Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Ich sehe keine Möglichkeit, diese „Mediendemokratie“ zu beenden (Manipulation)

Christine ⌂ @, Dienstag, 21.05.2019, 10:59 (vor 26 Tagen) @ Kliemann

Diese sind einfach zu mächtig und mit allen möglichen Politikern verbandelt. Die Auflagen der meisten Verlagshäuser gehen zwar immer mehr in den Keller, ich befürchte aber, dass durch die Erhöhung der GEZ-Gebühren ein Teil davon aufgefangen werden soll.

Die Medien sind vielleicht eine "vierte Macht", aber doch keine demokratisch legitimierten politischen Akteure. Die Antwort auf diesen eklatanten Missbrauch kann nicht die Einschränkung der Pressefreiheit sein.

Gestern brachte ScienceFiles einen interessanten Bericht über das Konglomerat von Medien und Bundeskanzleramt heraus.

Presse-Geheimbund: Mafiöse Strukturen im Bananen-Bundeskanzleramt
 
Zwei lange Beiträge aus dem Tagesspiegel (hier und hier), in denen es um „Merkels geheime Pressegespräche“ geht, kann man kurz zusammenfassen:
 
Das Kanzleramt lädt eine kleine Schar ausgesuchter Journalisten mehr oder weniger regelmäßig zum konspirativen Treffen ein. Gegenstand des Treffens sind Informationen von Bundeskanzler Merkel oder ihrem Pressesprecher an die Presse, über die Stillschweigen gewahrt werden soll. Die Treffen hätten eine „überragende Bedeutung“ für die „Funktionsfähigkeit des Kanzleramts“, umfassten „erprobte Instrumente der Willensbildung und Willensvermittlung“. Dabei werde geprüft, ob „bestimmte politische Positionen medial vermittelbar sind“, darunter fallen Positionen wie z.B. der Brexit, der Umgang mit der AfD und die Flüchtlingskrise“.
 
Werde bekannt, was im Geheimen zwischen Bundeskanzler(amtsmitarbeitern) und ausgesuchten Pressevertretern ausgetauscht werde, dann führe dies zu „einem nicht wiedergutzumachenden Ansehensverlust der Bundesrepublik im In- und Ausland“.[..] https://sciencefiles.org/2019/05/20/presse-geheimbund-mafiose-strukturen-im-bananen-bundeskanzleramt/

Nun weiß man, warum sich die Medien stets so aufregen, wenn andere von Staatsmedien sprechen. Man fühlt sich halt ertappt.

Die Antwort sollte sein, dass die Politik nicht über jedes Stöckchen springt, das ihr von den Medien hingehalten wird. Der Primat der Politik muss zurückgewonnen werden.

Wenn die Politik allerdings mit den Medien zusammenarbeitet, wie oben beschrieben, dann können wir die Hoffnung aufgeben, dass sich an dieser Konstellation in absehbarer Zeit etwas ändert. Wer Macht hat, wird diese nicht so einfach aus den Händen geben.

Strache hätte zum jetzigen Zeitpunkt nicht zurücktreten müssen, Bundeskanzler Kurz hätte nicht umgehend Neuwahlen anstreben müssen.

Aber vielleicht ist/war das alles auch von irgendwelchen Österreichern inszeniert worden, wenn man dem nachstehenden Bericht glauben kann.

Geheim und brisant: Die ÖVP bereitet sich schon auf Neuwahlen im Herbst vor.
 
[..]Ich wurde vertraulich informiert, dass die ÖVP Neuwahlen für den Herbst vorbereitet.
Die Regierung „Schwarzblau“ scheint kurz vor der Sprengung zu stehen, Eintracht und Harmonie hin oder her.[..] https://geraldkitzmueller.wordpress.com/2019/01/18/neuwahlen-im-herbst-die-oevp-plant-schon/

Dieser Bericht ist vom 18. Januar 2019 und da muss man sich doch fragen, ob die ÖVP nicht selber in diesen Skandal verwickelt ist. Zwar tut Kurz derzeit so, als ob er an einer schonungslosen Aufklärung interessiert sei, aber erzählen kann man viel, wenn der Tag lang ist.

Erst hätte eine Untersuchung erfolgen müssen.

Ich vermute, dass war von Anfang an nicht erwünscht.

So funktioniert die „Mediendemokratie“ aber heute nicht. Diese pervertierte „Mediendemokratie“ muss beendet werden. Das wird ein längerfristiger Prozess sein müssen, der Politiker mit Rückgrat benötigt.

Politiker mit Rückgrat gibt es anscheinend aber nicht so viele und ich vermute, diese werden auch kaum Aufstiegschancen haben, egal in welcher Partei. Man sollte bei dem Ganzen nicht vergessen, dass Kurz das Gleiche gemacht hat, nur lief das öffentlich ab und da fragt man sich normalerweise, wieso wird es bei dem einen Politiker skandalisiert, obwohl das Ganze nur angedacht und nicht vollzogen wurde und bei einem anderen Poltiker gibt es lediglich einen Bericht darüber, siehe hier.

Kurz-Förderer Benko kauft 24 % von „Krone“ und „Kurier“
https://kontrast.at/rene-benko-krone-kurier-kurz/

Reichlich dubios das Ganze. Es hätte eigentlich gereicht, wenn Strache und der andere zurück getreten wären, aber Kurz wollte unbedingt auch noch den Kickl loswerden, der das Innenministerium leitet. Der hatte im übrigen eine Hausdurchsuchung beim Bundesamt für Verfassungsschutz veranlasst und das wollte sich anscheinend keiner bieten lassen. Warum er das gemacht hat, weiß ich im Moment leider nicht.

An diesem Vorgang sieht man wunderschön, dass es leider nichts nutzt, nur eine Seite zurechtzustutzen.

Christine

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohl angepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

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