Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Warum Umweltpolitik gut für Männer ist (engl.)

Roslin, Dienstag, 09.12.2008, 02:26 (vor 4668 Tagen) @ Roslin
bearbeitet von Roslin, Dienstag, 09.12.2008, 02:30

@ Dschindschin

Und nie vergessen, es sind die Frauen, die ihren Bereich verloren haben. Sie die Hüterinnen von Haus und Herd haben ihren weiblichen Bereich verloren, er ist marginal geworden. Und sie sind gezwungen entgegen ihrer Natur ein männliches Leben zu leben. Sie, die dafür geschaffen sind, Kinder zu brüten und zu hüten, sind gezwungen, das Liebste in fremde Hände zu geben, ein fremdbestimmtes Leben zu führen, ein Leben das ihre physische, psychische, seelische Kraft überfordert.<

In der Tat, eine interessante Überlegung, die viel Richtiges enthalten könnte.
Für Feministinnen, die gerne in heroischen Befreiungskämpfen schwelgen, natürlich einmal mehr eine kränkende Überlegung.
Aber die Frau ist, nüchtern betrachtet, konstruiert für 10-15 Schwangerschaften, damit am Ende 3-4 Kinder erwachsen werden, die dann ihre alten Eltern versorgen können.
Der dramatische Rückgang der Geburtenrate setzte lange vor der Pille ein, bereits vor dem 1. Weltkrieg, in der 2. Hälfte des 19.Jhdts., als der Beginn des Sozialstaates die Sicherung von Alten auch mit wenigen Kindern erlaubte und mit der Senkung der Kindersterblichkeit weniger Schwangerschaften gebraucht wurden, um die überlebensnotwendige Kinderzahl zu produzieren.
Auf der einen Seite sank also der Bedarf, auf der anderen Seite erhöhte sich, bei geringerem Einsatz biologischer Ressourcen seitens der Frau, die Produktivität - Folge: Frauen gewannen viel freie Lebenszeit, die gefüllt werden wollte.
Die Erfindung von Pille und Haushaltsmaschinen verschärfte ihr "Überflüssigwerden" in ihrem traditionellen Machtbereich.
Deshalb musste sie in den Bereich der Männer auswandern, um ihre Lebenszeit sinnvoll zu füllen, weil es weniger Kinder zu betreuen, weniger Hausarbeit zu verrichten gab.
Parallel dazu kam das allmähliche Ende der "Muskelökonomie", das nun auch die Arbeitskraft der Frau in erhöhtem Maße für die gewinnorientierte Ausnutzung interessant machte und damit den Verkauf dieser Arbeitskraft, die nun einen Marktpreis bekam.
In der männlich geprägten Arbeitswelt fühlt sie sich aber nicht recht wohl, weil dieser Bereich bisher auf männliche Bedürfnisse zugeschnitten war.
Man muss also umbauen und Kompromisse finden, denn ein Zurück gibt es nicht.
Die Kompromisse müssen es ermöglichen, daß Frauen sich noch wohlfühlen können, ohne dass Männer sich bereits unwohl zu fühlen beginnen.
Ein schwieriges Unterfangen.
Wenn es gelingt, haben wir eine Zukunft.
Wenn nicht, sterben wir mangels Nachwuchs aus, machen Platz für Familienmodelle, die mehr Nachwuchs produzieren.
Der Feminismus beansprucht nun die Definitionshoheit dessen, was eine gute Gesellschaft zu sein hat und schert sich dabei wenig um männliche Bedürfnisse, die systematisch delegitimiert und abqualifiziert werden.
Er fordert allein die Anpassung des Mannes an die Ansprüche der Frau, notfalls mit Hilfe staatlicher Macht und Umerziehung in den Kindergärten und Schulen, in der Hoffnung, so frauenkompatiblere Männer zu erzeugen.
Natürlich geht der Schuss nach hinten los.
Die so Verzogenenen werden eher zu Supermachos als zu Frauenverstehern, denn die Natur lässt sich nicht einfach ungeschmeidig zurecht biegen.
Sie leistet dann erst recht Widerstand.


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