Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Der 'Stadtmensch' (Allgemein)

Holger @, Freitag, 09.11.2012, 09:28 (vor 2568 Tagen)

hat mal wieder einen ausgezeichneten Artikel geschrieben:

http://www.stadtmensch-chronicles.de/detailansicht.html?&tx_ttnews[tt_news]=175&cHash=f514d4c7a162e17535d518de3199cc05

Muahaha!
Der dort verlinkte Artikel lohnt sich. Anscheinend kommt Katerstimmung auf:

Von Karl Marx höchstpersönlich attestiert, war es die Bourgeoisie, die während der Industriellen Revolution die konventionelle Familie zerstörte und Frau wie Mann (und Kind) zu Arbeitern machte, um sie auszubeuten. Das Ergebnis war pures Elend. Die Menschen existierten nur noch, um zu arbeiten. Doch Karl Marx wollte diesen Zustand gar nicht umkehren! Er nahm die zerstörten Familien – die ja so produktiver waren – und machte sie zur Grundlage jeglicher sozialistischer und kommunistischer Gedanken und Systeme nach ihm. Er forderte im Grunde lediglich, die nur zum Arbeiten geborenen Individuen stärker am großen Kuchen zu beteiligen. Auch uns Frauen.
Als dann zum Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts die Frauen zurück nach Hause geschickt wurden, um sich um den Haushalt zu kümmern, war das ein sozialer Fortschritt ­– es war Luxus. So konnte man wieder ein eigenes (Familien-) Leben fernab von Fließband und Firma aufbauen.

Erst mit den sozialistischen Bewegungen und später mit einer vom Neoliberalismus beherrschten Wirtschaft- und Gesellschaftspolitik wurde dieser Luxus – wohlgemerkt von beiden Geschlechtern damals grundsätzlich als ein solcher empfunden – zu einer Unfreiheit!

"Die Abhängigkeit der Frauen von ihren Männern, welche sie ursprünglich mit tatkräftiger Unterstützung durch Nudelhölzer, Teppichklopfer, Bratpfannen und nicht zuletzt mittels sexueller Gängelung leicht an der Leine halten konnten, wurde im Zuge des hysterischen, pardon historischen Feminismusexperiments einer Abhängigkeit von Gehaltsabrechnungen geopfert. »Das ist Freiheit pur«, dachte die feministische Frau von damals.
Es kam anders. Denn inzwischen stellen immer mehr Frauen fest, dass arbeiten gehen, eigenes Geld verdienen und damit endlich von fiesen Männern unabhängig sein, auch nicht besonders sinnstiftend ist. Statt die von Simone de Malheur (oder wie die heißt) prophezeite »Selbstverwirklichung« durch Arbeit zu erreichen, empfinden viele Frauen die Anforderungen in der Arbeitswelt irgendwie auch wieder als frauenfeindlich. Das Hauptproblem der Frauen: Wenn ihnen in der Arbeitswelt was nicht passt, können sie ihrem Chef keine Szene machen, so wie früher ihrem Göttergatten, als sie noch Hausfrau waren."
Grinsel! Auch von einem zornigen 'Die nächsten Wochen gibbet nüschte' werden sich die pösen Chefs wohl eher weniger beeindrucken lassen...

Die Psychiatrien und Psychotherapeutenpraxen sind voll von unseren Gebenedeiten.
Andererseits hat sich eine Schicht von selbsterklärten Pauerwummen gebildet, die im Berufsalltag unerträglich sind:
Besserwisserisch, sich überlegen fühlend, dominieren wollend, kritikresistent und vor allem bestimmen wollend.
Nach Jahrzehnten Staatsfeminismus muß konstatiert werden:
Wir haben kein Gleichberechtigungsproblem. Wir haben ein Erziehungsproblem.

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