ja so, daß Soziopathen sich nicht in andere hineinzuversetzen /
Gefühle nicht nachvollziehen können und sozialen Umgang - gerade deswegen -
nach Möglichkeit lieber vermeiden. Wie sollten die sich in ein Kollektiv einfügen,
geschweige das auch noch führen können? Das ist nicht plausibel.

Du machst dir zu schematische Vorstellungen über die Begriffe. Stalin etwa konnte sich ganz hervorragend in sein ZK hineinversetzen. Der erschien zum Beispiel mit einer Jagdflinte auf der Tagung und legte damit beiläufig und wie im Scherz auf diejenigen ZK-Mitglieder an, die als nächste auf seiner Liquidierungsliste standen. Der Betreffende hatte diesen Scherz zwar sofort verstanden, aber ändern konnte er daran eben nichts. Er wußte noch nicht einmal, warum er das wollen sollte, sondern gestand vor Gericht niemals stattgehabte Verbrechen und forderte seine härtestmögliche Bestrafung dafür. Stalins Liste hatte auch kein System, sondern sie beruhte auf dem puren Zufall, daß für Stalin jeder auf dieser Liste stand. Etwa auch sein eigener Sohn Jakob. Erklär mir sowas alles doch bitte mal mit deinen feinsäuberlichen Kategorien.

Soziopathen sind introvertiert, Führerpersönlichkeiten extrovertiert.

In gewissem Sinne und oberflächlich betrachtet mag das stimmen. Aber das Gegenteil davon ist wahrer.

Da rührst Du aber was zusammen. Soziopathie ist Gefühlsstörung, Wahn ist Denkstörung.

Seit wann schließt eine Gefühlsstörung eine Denkstörung aus?

Vorher wurden die immer rechtzeitig erkannt. Heute nicht mehr. Heute "folgt"
man ihnen brüllend und jubelnd, weil sie ja "führen"...

Ach? So wie beim Hexenwahn?

Hexenwahn war ein säkulares Phänomen, kein christliches. Es beruhte insbesondere auf germanisch-heidnischem Aberglauben. Überall, wo es eine funktionierende Inquisition gegeben hat, gab es überhaupt keinen Hexenwahn, etwa in Portugal, in Spanien, in Italien usw. Das paßt zwar nicht ins gepflegte Vorurteil, ist aber die Wahrheit.

Ideologie und Glauben sind eben nicht "dasselbe" und "austauschbar".

Du hast selber ausgeführt, daß der Unterschied lediglich in der Wahrheit liegt.

Genau auf diesen unbedeutenden Unterschied kommt es halt einzig und allein an.
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Nick

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